Test: Infinity Beta-Serie schafft Spitzenergebnis!
Test: Carsten Rampacher,
Karl-Heinz Pöppl, AREADVD
- update: 07. Oktober 2004
der Test fand in den HIFI-REGLER-Test-Studios statt.

Wer auf hohem Level Mehrkanal-Musik hören möchte, sollte sich am besten
vier Stand-Lautsprecher und einen großvolumigen Center zulegen. Nur: Wenn
die Lautsprecher von einer ansprechenden Qualität sein sollen, verschlingen
solche System nicht selten immense Geldbeträge. Dass man auch mit einer
vergleichsweise tragbaren Investition zu einem solchen Lautsprecher-Set
für gehobene Ansprüche kommen kann, möchte Infinity
mit einem 5.1-Paket der Infinity
Beta-Serie unter Beweis stellen: Im Paket inklusive kräftigem aktivem
Subwoofer wechselt unser Test-Ensemble den Besitzer.
Unsere Test-Konfiguration im Überblick (lieferbare Farben
Schwarz, Kirsche, Buche):
- Infinity Beta 40: 3-Wege-Standlautsprecher
(25-mm-Hochtöner, 13-cm-Mitteltöner, zwei 16,5-cm-Basschassis)
- Infinity Beta 50: 3-Wege-Standlautsprecher
(25-mm-Hochtöner, 13-cm-Mitteltöner, zwei 20-cm-Basschassis)
- Infinity Beta C360: 3-Wege-Center
(25-mm-Hochtöner, 10-cm-Mitteltöner, zwei 16,5-cm-Basschassis)
- Infinity Beta SW-12: Aktiver
Subwoofer mit 500 Watt Leistung (Basschassis 30,5 cm)

"Goldene Zeiten": Bi-wiring-fähige Anschlussfelder bei
Infinity Beta 40 und Infinity
Beta 50

Sorgfältig: Die Beta-Lautsprecher
bieten eine sehr ansprechende Kantenverarbeitung
So viel sei bereits an dieser Stelle verraten, man bekommt für den
auf den ersten Blick hohen Preis, auch eine Menge geboten - auch wenn
man zunächst in Anbetracht der Optik eher an biedere Hausmannskost denkt:
Schlichte, etwas nüchtern anmutende Gehäuse, die ohne die altbacken wirkenden
Frontschutzgitter attraktiver sind, zeugen von einer klaren Ausrichtung
auf maximalen Nutzwert. Designpreise wird Infinity
mit diesen Boxen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine
abräumen können. Haltbar und solide wirken alle Komponenten trotz der
wenig aufregenden Verpackung: Die Verarbeitung ist sehr sauber, bi-wiring-fähige,
vergoldete Anschlussterminals bei Infinity
Beta 40 und Infinity Beta 50
verstärken den sehr guten Eindruck ebenso wie saubere Passungen der einzelnen
Lautsprecher-Systeme und die sehr gute
Kantenverarbeitung - für diesen Kaufpreis kann man kaum mehr erwarten.
Die technischen Merkmale aller
Lautsprecher

