Lexikon

Shutterbrille

Eine aktive Spezialbrille zum 3D-Fernsehen. Im Unterschied zur herkömmlichen (passiven) 3D-Brille, bei der linkes und rechtes Auge mit unterschiedlichen Farbvorsätzen "getäuscht" wird, dunkelt die Shutterbriller rechtes und linkes Auge abwechselnd komplett ab. Das funktioniert dadurch, dass die Gläser aus Flüssigkristallflächen bestehen (je eine für das linke und rechte Auge), die elektronisch zwischen durchlässig und undurchlässig umgeschaltet werden. Diese Abdunkelung wird mit der 3D-Funktionalität des Fernsehers oder Projektors synchonisiert. Der 3D-Effekt wird dadurch erzeugt, dass die Elektronik der Bildwiedergabegeräte abwechselnd das linke und dann das rechte Teilbild anzeigent. Die Brille wird synchron dazu umgeschaltet. So sieht das linke Auge nur das linke Teilbild und entsprechend das rechte Auge nur das rechte Teilbild. Wenn die beiden Teilbilder mit einer Stereokamera oder durch eine stereoskopisch berechnete 3D-Animation mit zwei unterschiedlichen Perspektiven aufgenommen werden, dann sieht man ein dreidimensionales plastisches Bild. Laut  Wikipedia können allerdings ca. 10 Prozent der Bevölkerung aus medizinischen Gründen (z.B. Schielen, ein Auge sehschwach) kein Stereo-3D wahrnehmen.