DVD-Player - Große Test- und Kaufberatung, Teil 2
Teil 1 des DVD-Player-Specials befasst
sich mit der heutigen Marktsituation von DVD-Playern und DVD-Recordern,
wie man den passenden DVD-Player zur bestehenden Anlage aussucht, welche
Anschlüsse vorhanden sein sollten und noch vieles mehr.Für eine
fundierte Kaufentscheidung sollten Sie unbedingt auch diesen zweiten Teil
zu Rate ziehen.
DVD-Player und die Bildqualität
Besonders wichtig sind bei DVD-Playern die elementaren Eigenschaften
- gemeint sind die Bild- und die Tonqualität. Zunächst wollen wir uns
der Bildgüte widmen. Nicht selten werden wir von Lesern gefragt, wie man
die Bildqualität von DVD-Playern bewerten kann - und, wie sich die Bildqualität
eines Einstiegs-DVD-Players von der Bildqualität teurerer Modelle unterscheidet.
Hier muss man aber generell feststellen, dass bereits bei vielen DVD-Spielern
in der Einsteigerklasse die Bildqualität ohne Fehl und Tadel ist. Die
Unterschiede zu teureren Modellen liegen in Nuancen, die man aber bei
ausführlichen Bildtests ausfindig machen kann. Je nach dem verwendeten
Bildwiedergabegerät kann es durchaus ratsam sein, einen besonders hochwertigen
DVD-Player einzukaufen. Eine große Rolle spielen verständlicherweise die
im DVD-Player verwendeten Bauteile.
Die visuellen Baugruppen (Video D/A-Konverter,
Progressive-Chip)

Nutzt man keine DVI- oder HDMI-Verbindung
(siehe oben), kommt dem Digital-/Analog-Wandler, der die digitalen Videodaten
in analoge umwandelt, eine hohe Bedeutung zu. Bereits in DVD-Playern der
Einsteigerklasse (z.B. Panasonic, Denon) finden sich inzwischen 108 MHz/12-Bit
Video-D/A-Konverter. Teurere Modelle greifen z.B. auf 216 MHz/12-Bit oder
sogar auf 216 MHz-14-Bit-Wandler zurück. Eine noch höhere Bildnatürlichkeit,
ein extrem klares Bild, eine gesteigerte Plastizität und eine exzellente
Detailtreue sind die Vorteile der edlen Highend-Wandler. Gerade im Falle
der 216 MHz/12- bzw. 14-Bit D/A-Konverter dürften bei der Wandlung des
digitalen in ein analoges Signal kaum noch größere, sichtbare Verluste
auftreten. Da das Videosignal im Bildwiedergabegerät erneut gewandelt
wird (in vielen Fällen), sollte der Analog-/Digital-Wandler im Bildwiedergabegerät
aber ebenfalls von hoher Güte sein, wenn man einen DVD-Spieler mit Highend-Wandler
einsetzt. Sollte der DVD-Player progressive-tauglich sein, so muss die
für die Vollbild-Signalverarbeitung verwendete Technik von hoher Güte
sein (hochwertiger Chip mit ausgeklügelter Bewegungserkennung und exakter
sowie schneller Bildanalyse).
Wer einen preislich günstigen DVD-Spieler mit Progressive Scan-Tauglichkeit
angeboten bekommt bzw. vorhat, zu erwerben, sollte sich dessen Progressive
Scan-Fähigkeiten vor dem Kauf genau ansehen. Mehr dazu im nun folgenden
Bildqualitäts-Check.
Voraussetzungen für einen effizienten
Bild-Check
-
Ein geeignetes Bildausgabegerät sollte zur Verfügung stehen. Entweder
ein herkömmlicher TV (am besten hochwertiges 16:9-TV, Bildschirmdiagonale
ab 82 cm, "Bildverbesserer" abgeschaltet, damit keine aktivierte Rauschreduktion
oder andere digitale Filter das Bild der DVD verfälschen). Unbedingt
nötig ist der Bildcheck via Projektor, wenn die Progressive Scan-Fähigkeit
eines DVD-Players überprüft werden soll oder zuhause ein Projektor
steht. Diesen am besten optimal justieren und die DVD-Player-Kandidaten,
die zum Kauf anstehen, zum Vergleich übers Wochenende mit nach Hause
nehmen. Ein sehr empfehlenswertes Test-Tool ist ein Studiomonitor,
der mit seiner hervorragenden Auflösung wertvolle Rückschlüsse auf
die Qualität des DVD-Players gibt. Um dies feststellen zu können,
schließt man am besten ein oder zwei hochklassige DVD-Spieler an.
Ältere Plasma-Fernseher, viele
Rückenprojektions-TVs und ältere oder sehr preisgünstige DLP- oder
LCD-Projektoren taugen nur sehr eingeschränkt zu Überprüfungen der
Bildqualität. Bitte unbedingt im Menü des jeweiligen Bildwiedergabegeräts
die Deaktivierung aller Zusatzfilter und Digitalfunktionen sowie (sehr
wichtig!) die neutrale Farb-, Bildschärfe-, Kontrast- und Helligkeitseinstellung
am Bildausgabegerät im entsprechenden OSD überprüfen!
