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Subwoofer FAQ

Moderator: Detlev Schnick, HIFI-REGLER - update: 03.03.2004

Sie lesen hier ein interaktives FAQ. Was heißt das? Wenn Sie als Leser eine Frage haben, die Sie in diesem Subwoofer FAQ nicht finden, dann sind Sie herzlich eingeladen, uns eine E-Mail zu schreiben und Ihre Frage zu stellen. Wir werden das Thema dann schnellstmöglich in unsere Subwoofer FAQ aufnehmen. FAQ steht für Frequently Asked Questions. Deshalb bitten wir Sie, darauf zu achten, dass Ihre Frage nicht zu individuell ist und ihre Beantwortung auch anderen Lesern dieses FAQ einen Nutzen bringt. Und nun viel Spaß beim Schmökern in unserem Subwoofer FAQ ...

Inhalt

Was ist ein Subwoofer?
Welche Vorteile bieten Subwoofer?
Wie unterscheiden sich passive und aktive Subwoofer?
Vorteile und Nachteile von Subwoofer-Satelliten-Systemen?
Was sind Free-Air- und oder Gehäuse-Subwoofer?
Wie funktionieren Downfire-Subwoofer bzw. Frontfire-Subwoofer?
MP3 - Test- und Hintergrundwissen | Kaufberatung zu MP3Welche Einsatzgebiete sprechen für Frontfire-Subwoofer?
MP3 - Test- und Hintergrundwissen | Kaufberatung zu MP3Wann ist ein Downfire-Subwoofer angesagt?
Welche Leistungsdaten sind beim Subwoofer-Kauf wichtig?
MP3 - Test- und Hintergrundwissen | Kaufberatung zu MP3Ausgangsleistung Endstufe MP3 - Test- und Hintergrundwissen | Kaufberatung zu MP3Schalldruck (SPL)
MP3 - Test- und Hintergrundwissen | Kaufberatung zu MP3Beispiele: Magnat Omega 530 MP3 - Test- und Hintergrundwissen | Kaufberatung zu MP3Infinity Kappa Sub
Was sind stehende Wellen und wie vermeide ich sie?
Wo ist der ideale Aufstellort für einen Subwoofer im Raum?

Wie funktionieren Bandpass-Subwoofer?
Welche Bedeutung hat das Bassreflex-Prinzip?
Was hat es mit der Übergangsfrequenz auf sich?
Was bringt es, zwei Subwoofer einzusetzen?
Wie stellt man die Phase am Subwoofer ein?
Welche Bedeutung haben Subsonic-Filter?
Hilfe, mein Subwoofer erzeugt Brumm-Störungen!
Mein Subwoofer reagiert unkontrolliert im Standy-Betrieb!
Wie wirken Transducer und wie konfiguriere ich sie?
Wie verbinde ich Subwoofer und Surround-Receiver?
Lohnt sich ein hochwertiges Subwooferkabel?
Was ist eine Y-Weiche und wann verwende ich sie?
Wie verbinde ich Subwoofer und HiFi-Anlage?
Weitere Links und andere interessante Specials ...


Was ist ein Subwoofer?

 

Ein Subwoofer ist ein Tiefton-Lautsprecher, dessen Kontruktion für tieffrequente Schallschwingungen von 30 bis etwa 160 Hz optimiert ist. Als Woofer bezeichnet man das Tiefton-Chassis einer Breitband-Lautsprecherbox. Sub ist das englische Wort für "unter". Ein Subwoofer verstärkt also Tiefton-Frequenzen - den sogenannten Bass oder Tiefbass -, die unterhalb der Frequenzbereiche eines "normalen" Lautsprechers liegen. Subwoofer werden immer als Ergänzung zu "normalen" d.h. breitbandigen Lautsprecher-Konfigurationen eingesetzt und erzeugen je nach Einstellung eine vom Original erheblich abweichende Verstärkung des Bass-Bereiches. Typische Anwendungsbereiche für Subwoofer sind Diskotheken sowie Car-HiFi- und Heimkinoanlagen. In diesem FAQ befassen wir uns mit dem Thema Subwoofer in seiner Eigenschaft als Heimkino-Komponente.