Für SACD und DVD-Audio geeignet: Der C.M.M.D-Hochtöner

Kräftig: Bassbestückung bei der Infinity
Beta 50
-
Alle Modelle der Infinity Beta
Serie sind mit überarbeiteten C.M.M.D.-Hochtönern ausgestattet.
Damit erweitert sich der Übertragungsbereich
dieses Hochtöners auf über 40 kHz ? die unvermeidlichen
Membranesonanzen verschieben sich dabei in
einen Bereich jenseits der Hörgrenze. Die Folge soll
eine klare, offene und detailreiche Wiedergabe hoher
Frequenzen sein, die auch dann natürlich
bleibt, wenn hochauflösende Musikformate (z.B. DVD-Audio
und SACD) hohe Anforderungen stellen.
-
Auch alle übrigen Lautsprecherchassis der
Infinity Beta Lautsprecher verwenden C.M.M.D.-Technik (Ceramic
Metal Matrix Diaphragm) ? dabei handelt es sich um
den gleichen patentierten Aufbau von Lautsprechermembranen wie im
Spitzenmodell von Infinity, der Prelude? MTS. Das Ergebnis ist,
so Infinity, ein gesteigerter Detailreichtum und eine höhere Musikalität.
Eine C.M.M.D.-Membran besteht aus mehreren Lagen: Auf eine Trägerschicht
aus Aluminium wird durch Anodisieren beidseitig eine Schicht aus einem
keramischen Verbundmaterial aufgetragen, Alumena genannt. Dadurch
entstehen Lautsprechermembranen mit sehr niedriger
Masse und zugleich extrem hoher Steifigkeit. Außergewöhnliche
Impulsfestigkeit, drastisch
reduzierte Eigenresonanzen und deutlich weniger Verzerrungen
sind die Folge. Alles zusammen sorgt über den gesamten
Frequenzbereich für
gute Detailauflösung und für ein homogenes Klangbild
ohne Einbrüche im Frequenzgang.
-
Alle Modelle der Beta Serie
sind mit einer patentierten Schallführung namens Constant Acoustic
Impedance high-frequency Waveguide
versehen. Bei dieser Neuentwicklung von Infinity handelt
es sich um eine Art Schalltrichter, der sich von innen
nach außen wölbt. Der exakte
Verlauf dieser Wölbung entstand am Computer. Mit dieser
Schallführung lassen sich mehrere Ziele verwirklichen:
optimale Schallverteilung auf
Achse und davon abweichend, ausgeglichener Frequenzverlauf
mit zugleich höherem Schalldruck und ein möglichst
übergangsloses
Zusammenspiel zwischen Mitteltönern und Basschassis.
-
Hochwertige Bauteile und eine solide Konstruktion sollen die Infinity
Beta-Serie kennzeichnen. Alle Modelle sind mit schweren, innen
versteiften Gehäusen ausgestattet.
Dadurch wird ein Mitschwingen der Gehäusewände weitgehend
vermieden, was Verfärbungen und damit einen verwaschenen
Klang bei
musikalischen Feinheiten zur Folge hätte. Schmale
Schallwände und besonders geformte Chassisrahmen verringern
Schallbeugungen auf ein
Mindestmaß und garantieren stabile und präzise Abbildung in einem
weiträumigen Klangpanorama. Alle Beta-Lautsprecher
haben ein
abgeschirmtes Magnetfeld, so dass man sie jederzeit
direkt neben ein Fernsehgerät stellen kann.
Die Daten unserer Test-Kandidaten:

Sehr musikalisch: Die Infinity
Beta 50
Wer leistungsstarke Frontlautsprecher sucht, die selbst vor einer sehr
ansprechenden Stereowiedergabe nicht "zurückschrecken", sollte sich auf
jeden Fall auch bei Infinity umsehen, denn der 3-Wege-Standlautsprecher
Infinity Beta 50, das Spitzenmodell der Beta
Lautsprecher-Serie, schreit mit einem Frequenzgang von 30 Hz bis 40
kHz förmlich nach vielfältigen musikalischen und heimcineastischen Aufgaben.
Verstärker mit einer Leistungsabgabe von bis zu 250 Watt können an die
8-Ohm-Box angeschlossen werden - doch selbst weniger kraftvolle Verstärker
können mit der Infinity Beta 50
dank ihres guten Wirkungsgrades von 91 dB (2,83 V/1 m) zusammenarbeiten.
Die Maße: 1,05 m hoch, 26,5 cm breit und 37,2 cm tief. Die Chassisbestückung:
ein 25-mm-C.M.M.D.-Hochtöner mit Constant Acoustic Impedance-Schallführung,
ein 13-cm-C.M.M.D.-Mitteltöner und zwei 20-cm-C.M.M.D.-Basschassis. Zur
Vielseitigkeit der Infinity Beta 50
gehört auch die Möglichkeit des Bi-Wiring: Die Lautsprecher-Anschlüsse
gestatten nämlich den Anschluss zweier Kabel ? eines für den Bassbereich
und ein zweites für den Mittelhochtonbereich. Bi-Wiring kann man entweder
mit einem einzigen Verstärker betreiben, oder mit zwei getrennten Verstärkern
(Bi-Amping), um so in den vollen Genuss der klanglichen Vorzüge solcher
Konfigurationen zu kommen. Die Infinity
Beta 50 verfügt auch über zweifach verwendbare Spikes ? am einen
Ende sind sie zugespitzt, am anderen abgerundet. Folglich kann man den
Lautsprecher sowohl auf einem Teppich
als auch auf einem glatten Boden akustisch optimal abkoppeln, ein wichtiger
Beitrag für optimale Präzision bei der Basswiedergabe.

Sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis: Die Infinity
Beta 40
Auch DVD-Audio- und SACD-geeignet: Die Infinity
Beta 40, ein Standlautsprecher mit im Vergleich zur Infinity
Beta 50 etwas schlankeren Maßen: 95 cm hoch, 25 cm breit und 33,3
cm tief und bei einer hochwertigen Mehrkanal-Konfiguration als sehr musikalische
Surroundbox einzusetzen. Der Frequenzgang reicht hier von 40 Hz bis 40
kHz, die Impedanz beträgt ebenfalls 8 Ohm. Verstärker bis zu einer Leistung
von 200 Watt können zusammen mit der Infinity
Beta 40 betrieben werden - wegen des Wirkungsgrades von 91 dB (2,83
V/1m) können aber auch weniger leistungsstarke Verstärker mit der Beta
40 zusammenarbeiten. Das weiträumige und natürliche Klangbild soll sich
in nahezu allen Konfigurationen als perfektes Zusammenwirken von Kraft
und Feinfühligkeit offenbaren - so verspricht es der Hersteller, wir warten
lieber die Test-Reihen ab. Der Hochtöner hat einen Membrandurchmesser
von 25 mm und arbeitet mit einer CAI-Schallführung. Der Mitteltöner misst
13 cm und die beiden Basschassis je 16,5 cm. Wie die Infinity
Beta 50 lässt sich auch die Infinity
Beta 40 so verkabeln, dass Bi-Wiring und Bi-Amping möglich sind. Ihre
Spikes haben ebenfalls ein spitzes und ein rundes Ende.

Wer einen preislich fair kalkulierten, aber sehr leistungsstarken Center
sucht, muss sich darauf gefasst machen, kein großes Angebot auf dem Markt
vorzufinden. Infinity jedoch hat ein Herz
für preis-/leistungsbewusste Kunden, die einen hoch belastbaren und üppig
dimensionierten vorderen mittleren Lautsprecher suchen: Der Infinity
Beta C 360 (oben im Bild, H x B x T: 21,5 x 65 x 39,8 cm) eignet sich
sehr gut für große Anlagen, denn er weist den identischen Frequenzgang
wie die Infinity Beta 40 auf. Respekt,
40 Hz bis 40 kHz sind ausgezeichnet für einen Center. Verstärker bis zu
einer Leistung von 200 Watt können verwendet werden, der Wirkungsgrad
liegt auch hier bei 91 dB (2,83 V/1 m) und die Impedanz bei 8 Ohm. Der
Infinity Beta C360 hat einem 25-mm-Hochtöner
mit CAI-Schallführung, einen 10-cm-Mitteltöner sowie zwei 16,5-cm-Basschassis.
Das Magnetfelder ist abgeschirmt. Insgesamt waren wir auf den großen Center
Infinity Beta C 360 besonders gespannt,
denn mit seinem großen Gehäuse dürfte auch die Wiedergabe des unteren
Mittelton- und des Tieftonbereiches außerordentlich gut gelingen.

Achtung, Gefahr im Verzug: Der Infinity
Beta SW-12 kann ausbrechen wie ein Vulkan

Der Regler für den Pegel wäre auf der
Gehäusevorderseite besser aufgehoben
Besonders diejenigen potentiellen Käufer, die Action-Reißer und Science
Fiction-Epen lieben, brauchen ihn: Den kraftvoll zupackenden aktiven Subwoofer,
der effektstarken Filmen im unteren Frequenzbereich die Würze verleiht,
dass man den Bass nicht nur entfernt hört, sondern direkt spürt. Klar
für uns, dass daher ein potenter aktiver Subwoofer zum "Beta-Team" gehören
muss: Im Infinity Beta SW12 (Bild
oben) arbeitet ein 30,5-cm-Basschassis, und der eingebaute Verstärker
liefert 500 Watt RMS - das reicht auch für die Beschallung größerer Lokalitäten,
gleichzeitig bleibt das Gehäuse des Infinity
Beta SW 12 noch recht kompakt.. Mit dem Bass Optimization System?,
einer Eigenentwicklung von Infinity, lässt
sich der Infinity Beta SW-12 dem
jeweiligen Wohnraum anpassen. Der Subwoofer verfügt über ein C.M.M.D.-Basschassis
und ist einfach im Hörraum zu platzieren. Mit einem Frequenzgang (bei
+/- 3 dB) von 28 bis 150 Hz kann man zumindest dem Papier nach auch in
Bezug auf den maximal möglichen Tiefgang kaum Kritik anbringen. Ob der
Infinity Beta SW-12 Subwoofer auch
im Test-Betrieb so leistungsfähig ist, klären wir später. Mit einem Gewicht
von 20,5 kg gehört der Bass-Lautsprecher auf jeden Fall zu den Vertretern
des "Mittelschwergewichts". Kleine Schwäche am Rande: Ein Kaltgeräte-Steckeranschluss
würde sich vom qualitativen Eindruck her deutlich besser machen als das
billig wirkende, aus dem Infinity Beta
SW12 kommende Netzkabel.
Bevor wir nun zu den Ergebnissen aus unseren Klang-Test-Reihen kommen,
wollen wir noch kurz unser Test-Equipment vorstellen - selbstverständlich
kamen nur sehr hochwertige Komponenten zum Einsatz.

