Test: AV-Receiver Pioneer VSX-AX3
Test-Redakteur: Carsten Rampacher,
AREADVD - update:
28. Oktober 2003
Test-Assistent: Matthias Walther-Richters,
HIFI-REGLER
Der Test wurde in den HIFI-REGLER®-Hörstudios
durchgeführt.

Ausstattung
Heute kann der Kunde für rund 1.200,00 EUR schon viel erwarten,
wenn er einen AV-Receiver ersteht. Dies zeigen Offerten wie beispielsweise
der Pioneer
VSX-AX3, der ca. 1.200,00 EUR kostet. Dass man mit diesem
Gerät einen AV-Receiver der gehobenen Preisklasse einkauft, machen die
hochwertigen Features deutlich. Die AV-Kommandozentrale verfügt über ein
THX Select-Zertifikat und eine Ausgangsleistung von 7 x 100 Watt. Decoder
für Dolby Digital/dts 5.1, dts ES Matrix/Discrete 6.1, Dolby Digital 5.1
EX, THX Surround EX, dts 96/24, dts Neo:6 und Dolby Pro Logic 2 (inklusive
den Einstellmöglichkeiten im Music Mode) sorgen dafür, dass alles codiert
wird, was sich auch anspruchsvolle Heimkino- und Mehrkanal-Musik-Liebhaber
wünschen. Als hochwertiges Ausstattungsmerkmal findet sich in der Feature-Liste
des Pioneer
VSX-AX3 neben einem On Screen Display auch Pioneers sehr präzise und
effektiv arbeitendes M.C.A.C.C. (Multichannel Acoustic Calibration System)
in vollautomatischer Form mit Mikrophon. Mehr über die Arbeitsweise des
Systems finden Sie im weiteren Verlauf des Textes.
Die Ansprüche an moderne AV-Receiver steigen - die D/A-Wandler
müssen hochwertig sein, das Gleiche gilt für das DSP, welches die Signalverarbeitung
im Inneren des Geräts übernimmt und somit das "Herz" darstellt. Pioneer
möchte sich auf diesen Gebieten keine Blöße geben und installiert 192
kHz/24-Bit Audio-D/A-Wandler und in 2-facher Ausfertigung einen gleichermaßen
präzise wie schnell arbeitenden Motorola 48 Bit-DSP-Chip. Was nützliche
elektronische Zusatzschaltungen angeht, ist der Pioneer
VSX-AX3 ebenfalls sehr gut bestückt. Für eine perfekte Synchronisation
von Audio- und Videoquellen bringt der Pioneer
VSX-AX3 eine Audio Synchro/Sound Delay-Funktion mit. Mit Hilfe des
eingebauten Audio Scalers werden PCM-Signale niedriger Qualitätsstufen
aufpoliert. Durch die Hi-Bit-Conversation wird eine Biterweiterung auf
24 Bit erreicht, das High-Sampling (Legato Link) vergrößert die Frequenzbandbreite.
Dieses umfangreiche Paket soll einen reineren und facettenreicheren Sound
ermöglichen - wie unsere Höreindrücke zeigen, bestätigt sich dies
in der Praxis: Video-DVDs und Audio-CDs klingen facettenreicher, dynamischer
und klarer. Hier von einem revolutionären Unterschied zu sprechen, wäre
falsch, bei umfangreichen Hörtestreihen aber lässt sich durchaus ein Unterschied
heraushören. Liebhaber von DSP-Programmen bedient der Pioneer
VSX-AX 3 ebenfalls und stellt verschiedene Modi für die Nachbearbeitung
von Kino- und Musikprogrammen zur Verfügung, die im folgenden genauer
erklärt werden.
Als sehr praxisgerecht erweist sich die Umschaltmöglichkeit
zwischen allen Musik- und allen Heimkino-DSPs: Mittels eines simplen Tastendrucks
auf der Fernbedienung des Pioneer
VSX-AX3 kann man sich entweder zwischen allen Musik- oder zwischen
allen Heimkino-DSP hin- und herschalten und so das am besten zur Signalquelle
passende DSP auswählen. Je nach dem, ob "Movie" oder "Music" als Grundlage
für die Wahl der DSPs angewählt wurde, nimmt der Pioneer
VSX-AX3 verschiedene Optimierungen vor, damit eine Filmton- oder Musik-Signalquelle
in Bezug auf das Lautsprecherequipment und die Einarbeitung der Surround
Back-Lautsprecher möglichst passend wiedergegeben wird. Dies gilt nicht
nur für die Pioneer-DSPs, sondern auch für die "elementaren" Modi wie
DTS, Dolby Digital, DTS Neo:6 und Dolby
Pro Logic 2.
Film-Standard-Modi:
- Dolby Digital
- DTS
- THX Cinema
- Dolby PL2 Movie
- Dolby Pro Logic
- DTS Neo:6 Cinema
Film-DSP-Modi:
- "Action" soll Action-Filme besonders
effektiv zur Geltung bringen. Der Klang ist in diesem
DSP-Programm voller, die Effektwiedergabe erfolgt
mit besonderem Nachdruck. Unser Fazit: Ordentliches
DSP, das bei sehr guter DVD-Software den Bassdruck
und die Effektgewalt optimieren kann.
- Sci-Fi: Soll bei Science-Fiction-Filmen
einen besonders weiten Klangraum garantieren und eine
effektive Trennung zwischen Dialogen und Klangeffekten
ermöglichen. In unseren Testreihen eignete sich das
Programm tatsächlich bei verschiedenen Science-Fiction-Filmen
für eine Intensivierung des räumlichen Gesamteindrucks.
