Lexikon

Datenreduktion

Verfahren zur Reduzierung der Datenmenge für digitale Bild- und Tonübertragungen. Digitale Verfahren wie Dolby Digital und Dts setzen dazu unterschiedliche Schemata ein. Der (meist analoge) Ausgangswert durchläuft dabei komplizierte Rechenfunktionen um redundante Informationen aus dem digitalen Datenstrom zu entfernen oder gar nicht erst in diesen einfließen zu lassen. Wird z.B. ein gleicher Wert mehrfach übertragen, z.B. der Himmel bei ruhigen Landschaftsaufnahmen so genügt die Angabe, wie oft dieser Wert vorkommt. Außerdem werden Schwächen von Auge und Ohr ausgenutzt indem unwichtige, von den Sinnesorganen nicht wahrgenommene Informationen gar nicht erst übertragen werden. Datenreduktion ist erforderlich, um z.B. bei begrenztem Speicherplatz einer DVD mehrere Sprachfassungen unterzubringen und um eine schnellere Übertragung zu ermöglichen. Anders die Datenkompression bei der innerhalb des (digitalen) Bitstromes ein "Packen" erfolgt, hier werden keinerlei Informationen des Ausgangsmaterials entfernt. Beispiele: Dolby Digital arbeitet mit einem Datenreduktionsverhältnis von 13:1, Dts mit 3,75:1.