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Plasma-TV-Geräte - Kaufberatung für Plasma TV (Teil 1)

Text: Detlev Schnick, HIFI-REGLER - update: 31.07.2007

Inhalt der Plasma-TV Kaufberatung Teil 1
Marktanteile der Plasma-Panel-Hersteller
Plasma-TV - Technische Unterschiede zur Röhre
Unterschiede Plasma-TV - LCD-TV
Plasma-TV Technik
LCD-TV Technik
Plasma- und LCD-TV - Vor- und Nachteile
Lebensdauer der Plasma-TV-Geräte
Nachzieheffekte Farbraum
Einbrennschäden und Lebensdauer
Plasma-TV oder LCD-TV? Empfehlungen
Größe / Auflösung des Plasma-TV
Empfohlener Betrachtungsabstand zum Plasma-TV
Vergleichstabelle Auflösung: 10 Plasma-TV-Geräte
Plasma-TV - Auflösung und PAL-Standard
Plasma-TV - Auflösung und HDTV - Full HD
Zu Teil 2 der Test- und Kaufberatung Plasma-TV ...
Inhalt der Plasma-TV Test- und Kaufberatung Teil 2
"Überstrahlende Pixel" im Plasma-Panel
Farbtiefe, darstellbare Plasma-Farben (Farbraum)
Anzahl Graustufen im Plasma-Panel
Plasma-TV und Kontrast
Schwarzwert des Plasma-TV
"Tote Pixel" im Plasma-Panel
Leuchtstärke des Plasma-Panels

Klangleistung von Plasma-TV-Geräten
Stromverbrauch von Plasma-TV-Geräten
Anschlüsse und Digitaltechnik
Bedienungskomfort von Plasma-TV-Geräten
Media-Receiver / Videokarte / TV-Tuner-Box
Fazit und Kaufempfehlung
Weiterführende Links, verwandte Specials

Unter der Bezeichnung "Plasma-TV-Geräte" oder "Plasma-Display" (oder PDP = Plasma Display Panel) werden allgemein die beiden dominierenden Gruppen der neuen Flach-TV-Geräte zusammengefasst. Sie definieren sich zum einen über die Plasma- und zum anderen über die LCD-Technologie. Wir passen uns hier dem Sprachgebrauch an und sprechen im Folgenden immer von "Plasma-TV", auch wenn dies technisch nicht ganz richtig ist, denn es gibt ja wie gesagt auch "LCD-TV".

Verglichen mit dem guten alten Röhrenfernseher ist ein Plasma-TV-Gerät heute bei vergleichbarer Bildgröße noch immer etwa 2- bis 4-mal teurer. Es kann also ein durchaus lohnender Aufwand sein, sich vor dem Kauf intensiv zu informieren. Dies ist immer noch die beste Gewähr, der Gefahr eines Fehlkaufes vorzubeugen. Der Beratungsbedarf im Handel ist entsprechend groß. Dennoch hören wir immer wieder, dass potentielle Käufer mit ein paar Allgemeinfloskeln abgespeist werden und dann angesichts der hohen Investitionssumme im wahrsten Sinne des Wortes "ratlos" dastehen. Dem wollen wir hier abhelfen. Steigen Sie ein in unsere Kaufcheckliste für Plasma-TV-Geräte!

Marktanteile der Plasma-Panel-Hersteller Plasma-TV - Technische Unterschiede zur Röhre

Anders als beim konventionellen "Röhrenfernseher" handelt es sich bei der Herstellung von Plasma- und LCD-Displays um immense Investitionssummen für die Hersteller. Entsprechend bewacht jeder Hersteller seine technischen Innovationen auf diesem Gebiet und versucht, seinen Vorsprung zu halten und auszubauen. Die Folge: An sogenannte OEM-Kunden (OEM steht für Original Manufacturer Equipment), das sind die Marken, die keine eigene Fertigung haben, geben die Hersteller meist nur die jeweils vorletzte oder vorvorletzte Generation der eigenen Entwicklung ab. Es lohnt sich also auch für Endverbraucher zu wissen, welche Marke denn eigentlich selbst produziert und welche Marke nur ihr Label auf die Plasma-TV-Geräte aufbringt. Sehen Sie zu den Marktanteilen die nebenstehende Grafik für das Jahr 2004 am Beispiel der Klasse ab 50 Zoll (entsprechende Statistik für die Plasma-TV der 40-49-Zoll-Klasse). Die Statistik ist nur begrenzt aussagefähig, da sie nur den europäischen Markt einbezieht und wichtige Hersteller wie NEC und Fujitsu fehlen bzw. in der Rubrik "Andere" enthalten sind. Im ersten Quartal 2005 wurden laut Veröffentlichung der Marktforschung DisplayBank weltweit 1,29 Millionen Plasma-Displays verkauft. Das sind rund 73% mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Für das Gesamtjahr 2005 prognostiziert DisplayBank, dass weltweit rund 6,5 Millionen Plasma-Displays abgesetzt werden. Das wären rund 81 % mehr als 2004. Soweit aus den nur spärlich veröffentlichten Informationen zu schließen ist, gibt es für Plasma-TV weltweit nur 5 Produzenten von Bedeutung:: die Koreaner Samsung SDI und LG Electronics sowie die drei japanischen Hersteller Hitachi/Fujitsu, Pioneer/NEC und Matsushita (Panasonic). Siehe dazu auch Hersteller-Marktanteile weltweit. Bei den übrigen Marken kann man also davon ausgehen, dass sie mangels eigener Produktionsanlagen derzeit auf Joint Ventures oder OEM-Zukäufe angewiesen sind. So hatte Sony Ende 2003 ein Joint-Venture mit Samsung geschlossen, um eine gemeinsame Fabrik für Plasma-TV-Geräte zu bauen. Aktuell scheint man sich bei Sony aber wieder mehr auf LCD zu konzentrieren. Selbst bei den derzeit boomenden Ansatzzahlen scheint das Geschläft mit Plasma-Displays nicht unproblematisch zu sein. Nach einer Meldung von CE&TRADE vom Juni 2005 hat sich Fujitsu aus der Plasma-Display-Fertigung zurückgezogen. Lesen Sie auch in den News unter Flache Fernseher, wie sich die Marktanteile durch den Übernahme-Deal von Pioneer (Kauf der kompletten Plasma-Fertigung von NEC einschließlich der die Plasma-Technologie betreffenden Patente von NEC) verändert haben.

