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Homecinema - FAQ

Die meistgestellten Fragen zu Homecinema-Anlagen
03.12.2007
Autoren: Carsten Rampacher (AREADVD) und Detlev Schnick (HIFI-REGLER)

Häufig gestellte Fragen rund ums Homecinema

1. Grundlagen

1.1 Was bedeutet 5.1 für's Homecinema?
5.1 ist ein Hinweis auf die Kanalanordnung bei Dolby Digital und DTS: Zwei Frontlautsprecher, ein Centerlautsprecher und zwei Surroundlautsprecher als insgesamt 5 Vollfrequenzkanäle (20 Hz bis 20 kHz), dazu (daher .1) ein Bass- Effektkanal mit begrenzter Frequenzwiedergabe. Dieser Bass-Effektkanal ist für die Wiedergabe der extrem tiefen Frequenzanteile gedacht.

1.2 Was versteht man im Homecinema unter Dolby Digital und DTS?
Tonkomprimierungsformate, die dafür sorgen sollen, dass man platzsparend, aber in möglichst guter Qualität Mehrkanal-Tonspuren auf DVDs erstellen kann. Trotz sehr guter realisierbarer Qualität sind DTS und DD verlustbehaftete Komprimierungs-verfahren, d.h. das spätere Resultat erreicht nicht mehr ganz die Güte des Ausgangsmaterials.

1.3 Gibt es verlustfreie Tonkomprimierungsverfahren für Homecinema-Anlagen?
Bei DVD Audio (DVD, deren Speicherkapazität für hochqualitative Musikdaten genutzt wird, hier befindet sich zumindest hauptsächlich kein Film o.ä. auf der DVD Audio, sondern Musik in besonders guter Qualität) wird mit Meridian Lossless Packing (MLP) gearbeitet, welches verlustfrei komprimiert. Als Basis für DVD-As dienen ebenfalls PCM-Samples.

1.4 Welche Samples dienen als Basis für das Dolby Digital- bzw. DTS-Encoding?
PCM-Samples (Pulse Code Modulation-Samples). Mittels dieses Verfahrens werden analoge Signale unkomprimiert in digitale Signale umgewandelt.

1.5 Wie wirkt ein Dolby Digital- bzw. DTS-Decoder?
Er entschlüsselt den encodierten DD- bzw. DTS-Datenstrom (?Bitstream?), damit das Signal weiterverarbeitet und letztendlich hörbar gemacht werden kann.

1.6 Wie kann ich digitale Datenströme von meinem DVD-Player zum Homecinema-Verstärker/-Receiver der Homecinema-Anlage transportieren ?
Mit einem optischen oder einem koaxialen Digitalkabel. Ersteres nutzt eine Lichtleiterstrecke, letzteres eine elektrische Übertragung für die nach dem S/PDIF-Protokoll codierten digitalen Datenströme. Mit einem der beiden Kabel verbinde ich meinen DVD-Player ohne Decoder mit meinem Homecinema-Receiver mit DD/DTS-Decoder.

1.7 Welche digitale Übertragungsart ist im Homecinema qualitativ besser?
Die Unterschiede in der Klangqualität sind - wenn überhaupt hörbar - minimal. Die Mehrheit der Test-Redakteure plädiert für die elektrische Übertragung via Coax-Digitalkabel und behauptet pauschal, dies sei die bessere Übertragungsart. Dies stimmt so nicht. Wir haben in zahlreichen Tests festgestellt, dass je nach Quellenmaterial mal die optische, mal die elektrische Verbindung besser zu sein schien - wiegesagt: wenn überhaupt Unterschiede zu hören waren. Eine Gesetzmäßigkeit konnten wir dabei nicht entdecken. Sicher ist eines: Mit dem optischen Kabel haben Sie keine Probleme mit Brummschleifen oder ähnlichen Phänomenen (siehe dazu das HIFI-REGLER-Special zu Abhilfe, Tipps und Tricks bei Brummen), da es das Problem der Masseschleife nicht geben kann. Allerdings kommt es beim optischen Kabel ganz entscheidend auf die Qualität der Steckerverbindung an. Dort stoßen die Glasfaserenden aneinander und wenn das nicht absolut fehlerfrei paßt, gibt es Datenfehler, was dann Artefakte zur Folge hat. Mögliche Fehlerquellen beim Digitalkabel sind mangelnde Schirmung und ein nicht exakt auf 75 Ohm kalibrierter Wellenwiderstand. Einen Überblick zu hervorragenden optischen und coaxialen Digitalkabeln mit sehr gutem Preis-/Leistungsverhältnis erhalten Sie auf unserer Überrsichtsseite für Oehlbach Digitalkabel.

1.8 Gibt es viele DVD-Player, die schon einen Decoder für DD/DTS mitbringen?
Es gibt ein immer noch recht breites Angebot an DVD Video-Playern mit Decoder. Alle DVD Audio/Video-Player haben zusätzlich noch einen internen Decoder. Bitte beim Kauf darauf achten, je nach Einsatzzweck, ob der interne Decoder nicht nur Dolby Digital, sondern auch DTS decodiert.

