Test: Quadral Ascent-Lautsprecherserie
Test: Carsten Rampacher,
AREADVD - update: 07. Juni 2004

Früher waren Lautsprecher
einem Zweck dienlich: Sie sollten, möglichst in brauchbarer Qualität,
Musik wiedergeben. Wie sie aussahen, war sekundär. Heute hat sich das
Anforderungsprofil maßgeblich gewandelt: Ein Lautsprecher
sollte in exzellenter Güte Filmton und Musik darstellen können - und er
muss zusätzlich noch schön aussehen. Die Zeiten klobiger und grobschlächtig
auftretender Boxen sind endgültig vorbei. Beim Hannoveraner Anbieter Quadral
ist dies schon seit geraumer Zeit bekannt. Der größte Teil der Produkte
wird daher in schlichtem, eleganten und modernen Design angeboten - so
auch die Lautsprecher-Baureihe Ascent. Der Standlautsprecher Quadral
Ascent 860 , der Regallautsprecher Quadral
Ascent 260 und der Center-Lautsprecher Quadral
Ascent Base II sind, allesamt in silberfarbener Lackierung, bei uns
zum Test angetreten, um zu beweisen, dass man einen fairen Kaufpreis,
ein schickes Design und einen runden, gelungenen Klang problemlos unter
einen Hut bringen kann. Als tieffrequente Ergänzung fungiert der bereits
ausgezeichnet von uns getestete Basslautsprecher
Quadral Power Cube Sub 500, der mit 500 Watt Sinus- und 750 Watt Maximalleistung
eine kraftvolle und präzise Basswiedergabe garantiert. Insgesamt kommt
ein Set auf einen stolzen Betrag, aber wie wir es von Quadral
vermuten, wird auch einiges dafür geboten.
Allen Lautsprechern ist die hervorragende Verarbeitung gemein, die bis
ins Detail überzeugen kann. Besonderes Augenmerk verdient die Rückseite
der Quadral
Ascent 260, deren Anschlussterminal für die Lautsprecherkabel sehr
hochwertig und edel verarbeitet ist.

Schon fast luxuriös: Lautsprecherkabel-Anschlussterminal
mit solider Plexiglasabdeckung bei der Quadral
Ascent 260
Auch sonst gefällt die Quadral
Ascent 260 mit einer optisch und haptisch einwandfreien Oberfläche,
alle Kanten sowie die Einpassungen für die Membranen sind sorgfältig gearbeitet.
Mit einer Nennbelastbarkeit von 100 und einer Musikbelastbarkeit von 150
Watt kann sie einiges an Belastung verdauen und eignet sich sehr gut als
Surround-Lautsprecher für größeren Anlagen in extensiveren Hörräumen.
Seine außergewöhnlich temperaturstabile Tieftöner-Schwingspule verleiht
ihm eine besonders hoch liegende Belastbarkeit. Ein zweiter Hochtöner
auf der Gehäuserückwand zur bipolaren Schallverteilung verstärkt zusätzlich
den Eindruck von Weiträumigkeit, was für den Surroundbetrieb besonders
von Vorteil ist. Als Frontbox für kleinere Systeme in Hörräumen bis rund
30 Quadratmeter kann man diesen für Verstärker von 4 bis 8 Ohm geeigneten
Schallwandler ebenfalls bestens einsetzen. Der Übertragungsbereich geht
von 45 bis 25.000 Hz.

Hochwertiger Regallautsprecher: Die Quadral
Ascent 260 ist sehr flexibel einzusetzen

Hält auch dem zweiten Blick stand: Die Gehäuseverarbeitung
der Quadral
Ascent260
Der Standlautsprecher Quadral
Ascent 860 präsentiert sich mit weniger aufwändigem Anschlussterminal
für die Lautsprecherkabel, eine Plexiglasabdeckung ist hier nicht vorhanden.
Die Box selber ist ansonsten ebenfalls sehr ansehnlich geraten, durch
den schlanken, eleganten Auftritt passt sie perfekt in viele Wohnlandschaften.
