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Subwoofer FAQ
Moderator: Detlev Schnick,
HIFI-REGLER
- update: 03.03.2004
Sie lesen hier ein interaktives FAQ.
Was heißt das? Wenn Sie als Leser eine Frage haben, die Sie
in diesem Subwoofer FAQ nicht finden, dann sind Sie herzlich
eingeladen, uns eine E-Mail
zu schreiben und Ihre Frage zu stellen. Wir werden das Thema dann
schnellstmöglich in unsere Subwoofer FAQ aufnehmen. FAQ steht
für Frequently Asked Questions.
Deshalb bitten wir Sie, darauf zu achten, dass Ihre Frage nicht
zu individuell ist und ihre Beantwortung auch anderen Lesern dieses
FAQ einen Nutzen bringt. Und nun viel Spaß beim Schmökern
in unserem Subwoofer FAQ ...
Ein Subwoofer ist ein Tiefton-Lautsprecher,
dessen Kontruktion für tieffrequente Schallschwingungen von
30 bis etwa 160 Hz optimiert ist. Als Woofer bezeichnet man
das Tiefton-Chassis einer Breitband-Lautsprecherbox. Sub
ist das englische Wort für "unter". Ein Subwoofer
verstärkt also Tiefton-Frequenzen - den sogenannten Bass oder
Tiefbass -, die unterhalb der Frequenzbereiche eines "normalen"
Lautsprechers liegen. Subwoofer werden immer als Ergänzung
zu "normalen" d.h. breitbandigen Lautsprecher-Konfigurationen
eingesetzt und erzeugen je nach Einstellung eine vom Original erheblich
abweichende Verstärkung des Bass-Bereiches. Typische Anwendungsbereiche
für Subwoofer sind Diskotheken sowie Car-HiFi- und Heimkinoanlagen.
In diesem FAQ befassen wir uns mit dem Thema Subwoofer in
seiner Eigenschaft als Heimkino-Komponente.
Welche Vorteile bieten Subwoofer?
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Ein oder zwei Subwoofer können den
Musik- oder Filmgenuß erheblich steigern - vorausgesetzt,
sie wurden fachgerecht kalibriert und auf die raumakustischen Verhältnisse
und das Zusammenspiel mit den "normalen" Breitbandlautsprechern
abgestimmt. Beim Filmton sind Subwoofer ein "Muss"
- schließlich sehen Dolby Digital und DTS eine eigene Tonspur
- die ".1"-Spur von 5.1., 6.1 oder 7.1 - für den
Subwoofer vor. Doch auch beim Musikhören zur Unterstützung
höchst high-fideler Boxen, können Subwoofer je nach Musikrichtung
den Genuss erheblich steigern. Das Thema Subwoofer ist zugegebenermaßen
recht komplex, es gibt viele Fehlermöglichkeiten und kaum ein
Händler traut sich eine Beratung zu. Deshalb auf einen Subwoofer
zu verzichten wäre jedoch grundfalsch. Und das im sogenannten
"Fachhandel" häufig gehörte Argument "Bei
diesen Boxen brauchen Sie keinen Subwoofer" ist schlicht
und einfach Unsinn.
Wie unterscheiden sich passive
und aktive Subwoofer?
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Passive Subwoofer sind prinzipiell ähnlich
aufgebaut, wie "normale" passive Lautsprecher. Sie arbeiten
nach einem Ein-Wege-Prinzip und die Frequenzweiche blendet Frequenzen
oberhalb einer definierten Grenze von i.d.R. etwa 160 bis 200 Hz
aus. Praktisch alle (bass-) klangdefinierenden Einstellungen werden
am Verstärker der Anlage vorgenommen. Passive Subwoofer kommen
vorwiegend in Diskotheken- und Car-HiFi-Anlagen vor. In Heimkino-Anlagen
sind fast ausschliesslich aktive Subwoofer gebräuchlich.
Aktive Subwoofer verfügen über
eine eingebaute (Verstärker-) Endstufe. Die Bassfrequenzen
werden als NF-Signal, d.h. als niederfrequente Vorstufensignale
aus dem sogenannten LFE- (Low Frequency Effekt)
Kanal aus dem AV-Receiver oder AV-Verstärker angeliefert. Erkennbar
ist der Subwoofer-Ausgang an der meist gelb markierten Cinch-Buchse
und der Bezeichnung "LFE", "Sub" oder "Sub
PreOut" an der Rückseite des AV-Receivers oder -Verstärkers.