1.9 Wie konfiguriere ich meine Homecinema-Anlage, wenn mein DVD-Player einen Decoder hat, mein Homecinema-Receiver aber nur einen Sechskanaleingang?
Ich schließe den internen Decoder des DVD-Players mit sechs Cinchkabeln an den Sechskanaleingang meines Homecinema-Receivers an. 

1.10 Was verfahre ich, wenn ich in meiner Homecinema-Anlage sowohl einen Decoder im DVD-Player als auch im Homecinema-Receiver habe?
Bis auf wenige Ausnahmen sind die Decoder im Homecinema-Receiver besser für eine optimale Performance geeignet, gerade für den Filmbetrieb.

1.11 Wann kann es besser sein, den DVD-Player-Decoder zu verwenden?
Wenn es sich um einen extrem hochwertigen DVD Audio/Video-Player handelt, dessen D/A-Wandler und Decodereinheit hervorragend arbeiten.

2. THX

2.1 Was versteht man im Homecinema unter THX?
Im Gegensatz zu DTS und Dolby Digital ist THX kein weiteres Tonkomprimierungssystem, sondern eine spezielle Art der Nachbearbeitung, um den Klang der DVD im Homecinema möglichst nahe an den ursprünglichen Sound im Kino zu bringen.

2.2 Wie arbeitet THX im Homecinema?
Nach dem Decodieren von DTS/DD durch einen DSP-Chip im Homecinema-Receiver übernimmt ein zweiter DSP-Chip die THX-Nachbearbeitung. Hier werden dann verschiedene Optimierungen vorgenommen, wie z.B. eine Höhenanpassung. Diese Modifizierungen sind im Homecinema-Bereich grundsätzlich unterschiedlich zu denen, die für die Vorführung in kommerziellen Kinos gelten.

2.3 Woran erkenne ich ein Homecinema-THX-Gerät?
Homecinema-Verstärker und -Receiver, die das THX Zertifikat haben, sind am ensprechenden Logo auf der Frontplatte zu erkennen. Auch DVD-Player, Lautsprecher und selbst Kabel für den Homecinema-Einsatz werden mit der THX-Lizensierung ausgestattet.

2.4 Wann bekommt ein Gerät ein THX-Zertifikat?
Ein Homecinema-Verstärker oder -Receiver muss spezielle Anforderungen z.B. bezüglich der Stabilität des Netzteils und der Qualität der verbauten Baugruppen erfüllen. Die Prüfung nehmen die Experten von THX Lucasfilm vor. Ein Lautsprecher muss bestimmte Kriterien bezüglich des Abstrahlverhaltens und des Aufbaus erfüllen, um ein THX-Zertifikat für den Homecinema-Bereich zu erhalten.

2.5 Gibt es verschiedene THX Zertifikate für Homecinema-Komponenten?
Ja. Die niedrigste Stufe nennt sich "THX Select". Bei diesem Zertifikat wurden die Anforderungen an die Geräte und den Aufbau des Homecinema-Systems gegenüber dem ursprünglichen, nicht differenzierten THX-Zertikat für Homecinema-Anwendungen etwas reduziert. THX Select ist besonders für kleinere und mittelgroße Hörräume geeignet. Nach der Einführung von THX Select wurde das ursprüngliche THX in "THX Ultra" umbenannt. Um dieses THX-Zertifikat zu erhalten, müssen der Homecinema-Komponenten schon sehr strengen Leistungsanforderungen genügen. THX Ultra ist besonders für die Beschallung größerer und sehr großer Hörräume vorgesehen. Das Neuste von THX: THX Ultra II mit den Programmen Music und Cinema.

3. Extended Surround

3.1 Was ist unter Extended Surround im Homecinema zu verstehen?
Neben den beiden Frontlautsprechern, dem Centerlautsprecher, den beiden Surround-lautsprechern und dem Subwoofer (klassischer 5.1 Aufbau) wird die Homecinema-Beschallung um ein oder zwei Back Surround Lautsprecher ergänzt. Es handelt sich beim Back Surround (mitunter auch Back Centrer genannt) schlicht um einen weiteren (Mono-) Kanal, der in der Mitte des Homecinema-Raums hinter den seitlichen Surroundlautsprechern positioniert wird. Grundsätzlich genügt ein Lautsprecher für diesen Zweck. Nur bei sehr breiten Homecinema-Räumen kann es Sinn machen, zwei Lautsprecher für den Back Surround zu verwenden. Dann sollte man die zwei Back Surround Lautsprecher mit möglichst geringem Abstand nebeneinander aufhängen.

3.2 Welche Arten von Extended Surround gibt es für's Homecinema?
a) DD 5.1 EX matrixbasiert: Back Surround Kanal kein Vollfrequenzkanal, 1 Back Surround Lautsprecher in der Minimalkonfiguration.
b) THX Surround EX: wie DD 5.1 EX, jedoch mit THX Nachbearbeitung und zwei statt einem Back Surround Lautsprecher.
c) DTS ES 6.1 Compatible: erste DTS Variante mit einfacher Matrix. 1 Lautsprecher für den Back Surround Kanal in Minimalkonfiguration.
d) DTS ES Matrix 6.1: siehe DTS ES Compatible. Unterschied: Matrix weiter entwickelt für bessere Klangperformance.
e) DTS ES Discrete: Zusätzlicher diskreter Back Surround-Vollfrequenzkanal. Ein Lautsprecher für Back Surround in der Grundkonfiguration. 