Zwar ist sie nicht so kompakt wie mancher Satellitenlautsprecher, mit
ihrer säulenartigen Form zeigt sie aber unaufdringliche Eleganz. Mit 150
Watt Nenn- und 300 Watt Musikbelastbarkeit erfüllt sie in Bezug auf die
Belastungswerte problemlos gehobene Ansprüche. Der Übertragungsbereich
reicht von 28 bis 25.000 Hz, der Quadral
Ascent 860 ist geeignet für Verstärker zwischen 4 und 8 Ohm.
Ohne Plexiglasabdeckung und ohne Bi-Wiring: Anschlüsse
bei der Quadral
Ascent 860

Perfekte Passung: Hier kann man ruhig
genau hinsehen

Schlanke Schönheit: Die Quadral
Ascent860 hat "Model-Maße"
Der in unserem Test-Set enthaltene Center-Lautsprecher möchte natürlich
keinesfalls zurückstecken - auch wenn er nicht ganz die Eleganz der Quadral
Ascent 860 bieten kann, so wirft er seine tadellosen Belastungswerte
(Nennbelastbarkeit 115, Musikbelastbarkeit 200 Watt) und sein einwandfreies
Finish in die Waagschale. Von 35 bis 25.000 Hz reicht hier der Übertragungsbereich,
geeignet ist der Quadral Ascent BaseII
für Verstärker von 4 bis 8 Ohm.

Stimmgewaltig: Quadral
Ascent Base II-Center
Quadral Altima
Alle Quadral Ascent-Lautsprecher unseres Test-Ensembles sind mit Altima-Membranen
ausstaffiert. Quadral
vereint bei dieser Eigenentwicklung die drei Leichtmetalle Aluminium,
Titan und Magnesium miteinander - mit folgendem Hintergrund: Die Hauptursache
für den unterschiedlichen Klang diverser Membranmaterialien liegt in der
Tatsache, dass sich Membranen beim Schwingen unkontrolliert verbiegen
und dann nicht den Vorgaben der Schwingspule folgen.
Das Ausmaß dieser so genannten "Partialschwingungen" determiniert großenteils
den Eigenklang der Membranen. So tendieren weiche Kunststoffversionen
zum Beispiel klanglich zur Trägheit (was zu Ungenauigkeit, zu einem "verwaschenen",
wenig lebendigen Klangbild führen kann), die derzeit recht populären Membranen
aus Aluminium dagegen zur Härte, während Papiermembranen je nach ihrer
Zusammensetzung mal in die eine, mal in die andere Richtung ausschlagen.
Deshalb versuchen die Lautsprecher-Hersteller, materialbedingte Eigenresonanzen
möglichst effektiv zu unterdrücken und auf verschiedene Frequenzen zu
verteilen, um sie damit bestmöglich zu kaschieren. Das Altima-Prinzip
eröffnet dagegen laut Quadral
ganz andere Möglichkeiten: Zum Einen lassen sich die Materialresonanzen
damit aus dem jeweiligen Einsatzbereich der Lautsprecher herausdrängen
oder -schieben, und zum zweiten ermöglicht es Altima, die Resonanzen zu
bündeln und dann per Netzwerk zu eliminieren. Das scheint simpel, gelingt
aber kaum mit anderen Materialien. Daher sollen Schnelligkeit, akribische
Genauigkeit und und die Abwesenheit von Eigenklängen die besonderen Kennzeichen
der Altima-Membranen sein.
