Test: Marantz DV-12S2
Tester: Carsten Rampacher, Karl-Heinz
Pöppl
Text und Redaktion: Carsten Rampacher,
AREADVD - update: 18. Oktober
2004

Overview
DVD-Spieler, die nicht nur visuell überzeugen, sondern auch audiophile
Anwender durch ihre imposante Klangreproduktion beeindrucken, sind die
Spezialität von Marantz. Doch die Konkurrenz
schläft nicht, und so bieten inzwischen verschiedene Hersteller DVD-Wiedergabemaschinen
an, die nicht nur bei der Bild-, sondern auch bei der Tonwiedergabe Emotionen
wecken. Daher wird es für den Marantz-Top-Spieler
Marantz DV-12S2 aus der noblen
Premium-Serie nicht einfach, wiederum neue Maßstäbe zu setzen, obwohl,
da sind wir uns sicher, Marantz eine Menge
getan hat, um nicht nur einen sehr guten DVD-Spieler zu bauen, sondern
ein Gerät, das in der Lage ist, Begeisterung zu wecken - der aufwändige
Aufbau und die selektierten Bauteile sollen dafür bürgen. Ob die Mission
klappt, in seiner Preisklasse zu den Besten zu gehören, klärt unser Test.
Finish

Überzeugend: Auch die Detailverarbeitung des Marantz
DV-12 S2 zeugt von Hochwertigkeit und Noblesse, so z.B. die Gerätefüße
Hier kann der Marantz
DV-12S2 mit einem hohen Maß an Verarbeitungs- und Materialqualität
aufwarten. Zu loben ist das aufwändige, kupferbeschichtete Chassis und
der sorgfältige Innenaufbau. Die Bedienelemente auf der Gerätefront hinterlassen
einen äußerst langlebigen und soliden Eindruck, der durch mehrmaliges
Drücken auch haptisch bestätigt wird. Das Display weist, wie in diesen
Preisklassen üblich, eine DOT Matrix-Auflösung auf. Sehr edel kommt die
kupferbeschichtete Geräterückseite daher - hier kommen keinerlei Zweifel
auf, dass es sich beim Marantz DV-12
S2 um ein überdurchschnittlich wertvoll auftretendes Gerät handelt.
Nicht ganz zum exklusiven Eindruck, der ansonsten durch die Designer-Metallfernbedienung
weiter unterstützt wird, passt lediglich die etwas billig gemachte DVD-Lade
- hier müsste Marantz an Materialgüte und
Lagerung arbeiten, um diese kleine Schwäche auszubügeln.

Einziger Schwachpunkt: Die sich hinter der schicken
Verkleidung verbergende Lade passt nicht zum Premiumanspruch des Gesamtgeräts
Trotz des oben genannten Fauxpas erreicht der Marantz
DV-12S2 die Höchstpunktzahl - er wirkt elegant, edel und langlebig,
das ist in der heutigen Wegwerfgesellschaft besonders wichtig, denn so
wird der "Halter" animiert, dieses schöne Gerät wenigstens eine längere
Zeit zu nutzen.
Bewertung      
Ausstattung
Die Haupt-Ausstattungsmerkmale in der Übersicht:
- DVI-Ausgang mit HDCP: Bislang erfolgte
die Übertragung der Videodaten in praktisch allen Fällen noch auf analogem
Wege, das heißt, die digitalen Daten von der DVD mussten im DVD-Player
mittels eines Digital-/Analog-Konverters in analoge Bilddaten umgewandelt
werden. Obwohl die D/A-Konverter immer besser wurden, entstand bei dieser
Wandlung - wie üblich bei solchen Verfahren - ein Verlust an Bildqualität,
der bei sehr edlen DVD-Playern mit besonders hochklassigen Videodaten-Konvertern
aber, dies zeigt der Marantz DV-12S2
später auch in der Bildwertung, nur sehr gering bis praktisch nicht
sichtbar ausfällt. Je nach der Art des Bildwiedergabegeräts standen
auch am anderen Ende des Bildsignalwegs jedoch weitere Transferaktionen
an. So benötigt z.B. ein DLP-Projektor zur Ansteuerung seiner Spiegel-Panels
im Inneren ein digitales Signal. Also muss im DLP-Beamer nochmals ein
Analog-/Digital-Konverter eingesetzt werden, der die ankommenden analogen
Bilddaten wieder auf die digitale Ebene transformiert. Ein Plasmaschirm
oder ein LCD-Projektor benötigt zwar zur Ansteuerung der einzelnen Pixel
ein analoges Signal - doch bevor die Pixel angesteuert werden, muss
das ankommende Signal erst auf die native Auflösung des jeweiligen Displays
skaliert werden. Dieses "Scaling" findet auf digitaler Ebene statt.
