Test: Panasonic TH-42PV500E
Test: Carsten Rampacher, AREADVD
- update: 15. Juli 2005

Einführung
Der LCD- und Plasma-Markt boomt, was nicht zuletzt auch damit zusammenhängt,
dass zum einen die Thematik HDTV auch in
Europa eine immer größere Bedeutung bekommt, zum anderen sinken auch die
Preise für Panels beträchtlich. Ein besonders breites Angebot an Flatpanels
findet sich im Produktprogramm von Panasonic,
und zwar sowohl im LCD- als auch im Plasmabereich. Immer ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis
für den Endkunden im Visier, betreibt Panasonic
eine klare größenabhängige Trennung im hauseigenen Flachbildschirmsortiment:
Bis 32 Zoll werden LCD-TVs, darüber
Plasma-Fernseher angeboten.
Die gebräuchlichen Plasmagrößen bei Panasonic
lauten 37, 42 und 50 Zoll. Während bei LCD-TVs
sich 32 Zoll-Geräte besonderer Beliebtheit erfreuen, sind es bei den Plasma-Fernsehern
die 42- bzw. 43 (Pioneer) Zoll-Modelle, die besonders viele neue Käufer
ansprechen. Sinn in Bezug auf eine optimale Darstellungsqualität bringt
ein 42/43-Zoll-Plasma allerdings erst, wenn nicht lediglich ein Panel
852 x 480-Auflösung, sondern ein 1.024 x 768-Bildpunkte-Panel eingebaut
ist. Denn selbstverständlich kann auch ein SDTV-Panel mit 852 x 480 Bildpunkten
HDTV-Signale darstellen, allerdings nicht
in der eigentlich angedachten Form, vielmehr muss das hochauflösende 1.280
x 720 Signal, welches bei der europäischen HDTV-Bildübertragung
standarisiert verwendet werden soll, auf die native, niedrigere Panelauflösung
herunterskaliert werden. Anders verhält es sich mit einem 1.024 x 768
Panel. Wird nun ein 1.280 x 768 Signal eingespeist, muss horizontal nicht
heruntergerechnet werden, lediglich vertikal.

Unser Test-Kandidat entstammt der "VIERA" Produktfamilie
Nun wollen wir zu unserem Test-Kandidaten kommen, einem
1.024 x 768-Panel der beliebten 42 Zoll-Klasse, das auf den Namen Panasonic
TH-42PV500E hört, aus der "Viera"-Familie stammt und deutlich macht,
dass Highend-Plasmas keine 5.000,00€ mehr kosten müssen. Der Panasonic
TH-42PV500E möchte sich als ganzheitliches Konzept verstanden wissen,
um eine hervorragende visuelle Performance bieten zu können. Mit "ganzheitlichem
Konzept" meinen wir, dass hier ein neu entwickeltes Panel mit aktueller
Technologie einher geht mit einer aufwändig ausgelegten geräteinternen
Signalverarbeitung. Da Panasonic alles
selbst entwickelt, ist auch eine optimale Anpassung aller Komponenten
aneinander gegeben. Die Bildsignalverarbeitung soll sich ganz besonders
einer akkuraten Farbwiedergabe, einer effektiven Rauschminderung, einer
Kontrastoptimierung und einer Verbesserung des Schwarzwertes widmen. Gerade
Schwarzwert und Farbwiedergabe beeinflussten zusätzlich auch die Entwicklung
des neuen Panels - mittlerweile der 8. Panasonic-Generation - maßgeblich.

Das Panasonic TH-42PV500E
hat die gesamte Signalverarbeitungselektronik sowie die Tunereinheit komplett
im Panel-Gehäuse untergebracht
Weiteres Merkmal des Panasonic
TH-42PV500: Es handelt sich um ein "All in One"-Gerät, das heißt,
Anschlussterminal und TV-Tuner sowie die komplette Signalverarbeitung
sind allesamt im Panelgehäuse untergebracht, es gibt keinen separaten
Mediareceiver. Panasonic möchte sogar noch das Kunststück geschafft haben,
ein wohlklingendes, aber dennoch Platz sparendes Lautsprechersystem nebst
zwei getrennt untergebrachten Subwoofern für die Tieftonwiedergabe im
Gehäuse zu verfrachten. Wir möchten nun in unserem Praxistest nachprüfen,
ob sich der Panasonic TH42PV500E,
der schon reichlich Vorschlusslorbeeren einheimsen konnte, gegen unser
bisheriges 42/43 Zoll Masterpiece, den Pioneer 43'' Plasma PDP-435FDE
sowie gegen den bildstarken Plasmavision P42HTS40ES durchsetzen kann.
Verarbeitung
Im Vergleich zum Pioneer PDP-435FDE wirkt das Panasonic-Plasma vom Design her
etwas plumper, was auch daran liegt, dass die versammelte Elektronik zur
Bildsignalverarbeitung sowie die Anschlüsse und die TV-Tuner-Einheiten
im Falle Pioneer in einem separaten Mediareceiver stationiert sind.
Bei Panasonic ist alles in einem Gehäuse, was dazu führt, dass das Panasonic
TH-42PV500E mit Sicherheit nicht den Preis für das flachste Panel
überhaupt einheimsen wird. Hier wirkt das Pioneer PDP-435FDE, gerade eben
aus seitlicher Sicht, doch merklich eleganter. Erschwerend hinzu kommen
noch die Subwoofer-Einheiten, die unten im Gehäuse untergebracht sind.

Elegant: Chromumrandung in Nähe des SD-Karteneinschubs
Richtig ungelenk oder stümperhaft gestaltet wirkt das Panasonic
TH-42PV500E jedoch absolut nicht, im Gegensatz zum Plasmavision P42HTS40ES
oder zum NEC 42XR3 strahlt das
Panasonic TH-42PV500E schon einen
beachtlichen Level an Gediegenheit aus. Auch kleine Details wie die sorgfältig
und hochwertig ausgeführte Klappe über den Front-Bedienelementen und dem
Front AV-Eingang sowie das schicke Design mit schmaler Chromeinfassung
rund um den SD-Karteneinschub dokumentieren ebenso wie die aus gestalterischer
Sicht mustergültig unauffällig integrierten Lautsprecher, dass man bei
Panasonic erfreulicherweise viel Sinn für liebvolle, das Auge erfreuende
Detaillösungen hat, die vielen Konkurrenten fehlen.

Sehr sauber integrierte Lautsprecher
Der Rahmen des Displays ist wie bei der Konkurrenz von Pioneer
in elegantem schwarzen Klavierlack gehalten und kann stilistisch und qualitativ
überzeugen. Die Geräterückseite ist ordentlich verarbeitet, die einzelnen
Anschlüsse, auch der HDMI 1.1 Eingang, sind sorgfältig eingepasst.

