Was verbirgt sich hinter dts Neural: X, Dolby Surround und Auro-Matic?

Carsten Rampacher (HIFI-REGLER Redaktion) am 21.10.2016

Dolby Atmos und dts:X sind Heimkino-Liebhabern ein Begriff. Ganz gleich, ob Pioneer, Yamaha, Marantz, Denon oder Onkyo - aktuelle AV-Receiver und AV-Vorstufen sind mit den neuen Formaten ausgestattet. Die sogenannten objektbasierten Audio-Formate bringen eine weitere Ebene des Surround-Hörens ins Spiel - und zwar die Hör-Ebene über den Köpfen der Zuhörer. Bekannt sind die Tonformate, zu denen auch noch Auro-3D gehört (als Online-Update für 150 EUR für selektierte D&M-AV-Receiver und AV-Vorstufen erhältlich) als "Immersive Sound"-Tonformate.

 

Besonders flexibel: Die AV-Vorstufe Marantz AV8802A mit dts:X, Dolby Atmos und, für 150 EUR Zuzahlung, auch mit Auro-3D. Alle drei Formate bringen ihren eigenen Upmixer mit

 

 

Oft wird aber als Gegenargument zu "Immersive Sound" in die Waagschale geworfen, dass es kaum nativen Content gibt - also nur verhältnismäßig wenig Blu-rays sind mit entsprechenden nativen Tonspuren auf dem Markt. Genau hier möchten wir ansetzen, denn erstmals gibt es mit diesen drei "Immersive Sound" Tonformaten auch sehr gute sogenannte Upmixer, die auch konventionelle Tonspuren "fit" machen für Immersive Sound.

Im am meisten verbreiteten Layout für Immersive Sound werden entweder nur für die beiden vorderen Lautsprecher oder aber für die vorderen und die Surround L/R-Lautsprecher sogenannte "Top Firing"-Module auf die Boxen gestellt. Viele Lautsprecher-Hersteller bieten mittlerweile solche Module an. Diese strahlen im genau definierten Winkel an die Decke des Hörraums. Verwendet man nun die Upmixer, werden die Top Firing-Module nun auch bei klassischen Tonspuren, z.B. Dolby Digita, dts Surround, Dolby True HD oder dts-HD mit einbezogen. Und das ist sehr empfehlenswert, denn aufgrund der hohen Rechenleistung der aktuellen AV-Receiver und AV-Vorstufen und dem präzisen Upmix-Algorithmus entsteht ein natürlich-weites, lebendiges Klangbild mit gut abgestufter Über-Kopf-Ebene

Bei hochwertigen AV-Receivern/AV-Vorstufen hat es sich mittlerweile eingebürgert, dass man z.B. Dolby Surround (Upmixer von Dolby Atmos) für Dolby- und dts-codierten Content verwenden kann, genauso flexibel verhält es sich mit dts Neural:X (dts:X Upmixer für Dolby- und dts-codierten Content). So kann man, unabhängig davon, ob die Disc eine Dolby- oder eine dts-Tonspur hat, immer den Upmixer auswählen, der gerade am besten passt. Und das ist je nach Quellmaterial unterschiedlich. Denn sowohl Dolby als auch dts haben ganze Arbeit geleistet, beide Upmixer sind sehr empfehlenswert. Wer seinen Denon oder Marantz AV-Receiver gegen einen Obulus von 150 EUR noch mit Auro-3D ausstattet, bekommt den Upmixer Auro-Matic mitgeliefert. Und dieser ist gerade für das Aufpolieren von Musik (funktioniert auch bei dts und Dolby Content) ganz ausgezeichnet, da er ein besonders lebendiges, vielschichtiges Klangbild zu generieren weiß.

Klares Fazit: Es muss nicht immer nativ sein - auch mittes Upmixer behandelte, klassische Mehrkanal-Tonspuren klingen richtig gut. Daher lohnt sich der Kauf eines AV-Receivers oder einer AV-Vorstufe mit den objektbasierten "Immersive Sound" Audioformaten auch, um der bisherigen Blu-ray-Sammlung akustischen Auftrieb zu verleihen. 

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