Zurück zur Normalansicht von Denon AVR-2105 (silber)
10/2004

Testauszug:

"...dass Denons brandneuer Multikanaler seinen Vorgänger AVR-1804 verleugnet und sich nun AVR-2105 nennt, sei ihm herzlich gegönnt. Denn sieben statt sechs Einbauverstärker, Pro Logic IIx für entsprechende Raumerweiterungen sowie Pre-Outs für alle Kanäle erheben tatsächlich erst den Newcomer ins Ausstattungs-Elysium. Dazu kommt jetzt ein von Audio-Technica zugeliefertes Messmikrofon und eine sinnvolle Setup-Automatik (wie viel große und kleine (Boxen) in welcher Entfernung, stimmt die Polung, wie sehen die Pegelverhältnisse aus) stimmt den 2105 dann akkurat darauf ein. Ahnt der Techniker, dass Denon beim 2105 einen entsprechend potenten SHARC-Prozessor von Analog Devices verwendet, verneigt er sich noch tiefer, wenn er den neuen Denon misst und auf die Frequenzgänge blickt. Da endet der Pro-Logic-II-Frequenzgang nicht etwa wie üblich bei rund 20 Kilohertz, sondern erst bei 40. Daraus lässt sich schließen, dass Denon nicht nur theoretische Möglichkeiten der elektronischen Bausteine beschreibt, sondern dass der AVR-2105 analoge Eingangssignale statt mit 48 wirklich mit wieselflinken 96 Kilohertz abtastet und entsprechend fein aufgelöst weiterprozessiert (woraus die doppelte Übertragungsbandbreite resultiert). "Nicht schlecht, Herr Specht", davon profitieren vor allem auch neue Hochbit-Stereo-Discs, weil der AVR-2105 nun auch bei ihnen - ohne gleichzeitig auf die Höhenbremse zu treten - Pro-Logic-II-Surroundräume aufspannen kann. Ermuntert überdies die praktische TV-Bedienführung dazu, auch mal dieses oder jenes Schallprogramm zu versuchen, brauchte es für den ersten Hörtest-Applaus nicht mehr als die schlichte Stereo-Wiedergabe. Gab es schon Lob für ein sehr ausgeglichenes Phono- und UKW-Vorspiel, agierte der 2105 bei CD-Titeln abermals sauberer und erwachsener. Viel Drive und Leben, pralle Bässe, weite Perspektiven und alles in einer Art wohligem Sonnenschein. Bei Film-DVDs erschloss der neue Denon noch größere Räume und erzeugte deutlich mehr Spannung. Er steigerte die bassunterlegte Dramatik. Gegen diese vitale Kraft hatten auch die Testkonkurrenten nichts zu bestellen. Die 41 Surround-Punkte des Denon bedeuten für einen 600-Euro-Multikanaler eine absolute Sensation! Um etwaige magnetische Störfelder einzudämmen, bekam der feiste Netztrafo ein Blechgewand. Dank doppelter, schaltbarer Anschlüsse für Stereoboxen vermag der AVR-2105 auch einen Nebenraum zu beschallen..."

Fazit:

Der sehr kräftige und prima klingende Siebenkanaler setzt in seiner Preisklasse neue Maßstäbe. Zu alledem kommt noch ein ordentlich tönendes Tuner- und Phonoteil dazu.

Preis/Leistung: überragend