- Drama: Der "Drama"-Modus ist für dialogreiche
Filme bestimmt. Durch eine Hervorhebung der Dialogelemente
soll eine besonders gelungene Stimmcharakteristik
der Akteure erreicht werden. Bei diesem DSP wird zudem
der Dynamikumfang etwas komprimiert, mit der Folge,
dass die lauten Klangelemente die leiseren nicht überdecken
können.
- Musical: Für Filme mit hohem Musikanteil
(z.B. Musicals). Eine lange Verzögerung des Reflexionsschalls
führt zur Simulation eines resonanten Klangs wie in
einem Konzertsaal.
- Monofilm: Dieses DSP ist dafür gedacht,
Mono-Filmen einen Hauch von Surroundakustik zu verleihen.
In der Praxis lieber mit der nicht nachbearbeiteten
Mono-Tonspur Vorlieb nehmen.
- 5/7-D-Theater: Dieser Modus soll Stereoquellen
mehr Klangtiefe verleihen. Bei Signalquellen, die
in Dolby Pro Logic aufgezeichnet wurden, sollte dieses
Programm in Verbindung mit Dolby Pro Logic verwendet
werden. Bei 7.1 Systemen kann die Betriebsart in
Verbindung mit der vollen Lautsprecherkonfiguration
genutzt werden.
Musik-Standard-Modi:
- Dolby Digital
- DTS
- Dolby PL2 Music
- DTS Neo:6 Music
Musik-DSP-Modi
- Classical. DSP-Programm, das einen großen Konzertsaal für die effektive
Wiedergabe klassischer Musik simuliert. Eine lange Verzögerung des Reflexionsschalls
in Kombination mit Nachhalleffekten ermöglicht dem Zuhörer, so Pioneer,
den Genuss einer dynamischen und reichen Klangcharakteristik, die große
Konzertsäle und kraftvolle Orchesteraufführungen kennzeichnen.
- Chamber: Ein DSP
für eine besonders lebendige Musikwiedergabe, reicher Nachhall und ein
voller Klang sollen den Eindruck eines lebhaften Veranstaltungsraums
vermitteln.
- Jazz. Jazzclub-Simulationsprogramm. Virtuell wird durch eine kurze
Laufzeit des Reflektionsschalls (unter 100 ms) ein Live-Effekt erzeugt,
der für einen solchen Club kennzeichnend ist. In der Hörpraxis erweist
sich dieses Programm als recht brauchbar, eine klare und akzentuierte
Stimm- und Instrumentalwiedergabe konnte bei Jazz Live-CDs, die in entsprechenden
Clubs aufgezeichnet wurden, herausgehört werden. Bei Studioalben bzw.
Konzerten in größerem Rahmen hingegen passten die vorprogrammierten
Parameter nicht optimal zur Software.
- Rock. In diesem DSP werden die akustischen Effekte eines mittelgroßen
Konzertsaal simuliert, Ergebnis ist laut Pioneer ein "Live"-Effekt mit
kraftvollem Bass und sauberer Trennung der Instrumente.
- Dance. Ein DSP,
das die akustische Umgebung eines Tanzclubs simuliert, die Basswiedergabe
wird stark betont. Durch eine Laufzeit des Reflexionsschalls von unter
50 ms soll das akustische Gesamtergebnis sehr intensiv ausfallen.
- 5/7-Kanal-Stereo
Mit einer Loudness-Funktion, die bis zu einer Lautstärke-Einstellung
von -20 dB aktiv ist, hebt der Pioneer
VSX-AX3 Bässe und Höhen bei niedriger Lautstärke an. Zur Reduzierung
von Störgeräuschen besitzt der Pioneer
VSX-AX3 eine digitale Rauschreduktionsfunktion (Digital NR).
Somit ist die Ausstattung des Pioneer
VSX-AX3 schon sehr gut - der mit ca. 1.800,00 EUR deutlich teurere
"größere Bruder" Pioneer
VSX-AX5i-S erweitert das Feature-Paket noch um ein Dual Layer-Chassis
bringt noch, einen i.link-Anschluss in doppelter Ausfertigung sowie ein
USB-Interface. Ebenfalls gehören zwei YUV-Eingänge
und ein YUV-Ausgang
sowie besonders hochwertige, vergoldete Lautsprecher-Schraubverschlüsse
zu den besonderen Merkmalen des teureren Pioneer
VSX-AX5i-S.

Bereits der Pioneer
VSX-AX3 weiß in Bezug auf die Hochwertigkeit sehr gut zu gefallen.
Natürlich sind auch hier Schraubterminals für alle Lautsprecher vorhanden,
die sehr solide verarbeitete Geräterückseite ist ebenso zu loben wie die
Gerätefront, die aus massivem Aluminium besteht. Alle Bedienelemente,
von denen Teile unter der stabilen Klappe zu finden sind, sind ebenfalls
in tadelloser Qualität ausgeführt. Durch seine voluminösen Gehäuseabmessungen
wirkt der Pioneer
VSX-AX3 vom Auftritt her wie ein echter Oberklasse-AV-Receiver - zu
diesem Anspruch passt auch das fein auflösende DOT Matrix Display und
die sorgfältige Verarbeitung des Geräteinneren. Die mitgelieferte Fernbedienung
ist passabel verarbeitet und von guter Materialqualität - Überdurchschnittliches
wird in Bezug auf den IR-Controller aber nicht geboten.

Die Anschlussbestückung fällt ordentlich aus. Es stehen unter anderem
ein 7.1-Kanal-Direkteingang, zwei optische und zwei koaxiale Digitaleingänge
und zwei optische Digitalausgänge (hier wäre ein koaxialer und ein optischer
Ausgang sinnvoller gewesen) sowie ein 7.1-Kanal-Pre-Out zur Verfügung.