-
Geeignete Kabel verwenden. Den Playern beigepackte "Billigstrippen"
sowie Kabel aus dem Sonderangebot taugen nicht zur Bildqualitätsprüfung
des DVD-Players. Die Bildunterschiede unterschiedlicher DVD-Player
sind teilweise so gering, dass schon die Verwendung falscher Kabel
zu einem verfälschten Eindruck führen kann. Es muss kein Highend-Scartkabel
für 200,-- EUR sein, aber etwas Ordentliches (ab 30,-- bis 40,-- EUR)
muss schon verwendet werden. Hat man kein eigenes, dann sollte der
Händler ein Exemplar aus seinen Beständen rekrutieren.
-
Die richtige Software mitbringen. Sich am besten zuvor über Test-DVDs
oder Film-DVDs (empfehlenswert ist es, sie nehmen ein bis zwei Test-DVDs
und mehrere Filmtitel mit) mit besonders guter Bildqualität informieren.
Sie sollten die DVDs zuvor schon kennen und nicht erst beim Händler
das erste Mal sehen - denn eine qualitativ brillante DVD sieht auf
keinem DVD-Player schlecht aus. Am besten bei Freunden/Bekannten mit
entsprechend gutem Equipment zuvor Probe sehen und sich einen ausführlichen
Eindruck verschaffen.
-
Sehr wichtig ist der A/B-Vergleich: Zwei unterschiedliche DVD-Player
am EXAKT GLEICHEN Bildwiedergabegerät, mit der EXAKT GLEICHEN ANSCHLUSSART
(BEIDE Player über YUV oder BEIDE über RGB anschließen - also nicht
einmal YUV und einmal RGB, das verfälscht den Bildeindruck). FBAS
aus Gründen der deutlich schlechteren Qualität NICHT verwenden) und
dem EXAKT GLEICHEN KABEL sowie der EXAKT GLEICHEN DVD-SEQUENZ vergleichen.
-
Nicht zu unterschätzen: Der Zeitfaktor. Innerhalb von 10 Minuten
können Sie nie Bildunterschiede zwischen DVD-Playern richtig erfassen.
Am besten, Sie gehen zum Händler Ihres Vertrauens und legen dort eine
ausführliche Testsession ein - oder Sie bestellen bei einem seriösen
Internet-Händler, der Ihnen ein volles Rückgaberecht bei Nichtgefallen
vor dem Kauf zusichert.
DVD-Player - Test-Parameter
Haben Sie begonnen, verschiedene DVD-Player unter
die Lupe zu nehmen, so achten Sie bitte auf folgende Parameter:
- Die Bildschärfe/Die Bildreinheit. Wie scharf werden die Konturen
der auf dem Bildausgabegerät gezeigten Objekte dargestellt? Ist alles
klar und ohne störendes Verwischen oder Verschwimmen der im Bild erkennbaren
Gegenstände zu sehen? Sind die Ränder sauber gezeichnet, vor allem die
von diffizil darstellbaren Objekten (z.B. die Spitze einer Rakete, die
Silhouette einer Kirche oder runde Gegenstände)? Werden keine Doppelkonturen
sichtbar? Ist das Bild völlig klar und rein, also ohne auch noch so
leichte Grau-, Weiß- oder Braunschleier? Hier verwenden Sie am besten
qualitativ hochwertige Testbilder von Test-DVDs wie beispielsweise der
Heimkino-Referenz-DVD, Peter-Finzel's-Test-DVD
S.E., DVD-Discovery oder
der Referenz-DVD. Nur ein DVD-Player
ohne störenden Schleier über dem Bild kann eine tadellose Gesamtbildschärfe
produzieren.
- Der Kontrastumfang. Hier am Szenen mit Hell-/Dunkelübergängen verwenden,
aber auch Filmbeispiele, in denen z.B. im dunkeln viele Details gezeigt
werden. Bei einem DVD-Player mit entsprechend guten Kontrastumfang müssen
diese Details auch problemlos sichtbar sein. Dasselbe gilt auch für
sehr helle Szenen. Wichtig ist, dass Hell/Dunkel-Übergänge natürlich
wirken müssen, die Verläufe dürfen weder unnatürlich abrupt noch zu
verwaschen aussehen. Bei vielen verschiedenen Grautönen (z.B. in Filmszenen
mit Nebel auf einer qualitativ exzellenten DVD) kann man noch gleich
mit überprüfen, ob der Player einwandfrei dekomprimiert und nicht zur
Artefaktebildung (Gut sichtbare Rauschmuster innerhalb der Grauübergänge)
neigt. Bei teureren Playern wirkt die gesamte Abstimmung nochmals harmonischer,
runder. Doch diese Unterschiede werden erst bei sehr ausgiebigem Probe
sehen deutlich.
- Die Farbwiedergabe. Am besten Testbilder mit kräftigen, reinen Farben
verwenden. Bei einem reinen Rot dürfen sich keine Reste anderer Farben
darin finden, kein Gelb-, Blau- oder Grün-Stich darf zu sehen sein (WICHTIG:
Der TV oder das andere Bildausgabegerät muss farblich absolut korrekt
eingestellt und nicht zu abgenutzt sein. Fernseher, die schon zu viele
Betriebsstunden hinter sich haben, haben nicht mehr die für diesen Test
erforderliche Qualität bei der Farbwiedergabe !). Wie exakt gezeichnet
sind die Farbverläufe? Scheint ein Teil des Blaus auf dem Testbild mit
dem Heißluftballon in das Rot hineinzulaufen? Ist dies der Fall, zeichnet
der DVD-Player die Farbverläufe nicht sauber genug.