Also wird auch hier das eingehende Signal zwecks Skalierung zunächst
von der analogen in die digitale Ebene gewandelt und anschließend, nach
der Skalierung, wieder zurück. Um diesen bislang umständlichen Video-Signalweg
deutlich zu vereinfachen, wurde die Schnittstelle DVI (Digital Visual
Interface) entwickelt. Auf digitalem Wege werden hier Bilddaten vom
DVD-Player mit DVI-Ausgang zum Bildwiedergabegerät
mit DVI-Eingang geschickt. Wer an den Kauf von DVI-Equipment
denkt, sollte verschiedene Dinge beachten: Es gibt ein DVI-D ("D" steht
für "Digital")-Interface, das nur digitale Daten ausgeben kann - wie
im Falle des Marantz DV-12 S2
- und einen DVI-I ("I" steht für "integriert")-Interface, das zusätzlich
noch analoge Daten bereit stellt. Unbedingt müssen Quell- und Zielgerät
den HDCP (High Bandwidth Digital Content Protection)-Kopierschutz unterstützen,
damit eine problemlose Wiedergabe möglich ist. Der Marantz
DV-12 S2 hat einen HDCP-tauglichen DVI-D-Anschluss. Insgesamt ist
ein solcher Anschluss vor allem im Zusammenspiel mit einem Video-Scaler
von Nutzen, oder wenn man einen DLP-Projektor einsetzt und so alle Wandlungen
umgeht. Der Marantz DV-12S2 hat
noch keinen Scaler, und sein Bild ist auch analog angeschlossen herausragend
- später mehr dazu.
- 216 MHz/12-Bit Video-D/A-Wandler mit NSV (Noise Shaped Video). Noise
Shape Video verwendet Multi-Bit-Sigma-Processing und Bit-Shuffling,
um das Video- oder Konvertierungsrauschen in einen höheren Frequenzbereich
zu verschieben. So kann man die Verschiebung in einen Teil des Frequenzspektrums
vornehmen, in dem das Video- oder Konvertierungsrauschen mittels eines
analogen Filters leichter eliminiert werden kann. Resultat dieser Operation:
Eine extrem hohe Linearität im Videofrequenzgang und praktisch kein
störendes Bildrauschen mehr, oder, kurz gesagt: Eine überdurchschnittlich
akkurate Signal-Reproduktion.
- Separate Stromversorgung für die analogen Schaltkreise
- Selektierte Audio-Bauteile für reinen, natürlichen Klang
- Interner Dolby Digital- und DTS-Decoder. Hier ist anzumerken, dass
für die Frontlautsprecher, ganz gleich, ob für DVD-A/SACD oder für den
internen Dolby Digital- und DTS-Decoder, nur die Einstellung "large"
vorgesehen ist. Kein Bassmanagement für DVD-Audio und kein Time Alignment
für SACD - etwas dürftig.
- Umfangreicher Video-EQ, der später in der Bildwertung ausführlich
vorgestellt wird.
- Setup-Hilfe Basis/Expert
- "CD Direct" für möglichst kurzen Signalweg bei der Audio CD-Wiedergabe
verbessert die Klanggüte und akustische Reinheit. Nicht für DTS-CDs
zu verwenden, hier sollte "CD Direct" auf "Off" eingestellt werden.
- Der Marantz DV-12 S2 kann sowohl
DVD Audio- als auch SACD-Software wiedergeben. DVD Audio und SACD verfolgen
beide das identische Ziel - Audiodaten in früher ungekannter Qualität
und Authentizität aufzubereiten - auf unterschiedlichen Wegen. Kurz
stellen wir einige Eckdaten der beiden Systeme vor.
DVD Audio
Setzt man eine lineare Pulse Code
Modulation (PCM)-Codierung voraus, so ergibt sich bei einer Single-Layer-DVD
(DVD-5) bei Stereoausgangsmaterial und einer 48 kHz-Abtastrate sowie einer
Wortbreite von 24 Bit eine Abspielzeit von 258 Minuten. Bei einer DVD-9 (Eine
Seite, zwei Layer, das meistgebräuchliche Format für Spielfilme auf DVD Video)
wächst die Spielzeit auf 469 Minuten an. Erhöht man die Abtastrate auf das bei
DVD Audio mögliche Maximum von 192 kHz, bleiben im Falle DVD-5 noch 64 und im
Falle DVD-9 noch 117 Minuten übrig. Dies gilt für eine Stereo-Aufnahme,
anders sieht es im Mehrkanalmodus aus. Hier ist es zwar, wie schon erwähnt,
wegen der maximalen Datenrate nicht möglich, mit einer Abtastfrequenz von 192
kHz zu arbeiten, 96 kHz, kombiniert mit einer Wortbreite von 24 Bit, sind aber
realisierbar. Nutzt man dies aus, bliebe bei einer LPCM-DVD noch eine Spielzeit
von 43 Minuten (DVD-5) beziehungsweise 78 Minuten auf einer DVD-9. Zu wenig, so
die einhellige Meinung der DVD Audio-Macher, also musste die Spielzeit erhöht
werden - aber bitte nicht mit Hilfe eines verlustbehafteten
Komprimierungsverfahrens. Im Computerbereich sind verlustfreie Packing-Verfahren
nichts besonders. Viele PC-Anwender werden das Programm "WinZip"
kennen, mit dessen Hilfe Dateien effektiv "gepackt", das heißt in der
Dateigröße reduziert werden können, um so den Versand via e-mail oder das
Abspeichern auf einer CD-R oder einer Diskette zu erleichtern. Nach dem
"Entpacken" des Programms ist dann wieder alles im Ursprungszustand,
also kein Verlust ist durch das "packen" von Daten entstanden. Nach
diesem Prinzip arbeitet nun auch "Meridian Lossless Packing", kurz MLP
genannt. Hier
ist das decodierte Audiosignal mit dem PCM-Signal bitidentisch, MLP decodiert
mit hoher Präzision Bit für Bit. Wie stark komprimiert wird, hängt vom
Programmmaterial und von den eingestellten Parametern ab. Umso höher die
Bitrate und die Auflösung, umso höhere Bitraten lassen sich erreichen. Gebräuchlich
sind Kompressionswerte zwischen 1,3 und 1,7, aber teilweise auch
deutlich höhere Werte bis zu 50 Prozent. Anders ausgedrückt: MLP kann die
Spielzeit einer DVD Audio von 25 bis 55 Prozent erhöhen.