Aktive Subwoofer verfügen über eine Reihe Einstellparameter.
Diese können wahlweise am aktiven Subwoofer selbst, oder auch
am Receiver bzw. Verstärker geregelt werden.
Wann spricht man von
Subwoofer-Satelliten-Systemen?
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Subwoofer-Satelliten-Systeme bestehen
aus einem Subwoofer und 2 bis 5 Satelliten und stellen eine Alternative
zu konventionellen Volumen-Lautsprechern dar. Man unterscheidet
grundsätzlich zwei Arten von Subwoofer-Satelliten-Systemen:
Typ 1 soll übliche Volumen-Lautsprecher
(So nennt man "normale" Lautsprecher im Unterschied zu
Satelliten.) ersetzen und wird von manchen Herstellern auch zur
Wiedergabe von Musik empfohlen. Dabei sollen zwei bis fünf
Satelliten den oberen Mittelton- und den Hochtonbereich übernehmen
während der Subwoofer den Tiefton- und unteren Mitteltonbereich
wiedergibt. Die ersten dieser Systeme kamen von Bose unter der Modellbezeichnung
"Acoustimas" auf den Markt. Mittlerweile hat jeder namhafte
Hersteller solche Lautsprechersysteme im Programm. Der Vorteil solcher
Systeme besteht in erster Linie darin, dass die sehr klein gebauten
Satelliten sich fast unsichtbar im Wohnraum verstecken lassen und
der größere Subwoofer an einer geeigneten Stelle im Raum
"versteckt" werden kann. Da der Bass angeblich vom menschlich
Gehör nicht ortbar ist, soll die Positionierung der Subwoofer
keine entscheidende Rolle spielen. So zumindest lautet die Theorie.
In der Praxis hat sich gezeigt, dass der untere Mitteltonbereich
unterhalb einer gewissen Lautsprechergröße nicht mehr
abgebildet werden kann. Bei Subwoofer-Satelliten-Systemen behilft
man sich dann damit, diesen Bereich dem Subwoofer zuzuweisen. So
übernimmt der Subwoofer dann auch Frequenzen bis hinauf zu
400 Hz. Ab etwa 200 Hz ist Bass allerdings sehr wohl vom menschlichen
Gehör ortbar. So entsteht bei diesen Systemen diffuses Hörerlebnis.
Der Tieftonbereich wird bis in den unteren Mitteltonbereich als
ein vom eigentlichen Klanggeschehen losgelöstes "Etwas"
empfunden. Die Systeme liefern zwar einen beeindruckenden Bass,
der dieses Manko überdecken kann, doch fehlt der Klangbühne
das Volumen und die Tiefe, die übliche Lautsprecher mit Leichtigkeit
darzustellen vermögen.
Typ 2 ist bewußt als Heimkino-Lautsprecher-System
konzipiert. Jeder einzelne Satellit wird über den entsprechenden
Lautsprecher-Ausgang eines AV-Verstärkers oder -Receivers angesteuert
und erhält das volle Frequenzspektrum. Der Subwoofer wird über
den LFE- (Low Frequency Effekt) Ausgang des
AV-Receivers /-Verstärkers gespeist. In diesem Fall wird das
authentische Klangspektrum der auf der DVDgespeicherten Filmtonspur
wiedergegeben. Zwar leiden auch diese Systeme an der begrenzten
Fähigkeit der Satelliten, Tief- und Mitteltöne abzubilden,
doch ist dies aus verschiedenen Gründen nicht so störend,
wie bei reiner Musikwiedergabe. Zum einen ist die
Aufmerksamkeit des Hörers beim Heimkino-Erlebnis
überwiegend auf das Leinwandgeschehen fixiert, zum anderen ist
der Filmton von Sprache und Effektendominiert. Beides lässt sich
auch auf etwas "volumenschwachen" Lautsprechern mit Subwoofer-Unterstützung
gut wiedergeben. Hinzu kommt, dass Dolby Digital bewusst einen starken
Tieftonanteil in alle 5 Hauptkanäle beimischt, was konstruktive
Schwächen der Satelliten z.T. ausgleichen kann. Weiterhin haben
die Lautsprecher-Konstrukteure große Fortschritte gemacht. Bereits
bei einer Größe von etwa 15 x 15 x 15 cm lassen sich bereits
ganz ordentliche Breitband-Lautsprecher konstruieren. Geht man einen
Schritt weiter und hört sich z.B. die KHT-Serie von KEF
an, dann kann der Klangeindruck für Filmtonmit Recht als
perfekt ausgeglichen bezeichnet werden.