Akkurat eingepasste HDMI-Schnittstelle

Eleganter Chromring um die Navigationseinheit - genau solche
Details sorgen für einen rundherum gediegenen Produkteindruck
Nichts Nachteilhaftes können wir - eine Seltenheit - auch beim
leidigen Thema "Qualität der Fernbedienung" ausmachen. Die Fernbedienung
sieht edel aus und wird dem Anspruch des Panasonic
TH-42PV500E somit voll gerecht. Auch hier sorgen Details wie die Chromumrandung
um die Navigationseinheit für Freude beim Betrachter. Zusätzlich dokumentiert
das immense Gewicht, dass diese Fernbedienung hochwertig aufgebaut ist.
Kurzfazit:
Pro:
- Hochwertige Anmutung des Panels (Rahmen,
Lautsprecherintegration)
- Sorgfältige Details (Chromumrandungen, Klappe
Front-Bedienelemente)
- Fernbedienung passt in Optik und Haptik sehr gut zum
Hauptgerät
- Akkurate Einpassung der Anschlüsse
Contra:
- Oberfläche der Fernbedienung nur aus Kunststoff
Bewertung      
Anschlussbestückung

Umfangreich: 3 x Scart, 1 x Komponente und 1 x HDMI
Der Front-Anschluss ist reichhaltig bestückt, denn es findet sich unter der
Kappe sowohl ein S-Video- und ein FBAS-Anschluss, als auch ein
2-Kanal-Stereoanschluss und ein PCMCIA-Karteneinschub. Ebenfalls ist auf
der Gerätefront auf der rechten Seite ein Einschub für eine SD-Karte
vorhanden. Digitale Bilder, die mittels einer Digitalkamera auf eine
SD-Speicherkarte aufgezeichnet wurden, können somit direkt vom Ursprungsmedium
und somit ohne vorheriges Brennen auf eine CD wiedergegeben werden. Die
Geräterrückseite bietet 3 x Scart (Scart 1: RGB/FBAS, Scart 2: FBAS/S-Video,
Scart 3 (AV4-Eingang): RGB/S-Video/FBAS), 1 x Komponente, 1 x HDMI, 1 x
Audio-Ausgang und 1 x Audio-Eingang (passend zum Komponenteneingang). Hinzu
kommt noch ein analoger D-Sub-Eingang für den analogen Anschluss der
Grafikkarte eines PCs. Die Bestückung mit drei Scartbuchsen, aber nur einem
Komponenteneingang halten wir für wenig zeitgemäß, da eigentlich nur noch die
Komponentenverbindung gerade bei Hightechgeräten wie diesem Plasmabildschirm
als analoge Verbindungsart in Frage kommt. Immer mehr wird über die digitale
HDMI-Schnittstelle verbunden, daher halten wir hier den Weg, den beispielsweise
Pioneer oder Toshiba gehen (Pioneer bietet eine Ausstattungsvariante/XDE der
neuen 6G Plasmas mit 2 HDMI-Schnittstellen an, Toshiba hat LCD-TVs mit zwei
HDMI-Schnittstellen im Sortiment), für zukunftsorientierter.
Kurzfazit:
Pro:
- Komponente und HDMI
- PC-Eingang
- PCMCIA- und SD-Karten-Einschub
>
Contra:
- Nur 1 x HDMI
- 2 x Komponente und 2 x Scart wäre sinnvoller als 3 x Scart
und 1 x Komponente
Bewertung      
Ausstattung:
Widmen wir uns zunächst den verschiedenen Menüs des Panasonic
TH 42 PV 500 E:

Das Hauptmenü, von dem aus man sich in die drei Submenüs
bewegen kann. Durch die übersichtliche Struktur macht Panasonic
es auch Einsteigern leicht, sich zurecht zu finden

Im Bildeinstellungsmenü des Panasonic
TH-42 PV 500 gibt es zunächst die eigenen Regler für Helligkeit, Bildschärfe,
Kontrast und Farbton. Bei "Farbton" gibt es neben "normal" noch
"kühl" und "warm", die angenehm neutrale "normal"-Einstellung passt für
eigentlich fast jedes Ausgangsmaterial. Für den NTSC-Betrieb steht eine
"Tint"-Funktion (Regelung der Rot-Grün-Balance) zur Verfügung. Ebenfalls
gibt es ab Werk vorprogrammierte Bildfelder (normal, Kino, dynamisch und
automatisch). In allen Modi kann der User die Einstellungen weiter nachbearbeiten
und für jeden Bildmodus sich eine selbst optimierte Bildeinstellung zulegen.
Es gibt noch zwei Rauschunterdrückungen, eine kümmert sich um das Bildrauschen
im Gesamten (Picture Noise Reduction, P-NR) und eine andere speziell um
MPEG-Artefakte, die bei der verlustbehafteten MPEG-Komprimierung entstehen
(MPEG NR). Es gibt noch einen "3D Comb" Filter für die Optimierung von
Standbildern und Zeitlupendarstellungen (bessere Farbwiedergabe, mehr
Bildschärfe).
x Im Tonmenü des Panasonic TH-42 PV500E
gibt es nicht allzu viele Optionen, neben den obligatorischen Reglern
für Höhen/Tiefen/Balance erhält der geneigte Kunde noch eine Regelmöglichkeit
für die Kopfhörerlautstärke. Eine einschaltbare Raumklang-Funktion und
eine wählbare akustische Ausrichtung auf die Stimm- oder die Musikwiedergabe
runden hier die Parameterauswahl ab.

Weitere Settings für den elementaren Betrieb findet der
Anwender unter dem Menüpunkt "Installation"
Ein wichtiges Merkmal stellen immer die verschiedenen Justagemöglichkeiten
für die Bildanzeige ("Aspect") dar. Hier bei unserem Testgerät gibt es
zunächst einmal das Programm "Panasonic Auto", welches selbstständig durch
Bildanalyse das optimale Bildseitenverhältnis festlegt, um das Bild möglichst
unverzerrt auf dem Bildschirm anzuzeigen. Diese "Auto" Funktion funktioniert
auch in der Praxis sehr gut, wie wir bereits kürzlich bei unserem Test
des Panasonic TX-26LX50F feststellen
konnten.
Natürlich gibt es noch weitere Modi: "16:9" für
richtige anamorphe Bilder z.B. von einer DVD, dann gibt es "14:9",
"4:3" und verschiedene Zoom-Einstellungen für eine vergrößerte
Wiedergabe von Ausschnitten des Ursprungsbildes. Möchte man ein 4:3 Bild auf
dem ganzen Bildschirm darstellen, kann man mittels horizontalem Stretching das
Bild auf dem ganzen Schirm wiedergeben.
