1. Teil: Test - Pioneer 50 ''-Plasma PDP-505XDE
Test: Carsten Rampacher, AREADVD
- update: 04.04.2005 (cr)

Überblick und Produktvergleich
Bereits der Pioneer PDP-435FDE
im 43 Zoll-Format bekam ausgezeichnete Zensuren im ausführlichen Praxis-Test
- Grund genug für uns, das 50 Zoll-Modell in
der gehobenen XDE-Ausstattungsvariante ebenso sorgfältig unter die Lupe
zu nehmen. Die Pioneer PDP-505XDE
genannte Version ist in der Lage, mit einer Auflösung von 1.280 x 768
horizontal und vertikal nativ 720p-Signale darzustellen.
Ca. 7.000,00€ sind für ein Hightech-50-Zoll-Plasma nicht zu viel,
wenngleich die Summe immer noch eine beträchtliche Investition darstellt.
In diesem Kaufpreis sind das Plasma-Panel selbst nebst neu gestaltetem
Mediareceiver enthalten, die Lautsprecher müssen jedoch noch genauso optional
hinzugekauft werden wie unterschiedliche Ständer für die akkurate Aufstellung.
Was die Lautsprecher anbetrifft, so sind wahlweise Boxen lieferbar, die
nur an den Seiten oder aber sowohl seitlich als auch unter dem Plasmaschirm montiert werden. Ferner hält Pioneer
unterschiedliche Standfüße sowie einen schwenkbaren
und einen starren Tischfuß und eine
starre Wandhalterung sowie eine anwinkelbare Wandhalterung
bereit, damit der Anwender die für seine Zwecke optimale
Unterbringungsart auswählen kann. Reicht das Systemkabel im Lieferumfang
ab Werk in Bezug auf die Länge nicht aus (Beispiel: Mediareceiver steht
auf AV-Anlage in einer Ecke des Hörraums neben der Couch, Plasma hängt
in größerer Entfernung vor der Couch an der Wand), kann man - allerdings
gegen wenig zurückhaltende Aufpreise - längere Varianten bekommen. Zur
Wahl stehen 30 m und 10 m.
Die Ausstattungsunterschiede des Pioneer
PDP-505XDE zum Pioneer PDP-505FDE:
- DVB-T-Tuner plus analoger Tuner (FDE-Modell nur analoger
Tuner), optischer Digitalausgang zum Anschluss an externe Dolby
Digital-Decoder, DVB-T-Modul mit Common Interface Slot für PAY TV-Karten
- Mediareceiver mit erweitertem Anschlussangebot (VGA
PC-Eingang, Kopfhörerausgang auf Front)
- Dual Screen (beliebige Kombination der Eingangssignale
möglich, einstellbare Bildgröße im Dual Screen-Modus) und Picture in
Picture (PiP) Funktion. Bei PiP kann die Darstellung durch Drücken der
"Shift"-Taste auf der FB geändert werden. Dual Screen und PiP -
Anordnung von Main und Sub kann mit der "SWAP"-Taste
geändert werden
- EPG (Elektronischer Programm-Guide, siebentägige
elektronische Programmführung)
- Home Gallery-Funktion (Einschub auf Vorderseite
Mediareceiver unter der Klappe): Hiermit bietet Pioneer eine weitere Anwendung für Plasmas, denn
mittels "Home Gallery" wird die Wiedergabe von digitalen Standbildern
möglich. Unterstützt werden die folgenden Speicherkarten via PC-CARD Type2
Einschub: Smart media, Compact Flash, SD, Multi Media Card, Memory Stick, Micro
Drive, xD-Picture card und PC-Card flash memory. Bilder mit bis zu 2400*1800
Pixel können dargestellt werden. Ferner werden max. 2000 Dateien per Ordner und
maximal 500 Ordner pro Speicherkarte unterstützt. Die Anzeige mit
XGA-Auflösung garantiert eine tadellose Bildqualität. Sind Bildbetrachter in
den DVD-Spieler integriert, sind die oftmals langen Zugriffszeiten ein Problem.
Dieses umgeht man, wenn man die Bilder direkt via Speicherkarte über das Plasma
anzeigt. Nur 3 s Zugriffszeit vergehen, um ein 1600 x 1200-Bild anzuzeigen -
kein Vergleich zu jpeg-Viewern in DVD-Spielern, die manchmal bei großen
Bilddateien eine halbe Ewigkeit brauchen und somit den Spaß an der Diashow
verderben.
- Aufwändigere, aluminiumplattierte Fernbedienung (wie vom Pionerr PDP-434HDE
her bekannt)
- Mediareceiver in noch eleganterer Optik mit höherem
Silber-Anteil
Verarbeitung
Was die Verarbeitungsgüte angeht, so kann sich der Pioneer
PDP-505 XDE auch bei den G5-Versionen nicht beschweren, wie bereits
das Pioneer PDP-435FDE im Test
unter Beweis stellte. Das Display selber besticht wie auch von den anderen
Pioneer-Plasmas her gewohnt mit höchst sauberer, penibler Verarbeitung
und edler Optik. Beim Wechsel von der G4- zur G5-Generation beibehalten
wurde der nun minimal breitere Rahmen aus tiefschwarzem Klavierlack, der
dafür sorgt, dass der Pioneer PDP-505XDE
auch ein exklusives Design-Stück im Wohnraum mit edlem Ambiente darstellt.
Verwendet man die gegen Aufpreis lieferbaren langen Lautsprecher für die
seitliche Montage, entsteht ein etwas anderer optischer Eindruck als bei
der Vorläuferserie, denn die Boxen sind schwarz anstatt silbern und wirken
sehr edel, die Verarbeitung ist sichtbar hochwertiger als bei den preisgünstigeren
silbernen Pendants. Was einem nun besser gefällt, ist trotzdem, wie so
oft, Geschmackssache, und wer lieber den schwarz-silbernen Kontrast bevorzugt,
kann nach wie vor auch die silbernen, etwas kürzen seitlichen Lautsprecher
optional dazu bestellen. Wer gern sehr genau hinschaut, sollte vielleicht
zu den edleren schwarzen Lautsprechern greifen.