Was sind Free-Air- oder
Gehäuse-Subwoofer
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Free-Air-Subwoofer sind nur im Car-HiFi-Bereich üblich.
Sie werden aus Platzgründen eingesetzt und nutzen Teile des
Fahrzeuges als Resonanzgehäuse, z.B. den Kofferraum oder die
Reserveradmulde. Im Heimkino sind ausschließlich Gehäusesubwoofer
üblich.
Wann spricht
man von Downfire-Subwoofer oder Frontfire-Subwoofer ?
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Im Bereich der Gehäuse-Subwoofer haben sich zwei Bauprinzipien
parallel entwickelt: Downfire-Subwoofer und Fontfire-Subwoofer,
letztere werden auch Direktstrahler-Subwoofer genannt.

Frontfire-Subwoofer - auch Direktstrahler-Subwoofer genannt
- geben den Schall wie normale Lautsprecher direkt an die Raumluft
des Hörraums ab. Die Energieübertragung an die Gebäudebausubstanz
ist gering.
Downfire-Subwoofer pressen den Schall zwischen Subwooferboden
und Zimmerboden heraus. Dadurch wird der Schalldruck im 360°-Bereich
verteilt und überträgt sich zu einem guten Teil auch auf
die Gebäudesubstanz, was den Bass nicht nur hörbar, sondern
auch körperlich spürbar macht.
Welche Einsatzgebiete
sprechen für Frontfire-Subwoofer?
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Die Entscheidung für das eine oder andere Subwoofer-Bauprinzip
ist in erster Linie abhängig von der Bausubstanz des Gebäudes,
das man bewohnt. Downfire-Subwoofer übertragen möglichst
große Anteile der Bass-Frequenzen auf die Gebäude-Substanz.
So soll der Hörer beispielsweise das Rumpeln einer U-Bahn oder
das Stampfen eines Dinosaurieres physisch in der Form spüren,
dass der Boden mitvibriert. Dies setzt allerdings voraus, dass die
Gebäudephysik mitspielt. Vor der Entscheidung sollte man daher
die Bausubstanz seiner Wohnung oder seines Hauses prüfen. Sogenannte
Altbauten (Baujahr vor 1945 oder in den 50er-Jahren) sind akustisch
sehr transparent gebaut. Entscheidend ist der Aufbau der Gebäudedecken.
Handelt es sich um sogenannten Holzbalkenzwischendecken, so funktioniert
die Schallübertragung auf die Gebäudesubstanz nur sehr
unvollkommen. Der Schall wird buchstäblich im Gebäude
verschluckt und geht verloren. Zusätzlich handelt man sich
den unangenehmen Nebeneffekt ein, dass die Nachbarn auf die Barrikaden
steigen. In einem Altbau und bei sensiblen Nachbarn spricht alles
für einen Frontfire-Subwoofer. Hier wird der Schall an die
Raumluft abgegeben und man empfindet Rumpeln oder Stapfen eher psychoakustisch
über die Ohren, also über den hörbaren Bass. Dies
muss kein Nachteil sein. Oft wird diese Form des Basses als angenehmer
und weniger aufdringlich empfunden.
Wann ist ein Downfire-Subwoofer
angesagt?