- Die Schwarzwiedergabe. Hier muss der DVD-Player in der Lage sein,
ein Bild mit einem richtig tiefen Schwarz zu erzeugen - und kein dunkles
Grau. Am besten eine Test-DVD verwenden, auf der ein Teil des Films
in tiefster Dunkelheit spielt. In dieser Disziplin hat sich viel getan:
Ein ordentliches Schwarz bieten nun auch schon verschiedene Einstiegsmodelle
der Markenhersteller, wobei ein sehr plastisches Schwarz mit extrem
großer räumlicher Tiefe noch immer nur von teureren DVD-Playern zur
Verfügung gestellt wird.
- Die Bildplastizität/die Detailtreue. Wirkt das Bild dreidimensional?
Sehen die Gegenstände, die das Testbild zeigt (z.B. Münzen, Obst, Buntstifte
o.ä.) wie zum Greifen nah aus? Sehr gut geeignet sind auch die Gesichter
von Menschen. Wirkt das Gesicht real, die Lachfalten so, als würde die
Person vor Ihnen stehen? Sind die gesamten Gesichtszüge nicht "platt",
sondern natürlich? Sind feine Muster, wie beispielsweise Poren in der
Haut oder die Maserung eines im Bild gezeigten Möbelstücks exakt herausmodelliert?
Hier sind teure Player günstigen Einstiegsmodellen überlegen. Feine
Muster, kleine Details in der Landschaft, die Plastizität eines Früchtestilllebens
werden noch lebendiger und noch natürlicher gezeigt. Voraussetzung ist
allerdings, dass der Käufer auch ein entsprechend hochwertiges Bildausgabegerät
besitzt oder zu kaufen plant. An einem 500,00 EUR-TV merkt man solche
Unterschiede nicht - wohl aber an einem exzellent eingestellten Projektor
oder am Oberklasse-16:9-TV.
- Hat der DVD-Player einen Video-Equalizer, so überprüfen Sie auf jeden
Fall dessen Qualität. Wenn Sie die Bildschärfe z.B. erhöhen: Stellt
sich ein sichtbarer Effekt ein? Wirkt das Bild immer noch natürlich,
nur in den Konturen der gezeigten Objekte noch schärfer oder unnatürlich-digitalisiert?
Ist der gesamte Regelbereich ausreichend? Sind die Unterschiede zwischen
den einzelnen benachbarten Stufen nicht zu groß? Hier sind viele teurere
DVD-Player im Vorteil: Sie verfügen oft über sehr wirksam arbeitende
Video-Equalizer, die vor allem für Projektoren-Freunde oft von Nutzen
sind, weil die exakte Einstellung auf das Bildausgabegerät so nochmals
besser möglich wird. LCD- und DLP-Projektoren-Besitzer könnten auch
mit einer integrierten Gamma-Korrektur glücklich werden. Auch bei dieser
sollte man auf jeden Fall den praktischen Nutzen überprüfen.
Sonderfall: DVD-Player gibt
Progressive-Scan aus.
Wer sich für einen DVD-Player mit Progressive Scan-Signalverarbeitung
interessiert, muss beim Bildqualitäts-Check auf weitere Parameter achten,
so z.B.:
-
Die Güte des Chroma Upsamplings. Viele anspruchsvolle Filmliebhaber
kreiden verschiedenen Progressive Scan-fähigen DVD-Playern den sogenannten
"Chroma Bug" (Chroma Upsampling Error) an. Dieser "Chroma Bug" tritt
in NTSC-Progressive und in PAL-PS auf und macht sich insbesondere
dann bemerkbar, wenn kräftige Farben (besonders gut eignen sich Rottöne)
vor dunklem Hintergrund auftreten, so z.B. eine kleine rote Fläche
vor schwarzem Hintergrund. Es bilden sich in der roten Fläche sichtbare,
waagrechte dunkle Streifen, ebenfalls scheint er Farbverlauf an den
Objektenden nicht absolut deckungsgleich zu sein. Zum "Chroma Bug"
noch einige Anmerkungen: Um ihn ausfindig machen zu können, braucht
man schon das geeignete Equipment, d.h. in erster Linie ein hochwertiges
Bildwiedergabegerät. Dies bestätigen die Chroma-Bug-Experten von der
US-Site hometheaterhifi.com:
"As mentioned above, this problem has been around for a long
time. It's only just now being noticed largely because one needs a
good high-resolution display, such as a front projector and a six
foot projection screen, to really see the problem clearly. In addition,
the increasingly common use of large progressive displays has really
allowed people to get up close to the screen and see every artifact
magnified in great detail". Zusätzlich ist eine qualitativ hochwertige
Verkabelung von Nöten, um den Chroma Bug beobachten zu können. Denn
billige Kabel können weitaus schlimmere visuelle Schnitzer verursachen
als der Chroma Bug. Um die Qualität des Chroma Upsamplings beurteilen
zu können, braucht man gut geeignete Testscheiben (z.B. "Toy Story")
und viel Zeit.
