Teil 2: DVD-Player Test-Kriterien ¦ Test- und Kauf-Checkliste DVD-Player

Text: Carsten Rampacher, AREADVD - update: 09.07.08

Zum Teil 1 der DVD-Player Test- und Kaufberatung ...

Teil 1

Teil 2

Teil 1 des DVD-Player-Specials befasst sich mit der heutigen Marktsituation von DVD-Playern und DVD-Recordern, wie man den passenden DVD-Player zur bestehenden Anlage aussucht, welche Anschlüsse vorhanden sein sollten und noch vieles mehr.Für eine fundierte Kaufentscheidung sollten Sie unbedingt auch diesen zweiten Teil zu Rate ziehen.

DVD-Player und die Bildqualität

Besonders wichtig sind bei DVD-Playern die elementaren Eigenschaften - gemeint sind die Bild- und die Tonqualität. Zunächst wollen wir uns der Bildgüte widmen. Nicht selten werden wir von Lesern gefragt, wie man die Bildqualität von DVD-Playern bewerten kann - und, wie sich die Bildqualität eines Einstiegs-DVD-Players von der Bildqualität teurerer Modelle unterscheidet. Hier muss man aber generell feststellen, dass bereits bei vielen DVD-Spielern in der Einsteigerklasse die Bildqualität ohne Fehl und Tadel ist. Die Unterschiede zu teureren Modellen liegen in Nuancen, die man aber bei ausführlichen Bildtests ausfindig machen kann.  Je nach dem verwendeten Bildwiedergabegerät kann es durchaus ratsam sein, einen besonders hochwertigen DVD-Player einzukaufen. Eine große Rolle spielen verständlicherweise die im DVD-Player verwendeten Bauteile.

Die visuellen Baugruppen (Video D/A-Konverter, Progressive-ChipDenon DVD-3930

Nutzt man keine DVI- oder HDMI-Verbindung (siehe oben), kommt dem Digital-/Analog-Wandler, der die digitalen Videodaten in analoge umwandelt, eine hohe Bedeutung zu. Bereits in DVD-Playern der Einsteigerklasse (z.B. Panasonic, Denon) finden sich inzwischen 108 MHz/12-Bit Video-D/A-Konverter. Teurere Modelle greifen z.B. auf 216 MHz/12-Bit oder sogar auf 216 MHz-14-Bit-Wandler zurück. Eine noch höhere Bildnatürlichkeit, ein extrem klares Bild, eine gesteigerte Plastizität und eine exzellente Detailtreue sind die Vorteile der edlen Highend-Wandler. Gerade im Falle der 216 MHz/12- bzw. 14-Bit D/A-Konverter dürften bei der Wandlung des digitalen in ein analoges Signal kaum noch größere, sichtbare Verluste auftreten. Da das Videosignal im Bildwiedergabegerät erneut gewandelt wird (in vielen Fällen), sollte der Analog-/Digital-Wandler im Bildwiedergabegerät aber ebenfalls von hoher Güte sein, wenn man einen DVD-Spieler mit Highend-Wandler einsetzt. Sollte der DVD-Player progressive-tauglich sein, so muss die für die Vollbild-Signalverarbeitung verwendete Technik von hoher Güte sein (hochwertiger Chip mit ausgeklügelter Bewegungserkennung und exakter sowie schneller Bildanalyse).

Wer einen preislich günstigen DVD-Spieler mit Progressive Scan-Tauglichkeit angeboten bekommt bzw. vorhat, zu erwerben, sollte sich dessen Progressive Scan-Fähigkeiten vor dem Kauf genau ansehen. Mehr dazu im nun folgenden Bildqualitäts-Check. 

Voraussetzungen für einen effizienten Bild-Check

  • Ein geeignetes Bildausgabegerät sollte zur Verfügung stehen. Entweder ein herkömmlicher TV (am besten hochwertiges 16:9-TV, Bildschirmdiagonale ab 82 cm, "Bildverbesserer" abgeschaltet, damit keine aktivierte Rauschreduktion oder andere digitale Filter das Bild der DVD verfälschen). Unbedingt nötig ist der Bildcheck via Projektor, wenn die Progressive Scan-Fähigkeit eines DVD-Players überprüft werden soll oder zuhause ein Projektor steht. Diesen am besten optimal justieren und die DVD-Player-Kandidaten, die zum Kauf anstehen, zum Vergleich übers Wochenende mit nach Hause nehmen. Ein sehr empfehlenswertes Test-Tool ist ein Studiomonitor, der mit seiner hervorragenden Auflösung wertvolle Rückschlüsse auf die Qualität des DVD-Players gibt. Um dies feststellen zu können, schließt man am besten ein oder zwei hochklassige DVD-Spieler an. Ältere Plasma-Fernseher, viele Rückenprojektions-TVs und ältere oder sehr preisgünstige DLP- oder LCD-Projektoren taugen nur sehr eingeschränkt zu Überprüfungen der Bildqualität. Bitte unbedingt im Menü des jeweiligen Bildwiedergabegeräts die Deaktivierung aller Zusatzfilter und Digitalfunktionen sowie (sehr wichtig!) die neutrale Farb-, Bildschärfe-, Kontrast- und Helligkeitseinstellung am Bildausgabegerät im entsprechenden OSD überprüfen!