Videoseitig gibt es beispielsweise vier S-Video-Eingänge und drei S-Video-Ausgänge
auf der Geräterückseite. Leider stehen keine YUV-Terminals
zur Verfügung, diese sollten in der Preisklasse des Pioneer
VSX-AX 3 eigentlich mit dazugehören.
Insgesamt erzielt der Pioneer
VSX-AX 3 in der ersten Teilwertung ein sehr gutes Ergebnis. Die Verarbeitungsqualität
überzeugt ebenso wie die Ausstattung - nur sollte ein AV-Receiver dieser
Preisklasse YUV-Anschlüsse mitbringen. Großes Plus des Pioneer ist das
aufwändige M.C.A.C.C., prima fällt die Bestückung mit DSPs aus.
Bewertung      
Bedienung
Heimkino-Neulinge
werden M.C.A.C.C. aufgrund der einfachen Bedienung ebenso sehr zu schätzen
wissen wie Heimkinofans, die eine wirklich erstaunlich genaue Anpassung
des AV-Receivers an das Lautsprechersystem und an die akustischen Bedingungen
im Hörraum wünschen. Über das klar strukturierte OSD
ist M.C.A.C.C. sehr einfach aufzurufen, die Schritte, die der Anwender
durchführen muss, sind klar beschrieben und einfach verständlich. Die
korrekte Arbeit mit M.C.A.C.C. und die Funktionsweise:
Voraussetzung: Es sollte möglichst leise im Hörraum
sein, damit M.C.A.C.C. alle Boxen korrekt einpegeln kann. Ebenso muss
das mitgelieferte Mikrophon an der dazugehörigen Buchse auf der Vorderseite
des AV-Receivers (Mikrophon-Anschluss unter der Klappe) angeschlossen
werden. Das Mikrophon ist an der üblichen Hörposition aufzustellen, klar
dürfte sein, dass es während des Einpegelungsvorgangs absolut ruhig liegen
muss. Der Subwoofer, falls angeschlossen, sollte unbedingt eingeschaltet
werden. Das Bildwiedergabegerät - zur Justage des Pioneer
VSX-AX 3 via OSD
- wird ebenfalls aktiviert. Anschließend drückt man auf der Fernbedienung
die "Receiver"-Taste und wählt das "Surround Setup" im OSD an. Innerhalb
des Surround-Setups kann man dann die automatische Kalibrierung des Lautsprechersystems
anwählen und ausführen lassen.

Ist der Prozess angelaufen, überprüft das System zunächst
das Mikrophon und die angeschlossenen Lautsprecher. Gibt es eine "Err"
(= Error)-Meldung, arbeitet das Mikrophon nicht korrekt oder die LS-Verbindungen
stimmen nicht. Hier gab es in unserem Test keine Probleme, wir schlossen
verschiedene unterschiedliche LS-Sets (Sub-/Sat-Systeme, Systeme mit voluminösen
Lautsprechern mit und ohne aktiven Subwoofer) an den Pioneer
VSX-AX 3 - immer arbeitete M.C.A.C.C. zu unserer vollen Zufriedenheit
und deckte auch Fehler zuverlässig auf (zur Simulation einer "Error"-Meldung
schlossen wir eine Box nicht korrekt an). Die Betriebssicherheit lag bei
unserem Test-Gerät - wie bei allen anderen Pioneer M.C.A.C.C.-Testsamples,
die wir bislang testeten - somit sehr hoch.
Nun beginnt M.C.A.C.C. mit der Arbeit, und
zwar in folgenden Schritten:
- Analyse der angeschlossenen Lautsprecher. Der AV-Receiver gibt hier
eine Reihe teilweise recht lauter Testimpulse von sich, die vom Mikrophon
erfasst werden. Das System bestätigt automatisch die Verfügbarkeit der
LS und nimmt so die Grundeinstellung vor.
- Analyse der Lautsprecher-Größe. Hier erkennt M.C.A.C.C. für jede Box
die optimale Wiedergabebandbreite. Auch großvolumige Standlautsprecher
mit einem Basschassis von 16 cm können als "small" erkannt werden. In
unserer Testpraxis arbeitete diese Erkennung sehr stimmig und zuverlässig
(mehrere LS-Sets angeschlossen zu Prüfzwecken).
- Einstellung der Verzögerungszeit. Das Mikrophon erkennt die jeweilige
Entfernung vom Lautsprecher zur Hörposition. Die Verzögerungszeiten
werden automatisch für jeden LS in einem Raster von 5 cm eingestellt.
- Pegeleinstellung. Hier wird der Schalldruckpegel der Lautsprecher
im Verhältnis zur Hörposition analysiert und angeglichen.
- Automatische Entzerrung des LS-Systems. Hier führt M.C.A.C.C. die
automatische Berechnung der Frequenzgänge durch. LS und Raumakustik
werden hierbei miteinander abgeglichen. Der Pioneer
VSX-AX 3 gibt dabei eine Reihe von Test-Tönen aus, die vom Mikrophon
erfasst werden. Mittels eines exakt arbeitenden Equalizers erfolgt die
Kalibrierung für jeden Kanal.
Alternativ kann natürlich auch manuell konfiguriert
werden, mit Justagemöglichkeiten für die Entfernung der
Lautsprecher vom Hörplatz für die manuelle Einstellung
der Verzögerungszeit und einer manuellen Möglichkeit zur
korrekten Einpegelung. Wir empfehlen aufgrund der akkuraten
Arbeitsweise allerdings M.C.A.C.C.