3.3 Kann ich in DD 5.1 EX und/oder in DTS ES aufgenommene DVDs auch auf normalen 5.1-Homecinema-Systemen abspielen?
Dies ist problemlos möglich. Alle Extended Surround-Tonformate sind abwärtskompatibel.

3.4 Gibt es auch für DTS ES Matrix/Discrete ein THX Postprocessing?
Im aktuellen THX Package ist neben THX Ultra II auch ein komplettes Postprocessing für den DTS ES Matrix/Discrete 6.1 Back Surround Kanal enthalten.

3.5 Kann ich normales 5.1-Material ohne Probleme auf 6.1- oder /7.1-Homecinema-Anlagen abspielen?
Die Back Surround Matrix kann am Homecinema-Receiver manuell aktiviert und deaktiviert werden. Bei Einstellung dieses Modus wird 5.1-Material auch über die Back Surround Lautsprecher wiedergegeben. Besonders geeignet zur akkuraten 7.1-Wiedergabe von 5.1-Material: Der THX Ultra II Cinema Modus, der dafür geschaffen wurde, auf 7.1-Homecinema-Anlagen in optimaler Qualität 5.1-Soundtracks abzuspielen. Wichtig: THX Ultra II funktioniert aufgrund seiner Arbeitsweise ausschließlich auf 7.1-Homecinema-Systemen, nicht jedoch auf 6.1-Systemen.

3.6 Brauche ich auch für THX Ultra II Music eine komplette 7.1-Homecinema-Anlage?
Ja. THX Ultra II Music generiert zwischen dem linken Surround- und dem linken Back Surround-Lautsprecher bzw. zwischen dem rechten Surround- und den rechten Back Surround-Lautsprecher einen virtuellen Direktstrahler . Somit ist eine qualitativ gute Musikwiedergabe auch auf einem auf Homecinema-Sound optimierten System möglich.

4. Surround-Aufpolierer

4.1 Welche Bedeutung haben DTS Neo:6, Dolby Pro Logic II, Logic 7
und Smart Circle Surround II für Homecinema-Systeme?

Dies sind alles sog. Surround-Aufpolierer, deren Zweck es ist, aus herkömmlichen Stereo- oder Dolby Pro Logic-Quellen (z.B. Videotapes, CDs, LDs, TV-Sendungen) mittels aufwändiger Matrixtechnik ein höherwertiges Surround-Klangbild zu erzeugen.

4.2 Unterscheiden diese Programme zwischen Film- und Musikquellen?
Die meisten der o.g. Homecinema-Programme haben verschiedene Sound-Modi, zur optimierten Wiedergabe von Filmton einerseits und für Musikwiedergabe andererseits.

4.3 Es gibt verschiedene Dolby ProLogicII Homecinema-Versionen.
Welche sind die gebräuchlichen Varianten?

Es gibt eine Vollversion, in der im Music Mode verschiedene Parameter (Center/Front-LS-Balance, Front/Rear-Balance, Panorama Mode für weiträumigeres Klangbild) einstellbar sind, und eine Version ohne Einstellmöglichkeiten im Music Mode. Im dedizierten Kino-Modus gibt es bei ProLogicII grundsätzlich keine Einstellmöglichkeiten.

4.4 Lohnt sich der Einsatz dieser Surround-Aufpolierer im Homecinema?
Auf jeden Fall. Sie erzeugen in typischen Homecinema-Umgebungen ein Klangbild mit natürlicher Räumlichkeit ohne zuviel Hall. Den Stimmen im Soundtrack wird dabei nur wenig Präzision gegenüber der Stereowiedergabe genommen. Die Basskraft ist bei entsprechend sauberer Integration des Systems im AV-Receiver der Homecinema-Anlage tadellos.

Wichtig: Vor endgültiger Einstellung sollten Sie unbedingt selbst Probe hören!

5. Lautsprecher und AV-Receiver/-Verstärker der Homecinema-Anlage

5.1 Was ist ein aktiver Subwoofer?
Ein Subwoofer ist ein für Tieffrequenzen optimierter Lautsprecher. Der Zusatz aktiv sagt aus, dass der Subwoofer über einen eingebauten Leistungsverstärker verfügt. Aktive Subwoofer sind besonders geeignet für die Übertragung des .1-Kanals bei 5.1-, 6.1- und 7.1-Homecinema-Systemen.

5.2 Wie schließe ich den aktiven Subwoofer an meinen Homecinema-Receiver an?
Dafür gibt es extra auf der Rückseite praktisch aller aktuellen Homecinema-Receiver einen speziellen Cinch-Anschluss (Subwoofer Pre-Out). Dieser ist meist gelb markiert.