-
Richtige Erkennung von Film- und Videomaterial. Hier am besten eine
Film-DVD und eine DVD z.B. mit einem Live-Konzert oder einer Fernsehserie
mitbringen. Während der Film mit "echten" Filmkameras (Progressive
Scan) aufgenommen wurde, sind die meisten Fernsehserien oder Konzerte
mit Interlaced-Videokameras aufgenommen. Beide Quellmaterialarten
sollte der Player schnell erkennen und die richtige Form der Nachbearbeitung
anwenden. Zu achten ist insbesondere auf die Bewegungserkennung. Das
Bild darf bei schnellen Kameraschwenks und Bewegungen der Akteure
nicht ruckeln. Ebenfalls darf es nicht zu gehäuften Artefaktebildungen
kommen.
Klang-Check am DVD-Player
Wer den Klang der ins Auge gefassten DVD-Player genau überprüfen möchte,
sollte ebenfalls daran denken, dass - wie bei den visuellen Testreihen
- die Rahmenbedingungen stimmen. Gerade wenn es ein SACD- und/oder DVD
Audio-Player sein soll, muss das restliche Equipment hohe Anforderungen
erfüllen, um einen effektiven Test zu ermöglichen. Um einen effektiven
Klang-Test auszuführen, müssen auch noch wichtige Fakten in Bezug auf
die Ausstattung des DVD Audio- und/oder SACD-Players geklärt werden:
-
Bringt der DVD-Audio- / SACD-Player ein integriertes Bassmanagement
für den DVD Audio- und SACD-Betrieb mit? Ein Bassmanagement ist unbedingt
vonnöten, wenn man zusätzlich einen aktiven Subwoofer einsetzt und
Lautsprecher verwendet, deren geeignete Einstellung im Setup des AV-Receivers
/ -Verstärkers / DVD-Players mit internem Decoder durch "small" definiert
ist. Lautsprecher, die in der Einstellung "small" laufen, sind nicht
für die Wiedergabe sehr tiefer Frequenzen geeignet. Diese tiefen Frequenzen
werden dann dem aktiven Subwoofer zugeführt, womit eine entsprechend
basskräftige Wiedergabe gewährleistet ist. Ältere DVD Audio- und SACD-Player
beziehungsweise DVD-Player günstiger Preisklassen bringen ein solches
Bassmanagement häufig nicht mit - das heißt, die im Setup des Players
getroffenen Einstellungen für die Lautsprechergröße gelten nur für
den internen Dolby Digital- und DTS-Decoders, aber nicht für den DVD
Audio- und/oder SACD-Betrieb. Somit setzt der Player intern die Lautsprecher
grundsätzlich auf "large", wenn man eine DVD Audio oder eine SACD
abspielt - auch wenn die Boxen für diese Betriebsart gar nicht ausgelegt
sind. Etwas Abhilfe schafft bei diesem Fall nur, den bislang aktiv
angeschlossenen Subwoofer zwischen die Frontlautsprecher einzuschleifen
(d.h den Subwoofer mit Lautsprecherkabel an die Front-LS-Ausgänge
anzuschließen und die kompakten Frontboxen mit dem Subwoofer zu verbinden).
Dann wird der akustische Eindruck von "large"-Lautsprechern zumindenst
für den frontalen Klangbereich erweckt. Dieses Anschlusssystem hat
aber wiederum für den DD/DTS-Betrieb Nachteile. Also raten wir, lieber
ein paar EURO mehr für einen DVD-Player mit internem Bassmanagement
auszugeben, weil man da bei der Wahl des Lautsprecherequipments freier
ist.

-
Die Theorie bei DVD Audio und SACD sieht vor, dass die Lautsprecher
alle exakt den identischen Abstand vom Hörplatz aufweisen. Mit einer
solchen Aufstellung ist es gewährleistet, dass das Tonsignal an allen
Boxen exakt zur gleichen Zeit ankommt. Nur: In der Praxis ist es aufgrund
der räumlichen Bedingungen in sehr vielen Fällen nicht möglich, die
Lautsprecher im identischen Abstand zur Hörposition aufzustellen.
Genau hier greift das sogenannte "Time Alignment", das es möglich
macht, den Abstand der Lautsprecher zum Hörplatz einzugeben. Wenn
die Abstände unterschiedlich sind, kümmert sich diese elektronische
Laufzeitkorrektur darum, dass das Tonsignal trotzdem bei allen Lautsprechern
genau zur gleichen Zeit ankommt. Bei internen Dolby Digital- und DTS-Decodern
gibt es dieses Feature schon lange, bei DVD Audio-Playern jedoch ist
es selbst momentan so, dass nicht allzu viele DVD-Player eine Laufzeitkorrektur
mitbringen (verschiedene Player z.B. von Pioneer, Marantz oder Denon
verfügen über eine solche Einstellmöglichkeit). Durch den aufwändigen
Signalweg ist es bei SACD besonders schwierig, eine Laufzeitkorrektur
ohne akustische Qualitätseinbußen zu realisieren. Nur wenige, extrem
hochwertig konstruierte Highend-Player besitzen daher eine solche
Laufzeitkorrektur, die so gut arbeitet, dass es keine klanglichen
Nachteile gibt.
-
Verfügt der Wunsch-Player über eine digitale Hochgeschwindigkeitsschnittstelle
(siehe das Kapitel "Anschlüsse) zur digitalen Ausgabe von DVD Audio-
und/oder SACD-Signalen? Ist dies der Fall, sollte derPlayer auch im
Verbund mit einem entsprechenden AV-Verstärker oder -Receiver getestet
werden.