Die Fernbedienung des Pioneer
VSX-AX 3 liegt gut in der Hand, das Navigationskreuz ist zentral untergebracht
und ordentlich zu bedienen. Der Druckpunkt der einzelnen Tasten ist tadellos.
Hilfreich wäre noch eine Beleuchtung für die einfachere Bedienung im abgedunkelten
Heimkinoraum. Die Bedienelemente am Pioneer
VSX-AX 3 selber sind, obwohl zahlreich vorhanden (rechnet man die
Funktionstasten unter der Frontklappe mit ein) sehr gut zu bedienen, die
einzelnen Tasten haben einen angenehmen Druckpunkt und sind solide ausgeführt.
Das Gerätedisplay ist perfekt: Groß, kontrastreich und somit sehr ist
einfach ablesbar. Insgesamt sammelt der Pioneer
VSX-AX 3 mit seinem durchdachten Bedienkonzept viele Pluspunkte, echte
Schwachstellen sucht man vergeblich.
Bewertung      
Ton
Testequipment
- DVD-Player Denon DVD-2200,
Harman-Kardon
DVD-30
- Lautsprechersysteme: Nubert nuBox 5.1-Set, Teufel System 5 in EX-Konfiguration,
Mirage Omnisat, KEF KHT-2005.2
- Wired by Oehlbach
Pegelfestigkeit
Der Pioneer
VSX-AX 3 erwies sich in unseren Test-Reihen als außerordentlich pegelfest,
so meisterte er unseren ersten zweieinhalbstündigen Test-Lauf (mit großen
Frontlautsprechern, ohne aktiven Subwoofer) hervorragend. Obwohl wir mit
70 bis 90 Prozent des Maximalpegels operierten, schaltete sich der Pioneer
VSX-AX 3 nicht einmal ab. In einer zweiten Test-Reihe mit einem hochwertigen
Subwoofer-/Satellitensystem erreichte der Pioneer
VSX-AX 3 ebenfalls ausgezeichnete Resultate. In unserem Dauerlauf-Test,
als wir den Pioneer
VSX-AX 3 über 5 Stunden mit 60 bis 70 Prozent des Maximalpegels betrieben,
leistete er sich ebenfalls keine Schwächen. Im Vergleich zu den, wie wir
feststellten, bereits sehr pegelfesten Geräten der 500,00 EUR- bis 800,00
EUR-Preisklasse zeichnet den Pioneer
VSX-AX 3 eine nochmals höhere Souveränität bei hohen Lautstärken aus.
Zudem kann er in deutlich größeren Hörräumen eingesetzt werden, die Grenze
dürfte im Falle des Pioneer
VSX-AX3 bei knapp 40 Quadratmeter liegen. Früher war es ab und zu
ein Problem so manchen Pioneer AV-Receivers, dass er sich bei hoher Belastung
schnell abschaltete - obwohl eine tatsächliche Überlastung und damit eine
gerechtfertige Abschaltung noch in weiter Ferne lag. Hier hat Pioneer
nachgebessert und den Überlastungsschutz "unempfindlicher" gestaltet.
Die beim Pioneer
VSX-AX 3 gezeigte Auslegung weiß nun vollauf zu überzeugen. In keiner
Test-Reihe schaltete sich das der Pioneer
VSX-AX 3 ab, obwohl die Endstufen viel leisten mussten. Wie man deutlich
an der kräftigen, aber nicht zu intensiven Erhitzung des AV-Receivers
merken konnte . Im Vergleich zur Konkurrenz liefert der Pioneer
VSX-AX3 eine ausgezeichnete Leistung ab. Der mit ca. 1.000,00 EUR
günstigere Denon
AVR-2803 kann im direkten Vergleich nicht ganz mithalten, die Souveränität
des Pioneer bei hohen Pegeln zeichnet sich, gerade im Einsatz ohne aktiven
Subwoofer, durch eine kräftigere Bassgewalt und ein ausgewogeneres Klangbild
hörbar ab. Sieht man sich nach teureren Alternativen um, so muss sich
der Pioneer knapp dem Harman-Kardon
AVR-5550 und dem Denon
AVR-3803 geschlagen geben. Beide hier genannten AV-Receiver sind mit
ca. 1.400,00 EUR bzw. ca. 1.500,00 EUR aber auch deutlich teurer.
Erst bei sehr hohen Pegeln in Hörräumen um die 40 Quadratmeter können
sich Harman-Kardon und Denon hörbar absetzen. Die Dynamik ist dann besser,
der Bass antrittsstärker. Wir stellen aber die Prognose, dass nur wenige
Anwender in der Praxis an diese Grenzen stoßen werden. Selbst anspruchsvolle
Mehrkanal-Musik- und Filmtonfreunde werden daher mit der Performance des
Pioneer
VSX-AX 3 sehr zufrieden sein.