Welche Vorteile bieten Subwoofer?

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Subwoofer FAQ ...

Ein oder zwei Subwoofer können den Musik- oder Filmgenuß erheblich steigern - vorausgesetzt, sie wurden fachgerecht kalibriert und auf die raumakustischen Verhältnisse und das Zusammenspiel mit den "normalen" Breitbandlautsprechern abgestimmt. Beim Filmton sind Subwoofer ein "Muss" - schließlich sehen Dolby Digital und DTS eine eigene Tonspur - die ".1"-Spur von 5.1., 6.1 oder 7.1 - für den Subwoofer vor. Doch auch beim Musikhören zur Unterstützung höchst high-fideler Boxen, können Subwoofer je nach Musikrichtung den Genuss erheblich steigern. Das Thema Subwoofer ist zugegebenermaßen recht komplex, es gibt viele Fehlermöglichkeiten und kaum ein Händler traut sich eine Beratung zu. Deshalb auf einen Subwoofer zu verzichten wäre jedoch grundfalsch. Und das im sogenannten "Fachhandel" häufig gehörte Argument "Bei diesen Boxen brauchen Sie keinen Subwoofer" ist schlicht und einfach Unsinn.

Wie unterscheiden sich passive und aktive Subwoofer?

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Subwoofer FAQ ...

Passive Subwoofer sind prinzipiell ähnlich aufgebaut, wie "normale" passive Lautsprecher. Sie arbeiten nach einem Ein-Wege-Prinzip und die Frequenzweiche blendet Frequenzen oberhalb einer definierten Grenze von i.d.R. etwa 160 bis 200 Hz aus. Praktisch alle (bass-) klangdefinierenden Einstellungen werden am Verstärker der Anlage vorgenommen. Passive Subwoofer kommen vorwiegend in Diskotheken- und Car-HiFi-Anlagen vor. In Heimkino-Anlagen sind fast ausschliesslich aktive Subwoofer gebräuchlich.

Aktive Subwoofer verfügen über eine eingebaute (Verstärker-) Endstufe. Die Bassfrequenzen werden als NF-Signal, d.h. als niederfrequente Vorstufensignale aus dem sogenannten LFE- (Low Frequency Effekt) Kanal aus dem AV-Receiver oder AV-Verstärker angeliefert. Erkennbar ist der Subwoofer-Ausgang an der meist gelb markierten Cinch-Buchse und der Bezeichnung "LFE", "Sub" oder "Sub PreOut" an der Rückseite des AV-Receivers oder -Verstärkers. Aktive Subwoofer verfügen über eine Reihe Einstellparameter. Diese können wahlweise am aktiven Subwoofer selbst, oder auch am Receiver bzw. Verstärker geregelt werden.

Wann spricht man von Subwoofer-Satelliten-Systemen?

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Subwoofer FAQ ...

Subwoofer-Satelliten-Systeme bestehen aus einem Subwoofer und 2 bis 5 Satelliten und stellen eine Alternative zu konventionellen Volumen-Lautsprechern dar. Man unterscheidet grundsätzlich zwei Arten von Subwoofer-Satelliten-Systemen:

Typ 1 soll übliche Volumen-Lautsprecher (So nennt man "normale" Lautsprecher im Unterschied zu Satelliten.) ersetzen und wird von manchen Herstellern auch zur Wiedergabe von Musik empfohlen. Dabei sollen zwei bis fünf Satelliten den oberen Mittelton- und den Hochtonbereich übernehmen während der Subwoofer den Tiefton- und unteren Mitteltonbereich wiedergibt. Die ersten dieser Systeme kamen von Bose unter der Modellbezeichnung "Acoustimas" auf den Markt. Mittlerweile hat jeder namhafte Hersteller solche Lautsprechersysteme im Programm. Der Vorteil solcher Systeme besteht in erster Linie darin, dass die sehr klein gebauten Satelliten sich fast unsichtbar im Wohnraum verstecken lassen und der größere Subwoofer an einer geeigneten Stelle im Raum "versteckt" werden kann. Da der Bass angeblich vom menschlich Gehör nicht ortbar ist, soll die Positionierung der Subwoofer keine entscheidende Rolle spielen. So zumindest lautet die Theorie. In der Praxis hat sich gezeigt, dass der untere Mitteltonbereich unterhalb einer gewissen Lautsprechergröße nicht mehr abgebildet werden kann. Bei Subwoofer-Satelliten-Systemen behilft man sich dann damit, diesen Bereich dem Subwoofer zuzuweisen. So übernimmt der Subwoofer dann auch Frequenzen bis hinauf zu 400 Hz. Ab etwa 200 Hz ist Bass allerdings sehr wohl vom menschlichen Gehör ortbar. So entsteht bei diesen Systemen diffuses Hörerlebnis. Der Tieftonbereich wird bis in den unteren Mitteltonbereich als ein vom eigentlichen Klanggeschehen losgelöstes "Etwas" empfunden. Die Systeme liefern zwar einen beeindruckenden Bass, der dieses Manko überdecken kann, doch fehlt der Klangbühne das Volumen und die Tiefe, die übliche Lautsprecher mit Leichtigkeit darzustellen vermögen.

Typ 2 ist bewußt als Heimkino-Lautsprecher-System konzipiert. Jeder einzelne Satellit wird über den entsprechenden Lautsprecher-Ausgang eines AV-Verstärkers oder -Receivers angesteuert und erhält das volle Frequenzspektrum. Der Subwoofer wird über den LFE- (Low Frequency Effekt) Ausgang des AV-Receivers /-Verstärkers gespeist. In diesem Fall wird das authentische Klangspektrum der auf der DVDgespeicherten Filmtonspur wiedergegeben. Zwar leiden auch diese Systeme an der begrenzten Fähigkeit der Satelliten, Tief- und Mitteltöne abzubilden, doch ist dies aus verschiedenen Gründen nicht so störend, wie bei reiner Musikwiedergabe. Zum einen ist die

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Aufmerksamkeit des Hörers beim Heimkino-Erlebnis überwiegend auf das Leinwandgeschehen fixiert, zum anderen ist der Filmton von Sprache und Effektendominiert. Beides lässt sich auch auf etwas "volumenschwachen" Lautsprechern mit Subwoofer-Unterstützung gut wiedergeben. Hinzu kommt, dass Dolby Digital bewusst einen starken Tieftonanteil in alle 5 Hauptkanäle beimischt, was konstruktive Schwächen der Satelliten z.T. ausgleichen kann. Weiterhin haben die Lautsprecher-Konstrukteure große Fortschritte gemacht. Bereits bei einer Größe von etwa 15 x 15 x 15 cm lassen sich bereits ganz ordentliche Breitband-Lautsprecher konstruieren. Geht man einen Schritt weiter und hört sich z.B. die KHT-Serie von KEF an, dann kann der Klangeindruck für Filmtonmit Recht als perfekt ausgeglichen bezeichnet werden.

Was sind Free-Air- oder Gehäuse-Subwoofer

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Subwoofer FAQ ...

Free-Air-Subwoofer sind nur im Car-HiFi-Bereich üblich. Sie werden aus Platzgründen eingesetzt und nutzen Teile des Fahrzeuges als Resonanzgehäuse, z.B. den Kofferraum oder die Reserveradmulde. Im Heimkino sind ausschließlich Gehäusesubwoofer üblich.

Wann spricht man von Downfire-Subwoofer oder Frontfire-Subwoofer ?

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Subwoofer FAQ ...

Im Bereich der Gehäuse-Subwoofer haben sich zwei Bauprinzipien parallel entwickelt: Downfire-Subwoofer und Fontfire-Subwoofer, letztere werden auch Direktstrahler-Subwoofer genannt.

Frontfire-Subwoofer und Downfire-Subwoofer

Frontfire-Subwoofer - auch Direktstrahler-Subwoofer genannt - geben den Schall wie normale Lautsprecher direkt an die Raumluft des Hörraums ab. Die Energieübertragung an die Gebäudebausubstanz ist gering.