Plasma-TV - Technische Unterschiede zur Röhre Plasma-TV - Technische Unterschiede zur Röhre

Röhren-Fernseher arbeiten mit einer Kathodenstrahlröhre. Dabei schreibt ein Elektronenstrahl (Kathodenstrahl) das Video- bzw. TV-Bild auf eine mit Phosphor beschichtete Frontscheibe eines luftleeren Glaskolbens. Diese Funktionseinheit - landläufig als Bildröhre bezeichnet - ist sehr schwer und tief, so dass sich maximal Bilder mit einer Diagonale von 36 Zoll (= 92 cm) darstellen lassen. Das gesamte Verfahren der Bildreproduktion ist analog, was zwar gewisse Vorteile hat (mehr dazu im Folgenden), sich jedoch mit fortschreitender Digitalisierung der Bildquellen zunehmend auch als nachteilig erweist. Ein typischer Plasma- oder LCD-TV ist maximal 8-10 cm flach und bietet bei ordentlicher Bildqualität bereits Bilddiagonalen von 50 Zoll (= 127 cm oder 112 cm Bildbreite), in einigen Fällen sogar bereits 60 Zoll (=152 cm oder ca. 133 cm Bildbreite) - Standard ist 42 Zoll (=107 cm oder ca. 93 cm Bildbreite). Plasma-TV-Geräte gibt es ebenso wie hochwertige Röhren-Fernsehgeräte praktisch nur noch im 16:9-Format. Die folgende Tabelle zeigt die wesentlichen Unterschiede zwischen "Röhre" und Plasma-TV:

  Röhren-Fernseher Plasma-Fernseher
Gewicht 50 - 60 kg 50 - 60 kg
Maximale Bildgröße (Diagonale)
derzeit am Markt verfügbar
36 Zoll = ca. 92 cm 61 Zoll = ca. 155 cm
Geräte-Bautiefe ca. 60 cm 8 bis 10 cm
Wärmeabgabe (Lüftergeräusch?) kein Lüfter
erforderlich
meist Lüfter erforderlich
Wandmontage möglich nein ja
Farbraum
(Anzahl darstellbarer Farben)
unendlich, optimal natürliche Farbdarstellung begrenzte Anzahl Farben, meist 16,77 Mio.
Schwarzwert optimal Schwarze Bildanteile nicht vollschwarz
Einbrenn-Verhalten sehr selten systembedingt möglich
Nachzieheffekte
bei schnellen Bewegungen
sehr selten kommen systembedingt vor
Progressive Scan
(Flimmerfreiheit ohne Artefakte)
sehr selten und nicht unproblematisch Standard
Nutzung als Computermonitor
(VGA- oder DVI-Eingang)
selten möglich und problembehaftet Standard
Digitale Eingänge (HDMI- oder DVI) nicht vorhanden zunehmend Standard

Wenn Sie auf die Links in der linken Tabellenspalte klicken, kommen Sie direkt zu den Stellen im Text, an denen die betreffenden Merkmale im Rahmen unserer "Plasma-TV-Kaufberatung" näher behandelt werden.

Plasma-TV oder LCD-TV - Die technischen UnterschiedePlasma-TV - Technische Unterschiede zur Röhre

Kaum waren die ersten Flach-TV-Geräte am Markt, standen auch schon zwei Technologien in Konkurrenz zueinander: Plasma und LCD. Beide Lager verteidigen ihre Technologien mit unterschiedlichsten Argumenten gegenüber der jeweils anderen Technologie. Angeheizt wird die Diskussion dadurch, dass einzelne Hersteller konsequent nur auf eine Technik setzen - z.B. Sharp auf LCD-Technik - und so die Technikfrage auch zur Überlebensfrage wird. Heraus kommt bei der Diskussion mal wieder eine schon fast typische Verunsicherung der Verbraucher. Dabei ist die Sache gar nicht so schwierig, wie Sie im Folgenden sehen werden. Zunächst einmal eine tabellarische Darstellung der wesentlichen Unterschiede:

  Plasma-TV LCD-TV
Durchschnittliche
Lebensdauer nach Industrieangaben
Nach etwa 30.000 Stunden reduziert sich die Leuchtkraft bei 100% weiß um ca. 50%. 60.000 Stunden Lebensdauer werden für die Hintergrund-Beleuchtungs-Einheit angegeben.
Maximale derzeit am Markt verfügbare Bildgröße (Diagonale) 61 Zoll = ca. 155 cm 45 Zoll = ca. 114 cm
Betrachtungswinkel
+/- 85° zur Mittelachte, insgesamt gesamt 170°
Wärmeabgabe (Lüftergeräusch?)