Weitere Funktionen umfassen eine PiP (Picture in Picture, Bild
im Bild) - Wiedergabe (hier wird ein 2. kleines Bild mit einer 2. Signalquelle
innerhalb des Hauptbildes eingefügt), auch findet sich "Picture out of
Picture", hier wird ein 2. Screen außerhalb des Hauptbildes dargestellt
sowie "Picture and Picture", in diesem dritten Fall werden zwei
identisch große Wiedergabebilder nebeneinander dargestellt.
Um eine möglichst optimale Bildqualität zu realisieren, wurde aus dem
Vollen geschöpft. 8,6 Milliarden darstellbare Farben sollen für eine klare,
natürliche Farbwiedergabe sorgen. Die Konkurrenz von Pioneer
(rund 7 Milliarden) sowie Fujitsu General (1 Milliarde) schafft diese
Werte nicht oder nicht ganz, nur NEC (68,7 Milliarden
Farben, 4.096 Graustufen) übertrumpft die Konkurrenz deutlich. Dass die
Anzahl der darstellbaren Farben allein jedoch noch nichts oder nur wenig
aussagt, lernen wir in der Praxis immer wieder. Daher können wir nur den
Ratschlag erteilen, sich nicht zu sehr von einem hoch liegenden Wert blenden
zu lassen, sondern in der Praxis sorgfältig zu überprüfen, wie das Bild
denn wirklich aussieht.
Die bei der mittlerweile achten Panasonic Plasma-Generation insgesamt
2.048 Graustufen sollen dank der neuen Real Gamma Control für wirklichkeitsnahe
Bilder sorgen. Das menschliche Augen reagiert auf Abstufungsfehler in
dunklen Bildbereichen sehr sensibel, es fällt sofort auf, wenn Abstufungen
nicht vorhanden sind, sozusagen Details in einem dunklen "Einheitsbrei"
versinken. Der Panasonic TH-42PV500E
sowie alle Viera-Plasmas stellen nun mit doppelt so vielen Graustufen
wie bisher bei Panasonic dar, was für mehr Detailreichtum und Plastizität
sorgt.
Voraussetzung ist natürlich eine komplett einwandfreie Farbverarbeitung
dunkler Farbsignale. Der Panasonic
TH-42PV500E operiert hier mit einer 14-Bit-Farbverarbeitung, was Brillanz
und Farbreinheit garantieren soll. Auch dazu gehört das das 3-D-Farbmanagement-System,
das auf einer dreidimensionalen Korrektur der Farbdifferenzierungs- und
Helligkeitsebene und erreicht so eine besonders präzise Farbsteuerung.
Der laut Werksangaben 3000:1 Kontrast des Panasonic
TH-42PV500E ist ebenfalls ein Kennzeichen des Displays, allerdings
sind die Kontrastangaben der Hersteller immer mit Vorsicht zu genießen.
Wie dem auch sei, in der Praxis war der Kontrast wirklich ungemein hoch,
wie unsere Bildtestreihen später zeigen werden.
Das neue "Real Black Drive System" des Panasonic
TH-42PV500E reduziert den Wert der Vorentladungen auf etwa 1/10
von dem Wert bisheriger Plasmabildschirme, was auch für eine tiefe, klare,
satten Schwarzwiedergabe verantwortlich sein soll und für überragende
Kontrastwerte, gekennzeichnet durch einen weiter in Richtung 100 % Schwarz
tendierende Erweiterung, garantieren. Das gesamte Bild wirkt tatsächlich
plastischer durch die hervorragende Schwarzwiedergabe. Aber dazu später
in der Bildwertung mehr.
Der "Sub Pixel Controller" soll Kanten glätten und so
unschöne Treppenstufenmuster besonders an schrägen Objektkanten
glätten. Im Gegensatz zu herkömmlichen Systemen, welche die drei
RGB-Farbkanäle in einem Gang bearbeiten, kontrolliert und korrigiert er
- wenn notwendig - jeden einzelnen Bildpunkt. Mit seiner
Pixel-für-Pixel-Bearbeitung sorgt der Sub-Pixel Controller für eine
in der Praxis sichtbar besseren Bilddarstellung ohne Artefakte und
bekämpft
auch einzelne Bildpunkte, die "aus der Reihe" tanzen, wirksam.
Auch im Panasonic TH-42PV500 E integriert:
Eine bewegungsbedingte Rauschunterdrückung. Die Bewegungsbedingte Rauschunterdrückung
erkennt Bewegtbildmuster und eliminiert eventuelle Störungen. Durch die
sehr viel feinere und präzisere Verarbeitung der Signale kann die Bildqualität
erheblich gesteigert werden. Saubere, kristallklare Bilder sind selbst
bei schnellen Szenen garantiert.
Im neuen Panasonic TH-42PV500E
der 8-ten Plasma-Panel-Generation konnte die Effizienz der Gas-Entladung
deutlich verbessert werden. Im Vergleich zu Vormodellen wurden die Helligkeitswerte
der neuen Plasma Panel laut Panasonic um
bis zu 10% gesteigert werden, was zu besserer Bildwiedergabe auch unter
starker externer Lichteinstrahlung führt. Auch ein neuer Schwarzfilter
kommt zum Einsatz. Bei hellem Umgebungslicht reduziert der Schwarzfilter
die Lichtdurchlässigkeit des Frontglases. So verblassen auch bei direkter
Sonneneinstrahlung weder die frischen Farben noch tiefschwarze Bildanteile.
Die spezielle Panasonic Oberflächenveredelung des Schwarzfilters eliminiert
Reflexionen auf der Bildfläche. Auch bei externem Lichteinfall sollen
Farbbrillanz und Schwarzwert nicht sinken.
Kurzfazit:
Pro:
- Aufwändige Signalverarbeitung
- Neueste Paneltechnologie
- Effektive Rauschfilter
Contra:
- Video-EQ nur mit durchschnittlicher Anzahl an Parametern
Bewertung      
Bedienung:

Fernbedienung mit klarer Funktionsgliederung
Hat man sich an die Eingangs-Umschaltung gewöhnt, geht die Bedienung
eigentlich recht einfach vonstatten. Die Fernbedienung des Panasonic
TH-42PV500E hat zwar etwas schwergängige Knöpfe, sie liegt jedoch
gut in der Hand. Besonders lobend zu erwähnen sind die beiden großen Wipptasten
für Lautstärke und Programmfortschaltung, die Zifferntasten sind ebenfalls
sehr groß und problemlos zu handhaben. Damit haben auch ältere Menschen
keine Probleme bei der Bedienung wichtiger Grundfunktionen. Das Navigationskreuz
scheint zunächst relativ weit oben angebracht zu sein, in der Bedienpraxis
jedoch merkt man rasch, dass das Handling mit dieser Unterbringung im
oberen Drittel des IR-Controllers bestechend einfach ist. Wir vermissen
nur, wie bei praktisch allen Konkurrenzmodellen, eine Beleuchtungsmöglichkeit.