Sehr elegant: Der Mediareceiver deS Pioneer
PDP-505XDE. Unten steht mit dem Pioneer
DVR-920H das aktuelle DVD-Recorder-Topmodell
im passenden Design (Test folgt)
Auch die extrem geringe, im Vergleich zum Vorgängermodell nochmals geringfügig
reduzierte Tiefe trägt zum edlen Erscheinungsbild bei. Der Mediareceiver
wurde einer umfangreichen optischen Überarbeitung unterzogen - mit einer
gerade beim Pioneer PDP-505XDE
sichtbaren Wirkung. Der bei der G4-Generation eher plumpe und biedere
Mediareceiver tritt in völlig neuem, elegantem Gewand auf. Perfekt passt
er zum neuen Highend-HDMI-DVD-RW-Recorder Pioneer
DVR-920H mit 250 GB-Festplatte. Selbstverständlich bringt der Pioneer
PDP-505XDE die edle, bereits von der G4-Generation her bekannte Fernbedienung
mit Alu-Cover mit.
Bewertung      
Anschlüsse
Hier die Anschluss-Übersicht:
- HDMI Schnittstelle mit separatem Eingang (Eingang
3)
- Komponenten-Eingang (PAL/NTSC Progressive) auf Eingang 2 -
muss im Menü umgeschaltet werden
- 3 x SCART: Scartbuchsen 1 und 3 mit RGB, Scartbuchsen 2 und
3 mit S-Video
- S-Video-Hosiden-Eingang und 2-Kanal-Audio-Eingang auf Gerätefront
Mediareceiver
- PC-Anschluss analog auf Front Mediareceiver
- Köpfhörerbuchse auf Front Mediareceiver
- Analoge Antennenbuchse
- 2 x digitale Buchse für DVB-T-Tuner
- PC-Card-Einschub

