AV-Kette: Diese 10 Todsünden sollten Sie unbedingt vermeiden!

Carsten Rampacher (HIFI-REGLER Redaktion) am 19.09.2016

Wenn man eine AV-Kette betreibt, bestehend aus TV-Gerät, AV-Receiver, Blu-ray- oder Ultra HD Blu-ray-Player und Mehrkanal-Lautsprechersystem, sollte man verschiedene Punkte bedenken, um stets ein optimale Leistungsfähigkeit sicherzustellen. Leider begehen viele Mehrkanal-Fans immer wieder vermeidbare Fehler beim Aufbau der Kette und/oder dann, wenn ein Update ansteht. Wir nennen Ihnen 10 Fehler, die Sie tunlichst vermeiden sollten:

  1. Steht ein TV-Upgrade an, sollte man auf jeden Fall zu einem Ultra HD-TV mit HDR-Unterstützung und nicht mehr zu einem Full HD-TV greifen. Wer jetzt noch einen - interessanterweise gar nicht so viel günstigeren - Full HD-TV kauft, verpasst den Anschluss an die Zukunft.
  2. Keine analoge Video-/Audioverbindungen in der Kette verwenden, wenn HDMI als Option zur Verfügung steht. Analoge Video- und Audioverbindungen sollten nicht verwendet werden, außer in Ausnahmefällen, wenn z.B. ein CD-Spieler mit einem besonders guten D/A-Wandler per analogem Cinch an den AV-Receiver angeschlossen wird. Sonst ist es wichtig, im Sinne bestmöglicher Bild- und Tonübertragung stets auf HDMI zurückzugreifen. Nur so kann man die beste Auflösung bei Bild und Ton komfortabel genießen und überdies dank zahlreicher ins HDMI-Protokoll integrierter Steuer-Optionen auch die ganze AV-Kette mit nur einer Fernbedienung steuern (hängt natürlich vom jeweiligen HDMI Standard und von den jeweiligen Komponenten ab).
  3. Wenn ein Ultra HD-Blu-ray-Player verwendet wird, muss die Signalausgabe auch unbedingt auf 2.160p stehen, wenn eine Ultra HD BD läuft, und nicht etwa auf 1.080p. Bitte überprüfen, bevor der Spielbetrieb beginnt!
  4. Es ist ebenfalls darauf zu achten, dass die Tonsignalausgabe beim Ultra HD-BD-Player oder beim BD-Player auf "Bitstream" steht, wenn ein moderner AV-Receiver angeschlossen ist. Nur dann können Tonformate wie Dolby Atmos, dts:X, Dolby True HD oder dts:HD Master Audio in nativer Form vom Zuspieler zum AVR gelangen. 
  5. Beim TV immer ein geeignetes Bildfeld im Video-EQ/bei den Bildeinstellungen wählen! Hier eignet sich immer das mit "Kino", "Movie" oder "Film" bezeichnete Bildfeld am besten. Bildfelder wie "Dynamisch" oder auch "Natürlich" sind oft deutlich weniger ausgewogen und authentisch. Mit augenfreundlichem sowie realistischem Bild sind die "Kino"/"Film" Bildprogramme stets die besten.
  6. Wer den Einrichtungsassistenten im AV-Receiver einfach überspringt, wird später nicht recht glücklich sein mit der Performance. Daher unbedingt die komplette Ersteinrichtung mit Lautsprecher-Einmessung und Netzwerkeinbindung durchführen!
  7. Wer ein Mehrkanal-Lautsprecherset verwendet, sollte darauf achten, dass die verwendeten einzelnen Boxen nicht nur vom gleichen Hersteller, sondern auch aus der gleichen Baureihe stammen. Nur dann ist eine optimale klangliche Homogenität gewährleistet.
  8. Wer einen im Vergleich zum Rest des Equipments zu kleinen Center-Lautsprecher wählt, wird nicht wirklich zufrieden sein. Die Rolle des Centers wird oftmals unterschätzt, dabei hängt sehr viel von der Güte gerade beim Genuss von Filmtonspuren vom Center ab. Ein größer dimensionierter Center ist stets eine gute Wahl, da Stimmen ein natürliches Volumen und eine gute Staffelung aufweisen und Effekte, die vorn aus der Mitte kommen, auch richtig Nachdruck mitbringen. 
  9. Nicht zufrieden sein wird der, der am 3.000 EUR AV-Receiver ein 1.000 EUR-Lautsprecherset betreibt - denn die Möglichkeiten, die der edle AVR offeriert, können nicht einmal ansatzweise ausgenutzt werden. Daher lieber einen 1.500 EUR AVR und ein 2.500 EUR Lautsprecherensemble wählen, eine richtige, stimmige Balance und Verhältnismäßigkeit bei der Auswahl der Komponenten ist extrem wichtig.
  10. Man stellt die hochwertige AV-Kette in einen akustisch enorm hellhörigen oder akustisch beinahe toten Raum. Beides führt nicht zum Erfolg und auch das beste Room EQ System kann derbe Nachteile bei der Raumakustik nicht völlig vergessen machen. Mittels entsprechener raumakustischer Elemente kann man den Raum zwar ebenfalls "tunen", um eine Akustik mehr in Richtung der klanglichen Neutralität zu erzielen, aber gewisse Extreme sollte man trotzdem vermeiden. Zu viele Möbel im Raum und dicker Teppichboden sowie Tapete an der Wand führen zu einem dumpfen Klang, während ein Steinfußboden an nackten Betonwänden und zusammen mit viel Fensterfläche zu einem zu grellen Sound führen kann. Beide Extreme sind daher nicht zu empfehlen. 

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