Oben offen für beste Luftzufuhr: Der Denon
AVC-A1SRA trieb den Pegel souverän bis ganz nach oben
Als AV-Verstärker wählten wir den sehr leistungsstarken und uns bestens
bekannten Denon AVC-A1 SRA, bis
auf das Dolby Pro Logic IIx-Update
und den HDCD-Decoder baugleich mit dem ausführlich getesteten Denon AVC-A1SR.
Dass in Japan bereits der Nachfolger Denon AVC-A1XV vorgestellt wurde,
der in den USA mit zusätzlichem Tunerteil als AV-Receiver
Denon AVR-5850 verkauft wird, ändert nichts an der Tatsache, dass der
Denon AVC-A 1 SRA immer noch ein
exzellentes Gerät ist.

Mr. Perfect: Der Onkyo
DV-SP 1000 E ist der beste DVD-Player,
den es gibt
Als DVD-Player kam ebenfalls nur das
Beste vom Besten in Frage - und wer die ultimative DVD-Wiedergabemaschine
sucht, wird unweigerlich beim Onkyo
DV-SP1000E landen, der im Test die besten Ergebnisse aller bislang
durchgecheckten DVD-Spieler erbracht hat
- und zwar mit Abstand. Gerade auch seine perfekten akustischen Leistungen
prädestinieren den Boliden für seine Funktion als Tonlieferant digital
und analog hier im Test.


