DVI (Digital Visual Interface) - Hintergrundinformationen
update: 24.06.2008; Autoren: Carten Rampacher, Detlev Schnick
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| Abb. 1: So erkennen
Sie DVI-fähige Komponenten: Offizielles DVI-Logo |
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Abb. 2: DVI-D Buchse an der
Rückseite eines DVD-Players. HDCP weist auf den Kopierschutz
hin. |
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Abb. 3: DVI-Stecker |
Die Situation
Mit der der Einführung des DVD-Standards ging eine geradezu revolutionäre
visuelle Verbesserung des Videobildes einher. Das digitale Format
der DVD ermöglichte endlich ein Bild, das deutlich höher auflösend,
schärfer, farbechter, kontrastreicher und natürlicher wirkte. Aber:
Auch wenn die Daten auf der DVD digital gespeichert waren - das digitale
Heimkino blieb noch immer ein Traum. Zwar erfolgt die Tonausgabe bei
DVD Video-Discs auf digitalem Wege mittels des optischen beziehungsweise
des koaxialen Digitalausgangs. Videoseitig aber gab es bis dato keine
digitale Lösung für die Datenübertragung. Stets wandelt der DVD-Player
die digitalen Videodaten mittels eines Video Digital-/Analog-Konverters
in analoge Daten um. Auch, wenn die Wandler mit der Zeit, gerade in
hochklassigen DVD-Spielern, immer besser wurden - so gibt es heute
schon bei bezahlbaren DVD-Spielern z.B. 216 MHz/12-Bit-Video-DACs,
die für eine optimierte Plastizität und eine sehr gute Detailwiedergabe
sorgen - steht dennoch vor der Weiterleitung an den entsprechenden
analogen Videoausgang auf der Rückseite des DVD-Spielers noch eine
Wandlung des Signals an. Beim Bildwiedergabegerät angekommen, muss,
je nach der Art des Bildwiedergabegeräts, eine erneute Wandlung von
der analogen in die digitale Ebene vorgenommen werden (z.B. ein DLP-Projektor
benötigt ein digitales Signal). Solche Wandlungen sind stets verlustbehaftet!
Wollte man die Bildqualität weiter optimieren, bestand daher dringender
Handlungsbedarf. Störende Signalwandlungen mussten vermieden werden,
und der digitale MPEG2-Datenstrom der DVD sollte am besten auf direktem
Wege in das dafür vorbereitete Bildwiedergabegerät geleitet werden. Diese
Gedanken führten dazu, das nach den Normierungen der DDWG (Digital
Display Working Group zu der u.a. Hewlet Packard, IBM, Intel u.a.
gehören) ursprünglich für Computer-Monitore entwickelte
und vom US-Hersteller Silicon Image umgesetzte DVI (Digital Visual
Interface) auch im Home Entertainment Bereich zu adaptieren.
Die Daten auf der DVD
Auf jeder DVD sind die Videodaten im digitalen Format MPEG-2 in komprimierter
Art und Weise encodiert. Die Komprimierung ist notwendig, da Videodaten
hoher Qualität sehr viel Platz benötigen und selbst die großzügige
Speicherkapazität, die eine DVD zur Verfügung stellt, nicht ausreicht,
um die Videodaten im ursprünglichen Format und unkomprimiert zu speichern.
Also musste ein Komprimierungs-Algorhytmus her, der auf der DVD Platz
schafft für alle Videodaten. Für die Audiodaten, die ihrerseits via
Dolby Digital oder DTS komprimiert wurden, musste ebenfalls noch genug
Kapatität verbleiben. Die Wahl fiel auf MPEG-2, denn dieses Verfahren
arbeitet zwar verlustbehaftet, die Verluste sind aber - so befanden
die DVD-Entwickler - erträglich, und zudem arbeitet MPEG-2 auf den
Speicherplatz bezogen ökonomisch. Eine weitere Möglichkeit der DVD
ist die Variabilität in der Datenrate, so konnten z.B. ruhige Bildsequenzen,
in denen nicht viel Bewegung existiert, mit einer niedrigeren Datenrate
encodiert werden als Szenen, in denen sich schnell Vieles ändert.
Auch durch diese Möglichkeit der variablen Bitrate konnte effektiv
Platz gespart werden.