Hohe Wäremeabgabe, meist Lüfter erforderlich

geringe Wärmeabgabe, kein Lüfter erforderlich
Stromverbrauch (-> Vergleichstest Plasma vs. LCD) hoch günstig
Farbraum (Anzahl darstellbarer Farben) sehr gut gut
Leuchtdichte 800 bis 1.100 cd/m² 450 bis 500 cd/m²
Schwarzwert sehr gut schlechter
Einbrenn-Verhalten systembedingt möglich ausgeschlossen
Nachzieheffekte
bei schnellen Bewegungen
schnelles Antwortzeit-Verhalten der Pixel: 8 ms, geringe Nachzieheffekte langsameres Antwortzeit-Verhalten der Pixel: 25 ms, d.h. mehr Nachzieheffekte
Stromverbrauch etwa 250 bis 400 Watt etwa 50 bis 80 Watt
Typische Kontrastwerte in 100% abgedunkeltem Raum 1000:1 600:1
Typische Helligkeitswerte 1100 cd/m² 400 - 500 cd/m²
Mittlere Produktionskosten nach Industrieangaben 100% 150%

Die Lebensdauer ist eines der am häufigsten ins Feld geführten Verkaufsargumente der LCD-Verkäufer, noch dazu eines, dass den geneigten Käufer gehörig verunsichern kann. Da hilft nur ein bischen nachrechnen. Die für Plasma-TV-Geräte allgemein angegebene Lebensdauer von 30.000 Stunden (Pioneer und NEC geben bereits 60.000 Stunden an!) bedeutet, dass bei einer theoretischen täglichen Laufzeit von 8 Stunden an 7 Tagen in der Woche nach etwa 10 Jahren die Leuchtkraft der Plasmazellen erkennbar dunkler wird. Nach Angaben der Industrie kann sich dann die Leuchtkraft bei voll erleuchtetem Bild (100% weiß) um bis zu 50% reduziert haben. Das mag dramatisch klingen, relativiert sich jedoch, wenn man bedenkt, dass die Leuchtkraft z.B. eines fabrikneuen Pioneer PDP427XD bei 1.100 cd/m² liegt, eines vergleichbaren 42-Zoll LCD-TV-Gerätes - z.B. dem Sharp LC-42 XD1E - hingegen von Haus aus "nur" bei 450 cd/m². Und niemand, der einen LCD-Fernseher wie den Sharp-LCD-TV betrachtet, hat den Eindruck, das Panel sei etwa zu dunkel! Bei LCD-TV-Geräten kann bei vergleichbarem Nutzungsverhalten nach etwa 20 Jahren die Hintergrundleuchte ausfallen. Diese kann dann allerdings bei vielen Geräten wieder als Ersatzteil ausgetauscht werden.

Interessant dürfte in diesem Zusammenhang auch die allgemeine Angabe der Industrie zur Lebensdauer eines typischen Röhren-TV-Gerätes sein: 10.000 Stunden. In Deutschland läuft ein TV-Gerät im Durchschnitt 170 Minuten am Tag (Quelle: Statistisches Bundesamt). 10.000 Betriebsstunden Lebensdauer entsprechen somit einer Nutzungsdauer von 3.529 Tagen, also fast 10 Jahren. Dies deckt sich in der Tat in etwa mit der allgemein bekannten Lebensdauer eines TV-Gerätes.

Übrigens gibt es Grund zu der Annahme, dass es sich bei 30.000 Stunden um einen eher konservativ angesetzten Wert handelt. Auf einer internationalen Pressekonferenz von Panasonic antwortete ein hochrangiger Produktionsmanager von Panasonic auf die Anfrage eines Journalisten nach der Lebensdauer eines Panasonic Plasma Panels, dass diese 50.000 Stunden beträgt. Und in der Tat geben Pioneer und NEC mittlerweile "offiziell" 60.000 Stunden Lebensdauer an.

Plasma- und LCD-Technologie unterscheiden sich im Wesentlichen durch die Art und Weise, wie die Bildpunkte im Panel zum Leuchten gebracht werden.

