Lexikon

Digitale Auflösung

In der Audiotechnik wird als digitale Auflösung der Wert bezeichnet, der angibt, wie fein gestuft ein ursprünglich kontinuierlich veränderliches analoges Tonsignal bei einer Umwandlung in ein digitales Format dargestellt werden kann. Da der Wert in Bit angegeben wird, spricht man auch von Bit-Tiefe oder Bit-Genauigkeit. Die Genauigkeit ist umso höher, je mehr Bit bei der Umsetzung zur Verfügung stehen. So ermöglicht eine Auflösung von 12 Bit hat eine wesentlich feinere Auflösung als z.B. 8 Bit.

Bis ungefähr 1995 arbeiteten die meisten Soundkarten mit Acht-Bit-Genauigkeit, wodurch noch ein leises Hintergrundrauschen zu hören ist. Bei Audio-CDs und moderneren Soundkarten sind je 16 Bit pro Kanal üblich (rechts und links). Bei der Sprachübertragung mittels ISDN wird das analoge Eingangssignal mit einer Genauigkeit von 12 Bit pro Wert abgetastet und anschließend auf 8 Bit komprimiert, wobei die Besonderheiten der menschlichen Wahrnehmung berücksichtigt werden.

Viele Programme der Musikproduktion arbeiten mit 32 Bit (Gleitkomma), was zwar für die Programmierer bequemer ist, aber nur in Räumen genutzt werden kann, die eine entsprechende Dynamik erlauben (unter der Voraussetzung dass auch das Originalsignal mit mehr als 16 Bit Genauigkeit aufgezeichnet wurde).

Die gängige Bezeichnung bei Soundkarten und Software ist einfach 'Auflösung'. Meist zu finden in Verbindung mit der Abtastrate bzw. Samplingfrequenz. Beispiel: 16 Bit / 48 kHz.