Sehr gut ergänzt wird das Ascent-Paket durch den Quadral
Power Cube Sub 500. Mit seiner leistungstarken Digitalendstufe, die
maximal 750 Watt mobilisiert, ist der Downfire-Subwoofer auch in großen
Hörräumen nicht verloren. Um eine möglichst effektive, saubere Basswiedergabe
zu erreichen, haben die Quadral-Entwickler einiges getan. So kommt ein
Passivradiator zum Einsatz, der für eine klare, saubere Basswiedergabe
ohne störende Strömungsgeräusche sorgt. Bei Quadral
heißt diese Technik acw. acw steht für "air coupled woofer" und ist eine
besondere Variante des bassverstärkenden Reflexprinzips. Dabei wird der
übliche Reflextunnel durch eine Fläche und Masse genau definierte und
sehr hubfreudige Membran ersetzt. acw vermeidet Strömungsgeräusche und
Tunnelresonanzen, wie sie die Luft erzeugt, wenn sie sich mit hoher Geschwindigkeit
den Weg durch einen Reflextunnel bahnt.

In der Ruhe liegt die Kraft: Keine Nebengeräusche und
sauberer Bass durch den Passivradiator beim Quadral
Power Cube 500

Verleiht den Bässen Flügel: Mit maximal
750 Watt starken Endstufe agiert der Downfire-Subwoofer

Komplett: Alle Einstellmöglichkeiten finden
sich auf der Rückseite
Was die Verarbeitung anbetrifft, überzeugt auch der aktive Subwoofer
Quadral
Power Cube 500: Das Gehäusematerial wirkt hochwertig und haltbar,
bei unserem Test-Gerät waren beide Membranen, die Passivmembran und der
Downfire-Treiber, sauber eingepasst. Die Geräterückseite dokumentiert
ebenfalls das ansprechende Qualitätsniveau, alle für eine akkurate Einstellung
nötigen Regler sind vorhanden und griffgünstig und solide ausgeführt.
Wer den aktiven Subwoofer zwischen die Front-Lautsprecher einschleifen
möchte, findet für diese Operation Schraubverschlüsse, die allerdings
noch etwas größer und höher wertig ausfallen könnten. Selbstverständlich
ist ein Kaltgerätestecker-Anschluss vorgesehen. Ebenfalls verfügt der
Quadral
Power Cube Sub 500 über eine sehr gut funktionierende Standby-Automatik.
Was wir noch vermissen, ist eine Fernbedienung, mit der man komfortabel
vom Hörplatz aus die Lautstärke einstellen kann - manchmal, gerade bei
wechselndem Quellmaterial, eine hilfreiche Errungenschaft.

Der Quadral
Power Cube Sub 500 ist als Downfire-Subwoofer ausgelegt
Der Quadral
Power Cube Sub 500 ist als nach unten abstrahlender Subwoofer (Downfire)
konstruiert. Downfire-Subwoofwoofer sollten über erheblich leistungsfähigere
Endstufen verfügen als Frontfire-Subwoofer. Schließlich wird ein guter
Teil des Basses für die Gebäudesubstanz verbraucht. Bei leistungsschwachen
Subwoofer-Endstufen bleibt dann nicht mehr viel für den hörbaren Bass
übrig - wie mancher wenig druckvolle Vertreter besonders von Subwoofer-/Satelliten-Systemen
der unteren Mittelklasse und der Mittelklasse zeigen. Daher tut Quadral
gut daran, eine entsprechend leistungsfähige Digitalendstufe zu verbauen.
Durch die 360°-Verteilung des Basses werden sogenannte stehende Wellen
zwar nicht verhindert, ihre Folgen in Form von Selbstauslöschung von Bassfrequenzen
sind jedoch stark vermindert. Die "Basslöcher" sind sehr klein und werden
kaum bemerkt - wobei man auch diese Feststellung nicht globalisieren kann
und viel auch vom restlichen Lautsprecherequipment, der korrekten Justage
und der Raumakustik abhängt.