Für die entsprechende Güte bei Verkabelung und Stromzufuhr garantieren
hochwertige Komponenten unseres Technologiepartners Oehlbach
- denn nur, wenn alle Glieder der Wiedergabekette entsprechend hochwertig
ausgelegt sind, stimmt am Ende das akustische Ergebnis. Und, wie die Test-Reihen
eindrucksvoll belegen, der Aufwand hat sich gelohnt: Das Infinity
Beta-Set begeisterte auf der ganzen Linie.
Klang
Musik:
- Ludwig van Beethoven, Pastorale (Dolby Digital 5.1): Sehr homogenes
Front-Klangbild zwischen Front links/rechts und Center,
selten gerade bei von den Gehäusen her nicht identischen Lautsprechern
(Center hat andere Gehäusemaße, anders dimensionierte Chassis, außerdem
liegt Center quer). Zu achten ist nur auf die richtige Aufstellungshöhe
(Ohrhöhe!) des Center-Lautsprechers,
er sollte weder höher noch tiefer montiert werden. Liegt er etwas tiefer,
sollte man den Center auf jeden
Fall entsprechend anwinkeln). Bereits während des Einpegelvorgangs fiel
die großartige Harmonie zwischen den Boxen auf. Ebenfalls auf sehr hohem
Level ist dasManagement der Dynamiksprünge. Für anspruchsvolle Hörer
dürfte der absolut natürliche, sehr greifbare Klang mit überragender
Brillanz bei der Höhenwiedergabe ein wichtiges Argument sein. Die Höhen
bringen gerade bei gehobener Lautstärke ein unglaublich hohes Maß an
Strahlkraft mit und ertönen selbst bei extremen Pegeln (Denon
AVC-A1SRA auf -3dB-Einstellung) nie schrill oder gepresst. Das zeigt,
dass die Beta-Lautsprecher
auch in extensiven Hörräumen deutlich über 40 Quadratmeter eingesetzt
werden können und dass die Pegelfestigkeit auf exzellentem Niveau ist.
Bei der Wiedergabe von klassischer oder Jazz-Musik kann man in Anbetracht
des einerseits straffen und präzisen, andererseits aber angenehm vollen
Basses der großen Infinity Beta 50
schon beinahe auf den aktiven Subwoofer verzichten, es klingt nur mit
den Front-Lautsprechern sogar noch runder und stimmiger, das Bassfundament
reicht problemlos aus. Herausragendist gerade hier die Detaillierung
- auch das feine Abklingen der Musik gelang den Beta-Lautsprechern
mit viel Sorgfalt.
- Brasilian Bossa/DTS 96/24-DVD: Exzellente Möglichkeit zur Ortung jedes
einzelnen Instrumentes, herauszuhören ist ferner die sehr präzise, passende
Tiefenstaffelung. Durch die Verwendung der Infinity
Beta 40 Standlautsprecher
für den Surroundbetrieb beeindruckt unsere Systemlösung auch beim Surroundsound
durch ein sehr facettenreiches, weitläufiges Klangbild. Auffällig vor
allem in Bezug auf die gelungene Front-Klangkulisse: Das engagiert gespielte
Piano wird in hoher Klarheit und mit viel Lebendigkeit wiedergegeben,
der Bass ertönt straff und mit natürlicher Raumwirkung. Insgesamt ein
spitzenmäßiger Bühnenaufbau, das Infinity-Ensemble schafft viel Atmosphäre
und Authentizität und erreicht damit fast mühelos das Niveau weitaus
höherer Preisklassen.
- Stereo, DVD-Audio 192 kHz/24-Bit, Incognito/Deep Waters7technics Jazzport
1999: Bei diesem außergewöhnlichen Stück realisierten die beiden Infinty
Beta 50 eine für diese Preisklasse fast schon sensationelle Stimmwiedergaben.
Mit einer extrem hohen Ausdruckskraft wird die Stimme der Sängerin zu
einem intensiven, faszinierenden Vergnügen. Zum erstklassigen Gesamteindruck
passt auch die praktisch optimale Einarbeitung der Instrumente, die
trotz der superben Stimmdarbietung nie untergehen, sondern fein auflösend
präsentiert werden.
- Stereo, HDCD "the essential James Bond": Bei "the essential James
Bond" begeistern die Infinity Beta
50 aufs neue: Mit viel Verve und einem ausgezeichneten Aufbau der
virtuellen Bühne sorgen sie auch bei erfahrenen Hörern für glückliche
Gesichter. Ein solches akustisches Feuerwerk hätten wir den optisch
eher schlichten Lautsprechern nie zugetraut. Infinity
verpackt feinste Technik im bürgerlichen Gewand und sorgt so für überraschte
Gesichter bei audiophilem Publikum: Stellt man die Infinity Beta hinter
einem Vorhang versteckt auf, so würde garantiert ein großer Teil des
Auditoriums denken, dass hier sündhaft teure Nobel-Boxen aufspielen.
Der Anfang von "Live and Let die" brilliert durch die höchst emotionale
Darstellung - hier muss man einfach zuhören, die Infinity-Lautsprechern
geben nicht einfach wieder , sie bieten entscheidend mehr: Sie würzen
selbst diese exzellent aufgenommene CD noch mit einer zusätzlichen Brise
akustischer Eleganz und einem kräftigen Schuss an Brillanz. Auch Wechsel
der Tempi, von denen gerade dieses Stück einen großen Teil seines spezifischen
Reizes bezieht, meistern die Infinity
Beta 50 mit außerordentlicher Gelassenheit. Nie wirken die Boxen
gestresst oder außer Atem, hier sind Ausnahme-Sportler entstanden, die
für jede noch so extreme Situation Reserven haben: Die Höhen verlieren
in keiner Situation an Ausdruckskraft, der Klang wird auch bei sehr
kräftigen Pegeln nicht belegt oder blechern. Perfekt für die Infinity
Beta 50: Der Flöten-Part zu Beginn von "A View to a Kill" - wir
haben bislang noch kaum eine Box, schon gar nicht in dieser Preisliga,
gehört, die dieses schwierige Stück mit einer so großen Sorgfalt umgesetzt
hat. Die Folge: Maximaler Hörspaß.