5.3 Wozu brauche ich den aktiven Subwoofer?
Der aktive Subwoofer nimmt dem Homecinema-Receiver Arbeit im leistungsintensiven Tiefbassbereich ab. Damit müssen die Endstufen des Homecinema-Receivers weniger Leistung kostende Arbeit verrichten und die Performance des Homecinema-Systems verbessert sich. Zusätzlich sorgen aktive Subwoofer, je nach Gehäusevolumen und Endstufe, für einen überragenden Basseinsatz: Großes Volumen, hoher Pegel und sehr gute Präzision bei niedrigsten Frequenzen. Nur mit einem leistungsstarken aktiven Subwoofer läßt sich das für spannungsgeladene Szenen guter Spielfilme so typisch Tiefbassgrummeln auch im Homecinema exakt so wiedergeben, wie es der Regisseur für's Kino auf die Tonspur gebracht hat. Ein guter Subwoofer überträgt selbst subsonale Frequenzen und wandelt sie z.T. in Bewegungsenergie und nur unterbewußt wahrnehmbare Luftschwingung um.

5.4 Was ist die Subwoofer-Übernahmefrequenz (Cross-Over-Frequency)?
Erst bei Tönen ab dieser Frequenz beginnt der Subwoofer zu arbeiten. An guten Homecinema-Subwoofern ist diese Frequenz manuell einstellbar.

5.5 Was ist bei der Wahl der Übernahmefrequenz im Homecinema zu beachten?
Sie sollte nicht zu hoch sein, denn nur niedrige Frequenzen bis zu ca. 100 Hz kann das menschliche Ohr nicht im Raum orten. Oberhalb dieser Grenze erhöht sich mit größer werdender Übernahmefrequenz die Möglichkeit der akustischen Ortung des aktiven Subwoofers. Die Übernahmefrequenz sollte sich aber auch nach der untersten Frequenzgrenze der verwendeten Hauptlautsprecher richten. Bei bassstarken Hauptlautsprechern kann es den Gesamtklang im Homecinema entscheidend verbessern, die Übernahmefrequenz niedrig anzusetzen, dafür aber den Basspegel am Subwoofer anzuheben. Hier sollte man sich nicht scheuen, ein wenig zu experimentieren.

5.6 Wenn ich große, bassstarke passive Hauptlautsprecher habe, kann
ich dann im Homecinema auf den aktiven Subwoofer verzichten?

Zu dieser Frage gehen die Meinungen der Experten auseinander. Manche meinen ja, von anderen kommt ein entschiedenes Nein. Die Subwoofer-Asketen verweisen darauf, dass ein leistungsstarker Homecinema-Verstärker oder -Receiver mit entsprechend bassstarken Lautsprechern vollkommen ausreicht. Dagegen spricht, dass der Basskanal des Soundtracks - der am Homecinema-Receiver auf einem eigenen LFE-Anschluss (Low Frequency Effect) ausgegeben wird - dedizierte Bass-Signale enthält. Verzichtet man auf den Subwoofer, gehen diese Signale bei der Wiedergabe im Homecinema definitiv und vollständig verloren. Zwar führen auch die Hauptkanäle Bassfrequenzen mit, doch diese sind nur eine Teilmenge der gesamten Basssignale des Soundtracks, die bei richtiger Wiedergabe aus dem Bass der Hauptlautsprecher plus dem Bass des LFE-Kanal bestehen. Unter diesem Aspekt ist für wahren Filmgenuss im Homecinema (anders könnte es bei Musikwiedergabe über die Homecinema-Anlage aussehen) von einem Verzicht auf den aktiven Subwoofer abzuraten.

5.7 Was eine "Bassfalle" oder ein "Bassloch"? Was kann ich dagegen tun?
Die niedrigen Bass-Frequenzen sind besonders langwellig. Dadurch kann das Phänomen entstehen, dass sich eine bestimmte Bassfrequenz - in einem typischen Homecinema-Raum der Bereich etwa zwischen 58 und 62 Hz - an einer bestimmten Stelle im Homecinemaraum - meist ziemlich in der Mitte - selbst auslöscht und damit nicht mehr hörbar ist. Man spricht dann von Resonanzschwingungen oder landläufig von Bassfalle oder Bassloch. Die Ursache liegt darin, dass die vom Subwoofer abgestrahlte Welle an dieser Stelle im Homecinema-Raum auf die von der Rückwand reflektierte vorhergegangene Welle trifft. Da beide Wellen die gleiche Länge haben, heben sie sich auf. Pech, wenn dies gerade in den spannendsten Szenen und genau an Ihrem Hörplatz geschieht. Abhilfe: Wenn Sie nur einen Subwoofer einsetzen, positionieren sie ihn nicht symmetrisch im Raum und in Abstrahlrichtung nicht axial sondern eher diagonal. Beim Einsatz von zwei Subwoofern im Homecinema-Raum reduziert sich die Gefahr der Bassfalle bereits erheblich. Werden zudem noch die o.g. Aufstellhinweise beachtet ist die Gefahr der hörbaren Bassfalle gebannt.

5.8 Was sind Shaker oder Transducer und welchen Zweck haben sie im Homecinema?
Tieffrequenzen unter 29 Hz sind vom menschlichen Ohr nicht mehr hörbar. Sie werden allenfalls noch bei entsprechendem Pegel vom Zwergfell aufgenommen und als vibrierende Luftschwingung empfunden. Einem guten Kino-Soundtrack mischt der Toningeneur in ganz bestimmten Szenen bewußt und gezielt solche subsonalen Frequenzen bei. In gut ausgerüsteten kommerziellen Kinos steht bestimmte Hardware zur umwandlung dieser Frequenzen in Bewegungsenergie bereit. Was viele nicht wissen: Auch auf DVD-Soundtracks sind diese Frequenzen häufig übernommen worden. Ohne entsprechende Hardware gehen sie im Homecinema jedoch leider verloren. An dieser Stelle kommen sog. Transducer zum Einsatz.