Zu nah an der Wand (wobei die Nähe, die der Downfire-Subwoofer zur Wand
haben kann, natürlich auch vom Material der Hörraumwand abhängt) oder
in der Raumecke sollte man Downfire-Subwoofer eigentlich nicht aufstellen,
wobei der Quadral
Power Cube Sub 500 sich recht tolerant verhält. Problematisch können
sich Downfire-Subwoofer in manchen Altbauten oder in schlecht gedämpften
Neubauten verhalten, wenn sie bei kräftigem Betrieb für störende Resonanzen
sorgen. Auf jeden Fall sollte man Downfire-Subwoofer nicht in akustisch
sehr hellhörigen Räumen einsetzen. Hier wird dann kein echter Bassdruck
geboten, sondern ein großer Teil der Energie verpufft in unschönen Resonanzen
und in unpassendem Dröhnen. In akustisch weniger hellhörigen Räumlichkeiten,
am besten mit guter Dämpfung, machen leistungsstarke Downfire-Subwoofer
hingegen eine ausgezeichnete Figur. Sehr lobenswert: Quadral
liefert passend dimensionierte, solide gefertigte Standfüße (Bild links)
gleich mit, so dass der Quadral
Power Cube Sub 500 die richtige Distanz zum Boden bekommt und eine
einwandfreie Basswiedergabe gewährleistet ist. Die Elemente werden einfach
mittels eines Schraubendrehers befestigt und sorgen auch für sicheren
Halt.
Klang
Ein Filmerlebnis der besonderen Art ermöglicht unser Ascent-Test-Set.
Obwohl grundsätzlich zurückhaltend ausgelegt, liefert unser Test-Set bei
bass- und effektintensiven Szenen eine hervorragende Vorstellung. In Sekundenschnelle
steht der aktive Subwoofer bereit und lässt beim 2. Teil der "Mumie" die
Armee des Skorpionkönigs bassgewaltig durch den Hörraum marschieren. Die
Verfolgungsjagden bei "Ronin" werden ausdrucksstark wiedergegeben, dies
gilt auch für die Launen der Ozeane und die erbitterten Seeschlachten
in "Master and Commander". Doch die Quadral Ascent zeigen noch andere
Tugenden: Denn gerade in Szenen, in denen es nicht mit unerbittlichem
Druck vorangeht, liegen die Stärken. Atmosphäre aufbauen - z.B. bei "U-571"
vor den brachialen Wasserbombeneinschlägen - oder in James Bond 007 "Stirb
an einem anderen Tag" in der Startsequenz - das liegt den Quadral-Boxen
ganz besonders. Man kann fast den Puls der Protagonisten fühlen, das Herz
pochen hören - Spannung, die einem den Atem raubt, liegt über dem Hörraum,
dies machen die Ascent-Lautsprecher hör- und fühlbar. Was das unerbittliche
Voranschreiten bei harten Effektgewittern angeht, liefern die Quadral-Schallwandler
zwar auch eine sehr gute Leistung ab, es gibt aber LS-Kombinationen, die
hier für noch mehr Nachdruck sorgen. Der Quadral
Ascent Base II ermöglicht eine präzise, auch bei hohen Pegeln klare
Stimmdarstellung. Ganz gleich, ob Frauen- oder Männerstimme, charismatisch
und akkurat stellt der Centerspeaker jede Facette dar. Diese Eigenschaft
prädestiniert das Ascent-Set besonders auch für Filme, die ihren Reiz
aus den Dialogen beziehen - und aus der Begleitmusik sowie kleinen, subtilen
Effekten, kombiniert mit räumlich aktiven Elementen wie Wasserrauschen
oder den Geräuschen des Windes. Denn die Quadral
Ascent 260 ermöglichen durch den zusätzlich auf der Rückseite installierten
Hochtöner eine sehr weiträumige und zugleich feinfühlige Darstellung,
somit werden im Verbund mit den anderen Boxen glänzende Resultate erreicht.