SACD
Bei der SACD, die entweder als Modell mit zwei Layern (einer für normalen
CD-Betrieb, einer für den SACD-Betriebsmodus) oder als reine 1-Layer-SACD
ausgelegt ist, sind keinerlei visuelle Features wie bei der DVD-Audio
vorgesehen. Besonderheit der SACD ist der spezielle, direkte Signalweg
bei der Datenwandlung. Ein moderner Delta-Sigma-Wandler arbeitet mit mindestens
64fachem Oversampling und einer Auflösung von einem Bit. Er besteht aus
zwei Blöcken: einem analogen Modulator und einem digitalen Filter. Der
Modulator ist dabei prinzipiell nur ein analoger Komparator (Komparatoren
sind Kippschaltungen, die beim Über- oder Unterschreiten der Referenzspannung
definierte Spannungswerte am Ausgang annehmen) mit 2 analogen Eingängen
und einem digitalen Ausgang, Delta), dem ein Tiefpaßfilter als Integrierer
(Sigma) vorgeschaltet ist. Gleichzeitig wird von der Eingangsspannung
das durch einen 1bit DA-Wandler rückgewandelte Ausgangssignal wieder abgezogen
(Differenzverstärker), so dass der Komparator bei jedem Vorgang wieder
zurückgesetzt wird. Dadurch entsteht ein 1bit Datenstrom, der Bitstream:
steigt die Amplitude des Analogsignals an, überwiegt am Ausgang des Komparators
?1?. Fällt sie, überwiegt ?0?. Ist die Amplitude
konstant, halten sich ?0? und ?1? die Waage.
Das analoge Signal kann nun unmittelbar durch Integration, also durch
einen einfachen Tiefpaß, wiedergewonnen werden - und genau dieses Konzept
verfolgen Sony und Philips
mit der SACD (Super Audio CD), bei der das Signal (Direct Stream Digital,
DSD) eines mit 2,82 MHz getakteten Bitstreamwandlers prinzipiell direkt
auf die SACD, einem DVD-ähnlich aufgebauten Datenträger (nicht kompatibel
zu DVD Video/Audio) aufgezeichnet wird, daher kommt auch die Bezeichnung
"Direct Stream Digital". Die Initiatoren der SACD sehen große Vorteile
in ihrem Konzept. Sie argumentieren, dass bei der SACD durch die DSD-Technik
die Wandlung von analog zu digital und zurück viel einfacher als bei PCM
sei - durch die Vereinfachung des Signalwegs: Im A/D-Wandler wird kein
Downsampling gebraucht, und auf der Seite des D/A-Wandlers kein Upsampling
- was durch die direkte Verarbeitung der originalen 1-Bit-Werte überflüssig
wird. Allerdings wäre ohne Zusatzmaßnahmen der Rauschabstand sehr schlecht,
denn ergibt sich bei 64facher Überabtastung eine Dynamik von nur 24,08
dB - nicht geeignet für anspruchsvolle Audio-Anwendungen. Die Problem
der zu geringen Dynamik wird durch das sogenannte "Noise Shaping" gelöst.
Das Rauschspektrum, das durch den 64fachen Bitstreamwandler hinzukommt,
wird in hohe Frequenzen außerhalb des Hörbereiches verschoben. (Das gleiche
Prinzip wird übrigens auch bei NSV, Noise Shape Video, im Videodatenbereich
einsetzt. NSV verwendet Multi-Bit-Sigma-Processing mit vielfachem Oversampling
und Bit-Shuffling, um das Video- oder Konvertierungsrauschen in einen
höheren Frequenzbereich zu verschieben. So kann man die Verschiebung in
einen Teil des Frequenzspektrums vornehmen, in dem das Video- oder Konvertierungsrauschen
mittels eines analogen Filters leichter eliminiert werden kann. Resultat
dieser Operation: Eine extrem hohe Linearität im Videofrequenzgang und
praktisch kein störendes Bildrauschen mehr, oder, kurz gesagt: Eine überdurchschnittlich
akkurate Signal-Reproduktion), Dies geschieht bereits durch den analogen
Integrierer, der dem Eingangs-Differenzverstärker nachgeschaltet ist:
Dieser dämpft die Frequenzanteile, die spektral weit von der Abtastfrequenz
und ihren Vielfachen liegen. Das Resultat ist ein deutlich vermindertes
Quantisierungsrauschen, das zu hohen Frequenzen hin jedoch exponentiell
ansteigt. Ein 18bit Delta-Sigma Wandler erreicht 110dB Rauschspannungsabstand
bei 100 Hz, bei 20 kHz beträgt er noch 90 dB und bei 50 kHz noch 80 dB.
Insgesamt ist der Marantz
DV-12S2 gut, aber nicht überdurchschnittlich ausgestattet. Vermisst
wird ein interner Scaler, ebenso könnte das Lautsprechersetup für DVD-A-
und SACD-Betrieb mehr Optionen bieten. Sehr gut gefallen uns der hochwertige
Video-D/A-Konverter und der hervorragende Video-EQ, den wir später in
der Bildwertung genau erläutern.