Bevor man sich einen DVD Audio- oder SACD-Player kauft, sollte man sich
mit einer Besonderheit auseinandersetzen - der sogenannten Superposition.
Nur, wer weiß, was es damit auf sich hat, versteht die akustischen Vorteile
von SACD und DVD Audio.
Das Phänomen der Superposition
Die Superposition (= Überlagerung) aller Frequenzen inklusive der einzeln
nicht hörbaren Obertöne bestimmen die Klangfarbe des jeweiligen Musikinstruments.
Das heißt: Auch wenn man die einzelnen Obertöne nicht direkt mit dem menschlichen
Gehör (das Töne von 20 Hz bis ca. 16 kHz aufnehmen kann) wahrnehmen kann,
sind sie für den gesamten Klang eines Instruments mit verantwortlich und
können so die gesamte, für das jeweilige Instrument typische Klangcharakteristik
erst exakt herausstellen. Je nach dem, WIE ein Instrument gespielt wird,
ändern sich die Superpositionen ebenfalls, will heißen: Wenn ich eine
beschwingte Symphonie höre, spielt der Geiger sein Instrument anders als
bei einem schwermütig-melancholischen Stück, dadurch verändert sich auch
die Klangcharakteristik. Dass die Obertöne oder Oberwellen, deren Frequenz
über dem obersten direkt hörbaren Frequenzbereich liegen, eine wichtige
Rolle spielen, zeigt sich daran, dass eine hohe Sinusfrequenz anders klingt
als eine Dreieck-, Sägezahn- oder Rechteckschwingung. Aus diesem Grunde
sind auch manche HiFi-Fans der Überzeugung, dass die Schallplatte besser
klingt als die CD, weil die Schallplatte eine andere Verteilung und einen
anderen Pegel der Oberwellen hat. Dieses Wissen begründet auch die Schaffung
neuer hochauflösender Tonformate wie DVD Audio oder SACD, die einen deutlich
erweiterten Hochtonbereich darstellen können. Wenn man Signale aus Summe
von Sinusschwingungen darstellt, ist festzustellen, dass, je steiler ein
Anstieg im Zeitbereich ist (Beispiel: Flanke eines Rechtecksignals), umso
größer muss die Bandbreite sein, um dieses Signal in seiner vollen Charakteristik
inklusive der Obertöne zu übertragen. Damit spielt nicht nur die Frequenz
als solche, sondern auch der Anstieg der Flanke eine Rolle für die notwendige
Bandbreite. Im Extremfall hieße das: Bei einem Impuls mit einem unendlich
steilen Anstieg müsste auch die Bandbreite des Übertragungskanals unendlich
sein, um am Ausgang exakt den selbem Impuls zu erhalten, auch wenn die
eigentliche Frequenz weitaus niedriger ist. Letztendlich ist festzuhalten,
dass für eine möglichst originalgetreue Reproduktion inklusive den Oberwellen
die neuen hochauflösenden Tonformate besser geeignet sind als beispielsweise
die herkömmliche CD, deren weitaus geringeres Frequenzspektrum nicht in
dem Maße geeignet ist, die Obertöne ins akustische Gesamtprofil einzuarbeiten.
Daher bieten DVD Audio und SACD in Bezug auf die Hochtondarstellung und
die akustische Gesamtheit ein deutlich besseres Leistungsprofil.
Anforderungen an das Test-Equipment
Soll ein DVD Audio- und/oder SACD-Player auf seine klanglichen Fähigkeiten
überprüft werden, sind verschiedene Faktoren zu berücksichtigten:
-
Die verwendeten Lautsprecher sollten mit den hohen akustischen Anforderungen
von DVD Audio und SACD zurecht kommen. Hochwertige Boxen sollten daher
zum Soundcheck bereit stehen.
-
Verschiedene Modelle sind für eine DVD Audio-taugliche Lautsprecher-Konfiguration
denkbar. A) fünf identische Standlautsprecher, allesamt geeignet,
um den gesamten Frequenzbereich zu übertragen. Kein aktiver Subwoofer.
(Idealfall, allerdings nicht sehr praxisnah). B) zwei Standlautsprecher
für vorn, ein großer Center und zwei Regallautsprecher für die Surroundbeschallung.
Entweder mit oder ohne aktivem Subwoofer. C) Fünfmal der identische
großvolumige Regallautsprecher plus einem aktiven Subwoofer. D) Viermal
der identische großvolumige Regallautsprecher plus großem Center plus
aktivem Subwoofer. E) Zwei große Regallautsprecher vorn, zwei hochwertige,
besonders auch für die Surroundwiedergabe geeignete Surround-Regalboxen
plus großem Center plus großem Subwoofer.
-
Bei allen Lautsprecher-Konstellationen ist darauf zu achten, dass
die Boxen alle vom gleichen Hersteller und aus der gleichen Produktlinie
stammen, um eine optimale akustische Homogenität zu gewährleisten.
-
Der verwendete Verstärker/Receiver bzw. die verwendete Vor-/Endstufenkombination
sollte ebenfalls entsprechend hochwertig sein und üppig Leistung bereit
stellen.
-
Der Aufbau des gesamten Systems sollte akkurat sein und nicht zu
viele Behelfslösungen enthalten (wie z.B. die Surroundboxen auf Pappkartons
etc.).
