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Die neue Dimension des Fernsehens
HDTV für Einsteiger
Text: Thomas Schmittlein, HIFI-REGLER,
15.09.2005 - Quelle: www.philips.de
Nach der Geburt des Fernsehens in den 30er Jahren
und der Einführung des Farbfernsehens 1967 beginnt mit HDTV
eine neue Fernseh-Dimension. Aber was ist eigentlich HDTV? Diese
und weitere Fragen beantwortet dieser Leitfaden. Wofür steht
HDTV? HDTV ist in aller Munde. Aber was bedeutet eigentlich HDTV,
was verbirgt sich dahinter und wann werden die ersten Sendungen
in diesem neuen Standard ausgestrahlt? Auf diese Fragen versuchen
wir eine Antwort zu geben.
Einführung HDTV
HDTV = High Definition Television.
Ganz einfach gesagt ist HDTV hochauflösendes Fernsehen und
ein weltweiter digitaler TV-Standard, mit dem wesentlich schärfere
Konturen, noch brillantere Farben und eine ungeahnte Tiefenschärfe
erreicht werden. Im Vergleich zum herkömmlichen PAL-Standard
hat HDTV eine bis zu fünfmal so hohe Auflösung. Dadurch
bietet es eine erheblich verbesserte Bildqualität hinsichtlich
Auflösung und Schärfe des Fernsehbildes die Konturen
sind schärfer, die Farben satter und das Fernsehbild ist detaillierter.
Es werden Feinheiten sichtbar, die bislang nicht sichtbar waren.
Während man beim Fernsehen im PAL-Standard das Gefühl
hat, Bilder nur aus der Ferne zu sehen, besticht HDTV durch einen
regelrechten Live-Charakter als ob man am Geschehen auf dem
Bildschirm teilnimmt. Außerdem unterstützt HDTV die menschlichen
Sehgewohnheiten, weil es ausschließlich auf das 16:9-Format
setzt. So verschwinden bei Spielfilmen die störenden schwarzen
Balken, die man vom 4:3-Format her kennt. Und mit der Übertragung
des Tons in 5.1.-Dolby-Digital steht dem absoluten Fernsehgenuss
nichts mehr im Wege.
Allerdings müssen für das vollkommene HDTV-Erlebnis die
gesamten Filmproduktionsabläufe angepasst werden. Das schließt
nicht nur die Abspielgeräte wie beispielsweise Fernsehgeräte
ein, sondern auch Geräte zur Filmaufnahme wie hochauflösende
Kameras und die entsprechende Übertragung in das heimische
Wohnzimmer per Satellit oder Kabel. So plant beispielsweise der
englische Fernsehsender BBC bis 2007 alle herkömmlichen Kameras
gegen HD-Kameras auszutauschen. Und spätestens 2010 wird die
komplette Ausstrahlung des BBC Programms in HDTV erfolgen. Diesem
Trend werden auch Pay-TV Anbieter folgen. Innerhalb der nächsten
Jahre wird HDTV also nicht nur in den USA und Japan, sondern auch
endlich auch in Europa zum Standard werden. Nicht nur die Fernsehanstalten
rüsten sich für HDTV, auch gespeicherte Filme wird man
schon sehr bald im hochauflösenden Format genießen können.
Wann kommt HDTV?
HDTV steht in Deutschland und Österreich schon in den Startlöchern.
Einzelne Sendungen werden bereits im HDTV-Format ausgestrahlt. Der
Startschuss für HDTV fällt bei Premiere im Herbst 2005
ein erster Höhepunkt wird dann die komplette Ausstrahlung
der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006TM sein. Während
in den USA und Japan HDTV schon längst Standard ist, startet
Premiere im November 2005 mit der Ausstrahlung in HDTV-Qualität
auch in Deutschland und Österreich. Dann kann die komplette
Umstellung auf hochauflösendes Fernsehen sehr schnell folgen,
da viele Spielfilme oder auch Serien bereits in HDTV-Qualität
aufgenommen werden. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Fernsehserie
Der Clown von RTL, die von Beginn an im HDTV-Standard
produziert wird.
