Die Technik der T+A R - Serie

Quelle: T+A, update: 22.11.2011

Wer an T+A denkt, dem kommt sofort der Bauhausstil der legendären "Braun-Geräte" in den Sinn. Und genau dieser Designlinie folgen die Komponenten der R-Serie. Sie ist wahrscheinlich eine der renommiertesten und auch ältesten High-End-HiFi-Serien der vergangenen Jahrzehnte. Zeitlos, schick und ein nonverbales Signal an seine Mitmenschen: Ich verstehe etwas von gutem Klang und Lebensart - und bin bereit dafür auch Geld auzugeben. Understatement. Seit über 10 Jahren sind Design, technisches Konzept und Bedienphilosophie der R-Serie nahezu unverändert. Sie umfasst heute 8 Modelle, die das gesamte Spektrum hochwertiger Audio- und Videowiedergabe abdecken.

Aus diesen Komponenten setzt sich die Modellreihe der R-Serie zusammen: Dem Vollverstärker T+A PA 1260 R, der Vor-/Endstufen-Kombi P 1260 R / A 1560, dem Receiver R 1260 R, dem CD-Player T+A CD 1260 R, dem SACD-Player SACD 1260 R, dem Netzwerk-Client MP 1260 R und dem Plattenspieler G 1260 R.

Detailansicht des Gehäusedeckels der P 1260 R

Kreatives Design-Feature: Im Oberen Deckel der Vorstufe P 1260 R bietet ein Glas-Fenster den Blick auf das Innenleben.

Diese relativ breite Modellpalette mit zueinander passenden Komponenten hält T+A für notwendig, um einem zentralen und wichtigen Konzept gerecht zu werden - dem Systemgedanken. Wer will heute noch 4 verschiedene Fernbedienungen verwenden, nur um Hifi- und Surroundkomponenten in einer Anlage verwenden zu können? Und wer will schon hochwertige Einzelbausteine auf zweifelhafte Art miteinander verbinden, nur weil die Geräte nicht zueinander passen? T+A geht hier ganz konsequent den Weg, die Komponenten der R-serie mit einer einheitlichen Konzeption in Bedienung, Funktion und Design auszustatten. Zweifellos hat dies maßgeblich zum Erfolg der letzten Jahre beigetragen.

Update-Fähigkeit

Während andere Hersteller jedes Jahr mit oft nur scheinbaren „Neuheiten„ aufwarten, hält T+A die R-Serie bewusst updatefähig. Neuentwickelte Geräte können jederzeit in bestehende Anlagen integriert werden. Laut T+A sind "... die Geräte so gut, dass sie über Jahre hinweg ihren Wettbewerbern im Preis-Leistungs-Verhältnis überlegen sind. Dies beweisen die vielen überragenden Testergebnisse der internationalen Fachpresse. Wir bringen nur dann neue Modellreihen auf den Markt, wenn damit wirkliche Fortschritte in Funktion und Klang erreicht werden."

Bei den Modellen der 1260/1560er-Reihe stehen deutlich verbesserte Bauteile im Verstärker- und im Wandlerbereich zur Verfügung, die T+A durch geniale, neuentwickelte Schaltungskonzepte und Prozessortechnologien zur signifikanten Steigerung der Klangqualität nutzt.

Ultra Wide Bandwidth beschreibt die Eigenschaften dieser neuen Gerätegeneration: extrem breitbandig, dynamisch und schnell und damit dem Original so nahe wie möglich!

Das dezente, schlichte Design dieser Serie täuscht vielleicht manchmal über die enorme Leistungsfähigkeit aller R-Modelle hinweg. Im direkten Vergleich sind die T+A-Geräte nicht selten wesentlich größeren Geräten der Konkurrenz überlegen, besser aufgebaut und bestückt! Ein Fenster im Deckel macht's möglich: Den sorgfältige Aufbau des Innenlebens, der Platinen und Komponenten kann man auch von außen bewundern.

Der nicht unerhebliche Preis der R-Komponenten ist einerseits durch die extrem hohe Fertigungs- und Klangqualität gerechtfertigt, andererseits aber auch durch die Tatsache, dass neueste Technologien auch für ältere Anlagen problemlos genutzt werden können, und damit der Wert der Anlage nicht nur erhalten, sondern sogar gesteigert wird.

T+A's Vorverstärker-Technik - entwickelt für die R-Serie

Das Herz aller T+A-Anlagen ist der Vorverstärker - egal, ob als klassische Vorstufe in einem separaten Gerät (T+A P 1260 R) oder als Vorstufen-Baugruppe in einem integrierten Vollverstärker (T+A PA 1260 R) verbaut. Er hat difinitiv entscheidenden Einfluss auf den Klang des Gesamtsystems.

