Lexikon

Dithering

Ein Begriff der ursprünglich aus der Computerwelt stammt und mit Verbreitung von Plasma-TV und LCD-Fernseher auch in der Unterhaltungselektronik wichtiger wird. Dithering erzeugt eine auf dem Monitor oder Display nicht vorhandene Farbe indem vorhandene Hauptfarben (z.B. rot, grün und blau) in bestimmten Kombinationen nebeneinandergesetzt werden. Durch die Unschärfe der Wahrnehmung des menschlichen Auges erscheint ein so erzeugter Bildpunkt dann in einer Mischfarbe, die tatsächlich jedoch nicht vorhanden ist. Dithering ist nicht unproblematisch, denn es verringert bei einer gegebenen physischen Auflösung eines Panels dessen Fähigkeit, Bilddetails und Bewegungen wiederzugeben, da eine bestimmte Menge an Pixeln bereits für die Bildung der gewünschten Mischfarbe verwendet wurden. Diese stehen dann für andere Bildinhalte nicht mehr zur Verfügung. Auch ist ein ausgereiftes Schema notwendig, nach dem die einzelnen Punkte zueinander angeordnet werden, da sonst leicht störende Muster (z.B. das Flächenrauschen) entstehen. Das Bild sieht dann gesprenkelt aus oder es entsteht in dunklen Flächen das typische Dithering-Rauschen. Übrigens ist die Anordnung der Dithering-Pixel meist diagonal, da diagonale Linien vom menschlichen Auge eher als zusammengehörig gesehen werden als senkrechte oder waagrechte. So erklären sich auch die Artefakte, die viele Bildoptimierer oder De-Interlacer an Plasma- oder LCD-TVs bei schnellen diagonalen Bewegungen erzeugen (z.B. Fußball fliegt von linker unterer Bildecke in rechte obere). Ausschlaggebend für Detailschärfe und natürliche Bewegungsdarstellung eines Plasma- oder LCD-Panels ist also nicht nur die physische Auflösung (z.B. 1024 x 768 Pixel) sondern ganz wesentlich auch die Anzahl darstellbarer Farben und Graustufen.