Große Sportereignisse waren schon in der Vergangenheit ein
Motor für Innovationen im Bereich des Fernsehens. So brachte
die FIFA-WM 1954 in der Schweiz den Durchbruch für flächendeckendes
Fernsehen in Deutschland. 1974 wurde mit der FIFA-WM in Deutschland
der Grundstein für die Einführung des Farbfernsehens gelegt.
Erstmals war es möglich, die Spiele in Farbe zu sehen. Auch
mit der Einführung des HDTV verhält es sich gleich. Zur
FIFA WM 2006 wird Premiere alle 64 Spiele in HDTV übertragen.
Das wird dann der Durchbruch für HDTV als neuer Fernseh-Standard
sein. Davon sind auch die Branchenexperten überzeugt, die davon
ausgehen, dass bis 2008 allein in West-Europa 15 Milionen HDTV-fähige
Fernsehgeräte verkauft werden.
Wodurch unterscheiden sich PAL und HDTV?
Die Unterschiede zwischen PAL und HDTV sind offensichtlich
nicht nur bei der Bildqualität, sondern auch bei der Übertragungstechnik.
Hier zeigen wir Ihnen die Unterschiede zwischen PAL und HDTV so
wie den beiden HD-Formaten 1080i und 720p.
Vergleich PAL- und HDTV-Bildaufbau: Der bisherige PAL-Standard
baut das Fernsehbild im Halbbildverfahren
(auch Zeilensprungverfahren
oder interlaced genannt)
auf. Es werden je zwei Halbbilder
zu einem Bild zusammengesetzt. Dabei wird zunächst ein
Halbbild mit den Zeilen 1, 3, 5 usw. nacheinander aufgebaut und
ein weiteres mit den Zeilen 2, 4, 6 usw. Bei der Bildübertragung
im HDTV-Format gibt es zwei Standards:1080i und 720p. Die HDTV-Version
1080i baut das Bild ebenfalls im Halbbildverfahren auf. Dagegen
erzeugt 720p die Fernsehbilder im sogenannten Vollbildverfahren
(progressive). Hier
wird jede Zeile sequentiell beschrieben. Das HDTV-Fernsehbild wird
in beiden HDTV-Standards im 16:9-Format abgebildet.

Vergleich PAL- und HDTV-Auflösung: Betrachtet man die
Auflösung, wird der Unterschied dieser beiden Signale noch
augenscheinlicher. Während der PAL-Standard mit seiner vertikalen
Auflösung von 576 Zeilen und 768 Linien horizontal gerade einmal
442.368 Bildpunkte insgesamt und 11.059.200 Bildpunkte pro Sekunde
hat, bestechen die beiden HDTV-Standards mit 2.073.600 Bildpunkten
und 51.840.000 pro Sekunde (1080i) beziehungsweise 921.600 Bildpunkten
und 46.080.000 pro Sekunde (720p). Damit hat HDTV bis zu fünfmal
so viel Bildpunkte im Vergleich zu PAL. Und das kann sich sehen
lassen: wesentlich schärfere Konturen, brillantere Farben und
höhere Tiefenschärfe des Fernsehbildes. Die Tabelle zeigt
Ihnen noch einmal die wichtigsten Daten des Vergleichs von PAL mit
HDTV. Wichtig für einen Vergleich der Bildqualität bei
den unterschiedlichen Übertragungsformaten PAL und HDTV ist
die Bildinformation und damit die Bildpunkte pro Sekunde.

Welche Fernseher sind HDTV-fähig?
Nicht jeder Fernseher kann HDTV im vollen Umfang zeigen. Hier erfahren
Sie, auf welches Zeichen Sie besonders achten sollten, damit man
bei HDTV nicht in die Röhre guckt: das HD ready Logo.