Wie wir bereits erwähnten, sind die Menüs logisch aufgebaut und sind nicht
mit Funktionen überfrachtet.

Unter einer kleinen Klappe befinden sich noch weniger oft
benötigte Bedienelemente der Fernbedienung
Bewertung      
Bildqualität:
Bei der Beurteilung der Bildqualität fällt auf, dass der Panasonic-Plasmafernseher
über Scart-RGB und HDMI, jeweils in Werkseinstellung betrachtet, ein in
Bezug auf Helligkeit und Kontrast identisches Bild macht, während zumindest
unser Testsample über Komponente (natürlich ebenfalls mit identischer
Einstellung getestet) ein merklich dunkleres und weniger kontrastreiches
Wiedergabebild zu beobachten war. Natürlich kann mit mittels des Video-EQ
nachjustieren, jedoch bleibt die gesamte visuelle Harmonie hinter dem
Ergebnis über Scart-RGB bzw. HDMI zurück.
Der zum direkten Vergleich herangezogene Pioneer PDP-435FDE hat in allen
drei Anschlussvarianten (HDMI, Komponente,
Scart-RGB) praktisch identische Helligkeits- und Kontrastwerte.
Trotz dieses kleinen Mankos bei unserem Test-Gerät endet die Bildwertung mit
einem triumphalen Durchmarsch des Panasonic
TH-42PV500E. Das beginnt bereits dann, wenn man den eben bereits erwähnten
Anschluss herkömmlicher Art und Weise über Scart-RGB wählen. Diese
Anschlussart ist zu kommentieren, denn wenn das Plasma so mit dem Zuspieler
verbunden ist, muss es gleich mehrere Signalverarbeitungsprozesse größeren
Ausmaßes selbstständig durchführen.
Zum einen bekommt das Plasma ein analoges Signal vom DVD-Player
zugespielt. Also muss zunächst eine Wandlung von der analogen in die digitale
Ebene erfolgen, damit das Panasonic-Gerät intern die Weiterverarbeitung
beginnen kann. Hier, in dieser A/D-Wandlung, ist die erste mögliche Fehlerquelle
zur Bildverschlechterung enthalten, denn wird ein unterdurchschnittlicher
A/D-Wandler eingesetzt, so zeigen sich die Resultate in Schattenmustern
und nicht stimmigen Objektkonturen.
Das zweite, was das Plasma machen muss, ist, das eingehende
Signal nach der A/D-Wandlung von einem Halb- in ein Vollbildsignal zu verwandeln
(De-Interlacing), denn ein Plasma ist technisch anders als ein
herkömmlichen Röhrenfernseher aufgebaut und benötigt zwingend Vollbildsignale
für die Bildwiedergabe. Genau
dieses De-Interlacing ist, wie wir schon häufig festgestellt haben, ein heikler
Punkt, da ein qualitativ überzeugendes De-Interlacing ohne störendes
Ruckeln, ohne unschöne Pixelbildungen, ohne einen matschig wirkenden
Bildeindruck und ohne die visuelle Harmonie einschränkende Bewegungsunschärfen
nur mit erheblichem technischen Aufwand, der entsprechend auch Geld kostet, zu
realisieren ist.
Panasonic hat offensichtlich weder bei Punkt 1 noch bei Punkt 2 gespart,
denn es sind ausschließlich hervorragende Ergebnisse, die uns vom Panasonic
TH-42PV500 präsentiert werden. Klare, saubere Objektkanten ohne erkennbare
Doppelkonturen, keine diffusen Schattenmuster, dazu eine einwandfreie
Bewegungsdarstellung, die auch bei raschen Kameraschwenks und schnellen
Bewegungen der Protagonisten stets Herr der Lage bleibt. Keine unschönen
Ruckeleffekte sind dem Panasonic vorzuwerfen, ebenso leistet er sich nicht
den Fauxpas unschöner Pixelbildungen. Zu loben ist die unter allen Bedingungen
gleichbleibende Bildschärfe und Detailtreue.
Kommen wir zu einem weiteren Punkt, um welchen sich das Plasma eigenständig
kümmern muss: Das Upscaling des Signals auf die native Panelauflösung.
Das Signal hatte in unserem Falle die 720 x 576 PAL Auflösung, und dieses
muss nun auf die 1.024 x 768 Pixel des Panasonic-Panels intern hochgerechnet
werden. Die Upscalingarbeit gelingt unserem Test-Kandidaten ebenfalls
ausgezeichnet. Im Vergleich mit einem anerkannt guten Denon
DVD-2910 sowie einem exzellenten Denon
DVD-3910 konnte sich das Panasonic
TH-42PV500E sehr gut in Szene setzen. Der Denon
DVD-3910 modellierte das Bild (die beiden Denons wurden über HDMI
angeschlossen, Scaling Einstellung 720p, denn nur mittels HDMI bzw., sollte
diese Verbindung gefragt sein, DVI ist es prinzipiell möglich, hochskalierte
Bilder aus dem DVD-Spieler herauszuleiten,
dies liegt in kopierschutztechnischen Faktoren begründet) noch ein wenig
präziser, aber der Panasonic, und das ist aller Ehren Wert, bewegt sich
auf dem Level des Denon DVD-2910.
Auch kleine Objekte bleiben beim Panasonic
TH-42PV500E ruhig, es ist kein unschönes Flimmern oder Zittern feststellbar,
das Gesamtbild wirkt natürlich scharf, und es sind keine Rauschmuster,
die von einem unzureichenden Upscaling herrühren, zu erkennen. Hochfrequente
Bilddetails werden stets klar und feinfühlig präsentiert.
Gehen wir weiter in der Bedienung der Bildqualität, widmen wir
uns nun nach der ersten, überblickartigen Beurteilung von De-Interlacing,
Upscaling und A/D-Wandlung, weiteren Faktoren.
Und hier ist erst einmal eine Sonder-Gratulation an Panasonic
fällig: Wir hatten bislang kein Plasma in unserer Test-Redaktion, welches
mit einem ähnlich tiefen und satten Schwarz das Auge des Betrachters verwöhnte.