  • Geeignete Kabel verwenden. Den Playern beigepackte "Billigstrippen" sowie Kabel aus dem Sonderangebot taugen nicht zur Bildqualitätsprüfung des DVD-Players. Die Bildunterschiede unterschiedlicher DVD-Player sind teilweise so gering, dass schon die Verwendung falscher Kabel zu einem verfälschten Eindruck führen kann. Es muss kein Highend-Scartkabel für 200,-- EUR sein, aber etwas Ordentliches (ab 30,-- bis 40,-- EUR) muss schon verwendet werden. Hat man kein eigenes, dann sollte der Händler ein Exemplar aus seinen Beständen rekrutieren.

  • Die richtige Software mitbringen. Sich am besten zuvor über Test-DVDs oder Film-DVDs (empfehlenswert ist es, sie nehmen ein bis zwei Test-DVDs und mehrere Filmtitel mit) mit besonders guter Bildqualität informieren. Sie sollten die DVDs zuvor schon kennen und nicht erst beim Händler das erste Mal sehen - denn eine qualitativ brillante DVD sieht auf keinem DVD-Player schlecht aus. Am besten bei Freunden/Bekannten mit entsprechend gutem Equipment zuvor Probe sehen und sich einen ausführlichen Eindruck verschaffen.

  • Sehr wichtig ist der A/B-Vergleich: Zwei unterschiedliche DVD-Player am EXAKT GLEICHEN Bildwiedergabegerät, mit der EXAKT GLEICHEN ANSCHLUSSART (BEIDE Player über YUV oder BEIDE über RGB anschließen  - also nicht einmal YUV und einmal RGB, das verfälscht den Bildeindruck). FBAS aus Gründen der deutlich schlechteren Qualität NICHT verwenden) und dem EXAKT GLEICHEN KABEL sowie der EXAKT GLEICHEN DVD-SEQUENZ vergleichen.

  • Nicht zu unterschätzen: Der Zeitfaktor. Innerhalb von 10 Minuten können Sie nie Bildunterschiede zwischen DVD-Playern richtig erfassen. Am besten, Sie gehen zum Händler Ihres Vertrauens und legen dort eine ausführliche Testsession ein  - oder Sie bestellen bei einem seriösen Internet-Händler, der Ihnen ein volles Rückgaberecht bei Nichtgefallen vor dem Kauf zusichert.

DVD-Player - Test-Parameter

Haben Sie begonnen, verschiedene DVD-Player unter die Lupe zu nehmen, so achten Sie bitte auf folgende Parameter:

  • Die Bildschärfe/Die Bildreinheit. Wie scharf werden die Konturen der auf dem Bildausgabegerät gezeigten Objekte dargestellt? Ist alles klar und ohne störendes Verwischen oder Verschwimmen der im Bild erkennbaren Gegenstände zu sehen? Sind die Ränder sauber gezeichnet, vor allem die von diffizil darstellbaren Objekten (z.B. die Spitze einer Rakete, die Silhouette einer Kirche oder runde Gegenstände)? Werden keine Doppelkonturen sichtbar? Ist das Bild völlig klar und rein, also ohne auch noch so leichte Grau-, Weiß- oder Braunschleier? Hier verwenden Sie am besten qualitativ hochwertige Testbilder von Test-DVDs wie beispielsweise der Heimkino-Referenz-DVD, Peter-Finzel's-Test-DVD S.E., DVD-Discovery oder der Referenz-DVD. Nur ein DVD-Player ohne störenden Schleier über dem Bild kann eine tadellose Gesamtbildschärfe produzieren.
  • Der Kontrastumfang. Hier am Szenen mit Hell-/Dunkelübergängen verwenden, aber auch Filmbeispiele, in denen z.B. im dunkeln viele Details gezeigt werden. Bei einem DVD-Player mit entsprechend guten Kontrastumfang müssen diese Details auch problemlos sichtbar sein. Dasselbe gilt auch für sehr helle Szenen. Wichtig ist, dass Hell/Dunkel-Übergänge natürlich wirken müssen, die Verläufe dürfen weder unnatürlich abrupt noch zu verwaschen aussehen. Bei vielen verschiedenen Grautönen (z.B. in Filmszenen mit Nebel auf einer qualitativ exzellenten DVD) kann man noch gleich mit überprüfen, ob der Player einwandfrei dekomprimiert und nicht zur Artefaktebildung (Gut sichtbare Rauschmuster innerhalb der Grauübergänge) neigt. Bei teureren Playern wirkt die gesamte Abstimmung nochmals harmonischer, runder. Doch diese Unterschiede werden erst bei sehr ausgiebigem Probe sehen deutlich.
  • Die Farbwiedergabe. Am besten Testbilder mit kräftigen, reinen Farben verwenden. Bei einem reinen Rot dürfen sich keine Reste anderer Farben darin finden, kein Gelb-, Blau- oder Grün-Stich darf zu sehen sein (WICHTIG: Der TV oder das andere Bildausgabegerät  muss farblich absolut korrekt eingestellt und nicht zu abgenutzt sein. Fernseher, die schon zu viele Betriebsstunden hinter sich haben, haben nicht mehr die für diesen Test erforderliche Qualität bei der Farbwiedergabe !). Wie exakt gezeichnet sind die Farbverläufe? Scheint ein Teil des Blaus auf dem Testbild mit dem Heißluftballon in das Rot hineinzulaufen? Ist dies der Fall, zeichnet der DVD-Player die Farbverläufe nicht sauber genug.
  • Die Schwarzwiedergabe. Hier muss der DVD-Player in der Lage sein, ein Bild mit einem richtig tiefen Schwarz zu erzeugen - und kein dunkles Grau. Am besten eine Test-DVD verwenden, auf der ein Teil des Films in tiefster Dunkelheit spielt. In dieser Disziplin hat sich viel getan: Ein ordentliches Schwarz bieten nun auch schon verschiedene Einstiegsmodelle der Markenhersteller, wobei ein sehr plastisches Schwarz mit extrem großer räumlicher Tiefe noch immer nur von teureren DVD-Playern zur Verfügung gestellt wird.
  • Die Bildplastizität/die Detailtreue. Wirkt das Bild dreidimensional? Sehen die Gegenstände, die das Testbild zeigt (z.B. Münzen, Obst, Buntstifte o.ä.) wie zum Greifen nah aus? Sehr gut geeignet sind auch die Gesichter von Menschen. Wirkt das Gesicht real, die Lachfalten so, als würde die Person vor Ihnen stehen? Sind die gesamten Gesichtszüge nicht "platt", sondern natürlich? Sind feine Muster, wie beispielsweise Poren in der Haut oder die Maserung eines im Bild gezeigten Möbelstücks exakt herausmodelliert?  Hier sind teure Player günstigen Einstiegsmodellen überlegen. Feine Muster, kleine Details in der Landschaft, die Plastizität eines Früchtestilllebens werden noch lebendiger und noch natürlicher gezeigt. Voraussetzung ist allerdings, dass der Käufer auch ein entsprechend hochwertiges Bildausgabegerät besitzt oder zu kaufen plant. An einem 500,00 EUR-TV merkt man solche Unterschiede nicht - wohl aber an einem exzellent eingestellten Projektor oder am Oberklasse-16:9-TV.
  • Hat der DVD-Player einen Video-Equalizer, so überprüfen Sie auf jeden Fall dessen Qualität. Wenn Sie die Bildschärfe z.B. erhöhen: Stellt sich ein sichtbarer Effekt ein? Wirkt das Bild immer noch natürlich, nur in den Konturen der gezeigten Objekte noch schärfer oder unnatürlich-digitalisiert? Ist der gesamte Regelbereich ausreichend? Sind die Unterschiede zwischen den einzelnen benachbarten Stufen nicht zu groß? Hier sind viele teurere DVD-Player im Vorteil: Sie verfügen oft über sehr wirksam arbeitende Video-Equalizer, die vor allem für Projektoren-Freunde oft von Nutzen sind, weil die exakte Einstellung auf das Bildausgabegerät so nochmals besser möglich wird. LCD- und DLP-Projektoren-Besitzer könnten auch mit einer integrierten Gamma-Korrektur glücklich werden. Auch bei dieser sollte man auf jeden Fall den praktischen Nutzen überprüfen. 

Sonderfall: DVD-Player gibt Progressive-Scan aus.

Wer sich für einen DVD-Player mit Progressive Scan-Signalverarbeitung interessiert, muss beim Bildqualitäts-Check auf weitere Parameter achten, so z.B.:

  • Die Güte des Chroma Upsamplings. Viele anspruchsvolle Filmliebhaber kreiden verschiedenen Progressive Scan-fähigen DVD-Playern den sogenannten "Chroma Bug" (Chroma Upsampling Error) an. Dieser "Chroma Bug" tritt in NTSC-Progressive und in PAL-PS auf  und macht sich insbesondere dann bemerkbar, wenn kräftige Farben (besonders gut eignen sich Rottöne) vor dunklem Hintergrund auftreten, so z.B. eine kleine rote Fläche vor schwarzem Hintergrund. Es bilden sich in der roten Fläche sichtbare, waagrechte dunkle Streifen, ebenfalls scheint er Farbverlauf an den Objektenden nicht absolut deckungsgleich zu sein. Zum "Chroma Bug" noch einige Anmerkungen: Um ihn ausfindig machen zu können, braucht man schon das geeignete Equipment, d.h. in erster Linie ein hochwertiges Bildwiedergabegerät. Dies bestätigen die Chroma-Bug-Experten von der US-Site hometheaterhifi.com: "As mentioned above, this problem has been around for a long time. It's only just now being noticed largely because one needs a good high-resolution display, such as a front projector and a six foot projection screen, to really see the problem clearly. In addition, the increasingly common use of large progressive displays has really allowed people to get up close to the screen and see every artifact magnified in great detail". Zusätzlich ist eine qualitativ hochwertige Verkabelung von Nöten, um den Chroma Bug beobachten zu können. Denn billige Kabel können weitaus schlimmere visuelle Schnitzer verursachen als der Chroma Bug.  Um die Qualität des Chroma Upsamplings beurteilen zu können, braucht man gut geeignete Testscheiben (z.B. "Toy Story") und viel Zeit. 

