10 Punkte zu transportablen Musicplayern

Autor: Carsten Rampacher, AREADVD, exklusiv für HIFI-REGLER, 31.05.2016

 

Onkyo DP-X1

Onkyo DP-X1

 

Transportable Musicplayer sind für besonders anspruchsvolle Musikliebhaber gedacht, denen der Klang vom Smartphone nicht gut genug ist. Im Smartphone, welches ein multifunktionales Gerät für eine Vielzahl von Anwendungen ist, sind keine idealen Voraussetzungen für eine perfekte Bearbeitung und Ausgabe von Musiksignalen geschaffen. Daher bieten sich portable Musicplayer, z.B. von Pioneer, Onkyo oder Astell&Kern an, die extra zu dem Zweck gebaut werden, maximale akustische Performance zu liefern. Die folgenden 10 Punkte geben Ihnen einen umfassenden Überblich, was zu dem Thema wichtig ist.

 

1. Kompatibilität zu High Resolution Audio Files

 

Hochauflösende Audio-Dateien überzeugen durch größeren Dynamikumfang und eine umfassende akustische Abbildung des Oberwellenbereiches. Daher sollte ein hochwertiger portabler Musicplayer die HiRes-Formate FLAC (mindestens bis 192 kHz/24-Bit Stereo), WAV (mindenstens bis 192 kHz/24-Bit Stereo), AIFF sowie ALAC und auch DSD (2,8/5,6 MHz) wiedergeben können.

 

2. Hochwertige Digital-Analog-Wandler

 

Die führenden Hersteller hochwertiger Digital-Analog-Wandler sind z.B. Wolfson, TA/Burr Brown oder ESS. Diese D/A-Konverter sind für eine saubere Transformation des digitalen in ein analoges Audiosignal zuständig. Es kommt nicht nur auf Sampling-Frequenz und Bittiefe, sondern auch auf die Qualität des Bauteils an sich an. Standard sind 192 kHz/24-Bit, wobei z.B. sehr hochwertige Player sogar auf 384 kHz/32-Bit D/A-Konverter setzen – das entspricht dann sogar Studioqualität.

 

3. Leistungsfähige Prozessoren

 

Ebenso wie beim Smartphone, dem Tablet oder dem Notebook ist es auch bei portablen Musicplayern wichtig, dass die Haupt-CPU-Einheit genug Rechenleistung aufbietet. Dies merkt man z.B. wie schnell man innerhalb auch großer Musikbibliotheken navigieren kann. Um eine eine optimale klangliche Leistungsfähigkeit zu gewährleisten, ist ebenfalls ausreichend Rechenleistung Voraussetzung.

 

4. Eine präzise Lautstärkeregelung

 

Gerade beim Genuss mittels Kopfhörer ist es immens wichtig, dass auf der einen Seite ein voller, dynamischer und lebendiger Klang vorhanden ist, auf der anderen Seite sollte man im Interesse der Gesundheit des Gehörs auch nicht zu laut hören. Eine sensible Anpassung der Lautstärke ist daher unerlässlich.

 

Pioneer XDP-100R

Die Speichkapazität ist meist erweiterbar, hier am Pioneer XDP-100R

 

5. Genug Speicherkapazität

 

High Resolution Audio Files brauchen mehr Speicher als herkömmliche Dateien, da sie mehr Daten enthalten. Ausnahme sind hier die Master Quality Authenticated-Dateien, die aber derzeit nur von den Musicplayern von Pioneer und Onkyo unterstützt werden.

MQA-Dateien brauchen selbst in HiRes-Qualität nur so viel Speicherplatz wie eine Datei in normaler CD-Qualität (44,1 kHz/16-Bit). Aber selbst, wenn man mit MQA-Dateien arbeitet – Speicherplatz kann nie schaden.

Meist gliedert sich das maximale Speichervolumen in zwei Arten. Ein interner Speicher ist im Player verbaut, hinzu kommen ein oder zwei Steckplätze für microSD-Karten. Diese werden separat gekauft, sie gibt es z.B. in 64, 128 oder 256 GB. Man sollte beim Kauf darauf achten, welche Größe an microSD-Karten vom Musicplayer unterstützt werden.

Und: Beim Kauf einer microSD-Karte immer auf die Geschwindigkeits-Klasseifizierung achten und eine schnelle Karte kaufen!

 

Pioneer XDP-100R

Der Pioneer-Player bietet sehr solide Verarbeitungsqualität

 

6. Gehäuseverarbeitung

 

Aus Gründen der Akustik und der Haltbarkeit empfiehlt es sich beim Kauf eines portablen Music-Players auf ein sehr solides, hochwertiges Gehäuse zu achten. Am besten eignen sich dafür Gehäuse aus Aluminium. Dieses wird z.B. von Astell&Kern, Onkyo oder Pioneer verwendet.

 

7. Kopfhöreranschluss

 

Ein solide verarbeiteter Kopfhöreranschluss ist ein absolutes Muss. Damit der Stecker vom Kopfhörer auch richtig im Player sitzt und es nicht zu einem Wackelkontakt kommt, ist es elementar wichtig, dass die gesamte Kopfhörerbuchse hochwertig verarbeitet und langzeitstabil ist.

 

8. Sinnvolle Aufpolierer für niedrige auflösende Dateien

 

Natürlich hat man nicht zwingend die gesamte Musikbibliothek in HiRes vorliegen. In den meisten Fällen befinden sich darunter wohl auch Stücke in CD-Qualität, oder sogar MP3-Files. Verschiedene Musicplayer verfügen über wirkungsvolle akustische Upscaler, die die Auflösung niedrig auflösender Dateien effektiv verfeinern und damit den Klang besonders im Hochtonbereich optimieren.

 

 

Auch ein sensibler Touchscreen mit einwandfreier Ablesbarkeit sollte mit an Bord sein. Wie auch bei Smartphones setzen viele hochwertige portable Musicplayer auf einen Touchscreen zur Bedienung. Hier ist darauf zu achten, dass das Display auch bei deutlichem externem Lichteinfall gut abzulesen ist. Ferner sollte der Touchscreen angemessen sensibel auf Bedienvorgänge reagieren.

 

Pioneer XDO 100R Bedienlement

Bedienlement direkt am Gerät

 

10 Gut erreichbare Bedienelemente

 

Häufig befindet sich der portable Musicplayer in der Hosen- oder Jackentasche. Daher ist es unerlässlich, dass man elementar wichtige Bedienelemente auch „blind“ handhaben kann. Dazu müssen die Knöpfe entsprechend praxisgerecht ausgeformt sein und sich gut erreichen lassen.


Verantwortlich für den Inhalt: Detlev Schnick, © Copyright 2002 - 2016 HIFI-REGLER