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Ein Downfire-Subwoofer kommt im Wesentlichen in 3 Fällen in
Frage: (1) Man wohnt in einer Neubauwohnung mit solider Bauweise,
mindestens mit Betondecken. (2) Man hat unproblematische Nachbarn
oder lebt allein in einem Haus. (3) Man möchte brachiale Aktion
erleben und es darf ruhig rumpeln und beben. Downfire-Subwoofwoofer
sollten über erheblich leistungsfähigere Endstufen verfügen,
als Frontfire-Subwoofer. Schließlich wird ein guter Teil des
Basses für die Gebäudesubstanz verbraucht. Bei leistungsschwachen
Subwoofer-Endstufen bleibt dann nicht mehr viel für den hörbaren
Bass übrig. Durch die 360°-Verteilung des Basses werden
sogenannte stehende Wellen zwar nicht verhindert, ihre Folgen in
Form von Selbstauslöschung von Bassfrequenzen sind jedoch stark
vermindert. Die "Basslöcher" sind sehr klein und
werden kaum bemerkt.
Welche Leistungsdaten
sind beim Subwoofer-Kauf wichtig?
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Gerade wer sich entschlossen hat, einen hochwertigen und damit
hochpreisigen Subwoofer zu kaufen steht oft vor der Frage,
auf welche Leistungsdaten er achten sollte und welche Leistungsdaten
eher vernachlässigbar sind. Hier finden Sie eine Auflistung
der wesentlichen Kenndaten und ihre Bedeutung.
- Der Durchmesser
des Tiefton-Chassis ist zusammen mit dem Membran-Hub
von sehr großer Bedeutung fürden erzeugten Schalldruck
und die Dynamikfähigkeit des Subwoofers. Das Tiefton-Chassis
sollte mindestens 12 Zoll (ca.
30,5
cm) Durchmesser haben. Größere Durchmesser - bis 18
Zoll (ca. 48cm) - bringen mehr Schalldruck, können jedoch
einen trägeres Hubverhalten bedeuten. Der Hubweg sollte möglichst
lang sein und dennoch eine hohe Geschwindigkeit ermöglichen,
damit der Subwoofer auch kurze Impulsspitzen ohne Verzerrungen
verkraftet. Die optimale Kombination aus beiden Kennwerten ist
das Geheimnis eines jeden Chassis-Herstellers. Wenn der Hersteller
bekannt für gute Car-HiFi-Subwoofer ist, dann kann man eigentlich
davon ausgehen, dass er dieses Know-How auch erfolgreich auf Heimkino-Subwoofer
übertragen kann. Beispiele: Magnat,
JBL, Infinity.
- Die Ausgangsleistung
der eingebauten Endstufe sollte möglichst hoch sein.
Achten Sie darauf, bei welcher Impedanz (Ω-Wert) die Leistung
angegeben wird. 350 Watt an 4 Ω bedeutet z.B. 175 Watt an
8 Ohm. Mancher hat im Eifer des Gefechts diese leistungsdefinierende
Zusatzangabe schon übersehen. Zur attzahl werden meist zwei
Angaben gemacht, z.B. 170 / 340 Watt. Die niedrigere Angabe bezeichnet
die Musikleistung (Normal-, RMS oder Sinus-Leistung), der höhere
Wert ist die kurzfristige Maximalleistung, die bei Dynamikspitzen
gefordert wird.
- Der Einstellregler
für Übergangsfrequenz sollte stufenlos sein und
mit einem möglichst niedrigen Wert beginnen. Eine niedrige
Übergangsfrequenz gibt Ihnen eine größere Flexiblität
wenn Sie mit zwei Subwoofern arbeiten.
- Pegelregler
(Lautstärkeregler) und Phasenregler
sollten ebenfalls stufenlos funktionieren.
- Der angebene Frequenzbereich
(Frequenzgang, Übertragungsbereich) sollte möglich tief
reichen. Zwar sind Frequenzen unterhalb etwa 28 bis 30 Hz nicht
mehr bewußt hörbar, d.h. sie sind subsonar. Sie können
aber bei entsprechendem Schall- bzw. Luftdruck durchaus vom Zwerchfell
wahrgenommen werden. Dies kann ein gewollter Effekt sein. Manche
Subwoofer-Hersteller regeln den subsonaren Frequenzbereich ab
(siehe Subsonic-Filter), um Verzerrungen und Dissonanzen zu vermeiden.
Andere wollen auf die subsonaren Effekte nicht verzichten und
leisten viel Entwicklungsarbeit, um die daraus resultierenden
Störresonanzen anderweitig zu verhindern. Solche Subwoofer
gehen bis 15 Hz hinunter. Die obere Grenze für den Übertragungsbereich
liegt typischerweise bei 200 Hz.