  • Richtige Erkennung von Film- und Videomaterial. Hier am besten eine Film-DVD und eine DVD z.B. mit einem Live-Konzert oder einer Fernsehserie mitbringen. Während der Film mit "echten" Filmkameras (Progressive Scan) aufgenommen wurde, sind die meisten Fernsehserien oder Konzerte mit Interlaced-Videokameras aufgenommen. Beide Quellmaterialarten sollte der Player schnell erkennen und die richtige Form der Nachbearbeitung anwenden. Zu achten ist insbesondere auf die Bewegungserkennung. Das Bild darf bei schnellen Kameraschwenks und Bewegungen der Akteure nicht ruckeln. Ebenfalls darf es nicht zu gehäuften Artefaktebildungen kommen.

Klang-Check am DVD-Player

Wer den Klang der ins Auge gefassten DVD-Player genau überprüfen möchte, sollte ebenfalls daran denken, dass - wie bei den visuellen Testreihen - die Rahmenbedingungen stimmen. Gerade wenn es ein SACD- und/oder DVD Audio-Player sein soll, muss das restliche Equipment hohe Anforderungen erfüllen, um einen effektiven Test zu ermöglichen. Um einen effektiven Klang-Test auszuführen, müssen auch noch wichtige Fakten in Bezug auf die Ausstattung des DVD Audio- und/oder SACD-Players geklärt werden:

  • Bringt der DVD-Audio- / SACD-Player ein integriertes Bassmanagement für den DVD Audio- und SACD-Betrieb mit? Ein Bassmanagement ist unbedingt vonnöten, wenn man zusätzlich einen aktiven Subwoofer einsetzt und Lautsprecher verwendet, deren geeignete Einstellung im Setup des AV-Receivers / -Verstärkers / DVD-Players mit internem Decoder durch "small" definiert ist. Lautsprecher, die in der Einstellung "small" laufen, sind nicht für die Wiedergabe sehr tiefer Frequenzen geeignet. Diese tiefen Frequenzen werden dann dem aktiven Subwoofer zugeführt, womit eine entsprechend basskräftige Wiedergabe gewährleistet ist. Ältere DVD Audio- und SACD-Player beziehungsweise DVD-Player günstiger Preisklassen bringen ein solches Bassmanagement häufig nicht mit - das heißt, die im Setup des Players getroffenen Einstellungen für die Lautsprechergröße gelten nur für den internen Dolby Digital- und DTS-Decoders, aber nicht für den DVD Audio- und/oder SACD-Betrieb. Somit setzt der Player intern die Lautsprecher grundsätzlich auf "large", wenn man eine DVD Audio oder eine SACD abspielt - auch wenn die Boxen für diese Betriebsart gar nicht ausgelegt sind. Etwas Abhilfe schafft bei diesem Fall nur, den bislang aktiv angeschlossenen Subwoofer zwischen die Frontlautsprecher einzuschleifen (d.h den Subwoofer mit Lautsprecherkabel an die Front-LS-Ausgänge anzuschließen und die kompakten Frontboxen mit dem Subwoofer zu verbinden). Dann wird der akustische Eindruck von "large"-Lautsprechern zumindenst für den frontalen Klangbereich erweckt. Dieses Anschlusssystem hat aber wiederum für den DD/DTS-Betrieb Nachteile. Also raten wir, lieber ein paar EURO mehr für einen DVD-Player mit internem Bassmanagement auszugeben, weil man da bei der Wahl des Lautsprecherequipments freier ist.

Pioneer DV-LX50

  • Die Theorie bei DVD Audio und SACD sieht vor, dass die Lautsprecher alle exakt den identischen Abstand vom Hörplatz aufweisen. Mit einer solchen Aufstellung ist es gewährleistet, dass das Tonsignal an allen Boxen exakt zur gleichen Zeit ankommt. Nur: In der Praxis ist es aufgrund der räumlichen Bedingungen in sehr vielen Fällen nicht möglich, die Lautsprecher im identischen Abstand zur Hörposition aufzustellen. Genau hier greift das sogenannte "Time Alignment", das es möglich macht, den Abstand der Lautsprecher zum Hörplatz einzugeben. Wenn die Abstände unterschiedlich sind, kümmert sich diese elektronische Laufzeitkorrektur darum, dass das Tonsignal trotzdem bei allen Lautsprechern genau zur gleichen Zeit ankommt. Bei internen Dolby Digital- und DTS-Decodern gibt es dieses Feature schon lange, bei DVD Audio-Playern jedoch ist es selbst momentan so, dass nicht allzu viele DVD-Player eine Laufzeitkorrektur mitbringen (verschiedene Player z.B. von Pioneer, Marantz oder Denon verfügen über eine solche Einstellmöglichkeit). Durch den aufwändigen Signalweg ist es bei SACD besonders schwierig, eine Laufzeitkorrektur ohne akustische Qualitätseinbußen zu realisieren. Nur wenige, extrem hochwertig konstruierte Highend-Player besitzen daher eine solche Laufzeitkorrektur, die so gut arbeitet, dass es keine klanglichen Nachteile gibt. 

  • Verfügt der Wunsch-Player über eine digitale Hochgeschwindigkeitsschnittstelle (siehe das Kapitel "Anschlüsse) zur digitalen Ausgabe von DVD Audio- und/oder SACD-Signalen? Ist dies der Fall, sollte derPlayer auch im Verbund mit einem entsprechenden AV-Verstärker oder -Receiver getestet werden.