Bewertung      
Multimedia/Laufwerk
Der Marantz DV-12S2 gefällt mit
seinem sehr leisen und ausreichend schnellen Laufwerk, das zwar einen
noch nicht perfekten Layerwechsel aufweist - hier sollte Marantz
Verbesserungen anbringen - aber durch eine sehr hohe Betriebssicherheit
positiv auffällt. Nicht einmal las der Player eine CD oder DVD nicht ein,
es gab keine Unregelmäßigkeiten wie Pixelbildungen oder andere Bild- und
Tonstörungen, was für eine hohe Zuverlässigkeit spricht. Die Multimedia-Fähigkeiten
sind im Vergleich zu nun auf den Markt gekommenen Geräten etwas eingeschränkt,
Formate wie WMA oder jpeg z.B. können nicht wiedergegeben werden - allerdings
ziehen wir dem Marantz DV-12 S2
dafür kaum etwas ab, denn derartige Highend-Player sind in erster Linie
für maximale audiovisuelle Leistung ausgelegt und keine Multimedia-Maschinen.
Wer Wert auf Multimedia legt, ist bestimmt bereit, 90 EUR in einen "Allesfresser" als Zweitplayer
zu investieren - vielleicht gibt der nette Händler nach Kauf des Marantz
DV-12 S2 dem geneigten Kunden sogar ein solches Modell noch als Gratisdreingabe
mit dazu. Trotzdem: Mit klarem und frischem Klang und einer sehr löblichen
Betriebssicherheit sammelt der Marantz
DV-12 S2 auch im MP3-Betrieb Punkte. Insgesamt zeigt diese Disziplin
eine gute Vorstellung des Marantz DV-12S2,
der zuverlässig auch sichtbar zerkratzte Medien einlas.
Bewertung      
Anschlüsse

Höchst edel: Die Gehäuserückseite des Marantz
DV-12S2 aus Kupfer hält alle wesentlichen Anschlüsse bereit
Alles Notwendige hält der Marantz
DV-12 S2 auf seiner Geräterückseite bereit, so unter anderem den bereits
erwähnten DVI-Anschluss, eine RGB-fähige Scartbuchse und einen Komponentenausgang.
Die Anschlüsse im Überblick:
- Video analog: 2 x FBAS, 1 x S-Video, 1 x YUV,
- Video/Audio analog: 1 x Scart
- Audio analog: 1 x 5.1, 1 x 2-Kanal-Stereo
- Video digital 1 x DVI
- Video/Audio digital -
- Audio digital: 1 x optisch, 1 x koaxial
- Sonstige Anschlüsse: RS232-Schnittstelle, in/out (Remote Control)
Insgesamt eine gute Auswahl, besonders lobenswert ist der 5.1 Ausgang, der
durch die soliden, weit auseinander liegenden Buchsen sehr praxisgerecht
gestaltet ist.
Bewertung      
Bedienung

Übersichtlich und optisch schlicht: Das Audio-Menü

Klare Lösung: Auch das Videomenü gibt keine Rätsel auf
Das Handling des Marantz DV-12S2
ist insgesamt unkompliziert. Die elegante, hochwertige Fernbedienung hat
zwar recht kleine Tasten, diese weisen dafür aber einen klar definierten
Druckpunkt auf. Zudem liegt der IR-Controller gut in der Hand. Das Display
ist prima ablesbar und hat eine angenehme Größe. Das Kapitel springen
funktioniert präzise und schnell, die Bedienelemente auf der Gerätefront
sind einfach zu handhaben. Die On Screen Menüs sind zwar etwas altbacken
(noch eine ältere Generation der Pioneer
Benutzeroberfläche mit schlichter Aufmachung), aber in der Praxis einfach
zu verwalten. Kritikpunkt: Das unübersichtliche und nicht immer logisch
strukturierte Benutzerhandbuch des Marantz
DV-12 S2 ist kein Aushängeschild. Vor allem, dass die unterschiedlichen
Sprachversionen neben- und nicht nacheinander abgehandelt werden, ist
keine sonderlich clevere Idee.

Gut ablesbar: Das Display

Extravagant und übersichtlich: Die Fernbedienung
Bewertung      
Testequipment
- Bildwiedergabegeräte: Plasma PDP-434HDE,
Panasonic PT-AE500
- DVD-Player: Pioneer DV-868AVi,
Onkyo DV-SP1000E
- AV-Verstärker: Yamaha DSP-Z9
- Lautsprechersystem: Teufel Theater 8
- Wired by Oehlbach
Bild Overview
Der Marantz DV-12S2 erreicht insgesamt
ein sehr gutes Ergebnis. Besonders das brillante, dynamische und lebendige
Bild via Komponentenausgang hat uns tief beeindruckt, mehr noch als das
im Vergleich synthetischer wirkende Resultat bei Anwahl des DVI-Ausgangs.
Des Weiteren konnte der Marantz DV-12
S2 mit seinem Kontrast auf Referenz-Niveau begeistern.
Video EQ
Zunächst ist der Marantz DV-12S2 mit
verschiedenen werksseitig vorprogrammierten Bildfeldern ausgestattet.
Anwählbar sind:
- TV (CRT), Einstellung für normale Röhrenfernsehgeräte
- PDP, Einstellung für Plasmadiplays
- Professional, optimiert für Studio-Monitore
Anmerkung: Nur für den analogen Interlaced-Betrieb einstellbar,
nicht für DVI und nicht für Progressive Scan.
Zusätzlich finden sich unter "Memory 1,2,3" 23
Speicherplätze für individuelle Bildjustagen. Einstellbar sind die folgenden
nun aufgeführten Parameter:
- PureCinema ? Bei der Wiedergabe von Filmen auf DVD optimiert
PureCinema die Bildqualität. Die Voreinstellung ist Auto1. Sollte das
Bild jedoch unnatürlich erscheinen,
empfiehlt sich die Wahl von Auto2, On oder Off und die Einstellung Prog.