Was der Vorverstärker verfälscht, kann nachträglich nicht mehr korrigiert werden. T+A verfolgt das Konzept, als erstes Gerät einer Baureihe immer das wichtigste und komplexeste zu konstruieren, von diesem Gerät aus können dann mit vergleichbarem Qualitätsniveau kleinere oder modifizierte Geräte entwickelt werden. So entstand der P 1200 R quasi als Kernzelle der R-Serie. Von ihm wurden die außerordentlich gut getesteten Vollverstärker und Receiver abgeleitet. Auch bei der aktuellen Gerätegeneration hat T+A wir dieses Evolutionsprinzip angewendet. Aufbau und Konzeption des Vorverstärkers P 1260 R sind verantwortlich für den hervorragenden Klang und die überragenden Messergebnisse der gesamten Palette von Vor-, Voll-, Endverstärkern und Receivern. All dies trifft übrigens auch auf die Modelle der 2011 eingeführten R-Serie zu.

Leiterplatte im T+A PA1260R

Egal wo man hinschaut: Erkennbar solide Verarbeitung und hochwertige Bauteile

Der P 1260 R wurde vorrangig unter der Forderung nach höchster Klangqualität weiterentwickelt, das Resultat ist die neue OAD Op Amp Decoupling Technologie: die klangbestimmenden Audio-Operationsverstärker der neuesten Generation werden auf eine eigene, doppelseitige Platine mit Powerplane, Spannungsentkopplung und Konstantstrombypass gesetzt.

Selektierte, hochqualitative Bauteile wie geringst tolerierte VISHAY-Metallfilmwiderstände, WIMA FKP, Silberelektroden-Glimmerkondensatoren und ELNA Cerafine in den klangrelevanten Baustufen verbessern nochmals die Klangqualität.

Auf Wunsch kann der P 1260 R mit hochwertigen Phonomodulen ausgerüstet werden. Das Fernbedienungskonzept der R-Serie ermöglicht die Fernbedienung der gesamten Anlage über die Vor-, Vollverstärker und Receiver ohne jede Klangbeeinflussung. Die Fernbedienung ist völlig vom Signalweg getrennt und steuert die Geräte ausschließlich über Relais und Motorpotentiometer. Die R-Serie hat ein spezielles Interface (R-Link), das die Möglichkeit eröffnet, neue und mehr Quellgeräte anzusteuern und zu bedienen.

Die Technik der Endstufen

Wie bei den Vorverstärkern gibt es auch bei den Endstufen ein Grundkonzept, das in allen Gerätevarianten zum Einsatz kommt. Die klanglichen Anforderungen an High-End-Endstufen sind in den letzten Jahren enorm gestiegen. Nicht nur Neutralität, hohe Leistungen und Lastunabhängigkeit der Eigenschaften sind gefordert, sondern auch beste Dynamik und Impulseigenschaften.

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Trennschichtfreies Silber wird im Signalbereich an Stelle des herkömmlichen Kupfers eingesetzt.

Die T+A-Endstufen erfüllen diese Anforderungen optimal. Bei den Audioendstufen hat T+A die Eingangsstufen von den Ausgangsstufen entkoppelt. Die Entwickler haben für diese Technologie einen Namen generiert: ICA (Isolated Current Amplifier). Sie sorgt dafür, dass die Endstufen ihre hervorragenden Klangeigenschaften unabhängig vom angeschlossen Lautsprecher behalten.

Auch für die Leiterplatten der Endstufen hat T+A eine einmalige Technologie entwickelt. Sie erhielt den Namen ACT. Statt des normalerweise allein verwendeten Kupfers wird nun zusätzlich im Signalbereich Silber trennschichtfrei als Leiter eingesetzt. Grundsätzlich ist Silber der beste verfügbare Leiter und hat hervorragende klangliche Eigenschaften, insbesondere im Hochtonbereich.

Da unsere Verstärker sehr hohe Grenzfrequenzen haben (Ultra Wide Bandwidth), kommt auch schon der Skineffekt zum Tragen. An klangrelevanten Stellen werden in den neuen Endstufen Glimmerkondensatoren eingesetzt, diese haben den geringsten Verlustfaktor und Kontaktierungen und Elektroden aus Silber. Sie bilden mit den ACT's ein durchgängiges System. Parallel dazu sind die Platinen amagnetisch, sämtliche Verbindungen und Kontakte wurden ebenfalls amagnetisch ausgelegt, so dass störende Verzerrungen durch Induktion vollkommen vermieden werden. Alle Endstufen sind von den Verstärkerfaktoren, den dynamischen Eigenschaften und den Phasen/Gruppenlaufzeiten genau aufeinander abgestimmt, so dass sie hervorragend für Bi- und Multiamping-Betrieb geeignet sind.

Digitale Signalverarbeitung

T+A hat sich von Anbeginn an intensiv um die Entwicklung und klangliche Optimierung digitaler Signalquellen, wie CD-Spieler, DSR-Tuner oder aktuell den digitalen Speichermedien und dem Internet bemüht und verdient gemacht. Nicht zuletzt deshalb gilt T+A heute als einer der führenden Hersteller hochwertiger digitaler Komponenten. Viele Geräte wurden als Meilensteine von der internationalen Fachpresse angesehen. Ganz besonders kommt es auf die Wandlertechnologie an, um möglichst naturgetreu und unverfälscht Musik in höchster Güte wiederzugeben.