  • Bevor man sich einen DVD Audio- oder SACD-Player kauft, sollte man sich mit einer Besonderheit auseinandersetzen - der sogenannten Superposition. Nur, wer weiß, was es damit auf sich hat, versteht die akustischen Vorteile von SACD und DVD Audio.

Das Phänomen der Superposition

Die Superposition (= Überlagerung) aller Frequenzen inklusive der einzeln nicht hörbaren Obertöne bestimmen die Klangfarbe des jeweiligen Musikinstruments. Das heißt: Auch wenn man die einzelnen Obertöne nicht direkt mit dem menschlichen Gehör (das Töne von 20 Hz bis ca. 16 kHz aufnehmen kann) wahrnehmen kann, sind sie für den gesamten Klang eines Instruments mit verantwortlich und können so die gesamte, für das jeweilige Instrument typische Klangcharakteristik erst exakt herausstellen. Je nach dem, WIE ein Instrument gespielt wird, ändern sich die Superpositionen ebenfalls, will heißen: Wenn ich eine beschwingte Symphonie höre, spielt der Geiger sein Instrument anders als bei einem schwermütig-melancholischen Stück, dadurch verändert sich auch die Klangcharakteristik. Dass die Obertöne oder Oberwellen, deren Frequenz über dem obersten direkt hörbaren Frequenzbereich liegen, eine wichtige Rolle spielen, zeigt sich daran, dass eine hohe Sinusfrequenz anders klingt als eine Dreieck-, Sägezahn- oder Rechteckschwingung. Aus diesem Grunde sind auch manche HiFi-Fans der Überzeugung, dass die Schallplatte besser klingt als die CD, weil die Schallplatte eine andere Verteilung und einen anderen Pegel der Oberwellen hat. Dieses Wissen begründet auch die Schaffung neuer hochauflösender Tonformate wie DVD Audio oder SACD, die einen deutlich erweiterten Hochtonbereich darstellen können. Wenn man Signale aus Summe von Sinusschwingungen darstellt, ist festzustellen, dass, je steiler ein Anstieg im Zeitbereich ist (Beispiel: Flanke eines Rechtecksignals), umso größer muss die Bandbreite sein, um dieses Signal in seiner vollen Charakteristik inklusive der Obertöne zu übertragen. Damit spielt nicht nur die Frequenz als solche, sondern auch der Anstieg der Flanke eine Rolle für die notwendige Bandbreite. Im Extremfall hieße das: Bei einem Impuls mit einem unendlich steilen Anstieg müsste auch die Bandbreite des Übertragungskanals unendlich sein, um am Ausgang exakt den selbem Impuls zu erhalten, auch wenn die eigentliche Frequenz weitaus niedriger ist. Letztendlich ist festzuhalten, dass für eine möglichst originalgetreue Reproduktion inklusive den Oberwellen die neuen hochauflösenden Tonformate besser geeignet sind als beispielsweise die herkömmliche CD, deren weitaus geringeres Frequenzspektrum nicht in dem Maße geeignet ist, die Obertöne ins akustische Gesamtprofil einzuarbeiten. Daher bieten DVD Audio und SACD in Bezug auf die Hochtondarstellung und die akustische Gesamtheit ein deutlich besseres Leistungsprofil.

Anforderungen an das Test-Equipment

Soll ein DVD Audio- und/oder SACD-Player auf seine klanglichen Fähigkeiten überprüft werden, sind verschiedene Faktoren zu berücksichtigten:

  • Die verwendeten Lautsprecher sollten mit den hohen akustischen Anforderungen von DVD Audio und SACD zurecht kommen. Hochwertige Boxen sollten daher zum Soundcheck bereit stehen.

  • Verschiedene Modelle sind für eine DVD Audio-taugliche Lautsprecher-Konfiguration denkbar. A) fünf identische Standlautsprecher, allesamt geeignet, um den gesamten Frequenzbereich zu übertragen. Kein aktiver Subwoofer. (Idealfall, allerdings nicht sehr praxisnah). B) zwei Standlautsprecher für vorn, ein großer Center und zwei Regallautsprecher für die Surroundbeschallung. Entweder mit oder ohne aktivem Subwoofer. C) Fünfmal der identische großvolumige Regallautsprecher plus einem aktiven Subwoofer. D) Viermal der identische großvolumige Regallautsprecher plus großem Center plus aktivem Subwoofer. E) Zwei große Regallautsprecher vorn, zwei hochwertige, besonders auch für die Surroundwiedergabe geeignete Surround-Regalboxen plus großem Center plus großem Subwoofer.

  • Bei allen Lautsprecher-Konstellationen ist darauf zu achten, dass die Boxen alle vom gleichen Hersteller und aus der gleichen Produktlinie stammen, um eine optimale akustische Homogenität zu gewährleisten. 

  • Der verwendete Verstärker/Receiver bzw. die verwendete Vor-/Endstufenkombination sollte ebenfalls entsprechend hochwertig sein und üppig Leistung bereit stellen.

  • Der Aufbau des gesamten Systems sollte akkurat sein und nicht zu viele Behelfslösungen enthalten (wie z.B. die Surroundboxen auf Pappkartons etc.).

  • Die Verkabelung sollte gehobenen Ansprüchen genügen (Verkabelung der Komponenten und die Lautsprecherkabel).

