Test: Magnat Betasub 30A
Test: Carsten Rampacher, Karl-Heinz
Pöppl - AREADVD
Redaktion: Carsten Rampacher, AREADVD
- update: 08. April 2005

Gerade AV-Einsteiger haben meist ein sehr begrenztes Budget, möchten
aber trotzdem nicht stückweise ihre Anlage einkaufen, sondern mit DVD-Player,
AV-Receiver und Mehrkanal-Lautsprechersystem
gleich zu Beginn komplett durchstarten. Und zum echten Mehrkanal-Flair
gehört auch ein aktiver Subwoofer, der gerade im Einsteigersegment besonders
wichtig ist, weil zum einen kein Geld für hochwertige, bassstarke Standlautsprecher
da ist und zum anderen gerade günstigere AV-Receiver darauf angewiesen
sind, dass ein aktiver Subwoofer ihnen Arbeit im leistungsintensiven Bassbereich
abnimmt. Genau hier kommt unser Testkandidat ins Spiel, der Magnat
Beta 30A, der mit seinem Verkaufspreis von rund 300,00€ das Budget
nicht überstrapaziert. Wer sich auf dem Markt umsieht, wird sogar feststellen,
dass der Magnat Beta 30A bereits
für ca. 300,00 € den Besitzer wechselt. Für diesen Kaufpreis ist
das Gebotene absolut in Ordnung: Ein 30 cm Tieftonchassis und eine Endstufe
mit 130 Watt RMS-Leistung stellen eine gute Kombination für kleinere bis
mittlere Hörräume dar. Dass der nach unten abstrahlende Downfire-Subwoofer
gleich in drei Farben (buche, kirsche, schwarz) lieferbar ist, vereinfacht
die optische Integration.

Sauber gemacht: Das Anschlussfeld ist zwar nicht von
übertriebener Ausstattung, aber von stimmiger Verarbeitung geprägt
Die Verarbeitung des Magnat Beta 30A
zeigt Licht- und Schattenseiten. Die ersteren finden sich beim hochwertig
wirkenden und sauber eingepassten Anschlussterminal. Wer den Magnat
Betasub 30A zwischen die Lautsprecher einschleifen möchte, findet
solide Schraubverschlüsse vor. Auch ist das Basschassis ordentlich eingefügt,
was auch von unten betrachtet für ein appetitliches Erscheinungsbild sorgt,
das allerdings durch die billigen Standfüße an Wertigkeit einbüßt: Diese
Distanzhalter sind aus billigem Hartplastik und sehr bruchempfindlich.
Die Gehäuseverarbeitung des Magnat
Beta 30A ist einfach, deutlich zu sehen ist das z.B. an den scharfen
Kanten. Das silberfarbene Material, aus dem die Frontseite des Magnat
Beta 30A besteht, wirkt dagegen recht ansehnlich.