Motion (siehe oben). Soweit die Bedienungsanleitung - hier der Hintergrund:
Hinter "PureCinema" verbirgt sich nichts anderes als eine eigenständig
arbeitende Bildinhalts-Analysefunktion, die das Quellmaterial genau
untersucht, um dann anschließend die richtige Art der progressiven Aufbereitung
auszuwählen. Die progressive Aufbereitung ist allerdings schwieriger,
als man vielleicht spontan denkt. Zunächst muss eine solche Bildmaterial-Analysefunktion
herausfinden, ob Interlaced- oder Filmmaterial vorliegt. Liegt Filmmaterial
vor, muss der DVD-Spieler dieses für
die DVD in Halbbilder aufgezeichnete Material wieder zusammen setzen,
der Player muss also aus zwei zusammengehörigen Halbbildern das ursprüngliche
Vollbild rekonstruieren. Genau dieses Können ist mitunter unter dem
Begriff "Film Mode" bei DVD-Playern zusammengefasst, Voraussetzung ist
allerdings, dass der Film korrekt gekennzeichnet ist und es dem Marantz
DV-12 S2 somit möglich macht, die zusammengehörigen Bilder ausfindig
zu machen. Dieser Film Mode ist statisch und gerät in Schwierigkeiten,
wenn die DVD nicht eindeutig gekennzeichnet ("geflagt") ist und der
DVD-Spieler, der nur einen Film-Mode besitzt, nun durcheinander kommt,
da er nicht mehr weiß, welche Halbbilder nun zusammengehören. Bei nicht
korrekter Kennzeichnung verfällt der Player darum in die Interlaced-Wiedergabe,
weil er nicht mehr mit dem Quellmaterial zurecht kommt und die einzelnen
Halbbilder nicht mehr exakt erkennen und korrekt zusammenfügen kann. Der
Marantz nimmt in solchen Fällen eine selbstständige Analyse des Quellmaterials
vor und wählt gegebenenfalls die geeignete Form des De-Interlacings
bei falschen Flags, die sonst für einen Rückfall des Players in die
Interlaced-Wiedergabe sorgen würden. Der Marantz
DV-12S2 nimmt bei plötzlich auftretender falscher Kennzeichnung
der DVD gleich eine Kombination aus dem Zusammensetzen zweier Halbbilder
bei Standbildfolgen oder sich nur sehr unwesentlich verändernden Bildinhalten
("Weaving") und aus der Errechnung eines zweiten Halbbildes durch Interpolattion
bei bewegtem Bildmaterial ("Bobbing") vor. Handelt es sich eindeutig
wieder um Filmmaterial, wird wieder das dann zum Einsatz kommende De-Interlacing
angewendet. Bei wirklichem Video-Material, wie z.B. Fernsehserien und
Konzertmitschnitten, erreicht derMarantz
DV-12S2 auch sehr gute Ergebnisse, denn hier wendet der Player ebenfalls
die bereits eben erwähnte Kombination aus Weaving und Bobbing an, um
eine ansprechende Progressive-Aufbereitung sicherzustellen.
- Prog. Motion ? Bei Wahl von progressiver Zeilenfolge-Bildaustastung
wird so die Bewegt- und Standbildqualität eingestellt - so steht es
in der Bedienungsanleitung. Den genauen Nutzen von Progressive Motion
auf dem Grund zu gehen, ist nicht leicht, da selbst bei Pioneer
(Lieferanten der Video-Basis für den Marantz
DV-12 S2) eine exakte Funktionsbeschreibung momentan nicht zu bekommen
ist. Insgesamt kann hier wohl eine möglichst exakte Balance für eine
stimmige Bewegungsdarstellung und eine akkurate Standbildwiedergabe
feinjustiert werden.
- YNR ? Legt die Rauschunterdrückung (NR) fest, die auf das Y-Signal
(Helligkeit) wirkt.
- CNR ? Legt die Rauschunterdrückung (NR) fest, die auf das C-Signal
(Farbe) wirkt.
- MNR (Mosquito Noise Reduction) ? Bestimmt den Rauschunterdrückungspegel,
der auf Parasitärrauschen wirkt (Videorauschen am Bildrand aufgrund
von MPEG Kompression).
- BNR (Block Noise Reduction) ? Bestimmt die Rauschunterdrückung,
die auf Blockrauschen wirkt.
- Sharpness High ? Stellt die Schärfe der Hochfrequenzelemente
(feine Details) im Bild ein
- >Sharpness Mid ? Stellt die Schärfe der Mittelfrequenzelemente
(gröbere Details) im Bild ein.
- Detail ? Legt fest, wie kontrastiert Konturen im Bild erscheinen.
- White Level ? Einstellung des Weißpegels (Weißintensität) im
Bild.
- Black Level ? Einstellung des Schwarzpegels (Schwarzintensität)
im Bild.
- Black Setup ? Zur Schwarzkorrektur.
- Gamma ? Einstellung der Helligkeit der dunkleren Bildanteile.
- Hue ? Bestimmt Gesamtfarbbalance zwischen Rot und Grün (nur
NTSC)
- Chroma Level ? Legt den Farbsignalpegel, d.h. den Farbsättigungsgrad
fest.
- Chroma Delay ? Kompensiert Zeitfehler zwischen Y- (Helligkeit)
und C-Komponente (Farbe).