5.9 Wie funktionieren Shaker oder Transducer?
Transducer werden vorwiegend in Panzer- und Flugsimulatoren eingesetzt. Um einen solchen Transducer - z.B.: den Clark Synthesis TST 329 F4ABS - im Homecinema anzuschließen brauchen Sie zunächst (1) einen oder mehrere Transducer (Diese werden am Boden oder im Sofa oder Stuhl befestigt.), (2) einen handelsüblichen Stereo-Equalizer, (3) ein Subwooferkabel mit Y-Weiche, (4) eine regelbare Endstufe mit wenigstens einem freien Kanal und (5) hochkapazitives Lautsprecherkabel in der erforderlichen Länge. Eine detailierte Einbauanleitung würde dieses Homecinema-FAQ sprengen. Zu diesem Thema folgt aber in Kürze ein eigenes HIFI-REGLER Special ...

5.10 Sind im Homecinema spezielle Subwooferkabel erforderlich?
Ja. Prinzipiell funktioniert zum Subwoofer-Anschluss hier jedes NF-Audio Cinch-Kabel. Im Homecinema ist jedoch eindringlich davon abzuraten, diese Kabel für tiefe Frequenzen zu verwenden. Diese Empfehlung gilt umso mehr, je hochwertiger und "audiophiler" das NF-Audiokabel ist. Warum? Seit es audiophiles HiFi gibt hat sich die Forschung der Kabelhersteller stets darauf konzentriert, NF-Kabel für den kritischen Hörbereich der hohen Mittenfrequenzen und der Hochtonfrequenzen zu optimieren. Entsprechend sind bei diesen Kabeln die Kupferqualität, die Litzenanzahl je mm² und die Strangstruktur der Innenleiter zielgerichtet aufgebaut. Als das Thema Homecinema aufkam, haben die Akkustik-Ingenieure der Welt-Technolgieführer im Kabelbereich Oehlbach und MonsterCable viel in Forschung und Entwicklung investiert, um Kabel zu entwickeln, die bei der Übertragung einen genau gegenteiligen Effekt haben. Das Ergebnis ist das, was wir heute als Subwooferkabel kennen ...

5.11 Soll ich die Modi "Large" oder "Small" am AV-Receiver-Setup für meine Homecinema-Lautsprecher einstellen?
Die Einstell-Optionen Large oder Small richten sich nach dem Frequenzspektrum, welches der angeschlossene Lautsprecher im Homecinema übertragen kann. Large ist nur für Lautsprecher mit einem großen Übertragungsbereich zu empfehlen. Meist fährt man, gerade im Homecinema-Einsatz, bei den meisten Lautsprechern mit der Small-Einstellung bessere Ergebnisse ein. Besondere Vorsicht ist beim Center geboten: Hier lohnt sich die Large-Einstellung nur, wenn exakt der gleiche hochwertige Boxentyp mit großem Frequenzbereich als Center verwendet wird, der auch für den rechten und linken Frontkanal benutzt wird. Auch bei den Surrounds ist im Homecinema meist Small die richtige Einstellung.

5.12 Wann kann man die Einstellung "Large"nutzen?
Im DVD Audio-Betrieb, wenn - wie es der Idealfall vorsieht - fünf hochwertige, identische Lautsprecher mit großem Frequenzbereich eingesetzt werden.

5.13 Wieso muss ich den Abstand der Lautsprecher vom Hörplatz bzw.
die Delay-Time im Setup des Homecinema-Receivers einstellen?

Haben alle oder einige der aufgestellten Lautsprecher eine unterschiedliche Distanz zum Hörplatz, so sollten die sich daraus ergebenden Klangverfälschungen durch Einstellung der richtigen Verzögerungszeit (= Delay Time) ausgeglichen werden. So kmmen die Signale zu unterschiedlichen Zeitpunkten in den Lautsprechern an und werden auch bei asymmetrischer Lautsprecher-Konfiguration vom menschlichen Ohr so wahrgenommen, als ob alle im Homecinema plazierten Lautsprecher den gleichen optimalen Abstand zum Hörplatz hätten.

5.14 Was ist ein Dipol im Homecinema?
Ein für den Homecinema-Surroundeinsatz konzipierter Lautsprecher mit 2 kompletten Bestückungen (meist 2 x je 1 Hoch- und 1 Mittel/Tieftöner), der im Surroundbereich des Homecinema-Raumes ein diffuses Klangbild erzeugen soll. Der Abstrahlwinkel der beiden verbauten Systeme ist je nach Dipoltyp verschieden.

5.15 Was bringt ein Dipol?
Dipol-Lautsprecher erzeugen im Surroundklangbild des Homecinema-Systems eine größere Weite und eine höhere klangliche Dichte. Wenn es in einer Szene regnet soll das Gehör den Regen so empfinden, als ob es tatsächlich flächendeckend im Raum regnet. Ähnliches gilt bei typischen Surroundszenen wie Straßen- oder Kampfszenarios. Die Surround-Klangkulisse wirkt mit Dipolen kompletter und die Anzahl störender Klanglöcher wird reduziert.