Nur Plasma- und LCD-Fernseher sind HDTV-fähig Anders
als in den meisten Ländern der Welt, in den HDTV bereits eingeführt
ist, hat sich die Industrie in Deutschland entschlossen, nur Plasma-TV-
und LCD-TV-Geräte,
also nur die sogenannten Flachbild-Fernseher
mit HDTV-Fähigkeit auszustatten. Wenn Sie also HDTV auch in
Ihrem Wohnzimmer einführen wollen, dann hat der gute alte Röhren-Fernseher
endgültig ausgedient.
Das HD ready Logo:
Damit
HDTV in ganzer Qualität genossen werden kann, muss der Fernseher
dafür entsprechend ausgerüstet sein. Deshalb sollte man
grundsätzlich einen Fernseher mit dem HD
ready Logo kaufen. Dieses offizielle Gütesiegel wird seit
Januar 2005 von der EICTA verliehen. Allerdings werden im Handel
auch häufig Bezeichnungen verwendet, wie z. B. HDTV-fähig,
HDTV-kompatibel oder HD-kompatibel. Geräte mit dieser Bezeichnung
können lediglich ein HD-Signal empfangen, dieses aber nicht
in HDTV-Qualität darstellen. Deshalb solte man immer auf das
HD ready Logo achten, damit man
für die neue Fernseh-Dimension gerüstet ist.
Voraussetzungen für das HD ready Logo:
Alle Geräte müssen vier Mindestqualitätsanforderungen
erfüllen, damit sie das HD ready
Logo tragen dürfen. Welche das sind, sehen Sie hier:
Das Display verfügt über eine native (tatsächliche)
Auflösung von mindestens 720 Zeilen im Breitbildformat
Es müssen beide HDTV-Formate verarbeitet werden können:
720 progressive und 1080 interlaced
Das Gerät muss YUV und DVI oder HDMI Anschlüsse
besitzen
Der Kopierschutz HDCP über
digitale Schnittstellen muss vorhanden sein
Welche Anschlüsse sind wichtig für HDTV?
Ob ein Gerät die Anforderungen für
HDTV erfüllt, hängt zum größten Teil von den
Anschlüssen ab. Hier finden Sie die wichtigsten Verbindungen
auf einen Blick:
YUV (Componenten-Signal)
Auch als Y/Pr/Pb oder Y/Cr/Cb oder Komponenten- Stecker bezeichnet.
Eine Verbindung für hervorragende Bildqualität, da
alle Signale direkt ohne Qualitätsverlust an das Display
geleitet werden.
- YUV: Y=Helligkeit,
U=Farbdifferenzsignal Rot, V=Farbdifferenzsignal Blau
- Signale werden direkt weitergegeben und im Gerät
in RGB umgewandelt
- Dieser Anschluss arbeitet nur über Cinch-Verbindungen
und nicht über Scart
- Hier werden höhere Bildschärfe, Farbtrennung
und -auflösung als bei S-Video-Verbindungen
erreicht.
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DVI (Digital Visual Interface)
Die Anschlussart DVI überträgt
mit einer Rate von bis zu 4,9 Gigabits pro Sekunde digitale
Signale.
- Digitale Signale werden direkt und ohne Umwandlung durch
Peripherie-Geräte an das TV-Gerät
übertragen
- Tonsignale werden über die separate Cinch-Verbindung
bereitgestellt.
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HDMI (High-Definition
Multimedia Interface)
HDMI kombiniert High-Definition
Video und Multi-Kanal Audio in einem Anschluss und überträgt
wie DVI rein digitale Signale,
allerdings sind Tonsignale in das HDMI-Protokoll des Datenstromes
integriert. HDMI ist abwärtskompatibel zu DVI, wobei DVI
nicht in der Lage ist, die Ton- und Fernbedienungs-Kanäle
von HDMI zu übertragen.
-
Diese Lösung arbeitet mit einer Übertragungsbandbreite
von bis zu 5 Gigabits
-
Die bi-direktionale, intelligente Kommunikation zwischen
den Geräten wird unterstüzt. Beispielsweise werden
16:9 und 4:3-Signale erkannt.