Der herkömmliche Video-Signalweg im DVD-Player
Im DVD-Player nun saß der MPEG 2-Videodaten-Encoder, der den MPEG
2-Datenstrom der Weiterverarbeitung zugänglich machte. Entweder entstanden
aus dieser Weiterverarbeitung, wie immer noch in den meisten Fällen,
Interlaced-Bildsignale (Bildsignale im Zeilensprung-Verfahren), oder,
wie in letzter Zeit (vor allem seit PAL Progressive) auch bei uns
öfters üblich, Progressive Scan-Bildsignale. Der
letzte Vorgang im Inneren des DVD-Players war dann, das ansonsten
fertig bearbeitete Signal von der digitalen in die analoge Ebene zu
transferieren. Diese Arbeit übernahm der bereits oben im Text erwähnte
Video-D/A-Wandler. Analoge Signale sind notwendig, um beispielsweise
einen Röhrenprojektor zu betreiben. Bei DLP-Projektoren
(Videoprojektor, der nach dem von Texas Instruments entwickelten Digital
Light Processing-Prinzip arbeitet) werdenim Gegensatz
zu LCD-Projektoren hier keine LCD-Panels
durchleuchtet, sondern das Bild von winzigen Spiegeln reflektiert.
Dies ergibt eine wesentlich höhere Lichtausbeute als bei einem LCD-Projektor.
Im Inneren befinden sich ein bis zu drei Spiegelpanels, die aus hunderttausenden
von mikroskopisch kleinen Spiegeln bestehen, die alle einzeln ansteuerbar
sind. Während in Profi-Geräten für jede Grundfarbe (Rot, Grün, Blau)
ein eigenes "Digital Mirror Device" (DMD) eingesetzt wird, nutzen
preiswerte DLP-Projektoren nur einen DMD-Chip und erzeugen die verschiedenen
Farben über ein rotierendes Farbrad. Der DLP-Projektor benötigt ein
digitales Signal, um seine kleinen Spiegel anzusteuern. Daher müssen
die ankommenden analogen Signale erst durch einen Analog-/Digital-Konverter
geschleust werden, damit der DLP-Projektor damit arbeiten kann.
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Abb. 2: Schematische Darstellung
der Video-Signalwandlung im DLP-Projektor |
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Obwohl andere Displayarten, wie z.B. LCD-Bildschirme oder Plasma-Screens,
für die Ansteuerung ihrer Pixel ein analoges Signal benötigen, müssen
eintreffende Videosignale zunächst skaliert werden, damit die native
Auflösung des jeweiligen Screens als Ergebnis dieser Umrechnung herauskommt.
Für diesen Vorgang des Skalierens wandelt die interne Elektronik des
Plasmaschirms oder des LCD-Displays das einkommende analoge Videosignal
in ein digitales um. Nach der Skalierung kommt erneut ein Konverter
zum Einsatz: Diesmal ein Digital-/Analog-Konverter, der das nun "fertige"
Signal wieder in ein analoges wandelt, das, wie eben beschrieben,
benötigt wird, um jedes einzelne Pixel des Displays anzusteuern.
Durch jede einzelne Signalwandlung verschlechtert sich die Signalqualität,
was zu einem Bild führt, das nicht die Qualität besitzt, die eigentlich
technisch möglich wäre.
Der Nutzen von DVI
Nehmen wir an, ein extrem hochwertiger DVD-Player mit einem erstklassigen
Video-DAC kommt in Verbindung mit einem ebenfalls mit Top-Wandlern
ausgestatteten Bildwiedergabegerät zum Einsatz. In diesem Fall kann
der Vorsprung durch eine wandlungsfreie, direkte Übertragung via DVI
möglicherweise nur gering ausfallen. Wer nicht wirklich ins Detail
geht, wird vielleicht überhaupt keine bedeutenden Differenzen ausmachen
können. Doch solch hochklassige Kombinationen sind nicht nur
in Bezug auf die visuelle Performance auf Premium-Level angeordnet,
sondern auch im Hinblick auf den Kaufpreis. Somit bleiben solche noblen
Geräte-Kombis für viele, auch visuell sehr anspruchsvolle Heimcineasten,
ein Traum. Und genau hier greift DVI ein. Mittels DVI kann ein Top-Bild
weitaus kostengünstiger realisiert werden. Gerade bei preisgünstigeren
Gerätekombinationen, die ansonsten eine zwar gute, aber keinesfalls
überdurchschnittliche Bildqualität ermöglichen würden, bieten durchgängig
mittels DVI verbundene Systeme einen deutlich sichtbaren visuellen
Vorteil.