Filmton-Wiedergabe
Heimkino-Fans können sich freuen - denn alle Testreihen, die der AV-Receiver
durchlief, offenbarten viele Sonnen- und praktisch keine Schattenseiten
des Pioneer
VSX-AX3. Im Vergleich zu früheren Pioneer-Modellen ist die Auslegung,
wie wir schon beim unter unserem Test-Gerät positionierten
Pioneer VSX-D912 feststellten, verändert worden. Dieser Trend begann
allerdings bereits mit dem Vorgänger des Pioneer
VSX-AX 3, dem VSX-D1011, und wird nun konsequent fortgesetzt. Bei
den Sequenzen aus "Minority Report", "Behind Enemy Lines" und "E.T." auf
der 7. DTS Demo-DVD begeisterte der Pioneer
VSX-AX3 durch seine feine Auflösung im Hochtonbereich, so dass bei
allen Arten von Effekten und Effektkombinationen ein klarer, durch die
sorgfältige Durchzeichnung komplett und intensiv wirkender Klangeindruck
entsteht, der von einer Güte ist, die bis vor noch nicht allzu langer
Zeit nur wesentlich teureren Geräten vorbehalten war. Mit dieser Natürlichkeit
auf hohem Niveau setzt der Pioneer
VSX-AX3 Preisklassen-Akzente. Wer noch mehr Feinauflösung und Finesse
im Hochtonbereich wünscht, sollte dann auch bereit sein mehr Geld auf
die Ladentheke zu legen. Selbst der 200,00 EUR teurere
Harman-Kardon AVR-5550 bietet in Bezug auf die Klarheit und den Detailreichtum
im Hochtonbereich nur unwesentlich mehr. Erst nach sehr ausführlichen
Hörtestreihen mit dem entsprechenden Equipment lässt sich eine nochmals
geringfügig höhere Transparenz beim Harman-Kardon ermitteln. Mit einer
nochmals größeren Homogenität im gesamten Klangfeld kann sich auch der
Denon AVR-3803
vom Pioneer absetzen. Allerdings gilt auch hier: Erst nach langen Test-Reihen
mit hochwertigem Test-Equipment fallen hörbare Unterschiede auf. Auf jeden
Fall - und das ist eine reife Leistung - operiert der günstige Pioneer
VSX-AX3 praktisch schon eine Preisklasse höher, denn auch dort hat
der AV-Receiver keinerlei Probleme, mitzuhalten. Selbst dann, wenn die
Gegner Denon
AVR-3803 und Harman-Kardon
AVR-5550 heißen, sind die Leistungen des Pioneer sehr lobenswert.
Erst im Detail können die - beide übrigens insgesamt überragenden - teureren
Geräte hörbar vorbeiziehen, was sich vor allem an weiteren "Spezialdisziplinen"
festmachen lässt: Vor allen anderen liegt der Denon
AVR-3803 mit seiner klaren, höchst plastischen Stimmwiedergabe , der
Harman brilliert mit der klassenbesten Dynamik.
Im Bassbereich offeriert der Pioneer
VSX-AX3 ein sehr gutes Volumen und eine hervorragende Präzision. Verglichen
mit früheren Pioneer Modellen ist die Basswucht allerdings nicht mehr
so immens. In Anbetracht der hörbar gestiegenen Präzision ist dies aber
unserer Ansicht nach problemlos zu "verschmerzen", zumal die Durchsetzungskraft
nach wie vor an der Klassenspitze zu finden ist. Gerade heftige Explosionen
lässt der Pioneer
VSX-AX3 mit unnachgiebiger Wucht durch den Hörraum donnern. Gleichzeitig
aber stellt er "kleinere" und kurze, trockene Basseffekte deutlich besser
als frühere Pioneer AV-Receiver dar - hier bietet der Pioneer
VSX-AX 3 nun wirkliches Top-Niveau. Die Vorteile der neuen akustischen
Auslegung sind auch gerade bei hohen Pegeln deutlich spürbar. Hier gab
es in der Vergangenheit die Probleme, dass bei hohen Lautstärken der sehr
kräftige Bass auch hohe Anforderungen an die Raumakustik und die verwendeten
Lautsprecher stellte - nicht immer war die niederfrequente Wiedergabe
daher noch harmonisch und homogen. Mit solchen kleinen Nachteilen räumt
der Pioneer
VSX-AX3 nachhaltig auf und beweist seine durchdachte Konstruktion
auch durch seine stimmige und stets klare Basswiedergabe. Sogar bei höchsten
Pegeln klingen die Bässe noch angenehm passend und nicht mehr so dominant
wie in früheren Modellgenerationen. Durch den etwas zurückhaltenderen
Bassbereich des Pioneer
VSX-AX3 spürt man, dies ist ebenfalls ein positiver Nebeneffekt, die
Vorteile im Hochtonbereich um so deutlicher. Ddie hinzugewonnene Transparenz
und Präzision wird hier nicht von einem zu wuchtigen Bass "überdeckt".
Mehrkanal-Musikwiedergabe
In Bezug auf die Mehrkanal-Musikwiedergabe können wir dem Pioneer
VSX-AX3 ebenfalls ein sehr gutes Zeugnis ausstellen. Dynamisch, klar
und präzise agiert der AV-Receiver, die Stimmwiedergabe betont auch sehr
feine Details. In Bezug auf die klangliche Homogenität bietet der Pioneer
VSX-AX3 eine sehr respektable Leistung, selbst nur mittelprächtige
Aufnahmen klingen bei "humaneren" Lautstärken noch sehr brauchbar. Erst,
wenn man kräftig am Lautstärkeregler dreht, schwindet die Harmonie hörbar.
Bei sehr guten Aufnahmen weiß der Pioneer
VSX-AX 3mit seinem sehr sensibel ansprechenden Hochtonbereich zu gefallen.
Ebenfalls zeichnet er einen angenehm harmonischen, dichten Klangteppich,
der sich gefällig über den ganzen Hörbereich legt. Mit diesen Qualitäten
ändert sich auch die Zielgruppe, für die der Pioneer
VSX-AX 3 in Frage kommt.