- Über einen Adapter kann HDMI auch DVI-Signale verarbeiten
- Auch längere Kabel verursachen
keine Qualitätsverluste.
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YUV-DVI Adapter
Laut EICTA-Norm müssen TV-Geräte
sowohl YUV- als
auch DVI-Anschlüsse besitzen.
- Für HD ready ist
ein analoger und digitaler Anschluss notwendig
- Vorsicht! YUV- und DVI-Anschlüsse müssen allerdings
nicht gleichzeitig über seperate Buchsen verfügbar
sein.
- Mit einem YUV-DVI-Adapter kann man erreichen, dass man
über den DVI-Eingang wahlweise ein YUV-Signal (über
DVI-I) oder ein DVI-Signale zuführen kann. (Philips
fügt bei seinen Flachfernseher-Modellen
einen solchen Adapter standardmäßig bei.)
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Wie wird HDTV übertragen?
Eine häufig gestellte Frage. Hier gibt es unterschiedliche
Möglichkeiten, die wir im Folgenden näher beschreiben
wollen ...
Übertragung
Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten, Fernsehen zu
übertragen. Terrestrisch über DVB-T
oder Hausantenne, Kabel oder Satellit. Etwas anders sieht dies bei
HDTV aufgrund der höheren Datenmenge aus: Die HDTV-Übertragung
via DVB-T/Hausantenne
wird es aufgrund der hohen Kosten der Datenübertragung in absehbarer
Zeit nicht geben. Die Übertragung via Kabel steht derzeit noch
nicht fest, ist aber in Planung. Anders beim Satellit: Schon heute
strahlt HD1 ein belgischer Demokanal HDTV aus. Um
die hohen Datenmengen zu komprimieren, wird derzeit das Komprimierungsverfahren
MPEG-2 verwendet. Dies ist vergleichbar
mit einer Winzip-Datei. Auch hier werden Daten komprimiert und anschließend
wieder dekomprimiert. Eine Weiterentwicklung dieses Verfahrens ist
MPEG-4, das die Daten noch weiter
komprimiert. Eine weitere Möglichkeit, HDTV-Signale auf den
heimischen Bildschirm zu bringen, ist über Festplattenrecorder
oder HD DVD / Blu-Ray
Disc. Einen Überblick zeigt folgende Grafik:
 
Welche Sender strahlen schon HDTV aus?
Während HDTV in den USA und Japan schon längst
Standard ist, fällt in Deutschland und Österreich der
Startschuss für hochauflösendes Fernsehen erst Ende 2005.
Nur einzelne Sendungen werden Schritt für Schritt vorher im
HDTV-Format gesendet. Hier ein Überblick, welche Sender schon
im neuen Standard ausstrahlen.
Sendeanstalten
Deutsche Fernsehsendungen wie Der Clown oder Die
Nibelungen werden schon lange im HDTV-Format produziert und
ausgestrahlt. Gleiches gilt für die Champions League. Den großen
Paukenschlag für HDTV gibt es bei Premiere, denn dort wird
ab November 2005 die Übertragung von HDTV via Satellit starten.
Weitere Sendeanstalten werden aufgrund der rasanten Entwicklung
mitziehen und ebenfalls Fernsehformate in hochauflösender Qualität
produzieren.
Premiere als Vorreiter von HDTV
Premiere setzt Maßstäbe auf dem deutschsprachigen HDTV-Markt.
Bereits im Februar 2004 präsentierte Premiere in einer Sondervorstellung
in Berlin das amerikanische Superbowl-Endspiel. Und im November
2005 geht Premiere als erster deutscher Fernsehsender mit HDTV-Sendungen
an den Start und bietet drei Programme mit Filmen, Sport und Dokumentationen.
Zunächst ist Premiere HD nur über Satellit (Astra 19,2°
Ost) zu empfangen. Im Jahr 2006 hat Premiere auch das absolute Highlight
in Sachen HDTV: Erstmals werden alle 64 Spiele der WM 2006
in diesem Format gesendet. Damit wird dieses Sportereignis
zu einem optischen und akustischen Erlebnis am heimischen Fernsehschirm.