- Der maximale
Schalldruck ( SPL, Sound Pressure Level),
auch Wirkungsgrad oder Empfindlichkeit genannt, ist die Maßzahl
für die akustische Leistung des Subwoofers. Der Schalldruck
wird bei 1 Watt Eingangsleistung in 1 Meter Entfernung gemessen
und in Dezibel (dB) angegeben. Der Wirkungsgrad wird in Prozent
angegeben. Hier der Zusammenhang: Ein Subwoofer mit (theoretischen)
100% Wirkungsgrad erzeugt bei 1 Watt Eingangsleistung in einem
Mess-Mikrophon-Abstand von 1 Meter rund 112 dB Schalldruck. Die
Angaben in dB sind relative Angaben, daher bedeutet ein Unterschied
von 3 dB (z.B. 93 dB statt 96 dB) in den Leistungsangaben, dass
der leistungsschwächere Subwoofer etwa doppelt soviel Verstärkerleistung
benötigt, um den Basspegel bzw. Bass-Schalldruck des stärkeren
Subwoofers zu erzeugen. Diese Leistungsangaben sind also besonders
kritisch zu beäugen. Allerdings machen viele Hersteller bei
ihren technischen Angaben im Bereich Subwoofer keine Angaben zum
Schalldruck.
- Das Gehäuse
sollte massiv und schwer gebaut sein. Da stehende Wellen auch
im Gehäuseinneren Auftreten können, setzen manche Hersteller
auf ein ssymmetrisches Gehäusedesign (typisches Beispiel:
Magnat Omega 380). Erwarten
Sie keine kleinen Gehäuse - je leistungsstärker ein
Subwoofer ist, desto größer muss sein Gehäusevolumen
sein. Spikes sollten höhenverstellbar
sein und fest im Gehäuse verankert sein, um ihre Aufgabe,
das Gehäuse akustisch vom Boden zu entkoppeln optimal erfüllen
zu können.
Der Magnat
Omega 530 - nach Herstellerangaben der "wahrscheinlich
stärkste Subwoofer der Welt" - zeigt das derzeitige Maximum
am deutschen Markt auf der nach oben offenen Subwoofer-Skala. Er
erzeugt Bassgewitter ohne Rücksicht auf Verluste. Der
Infinity Kappa Sub ist dagegen
ein Beispiel für einen wohnraumgeeigneten, perfekt an die Raumakustik
anpassbaren und dennoch leistungsstarken Subwoofer. Sehen Sie hier
die beiden Extreme im Vergleich:
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Der Magnat
Omega 530 - nach Hersteller-angaben der "wahrscheinlich
stärkste Subwoofer der Welt" - zeigt das derzeitige
Maximum am deutschen Markt auf der nach oben offenen Subwoofer-Skala:
- Prinzip: Aktiver Bassreflex Subwoofer, Front-fire
- RMS/Maximale Ausgangsleistung in Watt: 500/1000
Watt
- Frequenzbereich: 15-200 Hz
- Übergangsfrequenz: 50-150 Hz
- Breite x Höhe x Tiefe: 100 x 68 x 57 cm
- Digitalverstärker mit Power- Tracking Netzteil
- Hornreflexprinzip (Zwei seitliche Reflextunnel
mit linearer Hornöffnung)
- 21"-Basstreiber (53 cm Ø) mit ultrastabilem
Aluminium-Druckgusskorb, professioneller Gewebesicke und
hochbelastbarer 100 mm Schwingspule
- Real-Time-Limiter (vermindert Verzerrungen
bei hohen Pegeln und schützt vor thermischer Überlastung)
- Aktive Frequenzgang-Entzerrung mit Linkwitz-Riley-Tiefpassfilter
3-ter Ordnung
- Hochwertiges Echtholzfunier
- Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers:
1.990,00 Euro
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Der Infinity
Kappa Subwoofer fügt sich nicht nur klanglich sondern
auch optisch sehr harmonisch in die Kappa-Lautsprecher-Serie
von Infinity ein. Einmalig ist das mitgelieferte Raumakustik-Optimierungs-Set
R.A.B.O.S.