Plasma-Technologie
Das Plasma-Panel besteht im Prinzip aus zwei aufeinander liegenden Glassscheiben, zwischen denen für jeden Bildpunkt (Pixel) eine mit dem Gas Xenon gefüllte Zelle eingeschlossen ist. Weiter sitzen in den
Ein "Plasma-Pixel im Detail
  Die Einzelzellen eines Pixels mit den unterschiedlich gefärbten Phosphoranteilen
  Plasma-Entladung in einer "Einzelzelle"
  Die Plasmaentladung in einer der 3 "Einzelzellen" eines Pixels
Glasscheiben winzige optisch transparente Elektroden, dünne Pixelrippen und Phosphorschichten. Die Elektroden werden nun elektrisch geladen und erzeugen dabei je nach Steuerspannung winzige Explosionen des Xenon-Gases (Plasma-Entladungen, daher der Name Plasma-Display), die ihrerseits eine ultraviolette Lichtstrahlung emittieren. Diese UV-Lichtstrahlung trifft nun auf die in der hinteren Glasplatte befindlichen Phosphorschichten und regt diese an, ihrerseits rotes, grünes und blaues Licht auszusenden. Dieses tritt dann für den Betrachter sichtbar durch die vordere Glasplatte aus und erzeugt in seiner Gesamtheit als Zusammenspiel aller Pixel das sichtbare Bild.

Je nach Hersteller kommt unterschiedlicher Phosphor in unterschiedlichen Mischungen zum Einsatz. Entsprechend unterschiedlich sind die Farbcharakteristiken je nach Hersteller. So kommt es, dass tatsächlich jedes Plasma-Panel seinen eigenen, charakteristischen Farbraum besitzt. Einzelheiten sind streng geheim und werden von den Herstellern unter striktem Verschluss gehalten.

Auf dem oberen Deckglas befinden sich diverse Filter zur Minderung von optischen Reflexionen (daher der eingeschränkte Betrachtungswinkel von etwa 170° bei Plasma-TV-Geräten) und zur Abschirmung elektromagnetischer Störstrahlungen (EMI, Elektro Magnetic Interference).

Während herkömmliche Kathodenstrahlröhren (CRT) das Bild aus einer raschen Abfolge von leuchtenden und nicht leuchtenden Bildpunkten auf dem Bildschirm erzeugt, werden in einem Plasma-Panel sämtliche Pixel gleichzeitig "erhellt". Deshalb entsteht das Plasmabild spontan und besitzt eine überdurchschnittlich hohe Bildschärfe. Es erstreckt sich gleichmäßig bis in alle Ecken des Bildschirms - ohne visuelle Störungen wie Verzerrungen oder Flimmern. Es wirkt insgesamt ruhiger als ein CRT-Bild. Die daraus resultierend wohltuende Wirkung auf den Betrachter wird jeder "Büroarbeiter" erfahren können, der viele Stunden vor einem Computermonitor verbringen muss und von einem konvetionellen Monitor auf ein TFT-Panel umsteigt.

Einer der prinzipieller Nachteile der Plasma-Technologie ist jedoch, dass der Phoshor in den Pixel-Zellen altert und damit in der Leuchtkraft nachlässt. Dies wirkt sich zum einen auf die Gesamtlebensdauer des Plasma-TVs aus, zum anderen können so Einbrenneffekte entstehen, wenn ein immer gleichbleibendes Bild dargestellt wird, da die so übermäßig beanspruchten Pixel stärker "altern" als die anderen. Problematisch kann dies bei 16:9-Plasma-TV-Geräten sein, da viele Standard-TV-Formate ja nach wie vor im 4:3-Format ausgestrahlt werden. In diesem Fall altert der 4:3-Bereich im Plasma-Panel stärker als die unbeleuchteten seitlichen Streifen.

Pioneer hat hier eine "Lösung" in seine neueren Plasma-TV-Geräte eingebaut, die man allerdings auch nicht gerade als Ideallösung bezeichnen kann. Die Streifen links und rechts werden schwach und intermittierend beleuchtet - stellen sich also nicht tiefschwarz sondern etwas "grau" dar - und gleichzeitig läuft in diesem Bereich noch ein (kaum wahrnehmbares) Bewegungsprogramm, um diese Pixel einem homogenen Alterungsprozess zu unterwerfen. Für Nachrichtensendungen mag das hinzunehmen sein, für Fans von alten Schwarz-Weiß-Filmen, die ja vorzugsweise im 4:3-Format daherkommen, ist dies jedoch keine akzeptable Lösung. Bei den Vorgängermodellen war dies noch eine optionale Benutzereinstellung. Anscheinend hat man aber bei Pioneer erkannt, dass es den Benutzer eher verunsichert, wenn er zwar schöne schwarze Seitenstreifen und tollen Bildgenuss hat, sich dabei aber ständig fragen muss, wann am teuren Plasma-Panel die ersten Einbrennspuren sichtbar werden.

LCD-Technologie
Die Abkürzung LCD steht für Liquid Crystal Display oder eingedeutscht "Flüssigkristalldisplay. Auch bei LCD-Panels werden die Pixel aus Kammern - je Pixel eine Kammer - gebildet, die zwischen zwei Glasplatten eingeschlossen sind. Von hinten strahlt weißes Licht auf die Glasscheiben. In den Kammern befinden sich die Flüssigkristalle, in die auch hier wieder je Pixel eine Elektrode führt. Die Flüssigkristalle haben die Eigenschaft, je nach Höhe der an der Elektrode anliegenden Spannung mehr oder weniger Licht durchzulassen. Soweit funktioniert die Technik ganz ähnlich wie beim Plasma-TV-Gerät, allerdings haben wir wegen der weißen Hintergrundbeleuchtung zunächst nur ein Schwarz-Weiß-Bild. Doch wie kommt nun beim LCD-Panel die Farbgebung ins Spiel?