Beim Klangtest am besten erstklassige Software verwenden, aber auch nur durchschnittliche Discs mitbringen, um festzustellen, welche akustische Performance der Player dann noch erreicht. Wichtig: Sowohl High Resolution-Medien (DVD Audio, SACD) als auch normale CDs mitbringen - schließlich soll der neue Player auch als CD-Player-Ersatz eine gute Figur hinterlassen. WICHTIG: Darauf achten, dass auch wirklich der externe Sechs- bzw. Achtkanaleingang des Verstärkers/Receivers bzw. die digitale Hochgeschwindigkeitsschnittstelle aktiviert ist!

Konkrete Test-Kriterien für DVD-Player:

  • Die Hochtondarstellung (ist sie klar und präzise? wird der Klang bei hohen Pegeln nicht zu aggressiv? Entsteht der Eindruck hoher Präzision?)

  • Die Mittendarstellung (ist sie gut strukturiert und sauber? Ist die Betonung mit dem richtigen Maß an Prägnanz vorgetragen? Werden die Mitten nicht über- oder unterbetont? Ist der Übergang zum Hochton- und zum Bassbereich harmonisch und ohne Klanglöcher?)

  • Die Bassdarstellung (ist der Bass präzise? Wird ein solides, aber nie zu dominantes Bassfundament zur Verfügung gestellt?)

  • Die Detaileinarbeitung (werden auch feine Nuancen wie z.B. das Abklingen eines Instruments akkurat wiedergegeben? Entsteht der Eindruck eines kompletten, aufwändig modellierten Klangbilds?)

Nachdem die DVD Audio/SACD/CD-Klangtestreihen abgeschlossen sind, kann man sich anderen Ausstattungsmerkmalen des DVD-Players zuwenden. 

Die internen Dolby Digital- und DTS-Decoder

Noch immer bieten alle namhaften Anbieter DVD-Player mit integriertem Decoder an, obwohl inzwischen fast jeder Heimkino-AV-Receiver einen DD/DTS-Decoder mitbringt. Dass immer mehr Player mit Decoder auf den Markt kommen, hat auch noch einen anderen Grund: Jeder DVD Audio-und /oder SACD-Player Player besitzt Decodiertechnik mit sehr hoher Rechenleistung, um die im MLP (Meridian Losless Packing)-Verfahren codierten DVD Audio-Scheiben zu decodieren bzw. die DSD (Direct Stream Digital)-Signale von SACDs zu verarbeiten. Dabei fällt, sozusagen als "Nebenprodukt", auch gleich noch ein von der Rechenpower her weniger aufwändiger Dolby Digital- und DTS-Decoder mit ab. Praktisch vergessen ist inzwischen das längst auf den Heimkino-Friedhof verbannte MPEG2.Die eingebauten Decoder  sind  im Vergleich zu früheren Generationen deutlich besser geworden - manche erreichen inzwischen ein erstaunliches Leistungsvermögen. Bei sehr guten DVD-Playern wird ein klanglich besseres Niveau als bei manchem günstigeren AV-Receiver-Modell geboten. Wer sich aber einen solchen Edel-Player kauft, verfügt in den meisten Fällen auch über einen hochwertigen AV-Verstärker oder AV-Receiver. Formate wie Dolby Digital EX oder DTS ES Matrix/Discrete 6.1 können von den Decodern in den Playern in der Regel nicht mitdecodiert werden. Das Gleiche gilt für DTS 96/24. 

Digitalklang (optischer/koaxialer Digitalausgang)

Eine Frage, an der sich die Geister scheiden: Hört man einen klanglichen Unterschied, wenn der DVD-Player auf optischem oder koaxialem Wege mit dem AV-Verstärker oder -Receiver verbunden ist? Schließlich werden digitale Daten ausgegeben, also "Nullen" und "Einsen", da sollte das Ergebnis doch immer dasselbe sein - oder? Wir wollen hier keinen Glaubenskrieg entfachen und eins vorweg schicken: Unserer Meinung nach gibt es sehr geringe Differenzen in Bezug auf die Güte des Digitaltons - diese sind aber in der Praxis in vielen Fällen vernachlässigbar, spielen also beim Anwender zu Hause keine relevante Rolle. Wirkliche Unterschiede lassen sich, selbst zwischen einem DVD-Player der Einstiegsklasse und einem Luxus-Player, nur mit exzellentem Peripherieequipment und einer sehr hochwertigen Verkabelung ausfindig machen. Auch braucht der Testhörer sehr viel Hörerfahrung und Zeit, um die kleinen Nuancen wahrnehmen zu können. Wer auf ein absolut klares, reines und feinst auflösendes Klangbild gesteigerten Wert legt, ist trotzdem mit einem hochwertigen Player mit 1A-Baugruppen auch in Bezug auf den Digitalklang besser bedient.

Surround-Sound mit nur 2 Lautsprechern?

Ein Wort sollte an dieser Stelle auch noch zu den in praktisch allen Playern integrierten virtuellen Surrounderzeugungs-Systemen gesagt werden, die angeblich eine gute Räumlichkeit ohne Surroundlautsprecher erzeugen sollen: Diese Features sind nur als absolute Notlösung zu verstehen. Richtiger Raumklang kommt erst mit dem passenden 5.1.,- 6.1.- oder 7.1.-Equipment voll heraus. Außer einem leisen Echo-Effekte leisten diese Systeme nach unseren Erfahrungen in der Regel weniger, als die wohlklingenden Bezeichnungen versprechen.