- Prinzip: Prinzip: Aktiver Bassreflex Subwoofer,
Front-fire
- RMS-Verstärkerleistung: 220 Watt
- Frequenzbereich: 25 bis 150 Hz
- Übergangsfrequenz regelbar in 5 Stufen von
50 bis 150 Hz
- Chassis: Langhubiges 10"- (25 cm Ø)
Tiefton-Chassis
- Abmessungen: Breite X Höhe x Tiefe: 42,5 x
45 x 44,5 cm; Gewicht: 31,5 kg
- Im Lieferumfang ist ein komplettes Klang-Optimierungs-Set
mit dem ein am Subwoofer befindlicher parametrischer Equalizer
eingestellt werden kann. Mittels Test-CD und speziellem
Schalldruckmesser wird die Raumakustik ausgewertet und anschließend
mit Messblättern abgeglichen. Auf Basis dieser Werte
wird der Equalizier des Subwoofers kalibriert. So werden
vor allenm stehende Wellen vermieden.
- Unverbindliche Preisempfehlung es Herstellers:
1.199,00 Euro
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Eine große Auswahl an Subwoofer-Modellen der wichtigsten Hersteller
finden Sie unter Subwoofer im
Shop ...
Was sind stehende Wellen
und wie vermeide ich sie?
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Bass-Frequenzen
sind sehr langwellig. Abhängig von der Raumlänge und der Bassfrequenz
kann es vorkommen, dass die vom Subwoofer ausgegebene Schallwelle
etwa in Raummitte auf eine zuvor ausgebene Schallwelle trifft, die
von der dem Subwoofer gegenüber liegenden Wand reflektiert
wurde. So treffen an einem bestimmten Punkt im Raum zwei Wellenzüge
mit nahezu gleicher Amplitude aufeinander. Die Folge ist physikalisch
vorgegeben: Die Wellen löschen sich gegenseitig aus und es entsteht
für die betreffenden Frequenzen ein schalltoter Bereich im Raum,
ein sogenanntes Bassloch.
Der Autor konnte dieses Phänomen selbst auf einer Schulung
bei THX Lucasfilm in San Rafael, Californien in einem Experiment
erleben. Das Experiment wurde in einem etwa 7 Meter langen und etwa
4 Meter breiten Raum durchgeführt, der mit Teppichboden und
normaler Möblierung ausgestattet war, das Nachhallverhalten
lag durchaus wohnraumtypisch bei etwa 1/4 bis 1/2 Sekunde. Ein axial
und symmetrisch in den Raum gerichteter Subwoofer wurde über
einen Frequenzgenerator mit einem 60-Hz-Bassignal gespeist. Die
Schulungsteilnehmer gingen nun langsam die Raumlänge ab und
tatsächlich etwa in Raummitte gab es einen
Bereich von etwa 60 bis 80 cm Länge in dem das ansonsten extrem
laute Gewummere des Subwoofers langsam verstummte und schließlich
totale Stille herrschte. Es ist wahrhaft fazinierend, dieses Phänomen
hautnah zu erleben. Wenn man im Experiment die Bassfrequenz änderte
bewirkte dies nur, dass das Bassloch ein einer anderen Stelle im
Raum auftrat. Im ungünstigsten Fall befindet sich das Bassloch
im Heimkino genau dort, wo sich der visuell ideale Hörplatz
befindet. Hat man dann noch das Pech, dass viele Basseffekte genau
in der Frequenz abgemischt werden, in der es an dieser Stelle zum
Bassloch kommt, dann kann es buchstäblich passieren, dass man
an seinem Gehör zweifelt, weil eine massive Explosion auf der
Leinwand scheinbar geräuschlos abgeht.
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| Dieses Ergebnis der Computerberechnungen
von Floyd E. Toole von Harman Int. zeigt deutlich: Die Resonanzpunkte
sind je nach Frequenz und Raumdimension höchst unterschiedlich
im Raum verteilt. |
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Nebenstehende Grafik ist der Arbeit "The Acoustical Design
of Home Theaters" von Floyd E. Toole, Ph.D., Vice President
Engineering, Harman International Industries, Inc. entnommen. Den
gesamten Text (in englischer Sprache) können Sie sich als
PDF-Dokument von der deutschen Wesite von Infinity downloaden.