Schlagkräftiges Duo: Die Infinity
Beta 50 und der Infinity Beta SW-12
erlauben maximalen Bassdruck
- Dolby Pro Logic II, Trance-, Dance- und Technomusik: Auch hier schlagen
die Infinity Betas voll zu:
Besonders die extreme Pegelfestigkeit ist schier unglaublich, die nächste
Privatparty kann kommen. Im Multichannel-Stereobetrieb waren keine Einbrüche
oder gar Ausfälle bei allen Komponenten zu verzeichnen. Mit unerschütterlicher
Souveränität pumpte der überragende Subwoofer auch bei hohen Pegeln
noch massive Bassenergie in den Hörraum und brillierte gleichzeitig
mit einer lobenswerten Präzision. Besonderes Lob verdient das aufwändige
Subwoofer-Gehäuse: Nie drangen unschöne Resonanzen an unsere Ohren.
Zudem schlug der Basslautsprecher auch bei extremen Pegeln praktisch
nie durch. Der große Center Infinity
Beta C 360 schlug sich hier, ebenso wie in den anderen Test-Läufen,
wieder weit überdurchschnittlich, seine großartige räumliche Weite und
sein bestens abgestufter Klang sorgen für eine Ausnahmeposition: Für
das Geld zusammen mit dem Nubert nuWave CS-65 der momentan beste Mittenlautsprecher.
- DTS Audio-Sampler, Insane Clown Posse, Ain't no Bidness: Der Subwoofer
beeindruckt durch extrem guten Tiefgang und durch seine immense Kraft.
Ein exzellenter, sauber abgestimmter Surroundbereich mit schneller,
frischer Effektwiedergabe erhöht den Hörspaß weiter. Die Frontlautsprecher
sorgen für ein stimmiges Grundfundament. Ferner zu loben ist die insgesamt
hoch liegende Homogenität aller Boxen. Auch kleine musikalische Effekte
im harten Hip-Hop-Song arbeitet das Beta-System auf Spitzenniveau ein.
Schon der Beginn von "Dragon Attack" (Queen, gleicher DTS-Sampler) verdeutlicht
mit überragendem Volumen, einer präzisen Präsentation der Vocals, einer
ausdrucksstarken E-Gitarre und einem gleichermaßen kräftigen wie sauberen
Bass, dass es für diese Kaufpreise momentan kaum etwas Vergleichbares
gibt.
- SACD, Multichannel: Brian Ferry, Frantic, "Ja Nun Hons Pris": Die
Frauenstimme gleich zu Beginn, wunderbar ausdrucksstark aufgenommen,
wird vom Infinity-Ensemble in ungefiltert natürlicher, gekonnt mystischer
Anmutung in den Hörraum getragen. Erneut brillieren die charismatischen
E-Gitarren-Parts, aber auch das dynamische Schlagzeug und die Stimme
von Ferry durchdringen den Hörraum mit einer charakterstarken und facettenreichen
Wiedergabe. Der klare, aufgeräumte Hochtonbereich macht hier deutlich,
dass die Beta-Lautsprecher
auch für die anspruchsvolle Hochtonwiedergabe von qualitativ hochwertigen
SACDs geeignet sind.
Kinoton:
- "Minority Report" (DTS-Trailer DVD Nr. 7): Sehr souveräne, räumlich
phänomenale Darstellung. Die praktisch perfekte Übertragung der ultratrockenen
Bässe, wenn Tom Cruise auf seine Gegner feuert und die Gegner auf ihn
schießen, zeichnet den SW-12 im Besonderen aus. Nur wenige Subwoofer
beherrschen eine derart präzise Wiedergabe, auf dem Preislevel des
Infinity SW-12 dürfte sich sogar kein direkter Konkurrent finden,
der auch nur annähernd Vergleichbares bietet. Selbst bei forcierter
Lautstärke schlug der aktive Subwoofer
nicht an, auch traten keine Gehäusegeräusche auf. Die beiden Infinity
Beta 40 im Surroundeinsatz garantierten eine lebendige Klangkulisse,
die vor allem auch bei der Hochtonwiedergabe eine erstaunliche Präzision
garantiert. Mit viel Schwung befördert der große Center alle Effekte,
die von vorn aus der Mitte kommen, in den Hörraum.
- Der SW-12 zeichnet sich gerade im Filmtonbetrieb durch seinen immesen
Tiefgang und viel Volumen in allen "Lebenslagen" aus, gut zu hören bei
"Behind Enemy Lines" (DTS Demo DVD Nr. 7). Die sich steigernde Spannung,
die fast schon fühlbar ist, wird äußerst realistisch in den Hörraum
übertragen. Die Übernahmefrequenz sollte wie bei THX Ultra 2 auf 80Hz
