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07.01.2008
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Der Durchbruch der Blu-Ray Disc ist gestiegen
Warner hat kurz vor Eröffnung der Consumer Electronics Show in Las Vegas die wahrscheinlich für die gesamte Messe bedeutendste Mitteilung herausgegeben: Im Verlauf des Jahres will Warner seine hochauflösenden Filme nur noch auf Blu-ray Disc veröffentlichen und zieht somit seine Unterstützung der HD DVD zurück. Dies erklärte Warner-Chef Barry Meyer. Warner begründet die Entscheidung für die Blu-ray Disc damit, dass ansonsten eine Fortführung des Formate-Wettstreits dazu führen könnte, dass das Zeitfenster für die Etablierung eines HD-Mediums überhaupt verpasst werden könnten. Warner schätzt die Blu-ray Disc als das Format ein, welches die besten Chancen für den Massenmarkt hat.
Das Ende der HD DVD-Veröffentlichungen von Warner wird voraussichtlich im Mai erfolgen. Bis dahin sollen neue Filme vorerst parallel auf DVD und Blu-ray Disc erscheinen und die jeweilige HD DVD-Version mit kurzem zeitlichen Abstand danach veröffentlicht werden. Warner gehörte bis zuletzt zu den Studios, die sich am intensivsten dafür einsetzten, den Formatstreit zu entschärfen. Neben der Veröffentlichung in beiden HD-Formaten wurde sogar eine Kombi-Disc (Total HD) entwickelt, die sowohl auf Blu-ray Disc als auch HD DVD-Playern abspielbar sein sollte. Mit dem Wechsel von Warner ins Blu-ray Disc-Lager gehören lediglich noch Universal und Paramount zu den großen Hollywood-Studios, die Filme auf HD DVD anbieten. Das Blu-ray Disc-Lager besteht aus Sony, Fox, Buena Vista (Disney) und Warner. Ob in Anbetracht dieser Marktdominanz das HD DVD-Format noch eine längere Perspektive hat, erscheint nach der Warner-Entscheidung fraglich. Die Ankündigung von Warner zukünftig nur noch auf Blu-ray zu setzen und keine Filme im HD DVD-Format mehr zu veröffentlichen, blieb nicht ohne Folgen. Noch am Freitag sagte die HD DVD Promotion Group die ursprünglich für den Sonntag geplante Pressekonferenz ab, die im Rahmen der CES in Las Vegas stattfinden sollte. Toshiba reagierte in einer Pressemitteilung überrascht über das Ende der Unterstützung für die HD DVD, welches ungeachtet bestehender Verträge erfolgt sei. Toshiba selbst veranstaltet zu laufender Stunde eine Pressekonferenz in Las Vegas, von der weitere Reaktionen erwartet werden. Es dauerte nicht lange, bis Spekulationen aufkamen, dass die Entscheidung von Warner auch finanzielle Hintergründe hätte. So gibt es z.B. Gerüchte, wonach sowohl Warner als auch Fox bis vor kurzem in Verhandlungen gestanden hätten, exklusiv auf HD DVD zu setzen. Fox hätte aber Anfang der Woche eine ungenannte Summe erhalten, um exklusiv an der Blu-ray Disc festzuhalten, womit die alleinige Entscheidung von Warner für die HD DVD noch kein Ende des Formatkriegs bedeutet hätte. Die Rede ist von 500.000 Millionen Dollar, die Warner erhalten habe, um nur noch im Blu-ray Disc-Format Filme zu veröffentlichen. Warner Home Entertainment-Präsident Kevin Tsujihara dementierte aber, dass Geldzahlungen den Ausschlag für den Abschied von der HD DVD gegeben hätten. Von der Warner-Entscheidung unbeeinflusst sind zunächst die Titel von New Line, HBO und der BBC, die ebenfalls durch Warner in den USA vertrieben werden. Die Warner-Tochter New Line will aber laut dem Branchenmagazin Variety ebenfalls ihre Filme zukünftig nur noch auf Blu-ray Disc veröffentlichen. Vorläufig bis 31. Mai will Warner Filme noch auf HD DVD veröffentlichen, wenn auch nur mit einer zeitlichen Verzögerung zur DVD/Blu-ray Disc-Veröffentlichung. Wie genau dieser Zeitraum aussehen soll, hat Warner bislang noch nicht mitgeteilt. Als einer der ersten Prominenten meldete sich Film-Regisseur Michael Bay zu Wort, der sich bereits in der Vergangenheit recht lautstark pro Blu-ray Disc geäußert hatte, nachdem Paramount seinen letzten Film "Transformers" nur HD DVD veröffentlicht hatte. In seinem Forum shootfortheedit.com prognostizierte Bay einen schnellen Tod für das HD DVD-Format, da die Supermarktkette Wal Mart, über die ein großer Teil des Handels in den USA läuft, es jetzt noch einfacher hätte, die Blu-ray Disc zu promoten. Nach der Warner-Entscheidung gibt es kein einziges großes Hollywood-Studio mehr, welches sowohl HD DVD als auch Blu-ray Disc unterstützt. Der Marktanteil der Studios, die hinter der Blu-ray Disc stehen, liegt auf Basis aktueller Verkaufszahlen bei 67% während die beiden HD DVD-Studios Paramount und Universal nur auf einen Marktanteil von 23% kommen.
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