Hinter
der Klappe auf der Gerätefront befindet sich ein reichhaltiges Arsenal an
Anschluss- und Einschubmöglichkeiten
Insgesamt fällt die Anschlussbestückung des Pioneer
PDP-505 XDE ordentlich aus, trotzdem ist Kritik angebracht. Denn die
Kundschaft, die ein solches Highend-Plasma kauft, wünscht sich zumindest
teilweise sicherlich einen zweiten Satz YUV-Eingänge oder, noch zukunftssicherer,
gleich zwei HDMI-Interfaces. Beides ist deutlich sinnvoller als drei Scartbuchsen,
diese Kritik muss sich Pioneer gefallen lassen.
Verursachen zwei HDMI-Eingänge zuviele Kosten, hätten wir lieber den ganzen
PC Card-Einschub und die Home Gallery-Funktion weggelassen, beides Funktionen,
die ein Highend Home Theatre-Plasma nicht braucht.
Bewertung      
Unterschiede G4- und G5 Plasma-Generation:

- Advanced Super Clear Drive: Darstellung von nunmehr 7
Milliarden Farben (im Standard-Modus 100 Hz, exakt sind es 7,08 MRD. Farben)
möglich. G4: 1 Milliarde) und 1.920 Graustufen, Dynamic Bright Up-Verarbeitung für Optimierung
der Bildhelligkeit.
- Optimierte Pure Cinema-Schaltung mit genauerer Anpassung auf
das Quellmaterial

- "Direct Colour Filter": Laut Pioneer erster "Film Type"-Front-Filter,
der direkt auf das Plasma-Display aufgetragen wird. Vorteile dieser
neuen Technologie sind ein besserer Kontrast in hellerer Umgebung -
Pioneer spricht von 20 Prozent Steigerungsrate gegenüber den G4 Modellen
-, eine höhere Farbreinheit, eine Reduzierung der Reflexionen durch
weniger Übergänge (Glas, Luft) und eine höher liegende Kantenschärfe.
Hinzu kommen eine Gewichtsreduzierung und eine Reduzierung der Tiefe
des Plasmadisplays. Während die beiden letzten Parameter zwar sicherlich
auch ganz interessant, für den wahren Home Theatre-Fan jedoch nicht
unbedingt maßgeblich sind, haben wir besonders die erstgenannten Versprechungen
untersucht - und haben festgestellt, dass sich tatsächlich Verbesserungen
ausfindig machen lassen: Gerade bei Tageslicht ist das Bild klarer durchstrukturiert,
es gehen weniger Details in sehr hellen oder sehr dunklen Bildbereichen
unter. Ebenfalls wirken die Farben noch eine Idee satter und kräftiger
als bei den G4-Plasmas. Beim Pioneer
PDP-505XDE fällt der positive Nutzen der Neuerung erstaunlicherweise
deutlicher aus als beim Pioneer PDP-435
FDE.
- Gewicht wurde reduziert
- 5 mm dünner (Tiefe von 98 auf 93 mm heruntergesetzt)
- Rahmen 5 mm breiter

Innovativ:
Gegen (kräftigen) Aufpreis bietet Pioneer Lautsprecher mit variablem
Abstrahlwinkel an. Oben im Bild ist die Halterung zu sehen, die durch ihren im
Vergleich komplexeren Aufbau diese verschiedenen Winkel möglich macht
- Neue "Acoustic Swing Speakers", lange Lautsprecher
für die seitliche Montage mit fünf verschiedenen Anbringungsmöglichkeiten
(z.B. Inside/20 Grad zum Sitzplatz angewinkelt, für wenige Zuschauer
Outside/10 Grad abwinkelt, für größeres Publikum)
Natürlich kommen auch in den G5 Plasmaschirmen wiederum die bereits in den
G4-Modellen bewährten Technologien zum Einsatz. Hier der Überblick:
Pure Drive - Digital bis zum endgültigen Bild
Einer verbesserten Bildgüte zugute kommen soll auch die "Pure Drive"-Technologie.
?PURE DRIVE? arbeitet durchweg digital, bietet also die direkte
Verarbeitung ohne Wandlung. Normalerweise wandeln herkömmliche Plasmaschirme
das Bildsignal kurz vor Ende des Signalwegs, denn zur Ansteuerung der
einzelnen Pixel wird ein analoges Signal benötigt. Damit wird auch ein
Teil des Vorsprungs wieder verspielt, den digitale Videoschnittstellen
wie High Definition Multimedia Interface (HDMI)
und Digital Visual Interface (DVI) prinzipiell
mitbringen: Zwar wird das Bildsignal digital ins Plasma hineingeleitet,
auch die Skalierung auf die native Auflösung des Schirms findet auf der
digitalen Ebene statt - eine D/A-Wandlung zum Schluss ist aus den eben
beschriebenen Gründen aber noch notwendig. Pure Drive hingegen steuert
die Pixel digital an und verhindert somit eine D/A-Wanldung, was die Bildgüte
steigert.

