Stereo-Standlautsprecher der gehobenen Klasse - warum lohnen sie sich?

Carsten Rampacher (HIFI-REGLER Redaktion) am 30.09.2016

Das Angebot an Stereo-Standlautsprechern ist immens. In praktisch allen Preisklassen, von 300 EUR/Stück bis zu 10.000 EUR/Stück und mehr, reicht das Angebot. Da fragen sich natürlich viele Musikliebhaber: Lohnt sich ein größeres Investment, oder reicht die Einsteiger-Liga mit Stückpreisen von 300 bis 500 EUR? Wir nennen Ihnen einige Gründe, warum ein teurerer Lautsprecher oft die bessere Entscheidung ist, wenn man langfristig denkt. 

 

Hochwertige Standlautsprecher ruhen oft auf einem massiven Sockel

 

 

Das Gehäuse teurerer Standlautsprecher ist aufwändiger konstruiert. Es gibt zum Beispiel im Inneren des Gehäuses Verstrebungen, die die Stabilität der gesamten Konstruktion erhöhen. Bei verschiedenen Modellen ist es überdies so, dass jedes Chassis in einer eigenen Kammer untergebracht ist. So kommt es zu  keinen gegenseitigen Beeinflussungen. Die Wandstärken des Gehäuses sind bei teureren Lautsprechern überdies höher, so dass Vibrationen und andere Störungen weiter minimiert werden können. Oft ruht der Lautsprecher auf einem soliden Sockel oder auf Traversenfüßen, was eine optimale Entkopplung vom Boden garantiert. 

 

Große und leistungsstarke Tieftöner sichern enorme Reserven

 

 

Auch die Chassis eines hochwertigen Lautsprechers sind aufwändiger konstruiert. Membranmaterial, das besonders leicht und gleichzeitig verwindungssteif ist, wird verwendet. Im Bassbereich arbeiten aufwändig konstruierte Langhub-Chassis, die auch bei hohem Pegel noch ein sauberes Ein- und Ausschwingen ermöglichen. Als Membran-Materialien kommen auch Hightech-Stoffe wie Keramik oder verschiedene Leichtmetalle zum Einsatz. Speziell behandelte Membranoberflächen sind einer exzellenten Klanggüte ebenfalls zuträglich. Der Chassis-Korb besteht oft aus nichtmagnetischem Aluminium-Druckguss. Große Magnetsysteme mit starken Magneten, die enorm kraftvoll agieren und entsprechend belastbar sind, kommen zum Einsatz. Thermisch hoch belastbare Schwingspulen sorgen für Reserven auch dann, wenn man über längere Distanz einmal lauter hört. 

Teurere Lautsprecher verfügen überdies über eine leistungsfähige Frequenzweiche. Diese ist für eine akkurate Verteilung der Frequenzen auf die verschiedenen Chassis zuständig. Damit dies hoch präzise passieren kann, müssen langzeitstabile und entsprechend selektierte Bauteile auf der Weiche vorhanden sein. All diese Maßnahmen führen dann weiter zu einem präziseren, feineren und somit authentischeren Klangbild. Nicht zuletzt sind auch die Anschlussterminals, an die das Lautsprecherkabel oder besser die Bananenstecker angeschlossen werden, bei teureren Boxen edler und haltbarer ausgeführt. 

Gerade derjenige, der gern Klassik oder Jazz hört, sollte weder an der zuspielenden Elektronik noch an den Lautsprechern sparen. Lieber wartet man etwas länger, und investiert dann richtig, als dass man sich mit einer unfertigen Übergangslösung zufrieden gibt. Mehr Klarheit, mehr Dynamik, bessere Stimmwiedergabe, eine überzeugende, echte Räumlichkeit und saubere Trennung von Stimmen und Instrumenten sprechen für einen Lautsprecher der gehobenen Preisklasse.

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