eingestellt werden, um auch die Qualitäten des Infinity
Beta SW-12 unter Beweis stellen zu können, wer es absolut homogen,
dafür etwas weniger gewaltig mag, kann auch die 60 Hz-Stellung ausprobieren.
Die Explosionen reißen das Auditorium förmlich aus den Sitzen und die
Kugeln fliegen aus allen Richtungen am Zuhörer vorbei - die Folge: Eine
unbedarfte Hörerschaft wird unweigerlich in Deckung gehen. Aber auch
kleine Effekte werden mit viel Sorgfalt wiedergegeben, so das natürlich
klingende, entfernte Bellen eines Hundes oder das gespenstische Lachen
eines kleinen Kindes, das zwischen den Ruinen herumirrt. Der Music Score,
der durch seinen nachhaltigen Einsatz die in der Luft liegende, kalte
Gefahr eindrucksvoll akustisch unterfüttert, wird ebenfalls mit geradezu
drückender Kraft vorgetragen, was zu einer nervenzermürbenden Spannung
dieser Sequenz führt.
- Sehr realistisches Schlachtgeschrei in der Anfangsszene von "Gladiator"
(DTS Demo DVD Nr. 5). Hier wird eine extrem breite Klangkulisse aufgebaut,
die es dem Zuhörer eindrucksvoll verdeutlicht, dass hier Tausende von
Soldaten für den Sieg des römischen Imperiums kämpfen. Alle Dynamiksprünge
werden souverän wiedergegeben, der weitläufig und mit Nachdruck dargebotene
Music Score trägt ebenfalls zu einem bombastischen Gesamteindruck bei,
der die Faszination dieses Blockbusters bestens wiedergibt. Das Abfeuern
der Brandpfeile, das Schnalzen der Bogen und der schnelle Flug, werden
in ausgezeichneter Dynamik übertragen. Mit einer brachialen Wucht schlagen
die Brandkugeln im gegnerischen Lager ein, der dumpfe Nachhall der Explosionen
wird von dem aktiven Subwoofer Infinity
Beta SW12 sehr gut herausgearbeitet.
- Titan A.E. (DTS Demo DVD Nr. 5): Das Knacken und Brechen der Eisfragmente
wird über alle Kanäle absolut realistisch wiedergegeben, auch die Präsentation
der unterschiedlichen Stimmen gelingt dem Infinity
Beta-System absolut tadellos. Auch bei diesem Filmausschnitt zieht
der Infinity Beta SW 12 wieder
alle Register seines Könnens und schafft ein ungeheures Volumen - ohne
jedoch die Präzision leiden zu lassen. Die komplette Surroundkulisse
bereits im reinen 5.1 Einsatz überzeugte uns ebenfalls, auch kleine
Facetten gehen nicht unter.
- U-571: Bereits die rotierende Schiffsschraube des U-Boots wirkt so
real, als würde man unmittelbar daneben stehen. Die drückende Atmosphäre
im U-Boot wird ebenso realistisch wiedergegeben, wie die gigantischen
Explosionen der Wasserbomben. Eine derart massive Wucht in Bezug auf
den Basspegel und einen so guten Tiefgang traut man dem Subwoofer mit
seinen durchaus noch tolerablen Abmessungen auf den ersten Blick gar
nicht zu.
- Chronos-Trailer (DTS Demo DVD Nr. 7): Die am Anfang feinfühlige Wiedergabe,
vor allem des filigranen Hochtonbereichs, geht in eine sich von hinten
aufbauende, weitläufige Klangkulisse über und mündet in einem fulminanten
Bass-Finale: Kaum eine Tieftonnuance, kaum ein kleines Hochton-Detail,
das nicht ausgezeichnet eingearbeitet wird.
Fazit
Der Test des Infinity Beta-Ensembles
endet mit einem Erfolg auf ganzer Linie - denn wenn man den fairen Kaufpreis
mit berücksichtigt, haben wir mit unserem Test-Set ohne Zweifel eines
der empfehlenswertesten Lautsprecher-Pakete auf dem gesamten deutschen
Markt vor uns. Schwächen sucht man den den sehr gut verarbeiteten Lautsprechern
vergeblich - von der sehr nüchternen Optik, die vielleicht nicht genau
das Richtige für designverwöhnte Augen ist, einmal abgesehen, erreichen
die Lautsprecher der Harman International-Marke überall exzellente Bewertungen.
Besonders hervorzuheben ist das nahezu optimale Zusammenspiel von Komponenten,
die einzeln für sich betrachtet so leistungsstark sind, dass ein Großteil