Der Aufbau eines LCD-Panels ist natürlich nicht ganz so einfach wie hier beschrieben. Es gibt nämlich eine weitere Schicht zwischen den Glasscheiben. In dieser sind je Pixel - in sogenannten Sub-Pixels die drei
LCD-Technik
Vereinfachte schematische Darstellung der Farbgebung im LCD-Panel

Primärfarben rot, blau und grün enthalten. Die Sub-Pixels bilden innerhalb des quadratischen "Haupt- Pixels" eine Streifenstruktur. Die Filter wiederrum werden ebenfalls elektrisch angesteuert und üben je nach anliegender Spannung eine entsprechende Farbfilterfunktion aus. Diese Konstruktion wird auch TFT Thin Film Transistor genannt. Zusammengefasst: Zunächst wird im "Haupt-Pixel" mittels elektrischer Spannung in Flüssigkristallen die Helligkeit für das weiße Hintergrundlicht variiert. Dann wird in der Farbfilterschicht dem "Haupt-Pixel" seine entsprechende Farbe zugewiesen. Dies geschieht, indem in der Streifenstruktur seiner Sub-Pixels durch elektrische Spannung der eine oder andere Filter der drei Primärfarben rot, grün oder blau aktiv wird. Hier sehen Sie in einer Explosionsgrafik, wie die Bilddarstellung im LCD-Panel funktioniert.

Die wesentlichen Vor- und Nachteile von LCD und Plasma
Damit wären wir auch schon bei einem der u.E. größten Nachteile der LCD-Technik betreffend die Bildqualität. Während beim Plasma-TV ein elektrischer Impuls je Pixel genügt, braucht das LCD-Panel deren mehrere, zumindest einen für die Helligkeit und bis zu drei zur Aktivierung der Sub-Pixels in der Farbfilterschicht. Das macht die Reaktionszeiten der Pixel langsamer als bei der Plasma-Technik und erzeugt bei schnellen Bewegungen die bekannten Nachzieheffekte. Auch die Farbdarstellung, d.h. der Farbraum ist bei der TFT-Technik lange nicht so natürlich darstellbar wie beim Plasma-TV. Ein weiterer Nachteil von LCD ist die geringe Größe. Lange Zeit lag bei 32 Zoll (82 cm) und 37 Zoll (94 cm) Bilddiagonale die Grenze des fertigungstechnisch Machbaren. Mittlerweile (Stand Februar 2007) gibt es mit 46 Zoll (Sharp LC-46 XD1E) bzw. 52 Zoll (Sharp LC-52 XD1E) bereits LDC-Fernseher die auf dem Niveau gängiger Größen für Plasma-TVs liegen. Auch die bisher noch sehr hohen Anschaffungskosten großer LCD-TV kommen allmählich immer mehr auf das Niveau der Plasma-TVs herunter.

Vorteile der LCD-Technik sind wiederum, dass durch die zielgerichtete Lichtstrahlung zum Betrachter hin ein geringerer Stromverbrauch eintritt als beim Plasma-TV. Die Differenz zum Plasma-TV ist allerdings bei weitem nicht so groß, wie of behauptet wird. Auf unserer Seite zum Stromverbrauch Plasma versus LCD haben konnten wir dies auf Basis von Messreihen im praktischen Betrieb gut aufzeigen. Ein weiterer Vorteil ist die nicht bestehende Gefahr dauerhafter Einbrennschäden und die grundsätzlich längere Lebensdauer bei gleichbleibender Leuchtkraft.

Plasma oder LCD? Empfehlungen

Beide Techniken - Plasma wie LCD - haben eine Fülle von Vor- und Nachteilen. Die Sache ist natürlich weitaus differenzierter, als wir dies hier darstellen können. Bisher hat sich noch keine Technik als die "eierlegende Wollmilchsau" erwiesen. Deshalb forscht und entwickelt die Industrie sowohl in Richtung Plasma wie auch in Richtung LCD weiter. Wir sind gespannt, wie sich die Technik weiterentwickelt. Fakt ist, dass der klassische Röhren-Fernseher heute (Stand Februar 2007) praktisch nicht mehr gebaut wird. Bei vergleichbarer Bildqualität und Größe sind Plasma-TVs oder LCD-TVs in der Anschaffung jedoch noch immer erheblich teurer, als die letzten high-endigen 32-/36-Zoll-Röhrenfernseher.

Demjenigen, der Wert auf eine optimale Bildqualität legt und mehr als 36 Zoll Bildgröße benötigt, empfehlen wird einen Plasma-TV. Doch dem kritschen Betrachter sei gesagt: Auch in diesem Fall reicht die Bildqualität insgesamt noch nicht an die eines Röhrenfernsehers heran. Unter 36 Zoll kommt grundsätzlich LCD ins Spiel. Hier gilt umso mehr, dass die Bildqualität nicht an die eines Röhren-Fernsehers heranreicht - und zwar deutlich. In diesem Fall spricht u.E. kein einziges Argument außer der geringen Bautiefe für den LCD-TV. Doch der Vergleich mit einem Röhrenfernseher ist nur noch theoretischer Natur, dann es gibt sie nicht mehr zu kaufen.