Wenn z.B. ein "potentielles Pärchen" am Wasser entlang spaziert, um endlich
zueinander zu finden, dann kann der Quadral
Ascent Base II die Macht der Worte, die feinnervige Anspannung, sehr
gut zum Auditorium transportieren. Die beiden Quadral
Ascent 260 bringen die Geräusche des Wassers, die leichten Windböen
und die musikalischen Einlagen detailliert zu Gehör. Unterstützt werden
sie optimal von den Quadral
Ascent 860, die mit angenehm weichem, aber nie verwaschen-unsauberem
Klang sehr melodiös gesoundet sind und mit sanfter Emotion den Music Score
und die Raumklanginformationen für das vordere akustische Feld gewinnbringend
wiedergeben.
Auch im Musikbetrieb kann man dem Quadral-Ensemble ausgezeichnete Zensuren
mit auf den Heimweg nach Hannover geben. Besonders auffällig ist wiederum,
dass man allen Lautsprechern stundenlang auch bei höheren Lautstärken
zuhören kann - und nicht nur das: Man möchte immer weiter hören. der Grund
für diese plötzliche "Sucht nach Sound" liegt in der homogenen, natürlichen
Auslegung aller Komponenten. Immer ist ein ausgeglichener Klang garantiert,
und zwar praktisch unabhängig von der Musikart. Lediglich Heavy Metal-
oder auch Techno-Liebhaber würden sich vielleicht ein fetzigeres und
auffälligeres Auftreten wünschen, aber für alle anderen Fälle ist das
Ascent-Set gerüstet. So liegen den silberfarbenen Lautsprechern vor allem
auch klassische Stücke. Mit sehr guter Detaillierung meistert das Quadral-Set
beispielsweise Violinen- oder Piano-Soli. Immer schaffen es die Lautsprecher,
eine hohe Plastizität und einen facettenreichen, klaren Hochtonbereich
mit einer hohen Ausgewogenheit zu verbinden. Bei orchestralen Einsätzen
kommen Dynamiksprünge stimmig zum Zuhörer, vor allem zu loben ist die
hohe Gesamthomogenität. Der aktive Subwoofer ermöglicht einen fundierten,
raumfüllenden, aber nie künstlich übertriebenen, andere akustische Anteile
zudeckenden Bass. Überzeugen kann auch der Center mit seiner sehr präzisen,
sauber strukturierten Wiedergabe. Das Volumen ist ebenfalls sehr gut,
somit sind vielfältige Einsatzmöglichkeiten gegeben. Die Quadral
Ascent 860 liefern einen gradlinigen, klaren Klang bei Stimmen und
Instrumenten, mit dem sehr fein aufgebauten, dynamischen und im Hochtonbereich
frischen Sound begeistern die Quadral
Ascent 260.
Insgesamt macht das Quadral-Set im Musik- und im Filmbetrieb viel Spaß,
ebenso wie das Nubert nuLine 5.1-Set. Diese Lautsprecher-Systeme dokumentieren
überzeugend, was ein 5.1 Set mit Stand-Lautsprechern und bärenstarkem
aktivem Subwoofer bei Kaufpreisen über 3.000,00€ heutzutage
leisten kann. Sie verdienen daher beide Angebote unsere besondere Empfehlung.
Die zwei Lautsprecher-Sets sind aber unterschiedlich ausgelegt, was durchaus
von Vorteil ist, da so jeder Interessent mit individuellen Ansprüchen
leichter sein Traum-Set finden kann. Beim nuLine-Paket begeistert vor
allem der nicht zu bremsende Vorwärtsdrang. Mit unnachgiebiger Wucht marschieren
die ausladenden Frontlautsprecher im "Teamwork" mit dem AW-1000 voran.
Für Actionfilme und Liebhaber von Rock-, Heavy Metal- oder auch Trance-/House-/Techno-Musik
führt kaum ein Weg an den Nubert-Boxen vorbei. Sie realisieren einen Druck,
eine Kraft und ein Volumen, das man gehört haben muss, auch weitaus teurere
Lautsprecher-Packages mancher Konkurrenten können hier nicht mithalten.