5.16 Ist ein Dipol für den Mehrkanal-Musikbetrieb geeignet?
Es kommt vor allem auf die Akustik des Hörraums und den Geschmack des Hörers an. Prinzipiell bieten Dipole bauartbedingt weniger Präzision bei der Effektdarstellung und sind eigentlich eher für den Homecinema-Betrieb zu empfehlen.

5.17 Was ist ein Subwoofer/Satelliten-System?
Diese Systeme bestehen aus fünf bis sechs kleinen bis mittelgroßen Satellitenlautsprechern und aus einem bei den meisten Systemen aktiven Subwoofer.

5.18 Was sind die Vorteile solcher Systeme?
Oft günstiger Kaufpreis, wenig Platzbedarf, schickes Design. Der hohe Bekanntheitsgrad der Marke Bose begründet sich im Consumer-Bereich wesentlich auf solche Systeme. Und in der Tat hat Bose in diesem Bereich den Markt mit z:t. sehr anerkennenswerten technologischen Innovationen bereichert.

5.19 Was sind die Nachteile solcher Systeme?
Oft bieten die kleinen Satellitenlautsprecher mangels ausreichender Mittenpegel nur bescheidene Klangqualität. Um den Mangel im Mittenfrequenzspektrum auzugleichen muss der Subwoofer zu früh eingreifen (bei zu hoher Übergangsfrequenz) und wird dadurch im Hörraum akustisch ortbar. Lässt man den Subwoofer hingegen erst im unteren Frequenzspektrum eingreifen, gibt es ein Klangloch zwischen der untersten Grenzfrequenz der Satellitenlautsprecher und der Übernahmefrequenz des Subwoofers. Insbesondere beim Musikhören hat man dann ständig das Gefühl, dass wichtige Elemente der Musik schlicht fehlen.

5.20 Ist dies bei jedem Sub-/Sat-System so?
Nach allgemeiner Auffassung ist es bisher keinem Hersteller (mit Ausnahme vielleicht von Bose) gelungen, den o.g. Nachteil etwa durch besondere Subwoofer- oder Satelliten-Konstruktionen vollständig auszugleichen. Der Miniaturisierung eines Lautsprechers sind schlicht und einfach durch die Physik Grenzen gesetzt. Diese prinzipiellen Nachteile lassen sich nicht eliminieren, fallen aber bei hochwertigen Systemen eigendlich nur nur noch Klangpuristen auf. Somit kann ein hochwertiges Sub/Sat-System mit klangstarken Satelliten aus hochwertigem Material und einem leistungskräftigen aktiven Subwoofer durchaus ein guter Kauf für's Homecinema sein. (Lesen Sie z.B. den Test des KEF KHT 3005.) Immer dann, wenn es um einen geringen Platzbedarf, flexible Integrationsmöglichkeiten und elegantes Design geht und das Homecinema gleichzeitig auch Wohnumgebung ist, wird man sicher zuerst an ein solches Lautsprechersystem denken.

5.21 Wie funktionieren Virtuelle Surround-Systeme?
Eine Sonderstellung innerhalb der Sub-/Sat-Systeme nehmen virtuelle Surround Systeme ein. Diese Systeme erzeugen mit nur zwei Lautsprechern mittels ausgeklügelter Technologie ein Surround-Schallfeld. Hier kann man eindeutig feststellen, dass der durch die kleinen Lautsprecher bedingte geringe Schalldruck und das Frequenzgangproblem (s.o.) eine untergeordnete Rolle spielen. Der Sound-Effekt, verbunden mit dem Design-Vorteil, nur zwei (meist kleine) Lautsprecher in Bildnähe zu benötigen (und einen beliebig zu positionierenden Subwoofer) schafft einfach enorm viel Freiraum und Begeisterung. Das mit Abstand meist Verkaufte System dieser Art ist das 3-2-1 von Bose mit vier Modell-Varianten: Bose 3-2-1 GSXL, Bose 3-2-1 GSX, Bose 3-2-1 GS Serie 2 und Bose 3-2-1 Serie 2. Mit deutlich größeren Lautsprechern kommen die Anlagen Denon S 102 oder Denon S 302 daher.

6. DVD-Player: Bild

6.1 Wie schließe ich den DVD-Player möglichst komfortabel an meinen Fernseher an?
Über die Scartbuchse oder über den S-Video-Eingang (S-VHS). Ist kein S-Video-Eingang vorhanden (oder störend an der Gerätevorderseite plaziert) sondern nur ein Scart-Eingang so kann ein Scart-S-Video-Adapter verwendet werden, z.B. der Oehlbach Scart-Adapter 4510.

6.2 Welche Signalausgabeart sollte ich wählen? RGB oder S-Video?
Was besser ist, hängt vom Equipment ab. Theoretisch ist das RGB-Signal dem S-Video-Signal überlegen. FBAS (Composite) als Signalübertragungsart sollte nicht verwendet werden. RGB überträgt die Video-Signale getrennt nach Rot, Grün, Blau und Sync. Dies führt zu optimaler Wiedergabequalität. S-Video verwendet immerhin noch zwei Leitungen: eine für den Schwarz-/Weiß-Anteil (Y) und und einem für den Farbanteil (C) des Videosignals. Dies ergibt die zweitbeste Übertragungsqualität. Bei Composite (FBAS) sind alle Bestandteile des Videosignals auf eine Leitung moduliert, was naturgemäß zu einer wenig überzeugenden Bildqualität führt.