Dadurch steigt auch die Bild-Plastizität auch deutlich, und ebenfalls
verbessert sich durch die hervorragende Schwarzwiedergabe auch der Kontrastumfang
nach unten hin nachhaltig. Auch die sonstige Farbwiedergabe ist
ungemein überzeugend, klar, natürlich und brillant, lässt es der Panasonic
TH-42PV500E nicht an farblicher Güte mangeln. Auffällig ist auch,
dass sich der Panasonic kaum störende Treppenstufenmuster an Objektkanten
leistet, wohl ein Verdienst der sehr guten internen Kantenglättung.
Gehen wir nun ins Detail und beschreiben zunächst unsere
Eindrücke bei den 16:9 Realtestbilder von der DVD-Discovery.
Eckdaten:
- Anschluss mittels Oehlbach-Scartkabels (1,5 Meter)
- DVD-Player Denon DVD-2910,
Denon DVD-3910
- Gewählte Signalart: Scart RGB
- Grund der Wahl für diese Art der Signaleinspeisung: Upscaling, De-Interlacing
und A/D-Wandlung müssen vom Panasonic
durchgeführt werden.
- Ziel dieser Test-Reihen: Unter schwerstmöglichen Arbeitsbedingungen
muss der Panasonic TH-42PV500E
zeigen, was er kann
Bei der Wiedergabe der Test-Bilder konnte sich der Panasonic
TH-42PV500 bestens in Szene setzen. Als erstes Test-Bild wählten wir
ein Muster mit verschiedenen Goldmünzen, in einem Haufen übereinander
angeordnet. Bei diesem Test-Bild kann der Panasonic
TH-42PV500E gleich in mehrerer Hinsicht Pluspunkte sammeln. Erster
Pluspunkt ist die exzellente Detaillierung, die auch Einzelheiten der
Münzprägung jederzeit ans Tageslicht holt. Auch managt der Panasonic
TH-42 PV 500 die Scharf/Unscharf-Übergänge zwischen dem bewusst unscharf
gehaltenen Hintergrund und dem scharfen Vordergrund sehr gut. Seinen herausragenden
Kontrastumfang stellt er besonders gut am Beispiel der hell scheinenden
Münze, auf die direkt Licht zu treffen scheint, im Bild vorn links unter
Beweis. Trotz des stark konzentrierten Helligkeitsfeldes, resultierend
aus dem gewünschten externen Lichteinfall bei Schaffung des Test-Bildes,
sind auch Details bei dieser ungünstigen Konstellation, die sehr viel
über die Güte des Kontrastumfangs aussagt, untadlig wiedergegeben.
Kommen wir zum nächsten Test-Bild, hier ist ein Sonnenuntergang vor einem feingliedrigen
Stahlgerüst zu betrachten, hier ist zu beobachten, wie exzellent der Panasonic
TH-42PV500E die vielen in diesem Bild enthaltenen Farbnuancen aufgreift
und in fließender, stimmiger Form aufbaut. Kein Übergang wirkt zu grob
gerastert, es sind keine unpassend sichtbaren Stufen enthalten. Zudem
wirken die Farben sehr echt, was einem tiefen Bildeindruck sehr förderlich
ist. Sehr schön auch: Selbst die Teile des Stahlgerüsts, die sich direkt
vor der untergehenden, aber noch in warmem Gelb gleißenden Sonne
befinden, werden nicht verschluckt, sondern einwandfrei klar wiedergegeben.
Auch hier also ein gut sichtbarer Beweis für die Qualität von Kontrast
und Detailtreue. Die feine Struktur der einzelnen Gitterstäbe wird vom
Panasonic sehr fein wiedergegeben, Doppelkonturen sind auch bei der kritischen
Scart RGB-Ansteuerung nicht zu beobachten.
Ein weiteres Test-Bild mit vielen bunten Steinen macht auf dem Panasonic
TH-42PV500E ebenfalls einen herausragenden Eindruck. Durch die sehr
guten Kontrastverhältnisse und den sehr guten Schwarzwert scheint jeder
einzelne Stein wie zum Greifen nahe. Auch die Farbwiedergabe überzeugt
durch Neutralität, eine Tugend, die gerade bei LCD- und Plasma-TVs noch
Seltenheitswert genießt, meist sind die Farben zu unausgewogen, entweder
zu undefiniert, oder zu knallig, aber selten wird ein reales, stimmiges
und homogenes Farbgefühl beim Betrachter erzeugt. Besonders ins Auge sticht
uns einer dieser bunten Steine, er ist oben herum blaugrau, unten erstrahlt
er in rot - diesen Farbübergang modelliert Panasonics G8 Plasma
in absolut souveräner Manier, der Farbübergang verläuft beispielhaft präzise.
Als nächstes Test-Bild diente uns ein Exemplar mit Wolkenkratzern unter blauem
Himmel. Hier erzeugte der Panasonic
TH-42PV500E ein plastisches und scharfes Bild, die minimal sichtbaren
Artefakte rühren hier von der Vorlage her. Der Wolkenkratzer rechts im
Bild hat bis oben hin gut erkennbare Stockwerke, und auch sein Pendant
links im Bild ist bis zum obersten Stockwerk klar durchmodelliert.
Mit den bereits zuvor genossenen Spitzenwerten bei Plastizität, Detailtreue
und Gesamtbildschärfe trumpft unser Test-Kandidat auch beim Test-Bild
mit den verschiedenen Zahnrädern groß auf. Man sieht exakt, wie die Zahnräder
räumlich angeordnet sind, dieses tiefe, greifbare Bild sorgt für großes
Sehvergnügen.
Das Bild mit den erntefrischen Erdbeeren überzeugt über Scart-RGB ebenfalls.
Kein Bildzittern ist zu beobachten, was für eine hochklassige interne
Signalverarbeitung spricht. Auch wirkt das Rot der Erdbeeren im direkten
Vergleich mit dem Pioneer PDP-435FDE beim Panasonic farblich noch echter,
noch treffender, also tiefer und satter. Auch das Grün der Erdbeer-Blätter,
beim Pioneer PDP 435 etwas zu stark in Richtung Neongrün tendierend, wird
beim Panasonic TH-42PV500E untadelig
natürlich dargestellt.
Überhaupt, so stellen wir fest, schafft es der Panasonic
TH-42PV500E, den Pioneer PDP-435FDE in die Schranken zu verweisen.