T+A hat deshalb einmalige Konzepte und Verfahren entwickelt. Der Wandler hat zusammen mit dem Digitalfilter die Aufgabe, die digitalen Daten in analoge Spannungen zu verwandeln.

D/A-Wandler in den CD-Playern von T+A

Der Quadrupelwandler arbeitet mit 8 der anerkannt besten Burr-Brown/TI D/A-Wandler

Gesteuert wird das ganze System bei den R-Geräten von extrem rechenstarken und frei programmierbaren Signalprozessoren der neuesten Generation. Wieder ist T+A der Vorreiter, erstmalig werden die Wandlersysteme im 32-Bit-Modus betrieben.  Es ist leicht einzusehen, dass nur eine möglichst feine und genaue Umwandlung eine naturgetreue Wiedergabe sicherstellt.

Im neuen CD-Spieler, dem T+A CD 1260 R, und im Netzwerkspieler, dem MP 1260 R, kommt jetzt ein neu entwickelter, vom SACD 1260 R abgeleiteter, Quadrupelwandler zum Einsatz.

Der Wandler im SACD 1260 R ist selbst für T+A-Verhältnisse einmalig. Gleich acht der anerkannt besten, hochselektierten Burr-Brown/TI D/A-Wandler kommen zum Einsatz. Der Quadrupelwandler ist die nochmalige Steigerung des Differentialwandlers. Beim Differentialwandler (2 D/A-Wandler im symmetrischen Gegentaktbetrieb) löschten sich Gleichtaktfehler vollständig aus, unkorrelierte Wandlerfehler halbierten sich, unkorreliertes Rauschen sank um 3 dB.

Beim Quadrupelwandler wird die Anzahl der Wandler nochmals auf nun vier Wandler pro Kanal verdoppelt. Dadurch werden unkorrelierte Wandlerfehler auf ein Viertel und das Rauschen um 6 dB gesenkt. Der Aufwand für einen solchen Wandler ist schon immens, aber es lohnt sich! Nach der Wandlung schließt sich ein extrem aufwändiges, diskret bestücktes, audiophiles Analogausgangsteil an. Um jede Beeinflussung des Analogteiles durch das Digitalteil zu verhindern, werden diese beiden Sektionen komplett mit einem einmaligen T+A-Konzept getrennt und entkoppelt.

Die Steuersignale werden über Optokoppler übertragen und für die schnellen Datensignale kommen neueste induktive, jitterfreie iCoupler von Analog Devices zum Einsatz. So erreichen wir sowohl für CD als auch SACD echtes analoges High-End-Klangniveau.

Die Laufwerke der CD-Player

Laden-Mechanik in den Playern der R-Serie

Laufwerkseinheiten sind hängend in einem massiven, dämpfend beschichteten Antiresonanzgehäuse untergebraucht.

Die High-End-Laufwerkseinheiten für den CD 1260 R und SACD 1260 R werden mit absolut hochwertigen Bauteilen ausgestattet: Heavy Duty Motore von Mabuchi, hochdämpfende Subchassis, Schubstangen aus Edelstahl, Schublade aus Aluminium-ABS-Laminat und Kapselung aus abschirmendem Metall.

Die Laufwerkseinheiten sind bei den 1260er Modellen hängend in einem massiven, dämpfend beschichteten Antiresonanzgehäuse mit Dreipunktlagerung untergebracht, damit kein Fremdschall von außen die Abtastung der Lasereinheit beeinflussen kann.

Die mechanische Konstruktion

Die Gehäuse eines Gerätes, gleichgültig ob rein analog oder digital, haben einen enormen Einfluss auf die Klangqualität. Es dürfen so wenig wie möglich Erschütterungen, Vibrationen oder Schallwellen an die Platinen gelangen, denn Bauteile haben Nachweislich einen starken Mikrophonieeffekt. Das heißt, die technischen Daten und damit die Klangeigenschaften verschlechtern sich, wenn die Bauteile irgendwie schwingen oder vibrieren.

Deshalb legen wir schon immer sehr viel Wert auf solide, schwere Gehäuse. Die Wannen werden aus Stahl hergestellt und tragen die gesamte Konstruktion. Stahl ist nicht nur ewig haltbar, sondern hat auch noch sehr gute Abschirmeigenschaften, was wiederum Fremdeinflüsse von der Elektronik fernhält.

Alle Deckel, Seitenwangen und Fronten sind aus reinem Aluminium gefertigt, die Anschlussbuchsen und Lautsprecherterminals werden aus hochreinem, amagnetischem, vergoldetem Messing gefertigt. Das Layout der Platinen ist klar und strukturiert, das Prinzip der kürzest möglichen Signalwege wird strikt eingehalten. In T+A Geräten gibt es keine frei verdrahteten „Kabelverhaue", die einzelnen Platinen werden über hochwertige Kabelbäume und Flexkabel verbunden, damit Platinen und Baugruppen leicht austauschbar sind. Viele Baugruppen sind zusätzlich durch verkupferte Gehäuse abgeschirmt, um HF-Störungen zu vermeiden. Dieser auf Metall basierende Aufbau macht die Komponenten der R-Serie nicht nur sehr haltbar, sondern auch zu über 95% recyclingfähig.