Waren Pioneer AV-Receiver früher besonders für die Liebhaber von bass-
und effektstarker Rock-, Techno- oder Housemusik geeignet, werden sich
jetzt auch Freunde von klassischen Konzerten und von Big Band-Festivals
für den Pioneer
VSX-AX 3 interessieren. Durch die hörbar gestiegene Sorgfalt bei der
Einarbeitung kleiner Details wird die Darstellung bei den eben genannten
Musikrichtungen kompletter, tiefer und umfassender. Gerade bei qualitativ
exzellenten DVDs mit klassischer Musik erreicht der Pioneer hervorragende
Werte. Selbst "schwierige" Instrumente wie die Violine oder das Piano
managt der Pioneer
VSX-AX 3 hörbar souveräner als früher. Bei der Sequenz aus Antonio
Vivaldis "Vier Jahreszeiten", abgelegt auf der THX Ultimate Demonstration
DVD, begeisterte der Pioneer
VSX-AX 3 mit einer prägnanten Instrumentaldarstellung und einer ausgezeichneten
Modellierung auch kleiner Einzelheiten wie z.B. das Abklingen eines Instruments.
Mit hoher Souveränität konnte der Pioneer
VSX-AX 3 auch beim "Chronos"-Trailer auf der siebten DTS Demo-DVD
aufwarten. Hier baute er das aufwändige Klangbild dieses imposanten musikalischen
Trailers schnell und sauber durchstrukturiert auf. Das Ergebnis war eine
räumlich tiefe Darstellung, die den Zuhörer bildlich gesprochen mitten
in die fesselnden Klänge der "Chronos"-Sequenz "hineinfallen" lässt. Man
hat den Eindruck, die Musik intensiv zu erleben, auch Einzelheiten zu
spüren. Es ist schon beachtlich, dass ein solches Klangerlebnis bereits
bei AV-Receivern dieser Preisklasse möglich ist. Ein hörbarer Unterschied
tut sich gerade in dieser Sequenz im Vergleich zu günstigeren Geräten
auf.
Auch wenn in den Preisregionen zwischen 500,00 und 800,00 EUR bereits
eine Menge auch in Bezug auf die Musikalität geboten wird, so stellen
wir doch fest, dass deutlich teurere AV-Receiver hörbar mehr bieten, gerade
dann, wenn man in größeren Hörräumen mit hoher Präzision und sehr guter
Dynamik hören möchte. Nicht, dass die Ergebnisse vieler hervorragend getesteter
günstigerer AV-Receiver hier in einem schlechten Licht dastehen - viele
potentielle Interessenten dürften sich über das Gebotene sehr freuen -
aber das gebotene Mehr fällt in den Punkten Souveränität, Dynamik, Klarheit
und Präzision schon wirklich hörbar aus. Wir raten daher jedem zu umfangreichen
Hörtestreihen, um anschließend eine Abgleich mit dem eigenen Performance-Profil
und den eigenen Anforderungen vorzunehmen. Nicht vergessen sollte man
auch sein eigenes restliches Equipment. Wer z.B. ein sehr hochwertiges
Lautsprechersystem einsetzt, sollte sich auch den entsprechenden AV-Receiver
dazu gönnen, damit das gesamte System auch ein Klangerlebnis realisiert,
das die Potentiale aller verwendeten Komponenten auch optimal ausnutzt
Dass die im Pioneer
VSX-AX 3 eingesetzten Endstufeneinheiten leistungsfähig sind und klar
aufspielen können, hörten wir auch im DVD Audio- und SACD-Betrieb heraus.
Mit den großen Anforderungen an die Dynamik und die gesamte Hochtonwiedergabe
kam der Pioneer sehr gut zurecht. Ein spritziges, gefälliges Klangbild
war die Folge, seine Leistungsfähigkeit stellte der AV-Receiver bei verschiedenen,
teils krassen Dynamiksprüngen (z.B. Ludwig van Beethovens 3. Symphonie,
96 kHz/24-Bit 5.1-Kanal, Dabringhausen&Grimm DVD Audio Sampler) eindrucksvoll
unter Beweis. Die Feinfühligkeit, die der Pioneer
VSX-AX 3 an den Tag legte, bewies ebenfalls, dass akustisch ein echtes
Oberklasse-Gerät entstanden ist: Das leise Abklingen der Instrumente war
als ausgezeichnet zu bewerten, die differenzierte Darstellung der Streicher
gefiel uns sehr gut. Noch vor geraumer Zeit konnte man DVD Audio- und
SACD-Software nur in Verbindung mit AV-Boliden der Luxusklasse in hervorragender
Qualität anhören. Geräte wie der Pioneer
VSX-AX 3 zeigen, dass es aktuell schon zu deutlich günstigeren Kursen
möglich ist, DVD Audio in qualitativ tadelloser Form zu genießen.
Dolby Pro Logic 2
Im PL2 Musik-Betrieb notierten wir gute, aber keine überdurchschnittlichen
Leistungen. Die Präzision des Pioneer
VSX-AX 3 liegt auf einem erstaunlichen Niveau, die Basskraft ist voll
befriedigend. Mancher Konkurrent bietet hier allerdings mehr tieffrequentes
Volumen. Im PL2 Movie Modus überzeugt die facettenreiche Surround-Abbildung
auch kleinerer Effekte. Auch ist die Stimmwiedergabe gut gelungen, könnte
nur noch mehr Fundament bieten. Die Darstellung tiefer Männerstimmen kann
so etwas dünn wirken. Insgesamt, so scheint es, hat Pioneer in die Optimierung
des Dolby
Pro Logic 2-Modus im Gegenteil zu allen anderen Betriebsarten nicht
überdurchschnittlich viel Abstimmungsarbeit gesteckt. Daher sind zwar
Ansätze wirklich gut , im Detail aber müsste noch optimiert werden, vor
allem dann, wenn man zur Konkurrenz insbesondere von Yamaha und Denon
aufschließen möchte. Beide Hersteller haben es geschafft, in Bezug auf
die Qualität der PL2-Klangqualität momentan das Maß aller Dinge darzustellen
- und zwar in praktisch allen Preisklassen. Harman-Kardon bringt mit Logic
7 sogar einen eigenen Surround-Aufpolierer, der in einigen Disziplinen
Maßstäbe setzen kann - wie sich z.B. anhand der Tests zu den Harman-Kardon-Modellen
AVR-5550
und AVR-8500
nachlesen lässt.