der Konkurrenten neidisch werden könnte: Der großvolumige Center Infinity
Beta C360, der auch ohne jegliche Schwierigkeiten kräftige Effektsalven
verarbeiten kann, und die im Bassbereich kräftig zupackenden Infinity
Beta 50, die gleichzeitig mit einem souverän-transparenten Hochtonbereich
und einer hervorragenden Detailarbeit glänzen, ergänzen sich mit den facettenreich
darstellenden, eine weitläufige, tiefe Räumlichkeit erzeugenden Infinity
Beta 40 im Surroundbereich zu einem schwer zu schlagenden Paket, das
Bestleistungen in den Punkten akustische Harmonie und Gesamthomogenität
abliefert. Die Infinity Beta 50
empfiehlt sich mit ihrem sauberen Bühnenaufbau, dem einheitlichen, von
frischer Dynamik geprägten Klangbild und dem kräftig zupackenden, aber
nie überdimensionierten Bass zusätzlich für ambitionierte Stereohörer.
Für den Musikbetrieb, ganz gleich ob 2-Kanal oder 5.1-Kanal, braucht man
praktisch keinen aktiven Subwoofer mehr, da die beiden Infinity
Beta 50 sehr leistungsstark, gleichzeitig aber nie zu massiv im Bassbereich
antreten - vorausgesetzt man ist Jazz- und Klassik-Liebhaber. Wenn man
gern effektgewaltige Musik wie HipHop, Trance oder House hört, findet
man im Infinity Beta SW 12 den
idealen Partner. Für einen vergleichsweise geringen Preis liefert Infinity
einen extrem leistungsfähigen Basslautsprecher,
der nicht nur durch seine hohe Pegelfestigkeit begeistert, sondern auch
noch eine sehr gelungene Mischung aus Präzision, schnellem Antritt, Volumen
und Tiefgang offeriert - so viel Subwoofer für so wenig Geld ist sonst
kaum zu finden. Betreibt man den Infinity
Beta SW-12 zusammen mit den anderen Beta-Komponenten im Heimkinoeinsatz,
dann kennt das Staunen kaum Grenzen, denn wenn der bärenstarke Infinity
Beta SW12, die beiden Infinity
Beta 50 und ein entsprechend potenter AV-Verstärker zusammen arbeiten,
erlebt das Audiotorium Multichannel-Power pur: Immense Effektgewalt, eine
brillante Stimmwiedergabe, eine sorgfältig aufgebaute Klangkulisse, die
sich durch die hohe Dynamik mit dem klaren, aufgeräumten und differenzierten
Hochtonbereich sehr deutlich von der Masse abhebt, die zwar auch homogen
und gefällig wiedergeben kann, diese Faszination und diesen emotional
aufgeladenen Hörgenuss in diesem Grad an Perfektion jedoch nicht erreichen
kann. Unser Bilanz lässt an Eindeutigkeit nichts zu wünschen übrig: Die
Konkurrenz kann sich warm anziehen, denn mit der Beta-Serie
hat Infinity ein Rezept für den ganz großen
Erfolg bei kostenbewussten, gleichzeitig aber akustisch sehr verwöhnten
Hörern gefunden. Glückwunsch, und zur "Belohnung" gibt es das Referenz-Prädikat
- selten bei vergleichsweise günstigen Lautsprechern, aber in diesem Fall
hochverdient, weil ein Leistungsniveau geboten wird, von dem sich einige
sehr viel teurere Systeme ein gutes Stück abschneiden können.
Glanzleistung von Infinity: das getestete Infinity Beta
5.1-Set führt viele deutlich teurere Lautsprechersysteme akustisch gnadenlos
vor

Oberklasse
Test 07. Oktober 2004
Preis-/Leistungsverhältnis:      
Pro:
- Überragende Eignung für Mehrkanal-Musik und Filmtonwiedergabe
- Erstklassige Pegelfestigkeit aller Komponenten
- Sehr souveräne räumliche Darstellung
- Weltklasse-Center mit fundierter,
charismatischer Stimmwiedergabe
- Infinity Beta 50 mit ausgezeichneten
Stereoqualitäten
- Komplettes Set agiert mit großartiger Bassgewalt
- Feinfühliger, transparenter Hochtonbereich
- Überzeugend im DVD-Audio- und SACD-Betrieb
- Sorgfältige Verarbeitung
Contra:
- Sehr nüchterne Optik
- Infinity Beta SW-12 ohne Kaltgeräteanschluss,
das Netzkabel ist fest mit dem Subwoofer verbunden
Verantwortlich für den Inhalt: Detlev Schnick, © Copyright 2004 HIFI-REGLER, AREADVD
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