Bereits der Aufbau eines Digital-/Analog-Konverters birgt durch
die unterschiedlichen Baugruppen ein gewisses Risikopotenzial. Ein
Filter für das digitale Oversampling, der Konverter selbst und ein
analoger Filter für jedes Ausgangssignal - in jeder einzelnen "Abteilung",
durch die sich das Signal seinen Weg bahnt, können Verschlechterungen
auftreten - die dann besonders in Form von Doppelkonturen und Schattenmustern,
ebenso in Form einer künstlich wirkenden Überschärfung auf dem Bildwiedergabegerät
sichtbar werden. Diese Probleme gehören nun dank DVI der Vergangenheit
an, denn die DAC-Einheit wird einfach übergangen.
Doch dies sind noch nicht alle Wandlungen, die ein Videosignal normalerweise
"über sich ergehen" lassen muss: Wie oben bereits beschrieben, arbitet
in verschiedenen Bildwiedergabegeräten wie z.B. einem Plasma- oder
einem LCD-Schirm, ein A/D-Wandler, der das einkommende analoge Signal
erst einmal in ein digitales zum Zweck der Skalierung transformiert.
Hier tun sich weitere Fehlerquellen auf, denn eine in der technischen
Spezifikation der Wandlereinheit begründete Limitierung der Auflösung
kann ebenso für visuelle Einbußen sorgen wie Laufzeitfehler bei der
Signaltransformation. Kantenrauschen und nicht passende Objektränder
zeigen diese Problematik am Bild genauso auf wie zufällig auftretende
Rauschmuster und eine von leichtem Bildrauschen und Verschiebungen
gekennzeichnete Darstellung der hochfrequenten Bildbereiche - also
genau der Bildteile, in denen eigentlich kleine, feine Details akkurat
wiedergegeben werden sollten. Natürlich hängt es von der Güte der
Analog-/Digital-Koverter ab, wie groß diese zu beobachtenden Mängel
ausfallen. Günstigere Projektoren
verwenden Dreifach-8-Bit-Konverter,um Progressive Scan- und HDTV-Signale
zu digitalisieren. Beamer gehobener Preisklassen setzen hingegen 10-Bit
A/D-Transformer ein, die eine höhere Linearität und weniger Rauschen
sicher stellen.
Nun zur nächsten möglichen Quelle für Bildverschlechterungen. Ebenso
arbeiten in Bildwiedergabegeräten, die analoge Signale für die Ansteuerung
der Pixel benötigen, wie schon beschrieben, D/A-Wandler, um denn Video-Datenstrom
wieder für die analoge Ansteuerung der einzelnen Pixel zu qualifizieren.
Auch diese DACs können durch nicht absolut akkurates Arbeiten Bildfehler
hervorrufen. Auch diese Probleme lassen sich mittels einer kompletten
DVI-Verbindung umgehen. Der D/A-Konverter des Players und der A/D-Konverter
des Plasma-Displays oder LCD-Panels filtern den Frequenzumfang des
Videosignals, was nötig ist, um Aliasing zu vermeiden, wenn man Signale
zwischen der digitalen und der analogen Ebene konvertiert oder wenn
man digitale Signale durch Skalierung "formatiert". Das Filtern analoger
Videosignale ist nur noch ein nicht allzu guter Kompromiss, seit der
analoge Eingang von Bildwiedergabegeräten neben Standard-Signalen
auch Progressive Signale, oder, in den USA z.B., HDTV-Signale akzeptiert,
die im Vergleich zu Standardsignalen (wie 480i und 576i) eine viel
weitere Bandbreite haben.
Auch hier bietet DVI klare Verbesserungen, da diese Beschränkung
des Frequenzgangs nun aufgehoben ist. Aliasing-Probleme treten nicht
auf. Das Frequenzspektrum kann durch die digitalen Skalierungs-Algorhythmen
im Projektor bzw. im DVD-Player optimal
festgelegt werden, sofern der eingesetzte DVD-Spieler ein Luxusmodell
mit DVI und integriertem Scaler ist. Man erhält mittels einer DVI-Verbindung
ein Bild mit nochmals kräftigeren, leuchtenderen Farben, denn auch
die Bandbreite des Chromasignals ist von originaler Qualität
und nicht für die analogen Ausgänge des DVD-Players eingegrenzt. Stattdessen
ist der Chroma-Frequenzgang durch die Skalierungs-Algorythmen und
der Qualität der digitalen YPbPr-in-RGB-Konvertierung
im DVD-Player-Inneren festgelegt. Wenn man einen DVD-Spieler mit Scaler
verwendet, kann es auch sein, dass die gesamte Farbdarstellung besser
ist bei diesem Verfahren - wenn z.B. das LCD-Display oder das Plasma-Panel
bei einer eventuellen Signalbearbeitung einen sichtbaren Rot- oder
Blaustich erzeugt und man durch einen Player mit DVI sowie Scaler
in der Lage ist, dies zu vermeiden und die komplette Signalbearbeitung
schon im DVD-Player erfolgen zu lassen. Das Plasma oder der LCD-Screen
erhält dann ein bereits komplett aufbereitetes Signal.