6.3 Kann es Probleme beim Anschluss geben?
Ja, bei älteren Fernseher-Modellen. Ein sehr großer Anteil der Fernseher versteht zwar RGB, jedoch hat eine ganz Reihe von älteren oder billigeren Fernseher-Modellen keinen S-Video-Eingang. In einem solchen Fall bleibt im Homecinema als Anschlussmöglichkeit nur Composite (FBAS).

6.4 Wozu dient die S-Video-Hosiden-Buchse am DVD-Player?
Die Anschlußbuchse für S-Video (S-VHS-Video) wird auch Hosiden-Buchse genannt. Hier wird das S-VHS-Videokabel eingesteckt. Im Unterschied zu Scart kann über die Hosidenbuchse nur das Videosignal übertragen werden, d.h. nur Bild und kein Ton.

6.5 Wann braucht man diese Verbindungsart?
S-Video (S-VHS-Video) macht im Homecinema Sinn, wenn man ein S-Video-Bildsignal vom DVD-Player zum Homecinema-Receiver schickt, der das Signal über den Monitor Out weiterleitet, z.B. an einen Videoprojektor. Verfügt der Homecinema-Receiver über OSD (Onscreen Display) - Funktionen und sollen diese genutzt werden, so ist S-Video zwingend erforderlich. Dieser Signalweg ist z.B. auch dann sinnvoll, wenn viele Zuspielgeräte angeschlossen werden sollen und das Bildwiedergabegerät zu wenig Eingänge hat. Möglicher Nachteil: Durch die verschiedenen Schaltstellen leidet manchmal die Bildqualität. Doch gerade hier glänzen sehr gute Homecinema-Receiver indem keinerlei Qualitätsverlust entsteht.

6.6 Wann verwende ich den YUV-Ausgang meines DVD-Players?
YUV ist das US-amerikanisch Pendant zum hochwertigen RGB-Signal, ist jedoch nicht identisch mit diesem. Wenn Projektor oder Fernseher auch einen YUV-Eingang aufweisen, empfiehlt sich diese hochwertige Verbindungsart. Wenn der DVD-Player ProgressivScan beherrscht - wie z.B.: der Denon DVD-1940 - ist es derzeit nur via YUV möglich, diesen originären Vollbild-Modus der DVD dem Wiedergabegerät zuzuspielen. YUV wird über drei Cinch-Buchen oder über VGA ausgegeben oder eingespeist. Empfehlenswerte Kabel finden Sie z.B. im Bereich YUV-Kabel unseres Oehlbach Kabel-Specials oder im HIFI-REGLER-Kabelshop

6.7 Was macht Progressive Scan?
Anstatt in Halbbildern wie beim Interlaced-Verfahren, wo jedes komplette Bild aus 2 Halbbildern zusammen gefügt wird (dadurch entstehen die horizontalen Linien, die man gerade auf Leinwänden mit großen Bilddiagonalen als besonders störend empfindet), leitet Progressive Scan die Bilder als Vollbild weiter. In diesem Vollbildmodus ist das Bildmaterial auf der DVD gemastert - und zwar im YUV-Format. Allerdings ist dies nur dann so, wenn es sich beim Ursprungsmaterial um von Filmkameras erstellte Filme handelt. Wurden bei den Aufnahmen herkömmliche TV-Videokameras verwendet, z.B. bei TV-Serien oder  manchen Videoclips so liegen die Bilder im Interlaced-Format vor. Progressive Scan bringt also nur dann etwas, wenn das Ursprungsmaterial der DVD eion Kinofilm ist. Vorteil von Progressive Scan: Störende horizontale Linien bei Vergrößerung des Videobildes entfallen, ein Linedoubler oder Videoscaler ist nicht erforderlich. Bessere Detailtreue. Flüssige Bewegungsabläufe.

6.8 Arbeitet Progressive Scan PAL und NTSC?
Grundsätzlich funktioniert die Vollbildausgabe bei allen auf dem Markt befindlichen Progressive DVD-Playern in der Werkskonfiguration bei NTSC-Quellen, aber nicht bei PAL-Material. Dies hat einzig Lizenzrechtliche Gründe. Im Wege der Nachrüstung lässt sich bei verschiedenen DVD-Playern auch die PAL-Vollbildverarbeitung einbauen. DVD-Player von z.B. Denon, Arcam oder Pioneer beherrschen dann nach mehr oder minder aufwändigen Modifikationen neben NTSC-Progressive auch PAL-Progressive. Das DVD-Forum lässt seit 2003 neben NTSC-Progressive auch PAL Progressive als offiziellen Standard zu.. Der Denon DVD-1940 lässt sich bereits per Fernbedienungsbefehl auf PAL-Progressive umstellen.