Und das sollten Sie sich nicht entgehen lassen.
Welche Set Top Box ist für HDTV geeignet?
Nicht alle Set Top Boxen sind für HDTV geeignet. Wichtig ist,
dass die Set Top Boxen mit dem Komprimierungsverfahren MPEG 4 arbeiten.
Nur damit kommt man auch zu Hause in den Genuss von HDTV. Um die
Bandbreite und so die Kosten für die TV-Anbieter zu reduzieren,
werden die Signale komprimiert. Bisher geschah dies mit MPEG 2,
wie zum Beispiel bei dem HTDV-Demokanal Astra 1080. Da HDTV aber
deutlich mehr Datenmengen produziert, wird in Zukunft mit dem MPEG
4 Format gearbeitet. Dieses komprimiert die Daten noch stärker.
Welche weiteren Quellen gibt es für HDTV?
Nicht nur die Sendeanstalten sind eine Quelle für HDTV. Es
gibt auch weitere Medien, mit denen man in den Genuss von HDTV kommt.
Welche das sind, sehen Sie hier:
Blu-ray Disc / HD DVD
Diese beiden DVD-Typen werden im Zuge der Einführung von
HDTV als Nachfolger der herkömmlichen DVD gehandelt. Denn die
bekannte DVD ist wegen ihrer geringen Speicherkapazität von
maximal 8,5 GB (double layer) nicht für HDTV geeignet. Für
einen 2-Stunden-High-Definition-Film werden mindestens 25 GB benötigt.
Diese Speicherkapazität wird von der Blu-ray Disc mit bis zu
54 GB und der HD DVD mit bis zu 30 GByte geboten.
Blu-ray Disc
Die Blu-ray Medien bieten eine Speicherkapazität von 27
GB (single layer) bis 54 GB (double layer) auf einem einzigen Rohling.
Damit können HDTV-Filme im üblichen MPEG 2 Format in voller
Länge auf eine Disc kopiert werden. Selbstverständlich
ist die Speicherkapazität auch ausreichend für Spielfilme
im MPEG 4 Format.
HD DVD
Dieses Medium hat eine Speicherkapazität von 15 GB (single
layer) und 30 GByte (double layer). Damit können auch auf dieser
Disc HDTV-Filme im MPEG 2 Format gespeichert werden. Allerdings
reicht die Kapazität damit nur eingeschränkt für
hochauflösende Filme im MPEG-4-Format aus.
Vergleich DVD/Blu-ray Disc/HD DVD
HIer finden Sie eine Übersicht über die Vor- und Nachteile
der einzelnen Medien für HDTV. Allerdings sollte man beachten,
dass die herkömmliche DVD nicht in Betracht kommt. Denn die
Speicherkapazität ist zu gering, um HDTV-Filme in voller Länge
auf einer Disc zu speichern. Vermutlich aus Kostengründen wird
sich die HD DVD durchsetzen; mittelfristig wird die Blu-ray Disc
wegen der größeren Speicherkapazität das Rennen
machen, da auch fast die gesamte Industrie hinter diesem Standard
steht.

Die häufigsten Fragen zu HDTV
Kann man allein über die Auflösung bestimmen, ob ein
Gerät HD ready ist?
Allein die Auflösung gibt keinen Aufschluss darüber,
ob ein Gerät HD ready ist.
Neben der erforderlichen Auflösung von mindestens 720 Zeilen
sind noch die nötigen Anschlüsse (YUV
und DVI/HDMI),
der Kopierschutz HDCP sowie die
Fähigkeit, 1080i bzw. 720p verarbeiten zu können, notwendig.
Was heißt HDTV-fähig/-kompatibel?
Geräte mit dem Zusatz HDTV-fähig/HDTV-kompatibel/HD-kompatibel
o. ä. verfügen nicht über die von der EICTA festgelegten
Standards und sind somit nicht HD ready.
