Lexikon

Linedoubler

Zeilenverdoppler, elektronisches Bauteil eines Bildprozessors, das die Anzahl der von der Kathodenstrahlröhre projizierten Zeilen verdoppelt. Erklärung: Das normale 50 Hz Videobild wird im Zeilensprungverfahren dargestellt, d.h. zu einem Zeitpunkt wird immer nur jede zweite Zeile beschrieben, zum nächsten die dazwischen liegende usw. Bei einem relativ kleinen Fernsehgerät fällt dies dem Auge nicht auf, bzw. wird höchstens als leichtes Flimmern wahrgenommen. Auf einem projizierten Großbild fallen die übersprungen Zeilen als dunkle Streifen auf, da die relative Geschwindigkeit des Elektronenstrahls mit der Größe der Leinwand abnimmt. Aus dem gleichen Grund wird ein Flimmern stärker wahrgenommen. Der Linedoubler verdoppelt die Standardgeschwindigkeit des Elektronenstrahls von 15,1 kHz auf 32,2 kHz und ermöglicht damit, dass Zeile für Zeile sequentiell beschrieben wird, d.h. zu einem gegebenen Zeitpunkt werden alle Bildpunkte gleichzeitig beschrieben. Linedoubling ist die erste Grundvoraussetzung für ein gut projiziertes Videobild. Siehe auch Progressive Scan, Linetripler, Quadrupling, Frame-Doubling.