Die Boxen reißen mit, schaffen emotionale Verbindungen des Hörers zur
Musik - kurzum: Grandios. Genauso begeistern auch die Ascent-Lautsprecher,
aber sie tun dies auf völlig andere Art und Weise: Stiller, differenzierter,
feinfühliger. Hier sorgen die zurückhaltende Souveränität und der höchst
harmonische, auch über Stunden angenehme Klang für das Flair. Ob im Hintergrund
laufend oder als "Hauptdarsteller" - die Ascent-Lautsprecher treffen den
richtigen Ton. Nichts wird überbetont, nichts geht unter - natürlich und
mit Bedacht abgestuft, ist der Klang immer auf feinfühlig-zurückhaltende
Art und Weise präsent. Bei Bedarf kann der sehr leistungsfähige aktive
Subwoofer schnell zupacken - aber er ist anders ausgelegt als der Nubert-Woofer.
Während der Nubert-Woofer stets zum Abgeben seiner ganzen Leistung herausfordert,
weil er einen brachialen, überragend druckvollen Bass mit exzellentem
Tiefgang ermöglicht, ist es beim Quadral
Power Cube Sub 500 eher das gute Gefühl, zu wissen, dass immer genug
Power da ist - wenn ein plötzlicher orchestraler Einsatz oder eine plötzliche
Explosion sekundenschnell die volle Kraft fordern. Insgesamt schaffen
die Quadral-Boxen genau das, was auch die Nubert-Lautsprecher realisieren
können: Akzente über ihre Preisklasse hinaus zu setzen. Nur die Akzente
selbst sind andere: Der reife, charmant-zurückhaltende, aber doch kraftvoll-souveräne,
nie herausfordernde Klang begeistert bei den Ascent-Schallwandlern und
sorgt für ein tief gehendes Hörerlebnis.
Fazit
Zugegeben, günstig ist dieses 5.1 Lautsprecher-Set wohl nicht. Man
bekommt bereits hochwertige 6.1.- oder 7.1-Alternativen namhafter Hersteller.
Trotz dieser Feststellung ist das Quadral
Ascent 860 5.1 Set eine besondere Empfehlung Wert, denn, auch wenn
diese Behauptung zunächst widersinnig klingen mag: In Anbetracht der klanglichen
Leistungen ist der Kaufpreis sogar extrem fair. Die Begründung für solch
euphorische Worte wollen wir Ihnen nicht vorenthalten - der höchst angenehme,
ausgewogene, über alle Maßen harmonische Klang ist der große Vorteil unseres
Ascent-Sets. Ob Film- oder Musikwiedergabe, immer steht eine klare, gefällige
und fundierte Wiedergabe im Vordergrund. Der Subwoofer harmoniert bestens
mit dem Rest des Ensembles, er greift mit viel Kraft, aber auch mit hoher
Präzision tieffrequent ein und verleiht dem Gesamtklang ein solides, druckvolles
und mitreißendes, aber nie überbetontes Fundament. Die Quadral
Ascent 860 gefallen mit dem runden, stimmigen Präsenztonbereich, nie
spielen sie sich unangenehm in den Vordergrund, sondern überzeugen lieber
durch ein gleichermaßen souveränes Handling aller ihr anvertrauten Wiedergabequellen.
Ob orchestrale Stücke oder Jazzmusik, ob Actionkomödie oder Drama, mit
der natürlichen und sehr gut abgestuften Gesamtwiedergabecharakteristik
liegen die schlanken Säulen stets richtig. Natürlich kann man von den
Lautsprechern aufgrund ihrer Gehäuseabmessungen keine Basswunder erwarten,
aber im oberen Bassbereich und unteren Mitteltonbereich reicht das Gebotene
vollkommen aus, und darunter steht der potente Subwoofer Gewehr bei Fuß.