Bild digital/DVI
Über DVI gibt der Marantz
DV-12 S2 ein einwandfreies, sehr klares und differenziertes Bildsignal
aus, das durch seine Rauscharmut überzeugt. Die Farbdarstellung ist neutral
und im Vergleich zur analogen Bildsignalausgabe etwas zurückhaltender.
Der zur Verfügung gestellte Kontrast untermauert auch hier das Spitzenniveau
des Marantz DV-12S2 eindrucksvoll.
Die gebotene Bildschärfe ist ausgezeichnet, auch kleine Details werden
präzise wiedergegeben. Bedauerlich nur, dass der Marantz
DV-12S2 noch keinen internen Scaler mitbringt, dies führte bereits
in der Ausstattungswertung zu einem Punktabzug, daher bewerten wir hier
nur die Güte des 480- bzw. 576p-Bildes, das die nativen Auflösungen von
PAL und NTSC hergeben. Insgesamt kann man an der hohen Signalqualität
nichts aussetzen, was dazu führt, dass der edle Marantz
DV-12 S2 auch hervorragend für das Zusammenspiel mit einem sehr hochwertigen
Bildwiedergabegerät geeignet ist.
Bewertung      
Bild analog progressive/YUV
Analog angeschlossen brilliert der Marantz
DV-12 S2 noch mehr als über DVI - ganz
einfach, weil ihm nun die Bildaufbereitung obliegt und er nicht das digitale
Signal einfach aus dem DVI-Terminal hinausschicken muss. Natürlich, so
banal wie es sich hier anhört, ist es doch nicht, es gibt - auch wenn
es manche nicht für möglich halten - auch bei der DVI-Bildsignalausgabe
Qualitätsunterschiede, aber bei analogem YUV-Anschluss kommt der gesamte
Video-D/A-Wandler nebst angeschlossener Peripherie-Mimik zum Einsatz -
eine weise Entscheidung, diesen Signalweg zu nehmen, besonders wenn die
mittels des analogen Kabels zu überbrückende Distanz zwischen Player und
Bildwiedergabegerät nicht zu üppig ausfällt. Der Marantz
DV-12S2 zaubert eine höchst beachtliche Bildqualität auf die Leinwand,
die weniger durch die bereits sehr gute maximale Bildschärfe als durch
die großartige Harmonie beeindruckt. Man schaut einfach gern hin beim
Marantz DV-12 S2, und er unterscheidet
sich wohltuend von so manchem Player, der schon in der Werkseinstellung
ein so scharfes Bild macht, dass dies zwar für sich schon imposant wirkt,
aber für eine lange Filmnacht muss der Schärferegler heruntergedreht werden,
um nicht für Kopfschmerzen zu sorgen. Zu vergleichen ist dies vielleicht
mit einem hoch begabten Klavierspieler, der extrem schwierige, akustisch
jedoch nicht unbedingt einen "Ohrenschmaus" darstellende Werke moderner
Komponisten virtuos darstellen kann - so toll dieses Können am Klavier
auch ist, das mit einem normaleren Musikgeschmack gesegnete Auditorium
würde sich eher einen Pianisten wünschen, der vielleicht sogar etwas weniger
talentiert auftritt, dafür hörenswerte Melodien anstimmt. Genau ein solcher
"Bild-Pianist" ist der Marantz DV-12S2,
der einfach homogen, harmonisch und gefällig darstellt, ganz gleich, ob
82 cm Röhren-TV. 107 cm-Highend-Plasma oder 3 Meter Leinwand-Diagonale
mit HDTV-Projektor. Sehr zu loben ist auch die Farbwiedergabe des Marantz
DV-12S2. Der Marantz stellt sehr tief, intensiv und mit hoher Brillanz
dar. Dies verleiht dem Bild insgesamt eine hohe Lebendigkeit. Die ausgezeichnete
Bewegungsdarstellung ist ebenfalls auch für einen teuren Progressive-Player
nicht selbstverständlich. Auch sehr schnelle Bewegungen werden absolut
sauber und fast ohne Bewegungsunschärfen und Detailverluste dargestellt.
Den Marantz DV-12S2 in Anbetracht
solcher Leistungen in das Gesamtfeld der starken Konkurrenz einzuordnen,
fällt gar nicht so schwer: An den Onkyo
DV-SP1000E kommt der Marantz DV-12S2
nicht heran, der Onkyo ist einfach nicht nur
im Preis, sondern auch in Bezug auf das Leistungsprofil eine Klasse für
sich. Als härteste "Nuss" entpuppt sich der Toshiba SD-9500, der den Marantz
DV-12S2 in Bezug auf die maximal
mögliche Bildschärfe schlägt - wie es auch nicht anders zu erwarten war.
Der Toshiba erbringt einfach hinter dem Onkyo trotz seines Alters die
beste Leistung in Bezug auf die maximal mögliche Bildschärfe. Und sogar
die Homogenität leidet nicht, so ein Fall wie der oben geschilderte talentierte
Pianist ist der Toshiba nicht. Er versteht es wie sonst nur der Onkyo
DV-SP1000E, ein sehr hohes Maß an Schärfe mit entsprechender visueller
Harmonie zu kombinieren. Also rangiert der Toshiba SD 9500 vor dem Marantz
DV-12S2? So einfach ist es nicht, vielmehr haben beide Modelle ihre
großen Qualitäten. Der Marantz DV-12
S2 schlägt mit seinem weit überdurchschnittlichen Kontrastumfang zurück
- er holt selbst aus unterschiedlichen dunkelgrauen Bildteilen noch alles
heraus und zeigt jede Nuance noch ausgezeichnet. Schon der Toshiba SD9500
hat einen so guten Kontrast, dass kaum noch ein Wunsch offen bleibt -
der Marantz DV-12 S2 aber kann
hier alles noch einen Tick besser. Insgesamt daher eine Patt-Situation,
der Marantz DV-12 S2 schafft auf
jeden Fall, sich zusammen mit dem Toshiba SD-9500 gleich hinter dem praktisch
perfekten Onkyo einzuordnen. Der Rest der wirklich aufs Ganze gesehen
starken Konkurrenz muss sich hinter den beiden einreihen.