Bedienkonzept und Praxistauglichkeit der DVD-Player

Auch ein wichtiger Punkt, der beim Kauf ausreichend Berücksichtigung finden sollte, ist die Bedienfreundlichkeit des DVD-Players.

 

Fragen, die hierbei eine Rolle spielen, sind zum Beispiel:

Layerwechsel im DVD-Player

Vielen sehr wichtig: Ein unmerklich ablaufender Layerwechsel. Der Layerwechsel kommt bei fast allen aktuellen DVDs einmal pro Film vor. Eine DVD-9 (die meist gebräuchliche DVD für die Speicherung von Spielfilmen momentan) ist eine DVD, bei der sich zwei Schichten (=Layer) auf einer einzigen DVD-Seite befinden. Nachdem der Laser des DVD-Players den ersten Layer komplett ausgelesen hat, muss sich der Laser umfokussieren, um am Beginn des zweiten Layers wieder einsetzen zu können. Dieser Layerwechsel macht sich bei vielen DVD-Playern durch ein Stehen bleiben des Bildes und einen hörbaren Tonaussetzer bemerkbar, besonders dann, wenn der Layerwechsel auf der DVD ungünstig (z.B. mitten in einer Szene) platziert ist. Je nach DVD-Player-Modell kann das Stehen bleiben des Bildes und der Tonaussetzer unterschiedlich lang ausfallen. Möchte man den Layerwechsel praktisch unsichtbar vonstatten gehen lassen, braucht der DVD-Player einen ausreichend dimensionierten Pufferspeicher (zum Daten speichern während der Umfokussierung) und ein Laufwerk mit hoher Auslesegeschwindigkeit. Wer den Layerwechsel überprüfen möchte, sollte sich eine DVD mitnehmen, bei der er die Position des Layerwechsels genau kennt,  und diese in den Wunschplayer einlegen. 

DVD-Player und Multimedia

Für sehr viele Anwender sind die multimedialen Eigenschaften des zukünftigen DVD-Players von hoher Wichtigkeit. Wir gehen hier die wichtigsten Medien durch. 

Fazit

Wenn man sich etwas Zeit nimmt und seine eigenen Prioritäten kennt, ist es gar nicht so schwer, den richtigen DVD-Player ausfindig zu machen. Wenn Sie diese Kaufberatung gelesen haben, sind Sie gerüstet, um jeden ins Auge gefassten DVD-Player vor dem Kauf auf "Herz und Nieren" zu prüfen. So beugen Sie Fehlentscheidungen vor und erwerben im Endeffekt einen DVD-Player, der Ihrem Anforderungsprofil möglichst genau entspricht.

Links zu DVD-Player-Herstellern

Die wichtigsten DVD-Player-Hersteller

Zur Website des Herstellers:
Denon
Marantz
Onkyo
Panasonic
Philips
Pioneer
Samsung
Sony
Yamaha

 

 

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  • Ist die Fernbedienung ergonomisch gut geformt, damit sie richtig in der Hand liegt?

  • Sind die Tastengruppen auf der Fernbedienung gut bedienbar angeordnet, damit die Basisbedienung auch im abgedunkelten Raum einfach vonstatten geht? Besonders hilfreich ist, wenn zumindest die wichtigsten Funktionstasten sich entweder sehr leicht ertasten lassen oder beleuchtet sind/phosphoreszieren. 

  • Sind die On-Screen-Menüs des Players logisch aufgebaut und einfach über die Fernbedienung zu justieren?

  • Ist das Laufgeräusch des Laufwerks akzeptabel? (Vor allem beim Einlesen machen einige Laufwerke durchaus Lärm). Hier sollte man sich Zeit für eine gründliche Überprüfung lassen. Immer wieder die Menüs aufrufen, wieder zurück in den Spielbetrieb wechseln, neue DVDs einlegen - erst nach einer solchen Prozedur kann man das Laufgeräusch beurteilen. Da die Intensität der klanglichen Belästigung auch je nach Anwender subjektiv unterschiedlich wahrgenommen wird, können auch Aussagen in Zeitschriften- oder Online-Tests wie "leises Laufwerk" oder "Laufgeräusch könnte noch niedriger sein" die eigene Erfahrung nicht ersetzen. 

  • Ist die Einlesegeschwindigkeit des Laufwerks rasch genug? Hier raten wir, mit mehreren Medien zu operieren. Klar ist nämlich, dass eine normale CD z.B. schneller eingelesen wird als eine CD voller MP3-Tracks, die im Multisession-Verfahren erstellt wurde. Daher sollte man verschiedene Disctypen einlegen und auf die Einlesegeschwindigkeit achten. Siehe auch unser Special MP3!

  • Reagiert die DVD-Lade des Players rasch auf das Drücken der "Open"-Taste?

  • Ist das Kapitel überspringen problemlos und schnell möglich? Nimmt sich der Player nicht zu viel Zeit? Funktioniert hier das Zusammenspiel mit der Fernbedienung?

  • Ist das Display an der DVD-Player-Front gut ablesbar? Stimmen Größe, Auflösung und Kontrast?