Diese Feststellung fußt auf mehreren Punkten:
- Die Farben wirken beim Panasonic
TH 42PV500 noch natürlicher und reiner
- Durch den besseren Schwarzwert bekommt das Bild noch mehr Tiefe und
Plastitizät
- Im hochfrequenten Bereich wirkt die Detaillierung noch etwas ausgeprägter
Wie gesagt, ein unglaublicher Durchmarsch des Panasonic
TH-42PV500, welcher auch beim Test-Bild mit dem Früchte-Stilleben
seine Fortsetzung findet. Besonders hinten rechts im Bild der Korb mit
den blauen Weintrauben und dahinter die Ananas hebt der Panasonic
TH-42PV500 äußerst plastisch hervor. Auch die Kiwi, aufgeschnitten
vorne links im Bild, wirkt plastisch, greifbar, hier möchte man selber
zugreifen.
Auch bei der schneebedeckten Berglandschaft sieht man die Ausnahmequalitäten
des Panasonic TH-42PV500 deutlich,
denn während andere hier Details der panoramaartig dargestellten Waldlandschaft
gerne unverwünscht zusammenfassen, was für einen leicht matschigen Bildeindruck
sorgt, stellt der Panasonic TH-42 PV
500 E jedes Detail sorgfältig dar, wie man es sich eigentlich wünscht.
Wunderschön modelliert der Panasonic
TH-42PV500E auch eine rote Rose vor schwarzem Hintergrund heraus.
Hier ist besonders bestechend, dass die Farbgebung der Rose unglaublich
natürlich wirkt, im direkten Vergleich kann auch der anerkannt gute Pioneer
nicht mit. Seine Rotdarstellung sieht weniger ausdrucksvoll aus und ist
insgesamt minimal zu hell. Dass der Panasonic
TH-42PV500 E einen besonders guten Schwarzwert hat, wird ebenfalls
wieder deutlich. Die attraktive junge Dame mit blondem Haar und den graublauen Augen, die ein
rotes Kopftuch aufhat, ist geradezu prädestiniert für einen weiteren Qualitätsbeweis
des Panasonic TH-42PV500E. Hier
ist es besonders die natürlich wirkende, detaillierte Struktur der Haut,
die Hautporen sind sehr plastisch sichtbar gemacht. Aber auch die sehr
realistische Hauptfarbe überzeugt, der Pioneer hat im direkten Vergleich
einen leichten Gelbstich.
Im Endeffekt ist aber auch der Pioneer PDP-435FDE, der im Spätsommer/Herbst
von seinem Nachfolger Pioneer PDP-436FDE
ersetzt wird, nach wie vor ein hervorragendes Gerät, welches bei diesen
Real-Test-Bildern nicht fundamental (bis auf den erheblich besseren Schwarzwert
des Panasonic) ins Hintertreffen gerät.
Untersuchen wir weitere visuellen Faktoren. In Bezug auf den Overscan
kann man dem Panasonic TH-42PV500
ein sehr gutes Zeugnis ausstellen, er neigt kaum zum Abschneiden von Bildeinhalten,
lediglich im unteren einstelligen Prozentbereich werden Bildinhalte abgeschnitten,
ein ähnlich gutes Ergebnis wie beim Pioneer PDP-435FDE.
Die ausgezeichnete Fähigkeit des Panasonic
TH-42PV500 E, bei hoher Auflösung sauber darzustellen, manifestiert
sich in absolut eindrucksvoller Manier beim 6,75 MHz Test-Bild. Hier schafft
er eine lupenreine Differenzierung zwischen den einzelnen sehr feinen
Linien, jede Linie ist in bestechender Schärfe zu erkennen. Sogar das
bereits herausragende Niveau des Plasmavision P42HTS40ES kann nochmals
übertroffen werden. Selbst über Scart-RGB ist die Wiedergabe frei von
Flimmern, Zittern und Bildpumpen - besser geht es praktisch kaum noch.
Kommen wir nun zu den Filmsequenzen, die wir über den Panasonic
TH-42PV500E betrachtet haben.
Als erstes sahen wir uns Szenen aus dem 2. Teil der "Mumie" an. In der
Anfangssequenz marschiert der Skorpionkönig alleine nach verlorener Schlacht
durch die menschenleere Wüste. In beeindruckender Manier modelliert der
Panasonic TH-42PV500E auch Feinheiten
des Wüstensandes und Details des muskelbepackten Körpers des Skorpionkönigs
heraus. Fein werden seine langen Haare wiedergegeben. Hier merkt man richtig,
wie diese trostlose Einöde optimal visualisiert werden kann. Exakt detailliert
erscheint der Skorpion, den sich dann der Skorpionkönig als "kulinarische
Delikatesse" zu Gemüte führt, ebenso tadellos herausgearbeitet wird die
urplötzlich erscheinende Oase, jedes einzelne Blatt an den Palmen ist
strukturiert erkennbar. Hervorragend bringt der Panasonic
TH-42PV500E danach das blutige Treiben der Armee des Skorpionkönigs
zur Geltung, die brennende Stadt mit ihren prächtigen altägyptischen Bauwerken
wird bis ins kleinste Detail wiedergegeben. Bevor der Skorpionkönig in
die Unendlichkeit abberufen wird und sozusagen bis in alle Ewigkeit darauf
wartet, wieder zurück zum Einsatz beordert zu werden, fällt sein Armband
in den Wüstensand - die feine Detaillierung des Armbandes gefällt ebenso
wie die hervorragende Bewegungswiedergabe und der fein herausgearbeitete
sandige Boden.
Eine visuelle Paraderolle ist das Kapitel 2 in der "Rückkehr der Mumie",
Laufzeit ab ca. 4.39 Minuten. Hier lohnt es sich, einmal genau hinzuschauen.
Bei dieser Laufzeit wird der Steinboden, von Sand bedeckt, gezeigt, und
in der Bildmitte ist eine kleine Statue o.ä. zu sehen. Auf jeden Fall
wird dieses Objekt in der Bildschirmmitte extrem gut dargestellt. Bedingt
durch den nicht ganz so überragenden Kontrastumfang, stellt auch der Pioneer
PDP-435FDE hier nicht jedes Detail mit der vom Panasonic
TH-42PV500 vorgetragenen Präzision dar. Der Panasonic
TH-42PV500E verschluckt keine noch so minimale Feinheit in der Dunkelheit.
Auch bei der Kamera, die sich langsam durch den beinahe dunklen, nur spärlich
beleuchteten Raum bewegt, fällt wieder die exzellente, ruckel- und unschärfefreie
De-Interlacingarbeit des Panasonic auf. Hier muss man allerdings direkt
anmerken, dass der Pioneer nicht abfällt, sondern nach wie vor durch sein
ausgezeichnetes De-Interlacing punkten kann. Auch der Pioneer-interne
Scaler ist als sehr gut einzustufen, als Dritter im Bunde mit tadellosem
De-Interlacing und sehr gutem Upscaling sowie hervorragender A/D-Wandlung
trägt sich der Plasmavision P42HTS40ES in die Bestenliste ein.
