HIFI REGLER Blog-Special: Warum jetzt einen neuen AV-Receiver/eine neue AV-Vorstufe kaufen?

Carsten Rampacher (HIFI-REGLER Redaktion) am 18.07.2016

Eine typische Vorstufe - hier vom Hersteller Yamaha

 

"Nie waren sie so wertvoll wie heute" - das gilt definitiv für AV-Receiver und AV-Vorstufen aktueller Prägung. Warum ist das so? Was zeichnet die Modelle gegenüber den Vorläufern aus? Wir haben verschiedene wichtige Ausstattungsmerkmale zusammengestellt.

 

 

Die Marantz-AV-Vorstufe AV8802 decodiert nicht nur Dolby Atmos, sondern auch DTS:X

 

 

Die neuen AV-Receiver und AV-Vorstufen haben beinahe alle einen Decoder für Dolby Atmos an Bord. Das Konkurrenzprodukt DTS:X ist bei verschiedenen Oberklasse-Modellen von 2015 schon an Bord, vorausgesetzt, das entsprechende Firmware-Update ist aufgespielt. Bei den großen 2016er Modellen sind ebenfalls Dolby Atmos und DTS:X vorhanden.

 

 

Preisgünstig und enorm leistungsstark: Beim Pioneer VXS-1131 kommt bald auch ein Update für DTS:X

 

Bei den kleineren Modellen im Mittelklassebereich kommt DTS:X per Firmware-Update noch dieses Jahr hinzu. Aufgrund der Tatasache, dass in den günstigeren AV-Receivern andere Chips zum Einsatz kommen, gestaltet sich das Update auf DTS:X etwas schwieriger.

Bei D&M-Geräten der Oberklasse gibt es zudem noch für 150 EUR Aufpreis die Möglichkeit, Auro-3D inklusive dem Upmixer Auro-Matic per Online-Upgrade freischalten zu lassen. Leider findet das an sich sehr gute Auro-3D keine breite Unterstützung bei der Software-Industrie.

Dolby Atmos, DTS:X und Auro-3D beziehen die dritte Dimension des Hörens mit ein: Height-Lautsprecher, entweder vorn oder vorn und hinten, sorgen für den "Immersive Sound".

Doch dass das Ergebnis so viel besser ist als früher, als es bereits matrixbasierte System wie Dolby Pro Logic IIz gab (hier wurden Height-Lautsprecher per Matrix mit eingebunden), liegt daran, dass ein völlig neues System entwickelt wurde: Die Dolby Atmos- beziehungsweise DTS:X Tonspuren liegen in weiten Teilen in objektbasiertem Audio vor.

Praktisch jeder einigermaßen moderne Blu-ray-Player kann Dolby Atmos und DTS:X ausgeben. Im AV-Receiver oder in der AV-Vorstufe dann werden in Abhängigkeit vom jeweiligen Setup - z.B. 5.1.2 mit 2 Height-Speakern oedr 5.2.4 mit 2 aktiven Subwoofern und 4 Height-Lautsprechern - die einzelnen Audio-Objekte in Echtzeit den betreffenden Lautsprechern zugewiesen.

Das heißt: Es steckt sehr viel mehr Rechenleistung im AV-Receiver und in der AV-Vorstufe im Vergleich zu früher. Quad-Core-Prozessoren sind keine Seltenheit. 

Man muss nicht unbedingt eine native "Immersive Sound" Tonspur verwenden. Bei Dolby, DTS und Auro finden sich sogenannte Upmixer, die konventionelle Tonspuren "aufbohren" und die Height-Kanäle mit ins Klangbild einbeziehen.

Das geschieht sehr überzeugend: Ganz gleich, ob Dolby Surround, DTS Neural:X oder Auro-Matic, es ist faszinierend, zu hören, was aus normalem Material an Räumlichkeit und Plastizität herausgeholt wird. Allein schon wegen der Upmixer lohnt sich ein Upgrade!

 

Bei Yamahas Hightech-Vorstufe CX-A5100 werden die Height-Lautsprecher mit in den hochpräzisen YPAO-Einmessvorgang einbezogen

 

 

Bei Onkyo gibt es innerhalb des Einmesssystemes ein spezielles Feature, das eine perfekte Einbindung der Height-Speaker berücksichtigt

 

 

Durch dieses Mehr an Rechen-Power arbeiten auch andere Komponenten nun auf höherem Level. So z.B. die Lautsprecher-Einmesssysteme, die auch ein Room-Equalizing offerieren. Nicht nur, dass z.B. bei Onkyo, Pioneer und Yamaha die Height-Lautsprecher schon komplett in die Einmessung mit einbezogen werden, auch der Einmessprozess an sich gewinnt durch die höhere CPU-Performance an Präzision.

 

 Alle HDMI-Terminals mit HDCP 2.2 ausgestattet (Denon AVR-X2300W)

 

Auch für die neuen Modelle spricht, dass die HDMI-Anschlüsse nicht nur in mehr als ausreichender Anzahl vertreten sind (6 bis 8 Terminals und meist 2 bis 3 Ausgänge), sondern auch mindenstens eigene der Buchsen Ultra HD/4K auch in 50&60 Hz unterstützen.

Die Kompatibilität zu HDR, 4:4:4 Farbwiedergabe und vor allem zum Kopierschutz HDCP 2.2 ist ebenfalls bei einigen, wenn nicht sogar bei allen (Denon & Marantz) HDKI-Terminals gegeben. 

Die Möglichkeit, High Resolution Audio Files in Stereo und teilweise sogar im Multichannel-Format wiederzugeben, ist ebenfalls Bestandteil schon ab der unteren Mittelklasse.

Nicht nur WAV, FLAC, AIFF und ALAC, sondern sogar DSD (Direct Stream Digital, Format der SACD) wird über USB und Netzwerk unterstützt.

Dass Bluetooth und Dual Band-WLAN an Bord sind, ist eine Selbstverständlichkeit schon bei recht günstigen Modellen.

 

 

Top-Apps zur Steuerung über Smartphone, oder wie oben im Bild, mittels Tablet (Yamaha)

 

Die Apps, meist für iOS und Android, sind viel zuverlässiger als früher, die AV-Receiver und AV-Vorstufen lassen sich - als Alternative zur mitgelieferten Fernbedienung - bequem mit Smartphoneoder Tablet steuern.

Auch die Multimedia-Funktionen lassen sich mittels der App bedienen. Insgesamt also sprechen eine Vielzahl von Merkmalen für ein neues Gerät - so dass man klangstark, zukunftssicher und bequem Multichannel- und Stereo-Quellen genießen kann. 

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