Durch die Verbindung mittels DVI sollte das Bild nicht heller werden, und auch
die Schwarzwiedergabe dürfte sich nicht verbessern. Sollte dies der
Fall sein, kann man davon ausgehen, dass bei der zuvor verwendeten
analogen Verbindung oder bei den Einstellungen von DVD-Player von
Projektor/Display Fehler gemacht wurden.
DVI bekommt Konkurrenz: Marktchancen, neue Perspektiven und HDMI
Das "Digital Visual Interface", entwickelt von
den Experten der US-amerikanischen Chipschmiede Silicon Image, verbindet
etwas, was nach Meinung von vielen Entwicklern und Technikern aus der
Unterhaltungselektronik-Branche zukünftig immer mehr zusammen gehört:
Die Welt der Unterhaltungselektronik und die Computer-Welt. Es gibt
Grafikkarten und LCD-Bildschirme mit DVI-Anschlüssen, und es kommen
immer mehr DVD-Player mit DVI-Ausgang. Auch DLP-Projektoren und Plasmaschirme
sowie LCD-Screens mit der neuen digitalen visuellen Hochgeschwindigkeitsschnittstelle
werden immer zahlreicher auf dem Markt auftauchen. Wer sich für DVI-Produkte
interessiert, sollte allerdings wissen, dass hier - bei digitalen Übertragungsmöglichkeiten
horcht die Softwareindustrie verständlicherweise immer auf und wittert
neuen "Kopierwahn" - ein neuer Kopierschutz mit dem Namen HDCP
(High Bandwidth Digital Content Protection) ins Spiel kommt. Wie der
Name schon aussagt, greift dieses HDCP auch bei HDTV- oder Progressive-Signalen
mit großer Bandweite, und verhindert so digitale Kopien. Wenn man nun
z.B. einen Projektor mit DVI-Schnittstelle
kaufen möchte, so muss er zusätzlich zur DVI-Buchse auch noch Schaltungen
zum Entschlüsseln des HDCP-Codecs mitbringen. Auch gibt es zwei unterschiedliche
DVI-Unterarten. Während DVI-D ausschließlich digitale Bildsignale transferiert,
kann der Anwender mit DVI-I (Das "I" steht für integriert) zusätzlich
auch noch analoge Bildsignale übertragen.
Belegung und technische Daten der DVI-Schnittstelle
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Abb. 3: DVI-D (nur
digital) |
Abb. 4: DVD-I (integegrated,
analog und digital)
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01 = TDMS-Daten 2-
02 = TDMS-Daten 2+
03 = Abschirmung TDMS-Daten 2,4
04 = TDMS-Daten 4-
05 = TDMS-Daten 4+
06 = DDC Takt
07 = DDC Daten
08 = Analog: V-Sync
09 = TDMS-Daten 1-
10 = TDMS-Daten 1+
11 = Abschirmung TDMS-Daten 1, 3
12 = TDMS-Daten 3-
13 = TDMS-Daten 3+
14 = +5 Volt
15 = Masse für +5 Volt
16 = Hotplug-Detect |
17 = TDMS-Daten 0-
18 = TDMS-Daten 0+
19 = Abschirmung TDMS-Daten 0,5
20 = TDMS-Daten 5-
21 = TDMS-Daten 5+
22 = Abschirmung TDMS-Takt
23 = TDMS-Takt +
24 = TDMS-Takt -
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C1 = Analog: Rot
C2 = Analog: Grün
C3 = Analog: Blau
C4 = Analog: H-Sync
C5 = Analog: Masse
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DVI-Kabel:
Technische Merkmale:
- Übertragung von Videodaten über zwei TDMS-Links mit jeweils
3 Kanälen
- Maximaler Pixeltakt pro Kanal: 330 MHz
- Datenübertragungsrate bis zu 1,65 Gbit/s
- Auflösung bei Verwendung von DVI-Monitoren: 2048 x 1536
Bildpunkte
- Single Link bis 1600 x 1200 Pixel
- Dual Link bis 2048 x 1536 Pixel
Mehr zu Single Link / Dual Link und weitere technische Infos erhalten Sie auf der Seite DVI-Belegung.