Besonders gut allerdings, dies muss nochmals weiter analysiert werden,
ist es wirklich um die Wiedergabe von Bildinhalten bei unterschiedlichen
Abstufungen in dunkler Umgebung beim Panasonic
TH-42PV500 bestellt. Hier kann die Konkurrenz nicht folgen, dies zeigt
auch eine weitere Sequenz. Brandon Frazer taucht hinter einem Spinnennetz
auf, und zwar bei Laufzeit 5.14, als er das Spinnennetz vorsichtig mit
der Hand nach unten gleiten lässt. Während der Pioneer PDP-436FDE Frazers
rechte Gesichtshälfte zu einem großen Anteil in der Dunkelheit "stehen"
lässt, arbeitet der Panasonic TH-42PV500E
auch in der rechten Gesichtshälfte detailliert heraus, seine Haarsträhne
rechts, der Rest vom Mund und das gesamte Auge sind beim Panasonic
TH-42PV500E klar erkennbar. Hier lässt sich die momentane Überlegenheit
des Panasonic TH 42 PV 500 sehr
gut nachvollziehen.
Auch bei "Star Wars Episode 2" brilliert unser Test-Kandidat. Hier begeistert
die detaillierte Wiedergabe des mit Sternen gefüllten Weltalls, hier macht
der Panasonic TH-42PV500E wiederum
seine momentane Sonderstellung deutlich, indem er Sterne auf die Bildfläche
bringt, die wir bei vielen Konkurrenten einfach vorenthalten bekommen. Aber
nicht nur in solchen Szenen sind die Ergebnisse brillant, auch in anderen
Sequenzen weiß der Panasonic TH-42PV500
über alle Maßen zu gefallen: Sei es das sehr gut herausgearbeitete Gesicht
des späteren Imperators Palpatine oder sei es die natürlich wirkende Hautfarbe
von Mace Windu - überall setzt der Panasonic neue Glanzlichter. Yoda präsentiert
sich ebenfalls fein gezeichnet, die grauen Haare auf dem grünen Kopf werden
exakt herausgearbeitet. Auch die Struktur der Wände in Palpatines Büro
wird sehr ansprechend wiedergegeben.
Der exzellente Schwarzwert des Panasonic
TH-42PV500E ist wieder in Kapitel 6 zu bewundern, wo die Killerin
einen weiteren Auftragsanschlag auf Senatorin Amidala durchführen soll,
entsprechend widerwärtiges, hochgiftigstes Getier wird ihr vor der von
bunten Neonreklamen durchwirkten Nachtatmosphäre von Django Fett in einem
Transportcontainer ausgehändigt. Diese Szene zeigt den Super-Schwarzwert,
bei Laufzeit ab 10.30 beweist er wiederum seine Talente: Hier besprechen
Obi-Wan und Anakin die weitere Vorgehensweise, wie der Killer dingfest
gemacht bzw. weitere Anschläge vereitelt werden können.
Die Gesichter von Obi-Wan und Anakin werden auch unter schwierigen Lichtverhältnissen
akkurat und detailliert wiedergegeben, auch Details des Raums (Struktur
von Wänden und Boden, Mobiliar) sind fein durchzeichnet. Störendes Bildrauschen
leistet sich der Panasonic TH-42PV500E
praktisch gar nicht - ein weiteres Extralob. Amidalas Schlafgemach in
der Dunkelheit, ebenfalls öfters eingeblendet, ist wieder eine Herausforderung
für den Panasonic TH-42 PV500,
der z.B. die Struktur der Decke, in die die Senatorin eingewickelt ist,
differenziert herausarbeitet. Auch bei Laufzeit 11.08, als sich
Anakin (links im Bild) und Obi-Wan (rechts im Bild) unterhalten, ist wunderbar
plastisch die nächtliche Kulisse des Planeten Coruscant zu sehen, und
kurze Zeit später, bei Laufzeit 11.23, wird der kleine Flugroboter, der
sich mit den widerlichen Würmern an Bord in Richtig Amidala entfernt,
mit einwandfreier Bewegungsdarstellung und klarer Detaillierung erfasst.
Kommen wir nun zu "Master and Commander". Auch hier wieder eine aktuelle
DVD, und direkt zu beginn (ab Laufzeit ca. 2.30) wird das Schiffsinnere
in bislang nicht gekannter Güte ausgeleuchtet, der Unterschied wird beim
wiederum als Vergleich angeschlossenen Pioneer PDP-435FDE deutlich: Der
Panasonic TH-42PV500E besticht
einfach durch seinen überragenden Kontrast. Insgesamt realisiert der Panasonic
TH-42PV500 auch hier eine Bildgüte, die bislang auf dem Plasmasektor
noch nicht realisiert wurde. Denn auch Einzelheiten wie die Schiffsglocke
mit dem Klöppel werden sehr plastisch und harmonisch eingearbeitet dargestellt.
Die vielen einzelnen Leinen der Segel-Befestigung erscheinen alle hoch
detailliert. Im dritten Kapitel fällt wieder die wunderbar plastische
Darstellung des Meeres auf, und auch das Schiff, welches langsam in die
Nebelbänke vordringt, wird sehr stimmig dargestellt. Das Können des Panasonic
TH-42 PV 500 zeigt wiederum der kurze Schwenk aufs Schiffsdeck, wo
für wenige Sekunden dunkelbraune Kisten mit Tieren an Bord zu sehen sind:
Die Kisten wirken beim Panasonic so plastisch, dass man sie greifen könnte.
Jede Einzelheiten auf dem Schiffsdeck sowie an den Uniformen der Schiffsmitglieder
wird hervorragend in Szene gesetzt. Die Aufnahmen im Nebel, z.B. als das
gegnerische Schiff aus dem Nichts auftaucht, sind durch das praktisch
völlig fehlende Bildrauschen als ausgesprochen gelungen zu bezeichnen.
Fahren wir mit der Eignung des Panasonic
TH-42PV500E für die HDMI-Verbindung fort.
Hier ist keinerlei Absinken von Kontrast und Helligkeit im Vergleich zum
Scart-RGB-Bild festzustellen. Wie man nun bei HDMI vorgeht, das
ist vom Zuspieler abhängig. Wie wir bereits erwähnten, besitzt der Panasonic
einen ausgezeichneten Scaler, so muss man, hat man einen DVD-Player
mit internem Scaler, sich die Frage stellen muss, ob der DVD-Spieler
oder der Plasmaschirm das Upscaling
erledigen soll. Hier sollte man schon über einen sehr guten Zuspieler
verfügen, erst in der Leistungsklasse ab 1.300,00€ kann man bei exaktem
Hinsehen minimale Unterschiede ausfindig machen. Große Unterschiede lassen
sich jedoch auch dann nicht ausmachen, dies beweist, wie gut die interne
Elektronik des Panasonic TH-42PV500E
arbeitet.