Wer vor der Entscheidung Plasma oder LCD steht, findet sehr gute Infos auf der WEbsite Plasma LCD Fakten. Dort findet sich u.a. ein Bericht über Forschungen darüber, wie Verbraucher im Rahmen von Vergleichstests die Bildqualität von Plasma und LCD empfanden. In der Zusammenfassung des Berichtes kommt klar zum Ausdruck, dass vor Beginn des Tests die Mehrheit der Meinung war, LCD liefere das bessere Bild. Nach dem Test jedoch wurden Plasma-TVs durchweg als besser bewertet, und zwar durch alle Bewertungskriterien hindurch (Schärfe, Farbe, Bildgeschwindigkeit, Kontrast, Schwarzwert, Auflösung, Bildtiefe).

Größe, Auflösung und Betrachtungsabstand vom Plasma-TV

Eine der wichtigsten Fragen ist die, welche Größe für das Plasma-TV-Gerät zu wählen ist. Meist wird die Frage darum kreisen, ob es ein 42-Zoll-Panel oder ein 50-Zoll-Panel sein soll. Ist man zu nahe am Plasma-TV, dann sieht man u.U. schon Pixelstrukturen. Auch reagieren manche Betrachter durch ein zu großes Bild mit Nervosität im vegetativen Nervensystem (Übelkeit und Kopfschmerz). Deshalb sind im guten alten Kino die bevorzugten - und damit teuersten - Plätze ja bekanntlich hinten. Andererseits möchte man sich gerade bei einer so teuren Anschaffung wie einem Plasma-TV-Gerät nachher nicht ärgern, weil man am falschen Ende gespart hat. Die Hersteller geben zu dieser Frage Empfehlungen, die zumindest als Richtschnur dienen können: Bei 42-Zoll-Plasma-TVs sollte der Betrachtungsabstand das 3- bis 4-fache der Bilddiagonale betragen, also etwa 3,20 Meter bis 4,30 Meter, was einem üblichen Durchschnittwert im typischen deutschen Wohnzimmer entsprechen dürfte. Bei 50-Zoll-Plasma-TVs wird das 4- bis 5-fache der Bilddiagonale genannt. Damit ergeben sich dann doch schon eher ungewöhnliche Abstandswerte von 5,10 Meter bis 6,40 Meter. Wir hatten bei HIFI-REGLER bereits eine Rücknahme eines 50-Zoll-Plasma-TV-Gerätes aus diesem Grund. Der Kunde hatte einen Abstand von knapp unter 4 Metern. Er konnte zwar keine Pixel erkennen und fand das Bild sehr gut, und dennoch machte ihn die schiere Bildgröße nervös. Diese Frage sollte also vor dem Kauf gut überlegt sein. Unsere Empfehlung: In den allermeisten Fällen wird ein 42-Zoll-Plasma die richtige Wahl sein.

Unabhängig von ihrer Größer werden Plasma-Panels in unterschiedlichen Auflösungen angeboten. Und das macht die Kaufentscheidung nun wirklich schwierig, denn die Auflösung bestimmt in erheblichem Maße die Bildqualität. Man unterscheidet physische Auflösung, das sind die tatsächlich vorhandenen Pixel, und errechnete Auflösung, das ist die Auflösung, die die Bildprozessoren (Pixel Plus von Philips oder Acuity von Panasonic sind nur die bekanntesten dieser elektronischen Zauberkünstler) in die physischen Bildpunkte "hineinrechnen". Die Arbeit der elektronischen Bildverbesserer ist jedoch stets nur die zweitbeste Lösung, denn hier wird mit psychovisuellen "Tricks" gearbeitet. Diese mögen in den meisten Fällen recht gut funktionieren, bei schwierigen Bildinhalten jedoch, die z.B. bei schnellen mehrdimensionalen Bewegungswechseln entstehen, kommt die Elektronik nicht mehr mit, und es entstehen unerwünschte Bildstörungen - sogenannte Bewegungsartefakte.

Sehen Sie hier einige Beispiele für im Sommer 2007 aktuelle Plasmafernseher und die ersten LCD-Fernseher, jeweils in der 37-65-Zoll-Klasse, ihre Farbtiefe (siehe auch Beispielbild zu Dithering) und Auflösungen. Bei der Auflösung ist die erstgenannte Zahl die Anzahl der Pixel in horizontaler Richtung, während die zweite Zahl die vertikale Auflösung angibt.
 