Bewertung      
Ton
CD

"Großmusikmeister": Der Marantz
DV-12 S2 überzeugt als CD-Player-Ersatz auf der ganzen Linie
Der Marantz DV-12S2 besticht als
analog angeschlossener CD-Spieler-Ersatz durch seinen erstklassigen Hochtonbereich,
der die Balance zwischen höchstmöglicher Klarheit und gleichzeitig großer
hervorragend schafft. Nie wird der Marantz
DV-12S2 aggressiv, trotzdem holt er alles an Brillanz aus der Signalquelle.
Die gebotene Dynamik ist ausgezeichnet, wer hier noch mehr will, sollte
sich den ebenfalls exzellenten Toshiba SD-9500 anhören, der noch etwas
schwungvoller klingt. Der Marantz DV-12
S2 kontert dafür mit seiner nochmals höheren Detailtreue, außerdem
ist der Marantz DV-12S2 selbst
bei weniger guter Software - das ist wirklich überraschend für einen so
teuren, für audiophile Ansprüche ausgelegten Player - nicht zickig, sondern
bietet immer noch ein homogenes, in sich schlüssiges Klangbild. Der MMarantz
DV-12S2 ist auch bassstarker Techno- und Trance-Musik nicht im geringsten
abgetan, sondern sichert auch hier einen vom straffen und gleichzeitig
kräftigen Bassbereich und der frischen Hochtonwiedergabe geprägtes Klangbild. Insgesamt
ist der Marantz DV-12S2 einer der
besten Universalisten in Bezug auf einen exzellenten CD-Klang.
SACD/DVD Audio
Der Marantz DV-12 S2 erbringt
hier überragende Resultate und schlägt auch einen
Denon DVD-A11 - dem Denon kann man wirklich nichts vorwerfen, er
leistet sich keine Schwäche, und, wie im Test nachzulesen ist, weckt der
Denon DVD-A11 auch viel Begeisterung
- doch leider nutzt dies alles nichts gegen den Marantz
DV-12 S2, der einfach noch sauberer und detailreicher klingt. Zudem
begeistert die sehr harmonische Auslegung, die dafür sorgt, dass man dem
klar und natürlich darstellenden Marantz
DV-12S2über Stunden zuhören kann, ohne dass eine überspitzte Klangcharakteristik
jemals für Nervosität und Anspannung beim Auditorium sorgt. Der eben erwähnte
Denon ist allerdings, schon vom Listenpreis
her, so viel günstiger, dass man getrost sagen kann, dass er für seinen
Kaufpreis noch immer brillante Leistungen erbringt. Der Marantz
DV-12S2 ist für audiophile Anwender allerdings ebenso zweifelsfrei
das noch reizvollere Angebot, eindrucksvoll auch, dass er mit allen Genres
problemlos klarkommt: Ob "Frankie Goes To Hollywood" oder Ludwig van Beethoven,
immer begeistert der räumlich exzellent auflösende Marantz
DV12 S2 durch sein virtuoses Verständnis des Quellmaterials., das
sich in einer erstklassigen räumlichen Dichte, eine beeindruckenden Weitläufigkeit
und einer ausgezeichneten Tiefenstaffelung zeigt. Er spielt zwar hinter
dem Onkyo DV-SP1000 die "zweite
Geige", ist aber im Vergleich in der Anschaffung deutlich günstiger und
ansonsten so ziemlich jedem Universalplayer auf dem Markt akustisch überlegen.
Interner Dolby Digital- und DTS-Decoder
Der interne Decoder des Marantz DV-12
S2 macht seine Sache ebenfalls exzellent und liefert einen ausdrucksstarken
Beweis dafür, dass die alte Weisheit, dass in DVD-Spielern verbaute Decoder
keine Chance im Vergleich zu den Gegenstücken in ausgewachsenen AV-Receivern
haben, nicht mehr richtig ist: Mit einem kräftigen, druckvollen Bassfundament
und einer höchst präzisen Effektwiedergabe wird auch "U-571" oder "Titan
A.E." zu einem echten Highlight. Nie ist der Marantz-Decoder überfordert,
immer wirkt das Gebotene auch bei sehr hohen Pegeln souverän, klar und
sauber durchstrukturiert. Die natürliche, erstaunlich facettenreiche Stimmwiedergabe
des Marantz DV-12S2 sorgt für weitere
Bonuspunkte. Insgesamt ohne Zweifel einer der besten internen Decoder,
die wir bislang gehört haben.