  • Vorteilhaft ist es, wenn der DVD-Spieler über einen richtigen Netzschalter verfügt, damit der Player, wenn er nicht gebraucht wird, nicht durch ein Herausziehen des Steckers vom Stromnetz getrennt wird. Auch, wenn der Standby-Stromverbrauch gerade bei DVD-Playern in vielen Fällen drastisch gesunken ist, läuft immer noch ein Reststrom, den man sich sparen kann.

  • CD-Rs und CD-RWs liest jeder DVD-Player mit Twin-Laser-Pickup (getrennte Lasereinheit für DVD- und CD-Abtastung). Bei heutigen Modellen durchweg Standard, bei den meisten älteren DVD-Player-Modellen allerdings nicht. 

  • DVD-Rs können von eigentlich allen DVD-Playern problemlos gelesen werden. Trotzdem raten wir, eine DVD-R mitzubringen und zu testen, ob die Wiedergabe störungsfrei und ohne die Bildung von Pixelmustern erfolgt.

  • DVD-RWs können im "Video Mode" oder im "VR Mode" (inklusive aller Editierfunktionen wie z.B. Playlists) aufgenommen werden. Hier sollte man, wenn die DVD-RW-Wiedergabe von Interesse ist, auf jeden Fall eine im VR-Mode und eine im Video-Mode aufgenommene DVD-RW mitnehmen. Die DVD-RW "VR"-Scheiben dürften in einigen Playern nicht laufen, während die im Video-Modus aufgenommenen Discs in vielen aktuellen Playern abspielbar sind.

  • DVD+RWs sind vom Erstellungsverfahren sehr nah an der DVD-Video und laufen daher auf vielen DVD-Playern. Auch hier gilt aber: Ist diese Funktion von Interesse, einfach eine DVD+RW mitnehmen und ausgiebig testen.

  • DVD-RAMs laufen leider auf nicht allzu vielen Playern - vorrangig Produkte der DVD-RAM-"Promoter" JVC und Panasonic bieten z.T. die Möglichkeit, dieses Discformat auf den DVD-Playern der Produktpalette abspielen zu können. 

  • VCDs sollte eigentlich jeder DVD-Player wiedergeben können. Nachteil dieses Mediums ist aber die unterdurchschnittliche Bildqualität.

  • SVCDs werden auch von immer mehr DVD-Player-Modellen wiedergegeben. Wichtig: Um eine störungsfreie Wiedergabe zu ermöglichen, sich an weiter verbreitete Erstellungsformen halten. Bei der SVCD-Wiedergabe auf die passende Synchronisation von Bild und Ton achten.

  • CDs mit jpeg-Bilddateien  können von immer mehr DVD-Playern dargestellt werden. Hier ist auf einen nicht zu langsamen Bildaufbau und auf eine gute Bildqualität (bei entsprechendem Quellmaterial) zu achten, genauso wie auf ein übersichtliches Menü mit Diashow-Funktion (Bilder werden, nach 5, 10 oder 15 Sekunden beispielsweise, weiter geschaltet

  • oder Bilddateien im Kodak Picture CD/Fujicolor CD-Format

  • Eine MP3-Wiedergabe haben inzwischen fast alle DVD-Player integriert. Es gibt aber noch deutliche Unterschiede bezüglich der Vielfalt der MP3-Funktionen, so ist kaum ein Markenplayer mit allen MP3-Features ausgestattet.

  • Im Display des DVD-Players ist selbst die Darstellung abgekürzter Dateinamen nicht bei allen Modellen möglich, wobei es in der aktuellen Generation bei immer mehr Modellen funktioniert. Noch weitere Hinweise: Multisession-Burning unterstützen inzwischen viele aktuelle DVD-Player - aber noch lange nicht alle. Wer Multisession MP3-CDs abspielen möchte, muss sich aber auf eine längere Einlesezeit gefasst machen. Wenn der DVD-Player Multisession nicht unterstützt, wird lediglich die erste Session eingelesen und die anderen ignoriert. Ebenso gibt es meist eine Beschränkung bezüglich der maximal möglichen Dateinamen-Zeichen sowie der Gruppen/Unterverzeichnisse. Noch nicht allzu viele DVD-Player mit MP3-Funktion haben Shuffle Play- und umfangreiche Titelprogrammier-Funktionen, bei einigen Modellen kann innerhalb der Tracks nicht gespult werden. Wichtig: Verschiedene DVD-Player - besonders ältere Modelle oder sehr günstige DVD-Player - geben MP3-Daten nur analog aus. Am besten eine MP3-CD mitnehmen, abspielen und das Funktionsangebot testen. Dabei dann auch auf Einlese- und Skip-Geschwindigkeit achten sowie auf Aussetzer und auf das Abschneiden der ersten ein oder zwei Sekunden von Tracks. Nehmen Sie am besten eine MP3-CD mit Tracks in verschiedenen Bitraten - Datenraten von 128 kbps bis 320 kbps sollte eigentlich jeder DVD-Player beherrschen und fehlerfrei abspielen können. Bei den aktuellen Playermodellen sind Ablesesicherheit und Klangqualität auch inzwischen auf einem beachtlichen Niveau angelangt.

Zum Teil 1 der DVD-Player Test- und Kaufberatung ...