Stereobetrieb
Eine echte Überraschung liefert der AV-Receiver im Stereobetrieb: Mit
einer ungemein ausdrucksstarken, emotionalen und nie oberflächlich-langweiligen
Wiedergabe beweist der Pioneer
VSX-AX 3, dass er in dieser Disziplin keinen Konkurrenten fürchten
muss. Mit beeindruckender Konsequenz und Klarheit baut das Gerät eine
sauber durchstrukturierte virtuelle Bühne auf, was zu einem vielschichtigen,
gefälligen und erwachsen wirkendem Gesamt-Klangbild führt. Auch feine
Nuancen gibt der Pioneer ausgezeichnet wieder, er arbeitet musikalische
Einzelheiten akkurat und mit der richtigen Gewichtung ein. Dies führt
dazu, dass man sehr viel Freude am Musik hören hat, denn der Pioneer
VSX-AX 3 modelliert mit großem Geschick eine lebendige, präzise und
frische Darstellung heraus. Mit diesen Leistungen muss er selbst einem
im Stereo-Betrieb superben Gerät wie dem Harman-Kardon
AVR-5550 nur knapp den Vortritt lassen - was nicht unkommentiert bleiben
darf, denn der teurere Harman-Kardon kann seinerseits deutlich kostspieligere
Konkurrenten auf die Plätze verweisen, was die Stereoqualitäten angeht.
Insgesamt beweist der Pioneer, dass man viel Entwicklungsarbeit und Feintuning
investiert hat, um eine erwachsene, auch anspruchsvollen Stereohörern
gerecht werdende Wiedergabecharakteristik zu realisieren. Und die Operation
ist gelungen - mit dem Pioneer
VSX-AX 3 erwirbt der Käufer nicht nur einen exzellenten Multichannel
AV-Receiver, sondern auch eine komplett klingende Stereo-Soundmaschine.
Bewertung Pegelfestigkeit      
Bewertung Klang Film      
Bewertung Klang Mehrkanal-Musik      
Bewertung Klang Dolby PLII      
Bewertung Klang Stereo      
Fazit
Die ganze Anmutung des Pioneer
VSX-AX 3 erreicht Oberklasse-Niveau, was in Anbetracht des Kaufpreises
sehr beachtlich ist. Nicht hinter den optischen Eindrücken zurück stecken
müssen die klanglichen Eigenschaften. Hier bietet der Pioneer
VSX-AX 3 eine sehr hoch liegende Ausgewogenheit, gleichzeitig jedoch
versteht es der Pioneer glänzend, durch seinen plastischen, facettenreichen
und präzisen Klang eine emotionale, umfassende Vorstellung abzuliefern,
die den Zuhörer tief in die akustische Welt des jeweils angehörten Films
beziehungsweise Musikstücks entführt. Im Vergleich zu früheren Pioneer
AV-Receiver-Generationen wirkt der Pioneer
VSX-AX 3 hörbar erwachsener und bietet sich somit für eine breite
Zielgruppe an. Mit seiner außerordentlich gelungenen Auslegung wirkt er
auch eine oder zwei Preisklassen höher keinesfalls verloren. Auch wenn
die Top-Geräte der Liga bis 1.500,00 EUR in mancher Einzelwertung noch
etwas mehr bieten mögen, so lässt sich doch feststellen, dass der Pioneer
VSX-AX 3 in keiner Disziplin wirklich ernsthaft an Boden verliert.
Mit dem überragenden Einpegelungssystem M.C.A.C.C. bringt der Pioneer-Receiver
zudem noch einen echten Bonus mit. In kurzer Zeit wird so eine effektive
klangliche Optimierung und eine Vereinfachung in der Bedienung erreicht.
Sehr nobel fällt die Verarbeitung des Pioneer
VSX-AX 3 aus. Hier folgt der Pioneer einem momentan erfreulichen Trend
- hochwertige Baugruppen finden auch in preisgünstigen Geräten wieder
verstärkt Einzug. Nicht nur preisgünstig zu realisierende Elektronikfeatures,
sondern ebenfalls elementar wichtige Elemente wie ein sorgfältig konstruiertes
Chassis, ein leistungsfähiges Netzteil und entsprechend kräftige Endstufen
finden sich im Inneren des Pioneer
VSX-AX 3, dessen THX Select-Zertifikat zusätzlich für eine ordentliche
Leistungsfähigkeit der Endstufen- und Netzteil-Einheit garantiert. Die
Anschlussbestückung ist reichhaltig, aber nicht komplett. In dieser Preisliga,
dies passt nicht zum sonstigen Oberklasse-Auftritt, gehören YUV-Anschlüsse
einfach dazu. Sonst wurde an nichts gespart, auch nicht an klangoptimierenden
Maßnahmen: Mit Hi-Bit-Sampling und Legato Link verfügt der Pioneer
VSX-AX 3 gleich über zwei akustische Optimierer, die sich in der Praxis
als wirkungsvoll erweisen.
