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Pioneer BDP-LX91
3/2009
Testauszug:
"...der LX 91 zeigt im Labor ein perfektes Auflösungsvermögen sowie exakte Schwarz-Weiß-Pegel. Die marginalen Pegelabweichungen bei der Farbcodierung sind im Alltagsbetrieb aber nicht sichtbar. Flimmerfreie Kinobilder in beiden Formaten 1080/24p und 1080/60p sind für ihn selbstverständlich. Weil sich aber heutige Blu-ray-Player in der Wiedergabe von Testbildern und Kinofilmen kaum unterscheiden, sagt das wenig aus. Die Spreu vom Weizen trennt sich erst mit HDTV-Dokumentationen oder Musikkonzerten, aufgenommen mit 60 Bildern pro Sekunde. HD-Video auf Blu-ray wird als Halbbildvideo im Format 1080/50i oder 1080/60i gespeichert, weshalb der Videoprozessor die Wandlung in das progressive Bildformat selbst berechnen muss. Daran scheitern viele Player - der hochklassige LX 91 erwartungsgemäß aber nicht. Er liefert im voreingestellten Modus "Auto1" ausgezeichnete Bildqualität, die für Kino und Video gleichermaßen passt. Damit nicht genug, lässt sich die Vollbilderkennung entweder besonders auf statische Inhalte oder auf Bewegung ausrichten. Eine hübsche Spielwiese, die derzeit kein anderer Hersteller bietet. Die hohe Qualität seiner Vollbildwandlung beweist der Pioneer mit der sehr scharfen Nahaufnahme eines hübschen Mädchens, die von einer Profi-Testdisc stammt. Während das Model den Kopf langsam zur Seite neigt, gleiten bei Zuspielung durch den LX 91 die dunkel geschminkten Wimpern ruhig und ohne jeden Bildfehler über den Bildschirm. Bei den meisten anderen Blu-ray-Playern hingegen flackern die Wimpern. Beim Batman-Abenteuer "The Dark Knight" versorgt der LX 91 unseren Referenzprojektor Samsung SP-A 800 B mit Bildern, die gerade bei den im Format 1,78:1 gedrehten Imax-Sequenzen eine unglaubliche Plastizität und Tiefenwirkung bieten. Mit diesem in grandioser Qualität produzierten Film wird klar: Eingriffe in die Bildqualität sind hier überflüssig, jedenfalls beim Zusammenspiel mit einem präzise farbkalibrierten Projektor. Pioneers Videojustagen können aber Gold wert sein, wenn schlecht gemasterte Filme vorliegen oder das Projektorbild nicht perfekt erscheint. So bietet beispielsweise JVCs kontraststarker Beamer HD 750 in der farbkalibrierten THX-Einstellung keine Möglichkeit, eine dunklere Gamma-Kennlinie einzustellen. In einem solchen Fall springt der Pioneer mit seiner feinen neunstufigen Gammajustage in die Bresche. Auch die Bildschärfe für feinste oder mittlere Frequenzen oder die Detaildarstellung lässt sich mit ihm individuell nachregeln. Diverse Rausch- und MPEG-Filter komplettieren das nahezu unerschöpfliche Tuning-Arsenal des Players..."
"...Pioneers "Pure Cinema"-Modus meistert jede DVD und jede kritische Szene. Zeigt der kleinere LX 08 im Test noch eine etwas grobe horizontale Skalierung beim Upscaling auf 1080p, so arbeitet der große LX 91 perfekt: Das nach unten zeigende Propellerblatt des Fliegers in "Sechs Tage, sieben Nächte" erscheint ohne Treppenstufen. Da die Detail- und Schärferegler sehr fein wirken, möbeln sie manch betagten Film auf DVD richtig auf. In "Das große Krabbeln" glänzen die Pupillen der Ameisen, die feinen Strukturen ihres Baus treten deutlicher hervor. In "Gladiator" werden in der Nachtszene am Lagerfeuer sogar einzelne Mondkrater sichtbar..."
"...dass der LX 91 einen audiophilen CD-Player ersetzt, gehört für Pioneer zum guten Ton. Beim analogen Hörtest über den hauseigenen Top-Receiver SC-LX 90 steht Marla Glenn bei "Travel" felsenfest in der Mitte der akustischen Bühne, während das dynamisch nachhallende Fingerschnippen die Größe des Raums spürbar werden lässt. Die Stimme klingt nie synthetisch oder rau, sondern kraftvoll und stark. Auch Diana Kralls Gesang glänzt beim swingenden Titel "I`m an Errand Girl for Rhythm", während sie vom trocken und präzise klingenden Kontrabass begleitet wird. Bei CD-Wiedergabe ist die analoge Cinchverbindung eine hochkarätige Alternative zu digital übertragenem Ton. Über HDMI wirkt die räumliche Abbildung einen Tick weiter aufgespannt, wenn die PQLS-Funktion im Zusammenspiel mit Pioneer-Geräten den Jitter reduziert. Andererseits wirkt der analoge Stereoton im direkten Hörvergleich etwas gelassener und verleiht Marla Glenns Stimme ein angenehmeres, minimal dunkleres Timbre. Beide Varianten klingen fantastisch..."
Bewertung:
+ sehr gutes HDTV- und Kinobild mit 24p
+ ausgezeichneter DVD-Spieler
+ umfangreiche Videoregler
+ zwei HDMI-Ausgänge
+ Bitstream-Ton und analoger 7.1-Tonausgang
- BD-Live erfordert Firmware-Update
- Decoder für DTS-HD erfordert Firmware-Update
Fazit:
Pioneer spielt mit dem BDP-LX 91 in der Blu-ray-Referenzliga. Der Bolide glänzt mit zwei HDMI-Ausgängen, effektivem Bildtuning, perfektem Bild und hervorragendem Klang. Mit dem für März angekündigten Firmware-Update für BD-Live und DTS-HD wird er auch in puncto Ausstattung seinem High-End-Anspruch gerecht.
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