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14.12.2006 Weitere Nachrichten über Plasma-TV, TVs & Displays

Panasonic baut weltgrößte Fertigungsstätte für Plasma Displays

Mit dem weltgrößten Werk zur Herstellung von Plasma Displays in Amagasaki, Japan setzt Panasonic neue Maßstäbe: Zum ersten Mal sollen hier aus einem einzigen Substrat beispielsweise acht 42-Zoll-Bildschirme gefertigt werden – eine bisher unübertroffene Zahl. Zudem wird vollkommen auf den Einsatz von Blei in den Bildschirmen verzichtet – auch das ist eine Premiere. Im Juli 2007 soll die gleichermaßen effiziente wie umweltfreundliche Produktion voraussichtlich anlaufen. Bereits mit Betriebsbeginn wird Panasonic über die weltweit höchste Produktionskapazität für Plasma Bildschirme verfügen und damit seine Marktführerschaft auf diesem Gebiet festigen – sechs Millionen Geräte sollen das Werk jedes Jahr verlassen.

Die Produktionsstätte in Amagasaki ist das Ergebnis der Zusammenarbeit von Panasonic, der führenden Marke der Matsushita Electric Industrial Co., Ltd., und dem Chemiekonzern Toray Industries, Inc. Sie ist die vierte Niederlassung des Joint Ventures für Plasma Bildschirme, Matsushita PDP Company Ltd. (MPDP). „Das neue Werk verwendet hochmoderne Verfahrenstechnologien und Produktionssysteme, die noch fortschrittlicher sein werden als die des dritten Werks, das seine Produktion im September 2005 aufgenommen hat“, erklärt Ken Morita, Vorsitzender von MPDP. „Die neuen Systeme und Technologien werden dem gesamten Herstellungsprozess eine höhere Effizienz im Bereich der Massenproduktion verleihen und gleichzeitig eine höhere Qualität gewährleisten. Aus einem einzigen Substrat bis zu acht 42-Zoll-Monitore herzustellen, das ist weltweiter Rekord. Auch bei Bildschirmen anderer Größenordnung lautet die Devise: Überreste weitestgehend zu vermeiden und die Fläche stattdessen komplett auszunutzen. Wir wollen Plasma Bildschirme schneller und flexibler bereitstellen, um die wachsende Nachfrage zu befriedigen“, so Morita.

Bei voller Auslastung werden schon zwei Jahre nach Produktionsstart die jährlich verkauften Stückzahlen auf einen Spitzenwert von mehr als elf Millionen klettern. Panasonic will damit nicht nur weltweiter Innovationsführer werden. „Wir erwarten, dass der globale Markt auf bis zu 25 Millionen Einheiten im Jahr 2010 anwachsen wird und peilen einen 40-Prozent-Anteil an der weltweiten Plasma Display-Produktion an“, erklärt Morita.

Auch beim Thema Umweltschutz zeigt Panasonic sich mehr als ehrgeizig. Als erstes Unternehmen weltweit verzichtet es vollkommen auf die Verwendung von Blei in seinen Plasma Displays. Das giftige Schwermetall war bislang eine zentrale Komponente bei der Herstellung der Bildschirme, denn es optimiert den Erweichungspunkt der anderen Materialien und sorgt so für einen soliden Produktionsprozess. Eine bleifreie Herstellung hinterließ indes Qualitätseinbußen wie Verfärbungen des Glases oder Brüche. Mit der Entwicklung eines völlig neuen Glasmaterials hat Panasonic nun einen Weg für eine bleifreie Produktion ohne gleichzeitigen Qualitätsschwund gefunden und nimmt damit eine Pionierrolle ein.

So übertrifft Panasonic die Anforderungen der EU-Richtlinie RoHS (engl. Restriction of the use of certain hazardous substances in electrical and electronic equipment), die die Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe wie zum Beispiel Quecksilber und Cadmium in Elektro- und Elektronikgeräten verbietet. Trotz der Ausnahmeregelung für Blei in Plasma Displays entschied sich Panasonic dafür, in sämtlichen Komponenten, die in Eigenleistung produziert werden, auf alle gefährlichen Substanzen zu verzichten – so auch auf Blei. Selbst mit Zulieferern arbeitet das Unternehmen seither eng zusammen, um zudem schnellstmöglich für alle extern beschafften Komponenten eine bleifreie Lösung zu finden.

„Als öffentliches Unternehmen nehmen wir unsere Verantwortung gegenüber der Gesellschaft sehr ernst. Mit Hilfe von ausgefeilten Technologien und strengen Qualitätskontrollen während jedes einzelnen Produktionsprozesses entsprechen unsere Produkte den Anforderungen internationaler Sicherheitsstandards“, heißt es auf der Unternehmenshomepage. Der TÜV bestätigt das immer wieder. Über die international anerkannte ISO 4001-Umweltschutzzertifizierung für alle europäischen Produktionsstätten hinaus hat Panasonic zudem eine eigene Initiative für saubere Fabriken ins Leben gerufen. Diese zielt auf den CO2-Ausstoß, die in der Produktion eingesetzten Chemikalien, verstärktes Recycling und eingeschränkten Wasserverbrauch ab.

Panasonic nimmt also nicht nur bei der Herstellung von Plasma Bildschirmen eine Vorreiterrolle ein, auch die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit gehören zu den erklärten Zielen des Unternehmens und werden konsequent verfolgt.
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