Die Membran ist ordentlich eingepasst. Störend sind aber die
sehr billigen Standfüße aus bruchempfindlichen Kunststoff
Klang
Der Preisklasse gemäß ist der Magnat
Beta 30A nicht der richtige Basslautsprecher, um für gehörigen Nachdruck
im großen Heimkino zu sorgen. Vielmehr liegt seine Stärke darin, dem Einsteiger,
der im kleineren Hörraum bis maximal 25 Quadratmeter hört, ein nie störendes,
aber doch allseits präsentes Bassfundament zur Verfügung zu stellen. Auch
durch den stabilen Aufbau überzeugt der Betasub, denn auch bei erhöhtem
Pegel konnten wir kaum Dröhn- oder Strömungsgeräusche vernehmen. Der Magnat
Beta 30A macht auf andere Weise klar, wenn das Ende der Fahnenstange
erreicht ist: Es kommt einfach keine Leistung mehr, der Bassdruck lässt
rapide nach, das Fundament geht verloren. Magnat sagte man gern nach,
maßlos durchstartende Disco-Woofer zu bauen, die für ernsthafte Aufgaben
eher weniger geeignet sind. Dieses Vorurteil lässt sich auf unseren Magnat
Betasub 30A nicht übertragen, der für einen Woofer dieser Preisklasse
erstaunlich kultiviert klingt. Magnat-typisch wird zwar bei Kickbässen
ordentlich hingelangt und eine ansprechende Darstellung geboten, aber
dies ist nur die eine Seite: Mit seiner Fähigkeit, sich passend zu integrieren,
ist auch das klassische Konzert keine Tabuzone für den Magnat
Beta 30A. Nicht so recht überzeugen konnte uns aber der gebotene Tiefgang.
Die Werksangabe von 20 Hz als unterer Grenzfrequenz erscheint uns doch
etwas sehr optimistisch, wie sich bei verschiedenen Filmbeispielen ("James
Bond: The World is not enough", "Die Mumie kehrt zurück", "X2", "Behind
Enemy Lines", "Minority Report") herausstellte: Hier war die Basswiedergabe
bei sehr umfassenden Effekten, die sehr tief heruntergehen, eher dürftig.
Wenn es hingegen um die passende Untermalung des Music Score oder die
Wiedergabe von Bässen, die zwischen 40 und 80 Hz liegen, geht, konnte
der Magnat Betasub 30Aüberzeugen.
Insgesamt ist der Subwoofer aus akustischen Gesichtspunkten heraus eine
gute Wahl für Einsteiger. Für die Musikwiedergabe ist der Magnat
Beta 30A überraschend gut geeignet, während es bei filmischen Action-Spektakeln
etwas an Substanz fehlt. Der Magnat
Beta 30A ist relativ hart aufgehängt, um hier noch mehr Druck und
Schub in Verbindung mit dem relativ großen 30 cm Chassis zu bekommen,
müsste die Leistung der Endstufe üppiger bemessen sein.

Integriert sich gut: Der Magnat
Betasub 30A
Fazit
Der Magnat Betasub 30A überzeugt
mit seiner stimmigen akustischen Integration, der tadellosen Kickbasswiedergabe
und mit seinen geringen Störgeräuschen auch bei höheren Lautstärken. Die
Pegelfestigkeit ist ordentlich, man sollte nur bedenken, dass der Betasub
nicht in Hörräumen, die über 25 Quadratmeter messen, eingesetzt werden
sollte, da gerade bei gehobener Lautstärke sein Durchsetzungsvermögen
nicht mehr ausreicht. In solchen Fällen lässt der Bassdruck merklich nach.
Nicht perfekt ist der Tiefgang des Magnat
Beta 30A, Basseffekte unterhalb der 40 Hz werden etwas stiefmütterlich
behandelt. Die Verarbeitung ist nüchtern-sachlich, nicht aber übertrieben
liebevoll. Insgesamt ein für Einsteiger gut geeigneter Subwoofer mit einem
günstigen Marktpreis.
Für Einsteiger tadelloser aktiver Subwoofer mit
sehr guter Integrationsfähigkeit

Einsteigerklasse
Test 08.04.2005
Preis-/Leistungsverhältnis      
Pro:
- Sehr gute Kickbasswiedergabe
- Für fast alle Musikarten gut geeignet
- Neigt kaum zum störenden Dröhnen
- Sehr fairer Marktpreis
Contra:
- Tiefgang nur befriedigend
- Einfache Gehäuseverarbeitung
- Billige Standfüße
- Prinzip: Aktiver Bassreflex Subwoofer
- Bestückung: 1 x 300 mm Woofer
- Ausgangsleistung (RMS/max.): 130 / 260 Watt
- Frequenzbereich: 20 - 200Hz
- Übergangsfrequenz: 50 - 200Hz regelbar
- Ausführung: schwarz, buche, silber, kirsch
- Abmessungen (B x H x T): 335 x 510 x 400 mm
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