Diese Bezeichnung tragen meist Geräte, die zwar ein HDTV-Bild
darstellen können, aber lediglich in der herkömmlichen
Auflösung. Werden PAL-Signale auch von HD ready Fernsehern
dargestellt? Die aktuellen Flachbild-Fernseher
sind natürlich in der Lage, auch PAL-Signale zu verarbeiten.
Wann übertragen andere Sendeanstalten in HDTV? Derzeit werden
bereits einzelne Sendungen (bspw. Spider Man oder Man
in Black II auf Pro Sieben) in HDTV gezeigt. Wann die gesamte
Ausstrahlung in HDTV erfolgt, steht noch nicht fest. Allerdings
werden schon 40 % der Blockbuster in Hollywood in HDTVaufgenommen.
Welche Bilddarstellung (720p oder 1080i) ist besser?
Nimmt man die Bildpunkte, die die beiden Verfahren pro Sekunde zeigen,
so sieht man, dass beide Darstellungen sehr nah beieinander liegen.
1080i ist leicht im Vorteil. (Vgl. 46 Mio. Bildpunkte vs. 51 Mio.
Bildpunkte.) Umfangreiche Vergleichs-Untersuchungen, die man vor
der Einführung von HDTV in den USA und zum Zwecke der Entscheidung
für den einen oder anderen Standard durchgeführt hat,
haben erwiesen, dass Betrachter im Blind-Test nicht in der Lage
waren, 720p und 1080i zu unterscheiden, sofern das Quellmaterial
vergleichbare Qualität aufwies.
Was passiert mit bisherigen Set Top Boxen?
Die derzeit im Markt befindlichen Receiver sind nicht geeignet,
Programme in HDTV zu empfangen. Der Grund ist, dass diese nicht
in der Lage sind, die mit MPEG 4 komprimierten Daten darzustellen.
Rechtzeitig zum Start der HDTV-Programme von Premiere (und von anderen
Sendern) wird es aber geeignete HDTV-Receiver geben. So versichert
es jedenfalls die Industrie.
Premiere: Wie wird die Übertragung von HDTV erfolgen?
Zunächst wird HDTV via Satellit erfolgen, mittelfristig
soll es aber auch ein HDTV-Angebot im Kabel geben.
Ist es möglich, alte Set Top Boxen mit MPEG 2 auf MPEG
4 Format aufzurüsten?
Dies ist nicht möglich, da nicht nur Software, sondern auch
Hardware unterschiedlich sind.
Stichwortverzeichnis - HDTV
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| ADDRESSABLE
RESOLUTION: Das höchste Auflösungssignal, das
ein Display verarbeiten kann. Achtung: Obwohl ein einzelnes
Bauteil (Digital oder HDTV) in der Lage ist, die hohe Auflösung
zu verarbeiten, heißt das trotzdem nicht, dass diese auch
auf dem Display angezeigt wird. |
| ANALOGES
YPbPr: Eine andere Bezeichnung für die in Deutschland
übliche Bezeichnung YUV, wobei das U als Pb bzw. Cb und
das V als Pr bzw. Cr bezeichnet wird. YUV ist die einzige analoge
Bildübertragung, die HDTV-Signale übertragen kann. |
| ATSC: Das
Advanced Television Systems Committee in den USA. Dieses Komitee
ist dafür verantwortlich, digitale Standards zu entwickeln
und einzuführen. Diese werden dann von vielen Ländern
in der Welt übernommen. |
| AUFLÖSUNG:
Bezeichnet die Anzahl von Zeilen und Linien, welche den
visuellen Eindruck entstehen lässt. Je höher die Anzahl
ist, desto schärfer und detaillierter ist das Bild, die
Auflösung ist also ein Maß für die Bildschärfe. |
| AVC: Bedeutet
Advanced Video Codierer, der die benötigte Bandbreite reduziert. |
| ARTEFAKTE:
Typische Bildfehler bei digitalen Systemen, z. B. bei ungenauer
Antennenausrichtung oder schlechtem Wetter beim Satellitenempfang
sowie bei fehlerhaften DVDs/DVD-Playern (Sprünge). |
| BANDBREITE:
Umfasst den Frequenzbereich, auf dem Informationen wie zum
Beispiel Bild und Ton übertragen werden. |
| BREITBILDFORMAT:
Auch 16:9-Format. Bildformat der Breitbild-Fernsehgeräte.