Keine D/A-Wandlung mehr vor der Bildausgabe: Pioneers
"Pure Drive"-Technologie garantiert ein reines und sauberes Bild
Pure Drive kann aber noch mehr - die Technologie besteht aus verschiedenen
Ausstattungsmerkmalen, die sich zu einem bildverbessernden Gesamtkonzept
ergänzen. Hier der Überblick über die Pure Drive Schlüsseltechnologien:

- PURE Drive dynamischer HD-Wandler (Arbeitsweise siehe Bild
oben), der terrestrische PAL-Signale oder DVD-Signale zu progressiven Bildern mit 1280 (1024) x 768 Auflösung
konvertiert. Das System scannt 84 Bildpunkte der Umgebung des jeweiligen Pixels, um
durch die Reduzierung gerasterter Linien ein klareres und schärferes Bild
erzielen zu können.

- PURE Drive: Natural Enhancer (Arbeitsweise siehe Bild oben). Eine herkömmliche
Bandbreiten-Erweiterung hat laut Pioneer
auch negative Einflüsse auf das Bild zur Folge. Durch die neu entwickelte
digitale Erweiterung werden negative Einflüsse eliminiert und die Bandbreite
sauber erweitert.
- PURE Drive: Dynamic Range Expander
(D.R.E.). Durch eine Dynamik-Erweiterung werden ungenutzte Bereiche des Histogramms
?gestreckt?; so entstehen dynamischere und kontrastreichere Bilder.
- PURE Drive: 10 Bit Digitaler Farbdecoder - im Vergleich zum
analogen Farbdecoder findet eine sichtbare Verringerung des horizontalen
Rauschens statt
- PURE Drive: Digital CTI (Colour Transient Improvement) verbessert die Übergänge bei Farbwechseln
und macht die Farbkanten klarer und schärfer - ein störendes
"Ausbluten" der Farben, wo sich z.B. bei Rot-Blau-Übergängen ein
kleiner Teil des Rots im eigentlich schon blauen Bildbereich sichtbar wird,
kann so vermieden werden.
Insgesamt bietet kaum ein anderer Anbieter so durchdachte, aufwändige und
zukunftsträchtige Technik, nicht umsonst baut Pioneer seinen Marktanteil
kontinuierlich aus.
Bewertung      
Bedienung

Übersichtlich: Die Fernbedienung des FDE-Basismodells
Zu bedienen ist das Pioneer
PDP-505XDE ebenso einfach wie das Pioneer
PDP-435FDE - denn die Kombination aus gelungenen Graphical User Interface
(Pioneer-typisch heißt das Grundmenü "HOME MENU", wie auch von den DVD-Spielern
des Hauses bekannt) und bedienungstechnisch hervorragender Fernbedienung
sorgt für ein Handling, das dem Pioneer nach wie vor die Spitzenposition
unter den uns bekannten Plasma-Bedienkonzepten sichert. Sehr gut: Der
HDMI-Eingang hat nun im Gegensatz zu den G4-Plasmas einen separaten Input
(Eingang 3) und ist nicht mehr mit dem Komponenteneingang (Input 2) zusammen
gefasst. Damit muss nicht der HDMI-Eingang
deaktiviert werden, wenn man zusätzlich Komponentensignale einspeisen
möchte. Das Handling gegenüber dem Pioneer
PDP-435 FDE wird durch die hochwertigere Fernbedienung mit noch besserem
Tastendruckpunkt weiter verbessert. Auch bei dieser Fernbedienung ist
das Navigationskreuz zentral untergebracht.
Bewertung:      
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