6.9 Was kann ich tun, wenn mein Projektor keinen YUV-Eingang hat, ich aber meine DVDs in Progressive-Auflösung sehen möchte?
Es gibt externe Wandler, die das YUV-Progressive-Signal in ein RGB-Progressive-Signal wandeln. Allerdings ist dies niemals eine technisch optimale Lösung und vielfach wird ein RGB-Bild dennoch die bessere Alternative sein, auch wenn es interlaced dargestellt wird. Aber einen Versuch dürfte es allemal wert sein.

6.10 Gibt es Fernseher, die via YUV-Eingang Progressive-Signale verarbeiten können?
Ja, das können mittlerweile durchgängig alle TV-Geräte

6.11 Was ist ein Videoequalizer?
Mittels des Videoequalizers kann man verschiedene Bildeinstellparameter wie z.B die Bildschärfe und den Kontrast hoch- bzw. herunterregeln.

7. DVD-Player ? Formate

7.1 Welche Formate spielt jeder DVD-Player ab?
DVD-Videos, Video-CDs (VCDs) und Audio-CDs.

7.2 Welche Formate spielt ein Großteil der DVD-Player auf dem deutschen Markt zusätzlich ab? CD-Rs, CD-RWs, MP3-CDs.

7.3 Was kann ein DVD Audio/Video-Spieler?
Auf einem DVD-Audio-Player lassen sich zusätzlich zu DVD-Video-Discs auch noch DVD Audio-Discs (für hochwertige Musikaufnahmen) abspielen. Im DVD-Audio/Video-Player arbeiten besonders hochwertige D/A-Wandler, die die Signale der DVD-Audio ausschließlich in analogem Format ausgeben. Dies ist zum einen in erhöhter Vorsicht vor Umgehung des Kopierschutzes bei Musikaufnahmen begründet zum anderen wäre eine digitale Hochgeschwindigkeits-Schnittstelle bei den gegebenen hohen Datentransferraten sehr aufwändig. Signale der DVD-Video-Disc werden beim DVD-Audio-Player natürlich - wie reinen DVD-Video-Playern auch - in digitalem Format (Coax oder optisch) ausgegegeben. Der gewandelte analoge Ton der DVD-Audio-Disc wird an sechs Cinchbuchsen (5.1-Ausgang) hinten am DVD-Audio-Player ausgegeben und zum Sechskanal-Eingang (5.1.-Eingang) des Homecinema-Receivers/-Verstärkers transportiert. Durch ein qualitativ hochwertiges, hochfrequenz-optimiertes 5.1.-Kabel, wie z.B. das Oehlbach Blue Magic 5.1 (1,0 m) läßt sich die Klangqualität eines DVD-Audio-Players erheblich steigern.

7.4 Gibt es auch DVD-Player, die DVD-Video und SACD beherrschen?
Ja, von Philips und Sony. Zur Problemaik der Ausgabe der Tonsignale siehe Pkt. 7.3 DVD Audio.

7.5. Gibt es auch DVD-Player, die DVD-Video, DVD Audio und SACD beherrschen?
Eine zetlang schien sich der Multiformat-Player zum Standard zu entwickeln. Im Laufe des Jahres 2007 hat sich immer deutlicher herausgestellt, dass nicht nur SACD, sondern auch DVD-Audio sehr an Bedeutung verloren haben. Im Zuge von Blu-ray und HD-DVD werden diese Musikformate weiter in den Hintergrund gedrängt. Dennoch: Ein guter DVD-Player der Mittelklasse - z.B. der Denon DVD-1940 - ist nach wie vor mit DVD-Audio und SACD ausgestattet.

7.6 Wie sieht es mit der SVCD-Wiedergabe aus?
Auch wenn es vom Hersteller nicht explizit angegeben und offiziell bestätigt wird (wegen der extrem unübersichtlichen Anzahl unterschiedlicher, manchmal auch unkonventioneller Erstellungsmöglichkeiten), können Standard-SVCDs (Brennmuster siehe www.vcdhelp.com) von vielen DVD-Playern wiedergegeben werden. Am besten vor Kauf mit einer selbst erstellten SVCD die Kompatibilität testen.

7.7 Wie sieht es mit einmal beschreibbaren DVDs (DVD-Rs) aus?
DVD-Rs, d.h. einmal beschreibbare von fast allen DVD-Playern wiedergegeben werden.

7.8 Wie sieht es mit mehrfach beschreibbaren DVDs aus?
Hier gibt es den DVD-RW-Standard (z.B Pioneer), den DVD+RW-Standard (z.B. Philips) und den DVD-RAM-Standard (z.B. Panasonic). Es gibt jedoch (Stand November 2002) keinen DVD-Player, der alle Formate abspielen kann. Ansonsten: Verschiedene aktuelle DVD-Player der Firmen, die den jeweiligen Standard (DVD-RW oder DVD+RW oder DVD-RAM) bei ihren DVD-Recordern einsetzen, spielen auch die nach dem entsprechenden Standard aufgenommenen wiederbespielbaren DVDs ab. Für mehr Infos: www.vcdhelp.com. Hier gibt es einige, allerdings recht allgemein gehaltene Informationen. Wer es genau wissen möchte, sollte eine entsprechende DVD vor dem Kauf probeweise in den ins Auge gefassten DVD-Player einlegen.

Autoren: Carsten Rampacher, Detlev Schnick - letztes Update: 03.12.2007

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