Hersteller, Modell
Technik
HDMI-Version
Auflösung
(horiz.x vert.)
Unverbindliche
Preisempfehlung 3)
Panasonic TX-P54Z1 Plasma-TV 4 x HDMI 1.3
232 Mrd.
ja ja ja
1.920 x 1.080
***
Panasonic TX-P46Z1 Plasma-TV 4 x HDMI 1.3
232 Mrd.
ja ja ja
1.920 x 1.080
***
Panasonic TX-P50V10 Plasma-TV 4 x HDMI 1.3
232 Mrd.
ja ja ja
1.920 x 1.080
***
Panasonic TX-P42V10 Plasma-TV 4 x HDMI 1.3
232 Mrd.
ja ja ja
1.920 x 1.080
***
Panasonic TX-P46G15 Plasma-TV 4 x HDMI 1.3
232 Mrd.
ja ja ja
1.920 x 1.080
***
Panasonic TX-P42G15 Plasma-TV 4 x HDMI 1.3
232 Mrd.
ja ja ja
1.920 x 1.080
***
                 
Panasonic TX-P50GW10
3 x HDMI 1.3
232 Mrd.
ja
ja
ja
1.920 x 1.080
Panasonic TX-P46GW10
3 x HDMI 1.3
232 Mrd.
ja
ja
ja
1.920 x 1.080
Panasonic TX-P42GW10
3 x HDMI 1.3
232 Mrd.
ja
ja
ja
1.920 x 1.080

Panasonic TX-P42X10E
3 x HDMI 1.3
67,7 Mrd.
ja
ja
nein
1.024 x 720
Panasonic TX-P37X10E
3 x HDMI 1.3
67,7 Mrd.
ja
ja
nein
1.024 x 720
                 
Philips 47 PFL 7403 D
? x HDMI
*** 4)
ja
ja
ja
1.920 x 1.080
Philips 42 PFL 7403 D
? x HDMI
*** 4)
ja
ja
ja
1.920 x 1.080
Philips 42 PFL 5603 D
? x HDMI
*** 4)
ja
ja
ja
1.920 x 1.080
                 
Pioneer KRP-600A Plasma-TV 3 x HDMI 1.3 *** 2) ja ja ja
1.920 x 1.080
***
Pioneer KRP-500A Plasma-TV 3 x HDMI 1.3 *** 2) ja ja ja
1.920 x 1.080
***
Pioneer PDP-LX5090H Plasma-TV 3 x HDMI 1.3 *** 2) ja ja ja
1.920 x 1.080
***
                 
Sony KDL-40ZX1                
Sony KDL-46EX1AEP                
Sony KDL-40EX1AEP                
Sony KDL-52Z4500AEP                
Sony KDL-46Z4500AEP                
Sony KDL-40Z4500AEP
 
Sharp LC-52XL2E
2 x HDMI
*** 4)
ja
ja
ja
1.920 x 1.080
Sharp LC-46XL2E
2 x HDMI
*** 4)
ja
ja
ja
1.920 x 1.080
Sharp LC 52X20E
3 x HDMI
*** 4)
ja
ja
ja
1.920 x 1.080
Sharp LC 46X20E
3 x HDMI
*** 4)
ja
ja
ja
1.920 x 1.080
                 
   
2)
Bislang keine auswertbaren Angaben vom Hersteller erhältlich
3)
Klicken Sie auf das ***-Link und Sie kommen zu den Produktseiten auf den jeweiligen Hersteller-Websites, wo den jeweils aktuellen unverbindlichen empfohlenen Verkaufspreis des Produktes finden.
4)
Wird gerade redaktionell bearbeitet und befindet sich in Klärung.

Vergleicht man die Verkaufspreise der Modelle in der o.g. Tabelle (dazu bitte auf *** klicken), so sieht man, dass die Verkaufspreise der Plasma-Fernseher bei vergleichbaren Größen je nach Auflösung (Full-HD oder HD-interlaced) noch immer sehr unterschiedlich sind. LCD-Fernseher sind bei vergleichbarer Größe noch immer teurer als Plasma-TVs - allerdings nimmt die Preisdifferenz ab. Die HDTV-Fähigkeit, um die es bis zur Einführung des "HD ready" Logos noch reichlich Begriffsverwirrungen gab, ist mittlerweile durchgängig gegeben. Dafür gibt es heute mit den unterschiedlichen - und nicht immer zueinander passenden - HDMI-Versionen und mit 1080p, 24 fps (24p) bzw. 1080/24p die nächsten Unsicherheiten. Zu HDMI empfehlen wir unser Special HDMI 1.3 / 1.3a und zu den Themen HDTV und "HD ready" empfehlen wir auch unsere Specials HDTV und HD ready. Bei der Frage nach der Auflösung gibt es im Wesentlichen zwei Punkte zu bedenken:

  1. Das TV-Bild nach dem in Europa gebräuchlichen PAL-Standard hat eine Zeilenzahl von 576 Zeilen netto (brutto, also einschließlich der nicht sichtbaren Zeilen, sind es 625 Zeilen). Die Anzahl Zeilen des TV-Bildes entspricht in etwa der vertikalen Auflösung pixelorientierter Wiedergabegeräte. Ein LCD- oder Plasma-Display, das 576 Pixel in der Vertikalen darstellt, könnte also ein PAL-TV-Bild verlustfrei abbilden. In den USA - dem weltweit größten Einzelmarkt für TV-Geräte - und auch in Japan ist für TV-Bilder das NTSC-Format eingeführt. NTSC hat 480 Zeilen netto. Sie sehen also, dass Plasma-TV-Geräte mit 480 Zeilen vertikaler Auflösung ein NTSC-TV-Bild perfekt in allen physischen Bildpunkten darstellen können, nicht jedoch ein PAL-TV-Bild. Bei diesen Plasma-TV-Geräten muss bereits bei ganz normalen TV-Sendungen der Bildprozessor aktiv werden und per Interpolation oder "Hochrechnen" nicht vorhandener Bildpunkte das vollständige PAL-Bild errechnen. Dass dies - verglichen mit einem PAL-Röhrenfernseher, der ja auf Anhieb das komplette PAL-Bild anzeigen kann - nicht zu einer optimalen Bildqualität führt liegt auf der Hand.