Bewertung      
Klang
Hier kann man sagen, dass der Panasonic
TH 42 PV 500 erstaunlich gute Leistungen vollbringt. Vom trüben, ausschließlich
mittenbetonten Klang ohne jegliche Anflüge von Dynamik ist der Panasonic
TH-42PV500E doch ein gutes Stück entfernt. Das liegt daran, dass nicht
irgendwelche Lautsprecher lieblos ins Plasmagehäuse verfrachtet wurde,
sondern man sich bei Panasonic mit hörbarem Erfolg Gedanken um eine ansprechende
akustische Wiedergabe gemacht hat.
Das Ganze nennt sich "Smart Sound Speaker System" und vereint einige Highlights:
So werden die extrem schmalen und kompakten seitlichen Lautsprecher-"Schlitze"
von zwei Subwoofern ergänzt, die unten im Gehäuse ihren Standort haben
und separat angesteuert werden. Dies hat zum Ergebnis, dass gerade bei
moderaten Lautstärken ein durchaus erfreulicher klanglicher Gesamteindruck
entsteht. Bilanzierend ist festzuhalten - auch hier die Nähe zu Pioneer
- dass sich beide Firmen auch um eine gepflegte Akustik ihrer Plasmas
mit Erfolg bemüht haben.
Zwar ist es nicht so - wie gern behauptet wird - dass
ausschließlich über die Plasmalautsprecher ein intensiver, räumlicher Film-
und Musikgenuss möglich gemacht wird, zaubern kann kein Hersteller. Wer eine
sehr beeindruckende Akustik realisiert haben möchte, sollte zu diesem Zweck
schon eine eigene zusätzliche AV-Anlage betreiben. Aber für den abendlichen
Fernsehfilm, die tägliche Dosis an Nachrichten oder für die Lieblingsserie
reicht das Gebotene locker aus. Ebenso kann man z.B. MTV oder VIVA einfach
nebenher laufen lassen, ohne durch eine unzureichende Akustik gestört zu
werden.
Bewertung (für ein Plasma dieser Bauart)      
Fazit
Das neue Panasonic TH-42PV500E
krönt sich zum uneingeschränkten Herrscher in der 42/43 Zoll-Liga der
Plasmabildschirme. Die Basis für
diesem Durchmarsch liegt im herausragenden Kontrast, im tiefen Schwarzwert
und in der erstklassigen Detailwiedergabe. Auch die neutrale, angenehme
Farbdarstellung sorgt für hoch erfreute Gesichter beim Test-Team. Die
praktisch völlige Abwesenheit von Bildrauschen jeglicher Art sowie die
sehr gute Darstellung auch schräger Objektkanten ergänzt den erstklassigen
Bildeindruck. Die hochwertige Verarbeitung, die praxisgerechte Ausstattung
und das einfache Handling vervollständige zusammen mit den wirklich beachtlichen
akustischen Leistungen den Premium-Gesamteindruck. Mit Spannung erwarten
wir Pioneers Revanche mit dem 6G-Plasma Pioneer
PDP-436 FDE, welches wir nach der IFA gleich unter die Lupe nehmen
werden.
Machtwechsel an der Spitze: Der Panasonic
TH-42PV500E siegt nach einem eindrucksvollen Durchmarsch über die
restliche Plasma-Konkurrenz

Masterpiece Kategorie Bildwiedergabegeräte
High-End-Klasse
Test 15.07.2005
Preis-/Leistungsverhältnis:      
Pro:
- Bester Schwarzwert aller bislang getesteten Plasmaschirme
- Erstklassiges De-Interlacing und Upscaling
- Detailwiedergabe im hochfrequenten Bildbereich beispielhaft
- Neutrale, angenehme Farbdarstellung
- Bereits über Scart-RGB exzellentes Bild
- Sehr einfaches Handling
- Ausgezeichnete Verarbeitung
Contra:
- Abmessungen (B x H x T): 113,8 x 73,0 x 13,8 cm
- Farbe: silber-schwarz
- Gewicht: 40,0 kg
- Bildauflösung: 1024 x 768 Pixel
- Panel: G8 HD Panel (Progressive)
- Bildschirmdiagonale, brutto: 106 cm
- Bildschirmdiagonale, sichtbar: 106 cm
- Kontrastverhältnis: 3000:1
- Farben: 8,6 Millarden
- Farbsysteme: NTSC/PAL/SECAM/PAL/60Hz/M-NTSC
- Ausgangsleistung: 26 W
- Netzspannung: 220 - 240 V
- Betriebstemperatur: 0°C - 40°C
- Bildschirmart:
- 16:9 Format | Diagonale, brutto/sichtbar 106/106 cm |
- Plasmatechnologie
- Bild
- Auflösung 1024 x 768 Pixel
- G8 Plasma Panel | Viera Colour
- Management System mit 8,6 Mrd. Farben
- HD-ready
- Progressive Scan
- Sub Pixel Controller
- Rauschunterdrückung
- C.A.T.S. Automatische Kontrastregelung
- 3D digitaler
- Kammfilter
- Graustufen 2.048
- Kontrastverhältnis 3000 : 1
- Sound:
- Smart Sound Speaker System | Ausgangsleistung 26 Watt
- Ambience Raumklang
- Bedienerfreundlichkeit
- Speicherplätze [TV] 99
- Multi Window: PIP,POP,PAT,PAP mit 1x
- Tuner
- SD-Karten-Aufnahme
- Bildschirmschoner
- Bildschirm-Menü (OSD-Sprachen) 23
- Videotext Level 2,5
- Videotext-Speicherseiten 2000
- Fernbedienung
- Empfang:
- Hyperbandtuner | PAL B/G | PAL D/K | SECAM B/G | SECAM D/K |
SECAM L | PAL-60 | NTSC | M-NTSC
- Anschlüsse:
- HDMI-Schnittstelle
- SD-Karten-Slot
- PCMCIA-Anschluss
- Scart (RGB, S-Video, Composite): 3
- S-Video Eingang (Hosiden)
- Audio-Eingang L+R (RCA)
- Audio-Ausgang (Cinch)
- VGA-Anschluss (15polig)
- Video-Komponenteneingang 3 x RCA
- YUV-Komponenteneingang (Cinch)
- Kopfhöreranschluss
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