Die Grafik stellt das Ergebnis einer Computerberechnung dar und
zeigt bei welchen Frequenzen an welchen Stellen im Raum Basslöcher
durch stehende Wellen entstehen können. Die Kompexität
dieser Berechnungen wird deutlich, wenn man bedenkt, dass die stehenden
Wellen in allen drei Dimensionen des Raumes (Länge, Breit und
Höhe) auftreten können und das bei unterschiedlichen Frequenzen.
Es ist also durchaus möglich, dass an einer gegebenen Stelle
im Raum eine Frequenz in der Raumlänge ausgelöscht wird,
nicht jedoch in der Breite. Sie sehen daran, wie extrem schwierig
es für den Laien ist, stehende Wellen auf Basis von Berechnungen
zu bekämpfen. Man kann ein Computer-programm zwar als Hilfestellung
- vor allem zu Verständnis der akustischen Wechselwirkungen
heranziehen (Der Autor bietet das Programm, das nebenstehende Grafik
erzeugt übrigens kostenlos an. Siehe Seite 4 des o.g. PDF-Dokuments)
-, in der Praxis hat sich jedoch immer wieder gezeigt, dass der
Königsweg im Ausprobieren liegt.
Wer sich einen Infinity Subwoofer zugelegt hat, z.B. einen
Kappa Subwoofer, der erhält
im Lieferumfang ein komplettes Klang-Optimierungs-Set namens R.A.B.O.S.
(Room Adaptive Bass Optimization System).
Das Set umfasst folgende Komponenten: einen speziellen Schalldruckmesser,
eine Test-CD, eine Anleitung, Messblätter, eine Bandbreitenschablone
und einen Schlüssel zum Einstellen. Im Ergebnis kann man mit
R.A.B.O.S. an einem in den Infinity Subwoofer integrierten
Equalizer die Basswirkung exakt auf den individuellen Hörraum
abstimmen und damit auch stehende Wellen weitmöglichst vermeiden.
Die gesamte Abstimmarbeit dauert laut Infinity etwa 30 Minuten und
kann dank perfekter Bedienungsanleitung auch von einem "akustischen
Laien" erfolgreich durchgeführt werden. Wenn Sie mehr
zu R.A.B.O.S. erfahren wollen, dann empfehlen wir Ihnen,
einen Blick in die Bedienungsanleitung
des Infinity Kappa Subwoofer zu werfen. Dort finden Sie auf
den Seiten 12 bis 29 eine ausführliche Erklärung von R.A.B.O.S.
Doch auch Besitzer weniger ambitionierter Subwoofer können
einiges tun, um das Phänomen Bassloch zu vermeiden. Wenn man
den Subwoofer nicht axial und nicht symmetrisch im Raum positioniert,
dann "flattern" die Basswellen im Raum. So gibt es zwar
auch mehrere kleine "Auslöschungen", die Wahrscheinlichkeit
eines wirklich störenden Basslochs ist jedoch deutlich reduziert.
Will man auch die kleinen Auslöschungen vermeiden, so führt
kein Weg an einem zweiten Subwoofer vorbei. Dieser sollte dann allerdings
keinesfalls in der gleichen Achse wie der erste Subwoofer positioniert
werden. Bei einem Subwoofer, der nach dem Downfire-Prinzip arbeitet
ist das Problem stehender Wellen deutlich geringer, als bei einem
Direktstrahler-Subwoofer.
Wo ist der ideale Aufstellort
für einen Subwoofer im Raum?
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Zunächst gilt es, mindestens etwa einen Meter Abstand vom
Fernseher (gemeint sind Röhrenfernseher) und von PCs oder Festplatten-Sat-Receivern
oder -DVD-Recordern zu wahren. Gute Subwoofer sind zwar magnetisch
geschützt, doch sind die Magneten der großen Subwoofer-Chassis
oft so stark, dass eine dafür ausgelegte Schirmung schlicht
zu teuer wäre. Beim Fernseher können Sie Bildverzerrungen
schnell erkennen und es bleibt kein dauerhafter Schaden. Doch bei
Festplatten kann schlimmstenfalls die gesamte Initialisierung im
Boot-Directory beschädigt oder gelöscht werden.