-
Die Verkabelung sollte gehobenen Ansprüchen genügen (Verkabelung
der Komponenten und die Lautsprecherkabel).
Beim Klangtest am besten erstklassige Software verwenden, aber auch nur
durchschnittliche Discs mitbringen, um festzustellen, welche akustische
Performance der Player dann noch erreicht. Wichtig: Sowohl High Resolution-Medien
(DVD Audio, SACD) als auch normale CDs mitbringen - schließlich soll der
neue Player auch als CD-Player-Ersatz eine gute Figur hinterlassen. WICHTIG:
Darauf achten, dass auch wirklich der externe Sechs- bzw. Achtkanaleingang
des Verstärkers/Receivers bzw. die digitale Hochgeschwindigkeitsschnittstelle
aktiviert ist!
Konkrete Test-Kriterien für
DVD-Player:
-
Die Hochtondarstellung (ist sie klar und präzise? wird der Klang
bei hohen Pegeln nicht zu aggressiv? Entsteht der Eindruck hoher Präzision?)
-
Die Mittendarstellung (ist sie gut strukturiert und sauber? Ist die
Betonung mit dem richtigen Maß an Prägnanz vorgetragen? Werden die
Mitten nicht über- oder unterbetont? Ist der Übergang zum Hochton-
und zum Bassbereich harmonisch und ohne Klanglöcher?)
-
Die Bassdarstellung (ist der Bass präzise? Wird ein solides, aber
nie zu dominantes Bassfundament zur Verfügung gestellt?)
-
Die Detaileinarbeitung (werden auch feine Nuancen wie z.B. das Abklingen
eines Instruments akkurat wiedergegeben? Entsteht der Eindruck eines
kompletten, aufwändig modellierten Klangbilds?)
Nachdem die DVD Audio/SACD/CD-Klangtestreihen abgeschlossen sind, kann
man sich anderen Ausstattungsmerkmalen des DVD-Players zuwenden.
Die internen Dolby Digital- und DTS-Decoder
Noch immer bieten alle namhaften Anbieter DVD-Player mit integriertem
Decoder an, obwohl inzwischen fast jeder Heimkino-AV-Receiver einen DD/DTS-Decoder
mitbringt. Dass immer mehr Player mit Decoder auf den Markt kommen, hat
auch noch einen anderen Grund: Jeder DVD Audio-und /oder SACD-Player Player
besitzt Decodiertechnik mit sehr hoher Rechenleistung, um die im MLP (Meridian
Losless Packing)-Verfahren codierten DVD Audio-Scheiben zu decodieren
bzw. die DSD (Direct Stream Digital)-Signale von SACDs zu verarbeiten.
Dabei fällt, sozusagen als "Nebenprodukt", auch gleich noch ein von der
Rechenpower her weniger aufwändiger Dolby Digital- und DTS-Decoder mit
ab. Praktisch vergessen ist inzwischen das längst auf den Heimkino-Friedhof
verbannte MPEG2.Die eingebauten Decoder sind im Vergleich zu früheren
Generationen deutlich besser geworden - manche erreichen inzwischen ein
erstaunliches Leistungsvermögen. Bei sehr guten DVD-Playern wird ein klanglich
besseres Niveau als bei manchem günstigeren AV-Receiver-Modell geboten.
Wer sich aber einen solchen Edel-Player kauft, verfügt in den meisten
Fällen auch über einen hochwertigen AV-Verstärker oder AV-Receiver. Formate
wie Dolby Digital EX oder DTS ES Matrix/Discrete 6.1 können von den Decodern
in den Playern in der Regel nicht mitdecodiert werden. Das Gleiche gilt
für DTS 96/24.
Digitalklang (optischer/koaxialer
Digitalausgang)
Eine Frage, an der sich die Geister scheiden: Hört man einen klanglichen
Unterschied, wenn der DVD-Player auf optischem oder koaxialem Wege mit
dem AV-Verstärker oder -Receiver verbunden ist? Schließlich werden digitale
Daten ausgegeben, also "Nullen" und "Einsen", da sollte das Ergebnis doch
immer dasselbe sein - oder? Wir wollen hier keinen Glaubenskrieg entfachen
und eins vorweg schicken: Unserer Meinung nach gibt es sehr geringe Differenzen
in Bezug auf die Güte des Digitaltons - diese sind aber in der Praxis
in vielen Fällen vernachlässigbar, spielen also beim Anwender zu Hause
keine relevante Rolle. Wirkliche Unterschiede lassen sich, selbst zwischen
einem DVD-Player der Einstiegsklasse und einem Luxus-Player, nur mit exzellentem
Peripherieequipment und einer sehr hochwertigen Verkabelung ausfindig
machen. Auch braucht der Testhörer sehr viel Hörerfahrung und Zeit, um
die kleinen Nuancen wahrnehmen zu können. Wer auf ein absolut klares,
reines und feinst auflösendes Klangbild gesteigerten Wert legt, ist trotzdem
mit einem hochwertigen Player mit 1A-Baugruppen auch in Bezug auf den
Digitalklang besser bedient.
Surround-Sound mit nur 2 Lautsprechern?