Der Center-Lautsprecher Quadral
Ascent Base II begeistert ebenfalls, präzise, mit stimmigem Volumen
und mit einem frischen, aber nicht überbetonten Hochtonbereich werden
hier Akzente gesetzt. Bleiben die Quadral
Ascent 260 - sie ermöglichen eine sauber strukturierte, dynamische
und räumlich überzeugende Surroundklangkulisse, die auch kleine Nuancen
in höheren Frequenzlagen sehr angenehm herausarbeitet. Unsere Bilanz:
Wieder einmal ein Quadral-Set, das durch viele Stärken überzeugt, aber
durch keine ernsthafte Schwäche negativ auffällt.
Quadral beweist mit dem Ascent-Ensemble
erneut, dass man zu den führenden Lautsprecher-Anbietern
gehört

Obere Mittelklasse
(komplettes Set)
Test 07.06.2004
Preis-/Leistungsverhältnis      
Pro:
- Höchst angenehmer, homogener Klang
- Dynamische, klare Filmtonwiedergabe
- Lebendige, harmonische Musikdarstellung
- Alle Komponenten extrem pegelfest
- Center mit hervorragender Präzision
- Überdurchschnittlich leistungsstarker aktiver Subwoofer
- Hochwertige Verarbeitung
- Gefälliges Design
- Tadelloses Preis-/Leistungsverhältnis
Contra:
- Für den fairen Kaufpreis überragendes
5.1 Set ohne Schwächen
Technische Daten
- Quadral
Ascent 860:
- Typ: 3-Wege-Baßreflex-Standlautsprecher
Prinzip: Bassreflex
Nennbelastbarkeit: 150 W
Musikbelastbarkeit: 300 W
Übertragungsbereich: 28...25.000 Hz
Verstärker: 4...8 Ohm
Bestückung:
Hochtöner: 25 mm Kalotte
Mitteltöner: 135 mm ø ALTIMA®
Tieftöner: 2 x 135 mm ø ALTIMA®
Abmessungen (HxBxT): 113 x 16,6 x 23,2 cm
Ausführung:
Ahorn/Champagner(Echtholzfurnier)
Kirsche(Echtholzfurnier)
silber-lackiert
- Quadral
Ascent Base II:
- Typ: 3-Wege-Bassreflex-Centerspeaker
Prinzip: Bassreflex
Nennbelastbarkeit: 115 W
Musikbelastbarkeit: 200 W
Übertragungsbereich: 35...25.000 Hz
Verstärker: 4...8 Ohm
Bestückung:
Hochtöner 25 mm Kalotte
Mitteltöner 135 mm ø ALTIMA®
Tieftöner 135 mm ø ALTIMA®
Abmessungen (HxBxT): 33,9 x 16,6 x 23,2 cm
Ausführungen:
Ahorn champagner
Kirsche
Silber-lackiert
- Quadral
Ascent 260:
- Typ: 3-Wege Baßreflex Regallautsprecher
Prinzip: Bassreflex, bipolar
Nennbelastbarkeit: 150 W
Musikbelastbarkeit: 150 W
Übertragungsbereich: 45...25.000 Hz
Verstärker: 4...8 Ohm
Bestückung:
Hochtöner 25 + 13 mm
Tieftöner 135 mm ø ALTIMA®
Abmessungen (HxBxT): 33,9 x 16,6 x 23,2 cm
Ausführung:
Ahorn champagner(Echtholzfurnier)
Kirsche(Echtholzfurnier)
Silber-lackiert
- Quadral
Power Cube Sub 500:
- Typ: aktiver Subwoofer
- Prinzip: Bassreflex (acw), downfire
- Sinus-/Musikbelastbarkeit (W): 500/750
Übertragungsbereich (Hz): 22...150
- Übertragungsfrequenz (Hz): 40-150 variabel
Eingangsempfindlichkeit (mV): 250
- Stand-By-Schaltung: ja
- Phase: 0...180º schaltbar
- Tieftöner: 260 mm Ø
- Passivmembran: 260 mm Ø (acw-Membran)
- Maße (H x B x T) in cm: 42,9 x 30,5 x 40,0
- Gewicht (kg): 21,2
- Ausführung: silbern, schwarz
Verantwortlich für den Inhalt: Detlev
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