Der wichtigste Punkt ist, dass sich der Tiefbass harmonisch in
das akustische Gesamtsystem einfügt und dabei weder ein aufdringlicher
"Wummerbass" entsteht, noch die Basswirkung untergeht
oder verpufft. Zweitwichtigster Punkt ist, Basslöcher durch
"stehende Wellen" zu vermeiden. Siehe dazu das FAQ-Thema
Stehende Wellen ...
Wir haben in der Bedienungsanleitung
des Infinity Kappa Subwoofers einige Tipps gefunden, die u.E.
so treffend sind, dass wir sie hier einfach wörtlich zitieren:
"Nach wie vor behaupten die meisten Audio-Experten, dass
sich tiefe Frequenzen unterhalb von 125 Hz wegen ihrer ungerichteten,
kugelförmigen Ausbreitung nicht mehr orten ließen. Davon
leiten sie ab, man könne Subwoofer beliebig im Raum aufstellen.
Doch grau ist alle Theorie: Demnach stimmt es zwar, dass tiefe Frequenzen
aufgrund ihrer im Verhältnis zum Ohrenabstand enormen Wellenlänge
grundsätzlich nicht ortbar sind. Aber in der Praxis kommt es
bei der Aufstellung eines Subwoofer-Systems in einem durchschnittlich
großen Hörraum zu Reflexionen an den Begrenzungswänden
und zu stehenden Wellen sowie Schallschluckeffekten, die sich sehr
nachteilig auf die Wiedergabequalität tiefer Frequenzen auswirken
können. Folglich ist es sehr wichtig, dass ein Subwoofer-System
an der richtigen Stelle im Hörraum platziert wird. Deshalb
empfehlen wir, erst die klanglich bestmögliche Aufstellung
durch einiges Experimentieren herauszufinden, bevor Sie sich für
den endgültigen Aufstellungsort entscheiden. Der Aufstellungsort
des Subwoofers hängt nicht nur von den akustischen und klangbildenden
Eigenschaften Ihres Hörraums ab, sondern auch davon, wieviel
Basswiedergabe für Ihr Hörempfinden erforderlich ist.
Außerdem kommt es noch darauf an, ob die Raumverhältnisse
es zulassen, den Subwoofer neben einen der beiden Hauptlautsprecher
zu platzieren. Stellen Sie bitte den Subwoofer so auf, dass die
Bassreflex-Ausgleichsöffnung in den Hörraum hineinzeigt
und kein Möbelstück oder anderes Objekt dazwischensteht.
Experimentieren Sie ruhig ein bisschen herum,
um die optimale Platzierung für Ihren Subwoofer zu ermitteln
..."
Weiter gibt die Kappa-Bedienungsanleitung mit
zwei Tipps:
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Es lohnt sich, verschiedene Aufstellungsorte für den Subwoofer
und Abstrahlwinkel für die Bassreflexöffnung auszuprobieren.
- Sollte die Basswiedergabe Sie nicht zufriedenstellen, rücken
Sie den Subwoofer näher an eine Wand oder in eine Zimmerecke.
Sollte der Klang dabei basslastig werden, sollten Sie die Bassreflex-Ausgleichsöffnung
von der Wand wegdrehen.
Um den klanglich optimalen Platz für einen
Subwoofer zu finden, sind etwas Zeit und Geduld erforderlich. Die
Beurteilung der klanglichen Ausgewogenheit und Abstimmung sollten
Sie stets von Ihrem üblichen Hörplatz aus vornehmen. Verwenden
Sie hierzu möglichst verschiedene Musikstücke, bei denen
Sie mit dem Originalklang der Instrumente gut vertraut sind. Ihre
Hörversuche beginnen Sie am besten so, dass dabei der Subwoofer
zunächst direkt hinter dem rechten Hauptlautsprecher (Main
rechts) und mindestens 10 Zentimeter von der vorderen Zimmerwand
entfernt steht (siehe Abbildung). Wir empfehlen diese Anfangsaufstellung
deshalb, weil in einem Orchester die Bassinstrumente gewöhnlich
rechts hinten spielen. Diese Subwooferaufstellung sorgt zudem bei
der Wiedergabe von Filmen für eindrucksvolle Tiefbässe.
Verantwortlich i.S.d.P für den Inhalt: Detlev
Schnick, © Copyright 2004 HIFI-REGLER
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