Ein Wort sollte an dieser Stelle auch noch zu den in praktisch allen
Playern integrierten virtuellen Surrounderzeugungs-Systemen gesagt werden,
die angeblich eine gute Räumlichkeit ohne Surroundlautsprecher erzeugen
sollen: Diese Features sind nur als absolute Notlösung zu verstehen. Richtiger
Raumklang kommt erst mit dem passenden 5.1.,- 6.1.- oder 7.1.-Equipment
voll heraus. Außer einem leisen Echo-Effekte leisten diese Systeme nach
unseren Erfahrungen in der Regel weniger, als die wohlklingenden Bezeichnungen
versprechen.
Bedienkonzept und Praxistauglichkeit der
DVD-Player
Auch ein wichtiger Punkt, der beim Kauf ausreichend Berücksichtigung
finden sollte, ist die Bedienfreundlichkeit des DVD-Players.
Fragen, die hierbei eine Rolle spielen, sind zum Beispiel:
-
Ist die Fernbedienung ergonomisch gut geformt, damit sie richtig
in der Hand liegt?
-
Sind die Tastengruppen auf der Fernbedienung gut bedienbar angeordnet,
damit die Basisbedienung auch im abgedunkelten Raum einfach vonstatten
geht? Besonders hilfreich ist, wenn zumindest die wichtigsten Funktionstasten
sich entweder sehr leicht ertasten lassen oder beleuchtet sind/phosphoreszieren.
-
Sind die On-Screen-Menüs des Players logisch aufgebaut und einfach
über die Fernbedienung zu justieren?
-
Ist das Laufgeräusch des Laufwerks akzeptabel? (Vor allem beim Einlesen
machen einige Laufwerke durchaus Lärm). Hier sollte man sich Zeit
für eine gründliche Überprüfung lassen. Immer wieder die Menüs aufrufen,
wieder zurück in den Spielbetrieb wechseln, neue DVDs einlegen - erst
nach einer solchen Prozedur kann man das Laufgeräusch beurteilen.
Da die Intensität der klanglichen Belästigung auch je nach Anwender
subjektiv unterschiedlich wahrgenommen wird, können auch Aussagen
in Zeitschriften- oder Online-Tests wie "leises Laufwerk" oder "Laufgeräusch
könnte noch niedriger sein" die eigene Erfahrung nicht ersetzen.
-
Ist die Einlesegeschwindigkeit des Laufwerks rasch genug? Hier raten
wir, mit mehreren Medien zu operieren. Klar ist nämlich, dass eine
normale CD z.B. schneller eingelesen wird als eine CD voller MP3-Tracks,
die im Multisession-Verfahren erstellt wurde. Daher sollte man verschiedene
Disctypen einlegen und auf die Einlesegeschwindigkeit achten. Siehe
auch unser Special MP3!
-
Reagiert die DVD-Lade des Players rasch auf das Drücken der "Open"-Taste?
-
Ist das Kapitel überspringen problemlos und schnell möglich? Nimmt
sich der Player nicht zu viel Zeit? Funktioniert hier das Zusammenspiel
mit der Fernbedienung?
-
Ist das Display an der DVD-Player-Front gut ablesbar? Stimmen Größe,
Auflösung und Kontrast?
-
Vorteilhaft ist es, wenn der DVD-Spieler über einen richtigen Netzschalter
verfügt, damit der Player, wenn er nicht gebraucht wird, nicht durch
ein Herausziehen des Steckers vom Stromnetz getrennt wird. Auch, wenn
der Standby-Stromverbrauch gerade bei DVD-Playern in vielen Fällen
drastisch gesunken ist, läuft immer noch ein Reststrom, den man sich
sparen kann.
Layerwechsel im DVD-Player
Vielen sehr wichtig: Ein unmerklich ablaufender Layerwechsel. Der Layerwechsel
kommt bei fast allen aktuellen DVDs einmal pro Film vor. Eine DVD-9 (die
meist gebräuchliche DVD für die Speicherung von Spielfilmen momentan)
ist eine DVD, bei der sich zwei Schichten (=Layer) auf einer einzigen
DVD-Seite befinden. Nachdem der Laser des DVD-Players den ersten Layer
komplett ausgelesen hat, muss sich der Laser umfokussieren, um am Beginn
des zweiten Layers wieder einsetzen zu können. Dieser Layerwechsel macht
sich bei vielen DVD-Playern durch ein Stehen bleiben des Bildes und einen
hörbaren Tonaussetzer bemerkbar, besonders dann, wenn der Layerwechsel
auf der DVD ungünstig (z.B. mitten in einer Szene) platziert ist. Je nach
DVD-Player-Modell kann das Stehen bleiben des Bildes und der Tonaussetzer
unterschiedlich lang ausfallen. Möchte man den Layerwechsel praktisch
unsichtbar vonstatten gehen lassen, braucht der DVD-Player einen ausreichend
dimensionierten Pufferspeicher (zum Daten speichern während der Umfokussierung)
und ein Laufwerk mit hoher Auslesegeschwindigkeit. Wer den Layerwechsel
überprüfen möchte, sollte sich eine DVD mitnehmen, bei der er die Position
des Layerwechsels genau kennt, und diese in den Wunschplayer einlegen.
DVD-Player und Multimedia
Für sehr viele Anwender sind die multimedialen Eigenschaften des zukünftigen
DVD-Players von hoher Wichtigkeit. Wir gehen hier die wichtigsten Medien
durch.