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DVI-Kabel: Das Problem größerer Längen
Im Heimkino-Bereich gilt es häufig
größere Längen zu überwinden, wenn es zum
Beispiel darum geht, die digitalen Videodaten vom DVD-Player im
Technik-Rack zum Projektor an
der Decke zu leiten. Für solche Längen war DVI bei seiner
ursprünglichen Konzeption (Verbindung von Computer zu Monitor)
nicht vorgesehen. Bis 5 Meter ist die Verbindung bei qualitativ
hochwertigen Kabeln unkritisch. Ab 5 Meter muss das Kabel sehr
aufwändig (hochreines Kupfer und hervorragende Isolierung)
aufgebaut sein, um weder einen Spannungsabfall noch Verluste beim
Signaltransfer zu verursachen. Bereits zur IFA 2003 hatte der
Hersteller Oehlbach ein 10 Meter langes DVI-Kabel (Oehlbach
DVI 1000) ins Programm aufgenommen. |
Fazit
Alles sieht danach aus, dass mit DVI und HDMI ein neues Zeitalter
für die Home Entertainment Szene beginnt. Das "volldigitale Heimkino"
ist Realität geworden. Mittels entsprechender DVD-Player
in Verbindung mit für DVI oder HDMI ausgelegten Projektoren, Plasmas
und LCDs können nun auch Bilddaten digital transportiert werden. Nutznießer
sind vor allem diejenigen, die bislang kein Equipment der Top-Liga
verwendet haben. Denn gerade bei "gewöhnlichen" Gerätekombinationen
kann man ein Nachlassen der Bildqualität durch die verschiedenen A/D-
und D/A-Wandlungen recht deutlich beobachten. Die Marktchancen stehen
aufgrund der Positionierung nicht schlecht - zudem ist DVI auch schon
bei PC-Equipment ein eingeführter Standard. Doch ein talentierter
Konkurrent greift schon ins Geschehen ein: Mit HDMI
können auch - neben digitalen Bildsignalen - mit einer einzigen Verbindung
digitale Audiosignale transportiert werden. Es bleibt also Bewegung
im Markt, und das "volldigitale Heimkino" zu einer immer größeren
Bedeutung kommen.
Wer sich weiterführend für den DVI-Verwandten
HDMI interessiert, dem seien unser Special HDMI
empfohlen. Nur eines an dieser Stelle: HDMI basiert auf DVI und ist
100% abwärtkompatibel zu DVI. Das bedeutet für Sie, dass
Sie mit dem DVI-Ausgang eines Marantz-DVD-Players zukünftig auch
den HDMI-Eingang einer Bildwiedergabe-Komponente speisen können.
Auch hier allerdings ist die Verarbeitung von HDCP
(High-banwidth Digital Content Protection) zwingende Voraussetzung
für das Funktionieren der DVI-HDMI-Verbindung. Dies dürfte
allerdings (im Unterschied zu DVI) bei allen demnächst auf den
Markt kommenden Home-Cinema-Komponenten ausnahmslos der Fall sein.
Text: Carsten Rampacher, Detlev Schnick - letztes Update:
26. Juni 2008
Eine Hilfe bei der Auswahl finden Sie auf der DVI-Seite
in Unserem Kabelshop. Klicken Sie hier einfach auf DVI
im Kabelshop. Unter Videosignal
finden Sie Entscheidungshilfen, wenn Sie sich nicht sicher sind, ob
Sie DVI oder eine der analogen Alternativen (S-Video, RGB, YUV) für
Ihre Videoverbindung einsetzen sollen.
Tipps zu weiteren HIFI-REGLER Specials:
Eine Kaufberatung mit Kaufcheckliste zum Thema Fernseher.
Unter THX finden Sie Hintergrundinfos zu
(fast) allem rund um THX und wenn Sie auf Lautsprecher
klicken erfahren Sie auch dazu viel wissenswertes ... Ähnlich
wie für DVI haben wir auch eine Menge Infos zur SCART-Schnittstelle
und zum Thema Scartkabel zusammengetragen.
Wichtig zur Vermeidung von Brummen
und zum Blitzschutz / Überspannungsschutz:
Setzen Sie an Ihrer Heimkinoanlage
eine gute Netzleiste mit Netzfilter
ein und verwenden Sie Antennenkabel
und Audiokabel möglichst mit
integriertem Mantelstromfilter.
Übrigens: unter DVI-Kabel finden
Sie in unserem Shop eine gute Auswahl der besten DVI-Kabel - auch
für die kritischen langen Strecken.
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