IFA: Erste Eindrücke vom JVC „Blu Escent“ 4K Laser-Projektor DLA-Z1

Carsten Rampacher (HIFI-REGLER Redaktion) am 05.09.2016

Erstmals zeigt JVC auf der IFA in Berlin, die noch bis Mittwoch geht, einen 4K „Blu Escent“ Laser-Projektor mit 4.096 x 2.160 Pixeln Auflösung für den Consumer-Bereich. Eigentlich kommt die Technologie aus der professionellen Schiene von JVC – hier gibt es schon seit einiger Zeit Beamer mit ähnlicher Technik. Nun wurde alles für den Einsatz in einem Consumer-Heimkino-Projektor optimiert, und ab November kommt der rund 40 kg wiegende DLA-Z1 für 35.000 EUR in den Handel.

 

JVC DLA-Z1

 

 

Als Konkurrenten sieht JVC den Sony VW-5000ES, der ebenfalls mit einem Lasersystem arbeitet, mit rund 60.000 EUR aber noch sehr deutlich teurer ist. Glanzstück ist das aufwändige, schwere Ganzglas-Objektiv, das mit für das immense Gewicht des DLA-Z1 von 39 kg verantwortlich ist: 18 Glaslinsen in 16 Gruppen mit 100 mm Durchmesser sind in einem Vollaluminium-Korpus untergebracht.

 

Rückseite

 

 

Der DLA-Z1 ist ISF-zertifiziert, bis zum Marktstart soll überdies die THX-Lizenzierung durch sein, die gerade noch läuft. Der DLA-Z1 ist mit 2 x 18 Gbps HDMI/HDCP 2.2 Eingängen ausgestattet und besitzt natürlich HDR-Kompatibilität. Der Beamer erfüllt die Kriterien zur Anzeige des DCI-Farbraums, der BT.2020 Farbraum als „der Farbraum“ der Ultra HD-Ära wird zu 80 Prozent abgedeckt. Bis zu Leinwand-Diagonalen von gut 7 Meter produziert der DLA-Z1 mit einer Spitzenhelligkeit von satten 3.000 ANSI-Lumen noch helle, detailreiche 4K-Bilder. Der DLA-Z1 verfügt über ein 1,4 zu 2,8:1 motorisiertes Zoom-Objektiv mit horizontalem sowie vertikalem Lens-Shift. Die für den nativen 4K-Betrieb optimierte „Multiple Pixel Control“ (MPC) kann in einem Automatik-Modus eingesetzt werden, zudem werden Signale mit bis zu 4K/60p inklusive 4:4:4 maximaler Farbauflösung verarbeitet. Der DLA-Z1 ist 3D-kompatibel, optional gibt es Funk-basierte 3D-Brillen und Transmitter. 

Die durchschnittliche Lebensdauer des Laser-Systems gibt JVC mit 20.000 Betriebsstunden an. Die Lasereinheit ist überdies von einem entsprechend autorisierten JVC-Servicepartner austauschbar.  

In der JVC-Vorführung begeistert der Beamer bei der Ultra HD Blu-ray des Films „Der Marsianer“. Die erdig-roten Farbschattierungen der Planetenoberfläche arbeitet er farbecht heraus. Das Innere der Rakete, mit der Mark Whatney hofft, wieder zur Erde gelangen zu können, kommt in praktisch allen Einzelheiten heraus. Beeindruckend ist, wie sauber das Bild wirkt – trotzdem geht der typische, von vielen Anwendern geschätzte „Film-Look“ nicht verloren. Das Kommandozentrum auf der Erde, von dem aus der Raketenstart koordiniert wird, mit den vielen Monitoren und Kontrollgeräten wird scharf und mit hoher Tiefenwirkung wiedergegeben. Top ist der Schwarzwert, überzeugend gelingt es dem Highend-Beamer überdies, die Vorzüge einer HDR10-codierten Ultra HD-Blu-ray darzulegen. Das sieht man auch, das der Trafalgar Squere in London im Bild zu sehen ist, wo viele Menschen die Rettung Whatneys live an großen Bildwänden verfolgen.

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