  2. HDTV, in den USA längst fester Bestandteil der TV-Sendelandschaft, kommt nun auch in Europa langsam aber sicher in die Startlöcher. Der erste HDTV-Kanal ist mit Euro1080 mit HD1 auf Sendung. Dennoch ist noch unklar, ob sich letztlich das 1080i (1080 Zeilen interlaced) oder 720p (720 Zeilen progressive, d.h. Vollbildverfahren) durchsetzen wird. Doch egal, was es sein wird, der Nachteil einer zu geringen Anzahl physischer Bildpunkte in der Vertikalen wird sich mit HDTV in jedem Fall weitaus gravierender auswirken als mit dem heutigen PAL-Standard. Ein sehr wichtiges Kaufkriterium für ein Plasma-TV-Gerät ist daher schon heute seine HDTV-Fähigkeit. Hier sind ganz klar die Plasma-TVs mit 768 bzw. 1.024 Pixeln vertikaler Auflösung im Vorteil. Zwar wird auch hier der Bildprozessor eingreifen müssen, doch wird er mit höherer Anzahl physischer Pixel immer weniger zu arbeiten haben, und damit wird auch die Gefahr von störenden Artefakten abnehmen. Größte Vorsicht ist übrigens geboten, wenn in Europa 480-Zeilen-Panels als "HDTV-fähig" angepriesen werden. Fast immer handelt es sich dabei Etikettenschwindel. Die Elektronik mag vielleicht HDTV hochrechnen können (mit zweifelhaftem Ergebnis) - doch nur für NTSC mit seinen 60 Hertz Bildwiederholfrequenz. Die europäische Norm PAL verlangt jedoch 50 Hertz! Unser Tipp: Lassen Sie sich im Zweifel für Ihren Plasma vom Verkäufer schriftlich zusichern: "HDTV-kompatibel 720p/1080i mit 60 Hz oder 50 Hz". 100% sicher (nach menschlichem Ermessen) können Sie sein, wenn der Plasma-TV mit dem "HD-ready"-Logo (siehe auch unser Special HD ready) versehen ist.

  3. Full HD - eine bisher nicht offiziell definierte Eigenschaft von Flachbild-TVs, die HDTV-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln physisch, d.h. 1:1 darstellen zu können. Man bezeichnet diese Darstellung auch als "native". Nur solche Panels sind in der Lage, HD-Quellen auch im 1080p-Modus wiederzugeben. Das "p" steht für "progressive" (im Gegensatz zu "i", das für "interlaced" oder Zeilensprungverfahren steht) und besagt, dass der komplette Inhalt in einem Frame, also zu einem Zeitpunkt auf dem Bildschirm dargestellt werden kann. Da im Progressive-Modus die sonst erforderliche Interpolation entfällt, treten zwar theoritisch weniger Artefakte auf. Da jedoch die Anstuerungselektronik mehr Rechenarbeit zu verrichten hat, können daraus jedoch auch wieder Artefakte und Nachzieheffekte entstehen. Dennoch bietet die progressive Darstellung insgesamt detailreichere und schärfere Bilder. Vorsicht! "Full HD" ist nicht gleich "Full HD"! Zwar ist "Full HD" die Voraussetzung für progressive Wiedergabe, doch gibt es auch "Full HD"-Panels, die trotz der hohen physischen Auflösung nur 1080i, also 1080 x 1920 im Interlaced-Modus beherrschen.
Unser Tipp: Mit einer höheren Auflösung - oberhalb von 852 x 768 Pixel - kaufen Sie eine in vielen Bildsituationen deutlich sichtbar bessere Bildqualität ein. Hinzu kommt die größere Zukunftssicherheit was HDTV betrifft. Wir meinen, der Mehrpreis für die höhere Auflösung ist allemal gerechtfertigt. Bedenken Sie, wie hoch die Investition in ein Plasma-TV-Gerät insgesamt ist, und setzen Sie den Mehrpreis für die höhere Auflösung dazu ins Verhältnis. Sie werden feststellen, dass Sie für ein relativ geringes Mehr an Kaufpreis sehr viel mehr an Leistung erhalten. Bedenken Sie auch, dass Sie für einen Zeitraum von mindestens 6 bis 7 Jahren eine sichere Investition haben wollen. Es wäre wirklich schade, wenn Sie den in Kürze sicher kommenden HDTV-Standard dann nicht bedacht hätten. Lesen Sie dazu unser großes HDTV Special ...

Hier geht's weiter zu Teil 2 der Kauf- und Testberatung Plasma TV ...

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