Dieses ist auch ideal geeignet für das Betrachten von Spielfi
lmen, Videos und DVDs. |
BIT RATE:
Wird in Bits pro Sekunde gemessen und bezeichnet die Datenübertragungsrate.
Je höher die Bit Rate ist, desto mehr Daten werden übertragen
und desto höher ist die
Bildauflösung. |
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INTERLACED SCANNING: Bei einem Fernsehdisplay bezeichnet
Interlaced Scanning den Prozess des Bildaufbaus. Das PAL System
arbeitet mit 576 Zeilen. Ein Bild wird dabei aus zwei Halbbildern
aufgebaut. Das erste Halbbild hat 288 ungerade Zeilen (1,3,5...)
das zweite Halbbild hat 288 gerade Zeilen (2,4,6...). Zunächst
werden alle ungeraden Zeilen bei PAL in 1/50 einer Sekunde
aufgebaut, die geraden Zeilen folgen in der nächsten
1/50 Sekunde. Das sorgt für ein komplettes Bild mit 576
Zeilen in 1/25 einer Sekunde.
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KOMPRIMIERUNG: Entspricht einer Methode der elektronischen
Reduzierung der Anzahl der Bits, die erforderlich sind, um
Daten in einem bestimmten Zeitraum zu übertragen bzw.
zu speichern.odul des Betriebssystems Windows mit Hilfe dessen
über das Telefonnetz (Modem, ISDN, DSL) eine Verbindung
zu einem anderen Netzwerk / Internet hergestellt werden kann.
(DFÜ = Daten Fern Übertragung)
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| LETTERBOX:
Beschreibt die Art und Weise, wie das 16:9 Format auf einem
4:3 Bildschirm dargestellt wird. Hierbei sind schwarze Bereiche
ober- und unterhalb des Bildes zu sehen. Man betrachtet den
Film also wie durch einen Briefkastenschlitz (engl.: letterbox). |
| MPEG 2:
MPEG 2 ist eine Komprimierungstechnologie. Zukünftiger
Standard wird das MPEG 4 Format sein. |
| MPEG 4:
Ein MPEG-Standard (ISO/IEC-14496) beschreibt unter anderem
Verfahren zur Video- und Audiokomprimierung. Ursprünglich
war das Ziel von MPEG 4, Systeme mit geringen Ressourcen oder
schmalen Bandbreiten (Handy, Videophone, ...) bei relativ geringen
Qualitätseinbußen zu unterstützen. |
| NAGRAVISION:
Verschlüsselungssystem für Pay-TV. Wird z. B.
von Premiere verwendet. |
| NTSC: National
Television Standards Committee in den USA, welches dafür
verantwortlich ist, Standards für traditionelles
analoges Fernsehen zu entwickeln. |
| PAL: Steht
für Phase Alternation Line. Ein Übertragungsformat,
das in Europa und Teilen Asiens verwendet wird. PAL Signale
(768 x 625) liefern 50 Halbbilder pro Sekunde. |
PIXEL: Diese
Bezeichnung ist eine Abkürzung für picture element,
das kleinste Element in einem Fernsehbild. Die Anzahl der Pixel
limitiert die Details, die auf dem Bildschirm
gesehen werden können. Ein typisches Fernsehgerät
hat weniger als eine halbe Million Pixel. Bei HDTV-Bildern werden
über 2 Millionen Pixel gezeigt. |
| PROGRESSIVE
SCANNING: Beim progressiven Scannen werden alle Zeilen nacheinander
auf dem Bildschirm gezeigt. Man spricht hier auch vom Vollbildverfahren
im Gegensatz zum Halbbildverfahren oder Interlaced Scanning. |
| SCART: Steht
für Syndicat des Constructeurs dAppareils Radio et
Télévision und ist ein europäischer Anschluss,
der an vielen Geräten zu finden ist. Der Scart Anschluss
ermöglicht als höchste Stufe RGB. |
| SET TOP
BOX (STB): Eine Set Top Box ist ein externes Empfangsgerät
für Digital TV über Satellit, Kabel oder terrestrische
Antenne. |
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SDTV: Bedeutet Standard Definition Television und
bezieht sich auf die digitale Übertragung mit 480-Zeilen
Auflösung in den USA und 576 in Europa, entweder interlaced
oder
progressiv. SDTV bietet eine deutliche Steigerung zur heutigen
analogen PAL Bildauflösung, vergleichbar der DVD Qualität
mit VHS. Dies ge schieht hauptsächlich dadurch, dass
die digitale Übertragung Schneebildung verhindert.