-
CD-Rs und CD-RWs liest jeder DVD-Player mit Twin-Laser-Pickup (getrennte
Lasereinheit für DVD- und CD-Abtastung). Bei heutigen Modellen durchweg
Standard, bei den meisten älteren DVD-Player-Modellen allerdings nicht.
-
DVD-Rs können von eigentlich allen DVD-Playern problemlos gelesen
werden. Trotzdem raten wir, eine DVD-R mitzubringen und zu testen,
ob die Wiedergabe störungsfrei und ohne die Bildung von Pixelmustern
erfolgt.
-
DVD-RWs können im "Video Mode" oder im "VR Mode" (inklusive aller
Editierfunktionen wie z.B. Playlists) aufgenommen werden. Hier sollte
man, wenn die DVD-RW-Wiedergabe von Interesse ist, auf jeden Fall
eine im VR-Mode und eine im Video-Mode aufgenommene DVD-RW mitnehmen.
Die DVD-RW "VR"-Scheiben dürften in einigen Playern nicht laufen,
während die im Video-Modus aufgenommenen Discs in vielen aktuellen
Playern abspielbar sind.
-
DVD+RWs sind vom Erstellungsverfahren sehr nah an der DVD-Video und
laufen daher auf vielen DVD-Playern. Auch hier gilt aber: Ist diese
Funktion von Interesse, einfach eine DVD+RW mitnehmen und ausgiebig
testen.
-
DVD-RAMs laufen leider auf nicht allzu vielen Playern - vorrangig
Produkte der DVD-RAM-"Promoter" JVC und Panasonic bieten z.T. die
Möglichkeit, dieses Discformat auf den DVD-Playern der Produktpalette
abspielen zu können.
-
VCDs sollte eigentlich jeder DVD-Player wiedergeben können. Nachteil
dieses Mediums ist aber die unterdurchschnittliche Bildqualität.
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SVCDs werden auch von immer mehr DVD-Player-Modellen wiedergegeben.
Wichtig: Um eine störungsfreie Wiedergabe zu ermöglichen, sich an
weiter verbreitete Erstellungsformen halten. Bei der SVCD-Wiedergabe
auf die passende Synchronisation von Bild und Ton achten.
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CDs mit jpeg-Bilddateien können von immer mehr DVD-Playern dargestellt
werden. Hier ist auf einen nicht zu langsamen Bildaufbau und auf eine
gute Bildqualität (bei entsprechendem Quellmaterial) zu achten, genauso
wie auf ein übersichtliches Menü mit Diashow-Funktion (Bilder werden,
nach 5, 10 oder 15 Sekunden beispielsweise, weiter geschaltet
-
oder Bilddateien im Kodak Picture CD/Fujicolor CD-Format
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Eine MP3-Wiedergabe haben inzwischen fast alle DVD-Player integriert.
Es gibt aber noch deutliche Unterschiede bezüglich der Vielfalt der
MP3-Funktionen, so ist kaum ein Markenplayer mit allen MP3-Features
ausgestattet.
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Im Display des DVD-Players ist selbst die Darstellung abgekürzter
Dateinamen nicht bei allen Modellen möglich, wobei es in der aktuellen
Generation bei immer mehr Modellen funktioniert. Noch weitere Hinweise:
Multisession-Burning unterstützen inzwischen viele aktuelle DVD-Player
- aber noch lange nicht alle. Wer Multisession MP3-CDs abspielen möchte,
muss sich aber auf eine längere Einlesezeit gefasst machen. Wenn der
DVD-Player Multisession nicht unterstützt, wird lediglich die erste
Session eingelesen und die anderen ignoriert. Ebenso gibt es meist
eine Beschränkung bezüglich der maximal möglichen Dateinamen-Zeichen
sowie der Gruppen/Unterverzeichnisse. Noch nicht allzu viele DVD-Player
mit MP3-Funktion haben Shuffle Play- und umfangreiche Titelprogrammier-Funktionen,
bei einigen Modellen kann innerhalb der Tracks nicht gespult werden.
Wichtig: Verschiedene DVD-Player - besonders ältere Modelle oder sehr
günstige DVD-Player - geben MP3-Daten nur analog aus. Am besten eine
MP3-CD mitnehmen, abspielen und das Funktionsangebot testen. Dabei
dann auch auf Einlese- und Skip-Geschwindigkeit achten sowie auf Aussetzer
und auf das Abschneiden der ersten ein oder zwei Sekunden von Tracks.
Nehmen Sie am besten eine MP3-CD mit Tracks in verschiedenen Bitraten
- Datenraten von 128 kbps bis 320 kbps sollte eigentlich jeder DVD-Player
beherrschen und fehlerfrei abspielen können. Bei den aktuellen Playermodellen
sind Ablesesicherheit und Klangqualität auch inzwischen auf einem
beachtlichen Niveau angelangt.
Fazit
Wenn man sich etwas Zeit nimmt und seine eigenen
Prioritäten kennt, ist es gar nicht so schwer, den richtigen DVD-Player
ausfindig zu machen. Wenn Sie diese Kaufberatung gelesen haben, sind Sie
gerüstet, um jeden ins Auge gefassten DVD-Player vor dem Kauf auf "Herz
und Nieren" zu prüfen. So beugen Sie Fehlentscheidungen vor und erwerben
im Endeffekt einen DVD-Player, der Ihrem Anforderungsprofil möglichst
genau entspricht.
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