Lexikon

Weichmacher

Als Weichmacher werden chemische Substanzen bezeichnet, die bei der Herstellung aus einem ursprünglich harten, festen und spröden Kunststoff einen weichen, flexiblen Kunststoff erzeugen. Weichmacher sind bei der Kunststoffqualität von Kabelummantelungen von Bedeutung, da sie direkt oder indirekt die Alterungs-Oxydation des innenliegenden Kupferleiters fördern. Dies hat besonders schädlichen Einfluss auf den Signalfluss, da fast der gesamte Strom auf der Oberfläche des Leiters fließt. Deshalb sind hochwertige Leiter aus sogenanntem OFC-Kupfer (Oxygen Free Copper), d.h. sauerstofffreiem Kupfer gefertigt. Spröde, wenige flexible Kabel enthalten weniger Weichmacher und sind daher i.d.R. besser für einen langfristig störungsfreien Signalfluss im Kabel geeignet. Diese Regel gilt allerdings nur, wenn der Innenleiter direkten Kontakt zu einer Kunststoffisolierung mit Weichmachern hat.