Mit dem sehr gelungenen Gesamtkonzept und der sinnvollen Positionierung
wird der Pioneer
VSX-AX 3 unserer Meinung nach viele Freude finden. Unter diesen Freunden
sind Aufsteiger, die im Vergleich zum Pioneer
VSX-D912 ein nochmals gestiegenes Leistungsprofil erwarten, aber auch
preisbewusste Oberklasse-Käufer, die den doch beträchtlichen Preisunterschied
zum i.link-Boliden Pioneer
VSX-AX5 zum Anlass nehmen, auf das kleinere, bereits hervorragende
Gerät zu setzen und mit dem Pioneer
VSX-AX 3 einen besonders günstigen Oberklasse-Receiver zu erwerben.
Zusammen mit Harman-Kardon, Denon, Yamaha, Onkyo und Marantz beweist Pioneer
mit diesem Modell wieder eindrucksvoll, dass man bei den hochwertigen
AV-Receivern in der Champions League spielt.
Gratulation an Pioneer: Echtes Oberklasse-Feeling für
ca. 1.200,00 EUR

Oberklasse
Test 28.10.2003
Preis-/Leistungsverhältnis:      
Pro:
- Preislich sehr günstiger AV-Receiver mit echten Oberklasse-Qualitäten
- Bis in sehr hohe Pegelbereiche souveränes Auftreten
- Sehr klarer und angenehmer Hochtonbereich
- Saubere, umfassende Effektwiedergabe
- Hohe Musikalität im Mehrkanal-Musikbetrieb
- Exzellente Stereowiedergabe
- M.C.A.C.C. mit effektiver Arbeitsweise
- Gutes Bedienkonzept
- Hochwertige Verarbeitung
Contra:
- Keine YUV-Anschlüsse
- Dolby PL 2-Integration braucht noch etwas
Feinschliff
Technische Daten des Pioneer VSX-AX 3:
- AV-Receiver mit THX Select-Zertifikat
- Ausgangsleistung 7 x 100 Watt (8 Ohm, 1%Klirr, 1 kHz)
- Decoder für: Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 5.1 EX, Dolby Pro Logic
2, Dolby Pro Logic, THX Surround EX, DTS 5.1, DTS ES Matrix/Discrete
6.1, DTS Neo:6, DTS 96/24
- D/A-Wandler (Mehrkanal) 192 kHZ/24-Bit, A/D-Wandler (Stereo) 96 kHz/24-Bit
(2-Kanal)
- DSP
(Digitaler Signalprozessor) Motorola 150 MIPS 48-Bit Verarbeitung x
2
- AIR Studios Sound-Tuning
- M.C.A.C.C. automatisches Lautsprecher-Kalibrierungssystem
- DSP-Programme: Surround-Betriebsarten Virtual Surround Back, Advanced
Cinema: ACTION, MUSICAL, DRAMA, SCI-FI, MONOFILM, 5-D/7-D THEATER, Advanced
Concert: CLASSICAL, CHAMBER, JAZZ, ROCK, DANCE, 5/6/7-CH STEREO/6/7-CH
STEREO
- Aufwändiger Gehäuseaufbau mit isolierter Kammerbauweise
- Symmetrische Netzteilkonstruktion
- Elektrolytkondensator mit großer Kapazität 22.000 µF x 2
- Bi-Amp-Funktion vorne L & R
- Loudness
- Hi-Bit Sampling und Legato Link zur Klangoptimierung
- Bass-/Höhenregler
- Anschlüsse VSX-AX3-S: Mehrkanal-Eingang 7.1 Kn. 5 Digitaleingänge
(frei zuweisbar), davon 2 koaxial, 3 optisch (inklusive Front AV-Eingang),
Audio- (einschl. Tuner)/Videoeingänge (Cinch) 5 A / 5 AV, Audio-/Videoausgänge
2 A / 2 AV + 1 V, S-Videoein-/ausgänge 5/3 (einschl. Eingänge auf der
Vorderseite) Vorverstärkerausgang für 7.1-Kanäle, AV-Eingang auf der
Vorderseite, Lautsprecher A/B Bi-Amp bei 5.1 möglich, Lautsprecherschraubanschlüsse
- OSD
- Vorprogrammierte und lernfähige Fernbedienung mit Macro-Funktion
- Tuner: RDS-Tuner mit 30 Stationsspeichern
- Weitere technische Merkmale: Eingangsempfindlichkeit und -impedanz:
LINE 335 mV / 47 kOhm, Frequenzgang: LINE 5 - 100.000 Hz, +0 / -3 dB,
Signal/Rausch-Abstand: LINE 92 / 65 dB
- UKW-Teil VSX-AX3-S Eingangsempfindlichkeit (Mono) 15,2 dBf, IHF (1,6
µV / 75 Ohm)
- Empfindlichkeit (DIN) Mono (26 dB S/N, 75 Ohm) 1,1 µV, Empfindlichkeit
(DIN) Stereo (46 dB S/N, 75 Ohm) 50 µV, Signal/Rausch-Abstand Mono
(DIN) 62 dB, Signal/Rausch-Abstand Stereo (DIN) 58 dB, Stereo-Kanaltrennung
(1 kHz) 40 dB
- Videoteil VSX-AX3-S: Eingangsempfindlichkeit und -impedanz 1 V p-p
/ 75 Ohm
- Sonstige Daten: Stromversorgung AC 220 - 230 V (UK 230 V), 50 / 60
Hz, Leistungsaufnahme max. 600 Watt, Leistungsaufnahme max. 600 Watt,
Leistungsaufnahme im Standby-Modus 0,8 Watt, Abmessungen 420 x 188 x
464 mm, Gewicht 18,3 kg
- Lieferbare Farben: Schwarz und Silbern
Verantwortlich für den Inhalt: Detlev Schnick, © Copyright 2003 HIFI-REGLER, AREADVD
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