Trotzdem kommt SDTV weder hinsichtlich der Ton- noch der Bildqualität
an HDTV heran.
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VGA: Der VGA-Anschluss ist ein analoger Bildübertragungsstandard
zwischen Grafikkarten und Anzeigegeräten.
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YUV:
Eine Verbindung für hervorragende Bildqualität,
da alle Signale direkt ohne Qualitätsverlust an das Display
geleitet werden. Läuft nur über Cinch, nicht über
SCART. Dabei
steht Y für Helligkeit, U für Farbdifferenzsignal
Blau und V für Farbdifferenzsignal Rot. Alle Signale werden
direkt an das Display geleitet und dann erst in RGB umgewandelt.
Wird
auch als Y, Cr, Cb oder Y, Pr, Pb bezeichnet. |
Weiterführende Informationen zu HDTV und andere interessante
Specials
Wollen Sie mehr wissen über das Thema
HDTV. Dann besuchen Sie unser großes Special HDTV
Hintergrundwissen. Lesen Sie auch unsere Specials HDTV
Technical Background und HDTV
Technik und Praxis sowie Plasma
TV, um mehr zu HDTV zu erfahren ...
Hier finden Sie noch mehr Infos speziell zu HD
ready und eine Liste mit einer Auswahl der z.Zt. HD-ready-fähigen
Fernseher.
Leider sind fast alle interessanten HDTV-Websites in englischer
Sprache. Doch wer diese einigermaßen beherrscht und etwas
tiefer ins Thema HDTV einsteigen möchte, dem seien z.B.
das HDTV-FAQ
und das HDTV-Forum
im Forum von AVS-Sience empfohlen. Ein sehr gutes Forum ist auch
das vom HDTV-Magazine.
Kaum Fragen offen lässt die HDTV-Ausarbeitung
von Professor Kelin J. Kuhn von der Washington University of Electrical
Engeneering.
Zum europäischen Stand der Technik empfehlen wir die beiden
auf der Website der EBU (European Broadcasting Union) veröffentlichten
Ausarbeitungen von
David Wood (EBU): High
Definition for europe - a progressive approach und von
John Ive (Sony Europe): Image
Formats for HDTV
sowie die Website HDTV-Total,
auf der Sie alle aktuellen HDTV-Senderfrequenzen nachlesen können.
Und nicht zu vergessen, die u.E. wichtigste HDTV-Site der kommenden
Jahre: European HDTV Forum
- Wer noch einen "alten" Röhrenfernseher
will: Die Kaufberatung für Fernseher
...
- Kaufberatung Digitalkamera
...
- Wer vom Angebot der DVD-Player erschlagen wir, dem hilft
die DVD-Player Kaufberatung
...
- ... und hier die Kaufberatung zum Thema AV-Receiver
- Hintergrundwissen zu und Tipps zu Lautsprecher
Technik
- Test-Checklisten und Tipps für Ihr neues Heimkino
- Hintergrundwissen zu THX
- 6.1- und 7.1-Formate von Dolby
Digital
- Alle wichtigen Infos zu den Dolby
Surround "Aufpolierern"
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