Digitalklang
Auch hier beherrscht der Marantz DV-12S2
alle noch so feinen Nuancen in fast völliger Perfektion - für seinen Kaufpreis,
so merkwürdig dies in Anbetracht der "brutalen" Summe von ca. 3.500,00 EUR
auch klingen mag, ist kaum mehr vorstellbar. Mit einer überragenden
Sensibilität und einer filigranen Transparenz sorgt der Marantz
DV-12 S2 für höchst zufriedene Gesichter auch bei audiophil angehauchtem
Publikum. Wer denkt, dass jeder DVD-Spieler digital angeschlossen ohnehin
identisch klingt, sollte sich den Marantz
DV12S2 mal im Vergleich zu so manchem Konkurrenten anhören - das Resultat
spricht für sich und zeigt, dass die Dynamik und die Ausdruckskraft des
Marantz DV-12S2 zum Besten gehören,
was man einkaufen kann.
Bewertung      
Fazit
Von Marantz sind wir einen hohen Standard
gerade von den Komponenten der Premium-Serie gewohnt - der Marantz
DV-12 S2 leistet sich keinen Durchhänger und wird den großen Ansprüchen
vollauf gerecht. Besonders auffällig am Elite-Player sind das außergewöhnlich
kontrastreiche und farbechte Bild, das, je nach Bildwiedergabekette, bei
der analogen Bildsignalausgabe noch besser zur Geltung kommt, und die
brillanten Eigenschaften als CD-Player-Ersatz. Verständlicherweise reicht
der Marantz DV12 S2 nicht ganz
das an Niveau des weitaus Onkyo DV-SP1000E
heran, aber dieser ist auch glatte 1.100,00 EUR teurer - eine kräftige
Differenz. Für seinen Preis bietet der Marantz
DV-12S2 eine ausgezeichnete Leistung - und noch mehr: Er reiht sich
direkt hinter dem Onkyo DV-SP 1000
als zweitbester bislang überhaupt bei uns getesteter DVD-Spieler
ein! Der Marantz DV12 S2 schafft
es sogar, den Toshiba SD-9500 knapp auf Distanz zu halten - dies verdankt
er zum einen seinem noch eine Idee voluminöseren Klangs, aber auch seiner
doch erweiterten Ausstattung, denn mit DVI-Interface und der Möglichkeit,
sowohl DVD-A als auch SACD wiederzugeben, ist der Marantz
DV-12S2 trotz der Abwesenheit eines i-link-Interfaces und eines internen
Videoscalers noch zeitgemäß. Der Toshiba SD 9500, gerade für seinen günstigen
Marktpreis immer noch überragend gut, lässt eben doch aufgrund seiner
einige Zeit zurückliegenden Entwicklung das ein oder andere Detail vermissen,
das viele Home Theatre-Liebhaber inzwischen für sehr wichtig erachten.
Der Marantz DV-12S2 jedenfalls
ist noch voll auf der Höhe der Zeit, und mit seiner felsenfesten Verarbeitung
ist er auch eine Investition in die Zukunft. Nicht zum Anspruch eines
Luxus-Players passt nur die klapprige Laufwerkslade, die deplaziert wirkt.
Die aus Metall bestehende, noble Fernbedienung hingegen passt wie angegossen
und wirkt elegant sowie solide. Zu bedienen ist der Marantz
DV-12S2 insgesamt nicht weiter schwer, die Menüs sind zwar etwas altbacken,
das ändert aber nichts am summa summarum sehr guten Bedienkomfort.
Mit Ausgewogenheit auf Spitzenniveau kann der durchdachte Marantz
DV-12S2 voll punkten

Highend-Klasse
Test 18. Oktober 2004
Preis-/Leistungsverhältnis:      
Pro:
- Weit überdurchschnittlich kontrastreiches und farbechtes
Bild
- Sehr harmonisches Bild auch bei nur durchschnittlicher
Software
- Exzellente Eignung als hochwertiger CD-Player-Ersatz
- Sehr räumliche und differenzierte Wiedergabe von
hochauflösenden Audio-Medien
- Kräftig antretender interner Decoder mit ausgezeichneter
Effektwiedergabe
- Schnelles, sehr leises Laufwerk mit tadelloser
Fehlerkorrektur
- Insgesamt einfache Bedienung
- Aufwändiger Video-Equalizer
- Hochwertige Fernbedienung
- Aufwändiges, sehr solides Gehäuse mit edlem und
praxisgerechtem Anschlussfeld
Contra:
- Keine digitale Audio-Hochgeschwindigkeitsschnittstelle
- Kein interner Scaler
- DVD-Lade passt nicht zum Gesamtniveau des Players
- DVD-Audio/-Video/-SACD-Player
- Disc-Kompatibilität: DVD-Video, DVD-Audio, SA-CD, DVD-R/RW (Video Mode), CD/CD-R/RW, Video
CD, MP3
- Interner Dolby Digital- und DTS-Decoder
- PAL- und NTSC-Progressive Scan
- 216 MHz/12-Bit Video-D/A-Wandler
- 192 kHz/24-Bit Audio-D/A-Wandler
- "HDAM" für alle Kanäle ermöglicht
dynamischeres, detaillierteres und klareres Klangbild
- Komplett verkupfertes Chassis
- Anschlüsse: DVI-D-Interface, 1 optischer und 1 koaxialer
Digitalausgang, 1 Cinch-Komponentenausgang (Progressive/Interlaced), 1 Scartbuchse (mit
RGB-Beschaltung), 1 x S-Video Hosiden- und 1 x FBAS-Video-Ausgang
- Stromversorgung AC 230 V, 50 Hz
- Leistungsaufnahme 27 W
- Abmessungen (B x H x T) 458 x 110 x 392 mm
- Gewicht 12,1 kg
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Schnick, © Copyright 2004 HIFI-REGLER, AREADVD
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