Downfire-Subwoofer pressen den Schall zwischen Subwooferboden und Zimmerboden heraus. Dadurch wird der Schalldruck im 360°-Bereich verteilt und überträgt sich zu einem guten Teil auch auf die Gebäudesubstanz, was den Bass nicht nur hörbar, sondern auch körperlich spürbar macht.

Welche Einsatzgebiete sprechen für Frontfire-Subwoofer?

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Subwoofer FAQ ...

Die Entscheidung für das eine oder andere Subwoofer-Bauprinzip ist in erster Linie abhängig von der Bausubstanz des Gebäudes, das man bewohnt. Downfire-Subwoofer übertragen möglichst große Anteile der Bass-Frequenzen auf die Gebäude-Substanz. So soll der Hörer beispielsweise das Rumpeln einer U-Bahn oder das Stampfen eines Dinosaurieres physisch in der Form spüren, dass der Boden mitvibriert. Dies setzt allerdings voraus, dass die Gebäudephysik mitspielt. Vor der Entscheidung sollte man daher die Bausubstanz seiner Wohnung oder seines Hauses prüfen. Sogenannte Altbauten (Baujahr vor 1945 oder in den 50er-Jahren) sind akustisch sehr transparent gebaut. Entscheidend ist der Aufbau der Gebäudedecken. Handelt es sich um sogenannten Holzbalkenzwischendecken, so funktioniert die Schallübertragung auf die Gebäudesubstanz nur sehr unvollkommen. Der Schall wird buchstäblich im Gebäude verschluckt und geht verloren. Zusätzlich handelt man sich den unangenehmen Nebeneffekt ein, dass die Nachbarn auf die Barrikaden steigen. In einem Altbau und bei sensiblen Nachbarn spricht alles für einen Frontfire-Subwoofer. Hier wird der Schall an die Raumluft abgegeben und man empfindet Rumpeln oder Stapfen eher psychoakustisch über die Ohren, also über den hörbaren Bass. Dies muss kein Nachteil sein. Oft wird diese Form des Basses als angenehmer und weniger aufdringlich empfunden.

Wann ist ein Downfire-Subwoofer angesagt?

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Subwoofer FAQ ...

Ein Downfire-Subwoofer kommt im Wesentlichen in 3 Fällen in Frage: (1) Man wohnt in einer Neubauwohnung mit solider Bauweise, mindestens mit Betondecken. (2) Man hat unproblematische Nachbarn oder lebt allein in einem Haus. (3) Man möchte brachiale Aktion erleben und es darf ruhig rumpeln und beben. Downfire-Subwoofwoofer sollten über erheblich leistungsfähigere Endstufen verfügen, als Frontfire-Subwoofer. Schließlich wird ein guter Teil des Basses für die Gebäudesubstanz verbraucht. Bei leistungsschwachen Subwoofer-Endstufen bleibt dann nicht mehr viel für den hörbaren Bass übrig. Durch die 360°-Verteilung des Basses werden sogenannte stehende Wellen zwar nicht verhindert, ihre Folgen in Form von Selbstauslöschung von Bassfrequenzen sind jedoch stark vermindert. Die "Basslöcher" sind sehr klein und werden kaum bemerkt.

Welche Leistungsdaten sind beim Subwoofer-Kauf wichtig?

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Subwoofer FAQ ...

Gerade wer sich entschlossen hat, einen hochwertigen und damit hochpreisigen Subwoofer zu kaufen steht oft vor der Frage, auf welche Leistungsdaten er achten sollte und welche Leistungsdaten eher vernachlässigbar sind. Hier finden Sie eine Auflistung der wesentlichen Kenndaten und ihre Bedeutung.

  • Der Durchmesser des Tiefton-Chassis ist zusammen mit dem Membran-Hub von sehr großer Bedeutung fürden erzeugten Schalldruck und die Dynamikfähigkeit des Subwoofers. Das Tiefton-Chassis sollte mindestens 12 Zoll (ca. Subwoofer-Chassis30,5 cm) Durchmesser haben. Größere Durchmesser - bis 18 Zoll (ca. 48cm) - bringen mehr Schalldruck, können jedoch einen trägeres Hubverhalten bedeuten. Der Hubweg sollte möglichst lang sein und dennoch eine hohe Geschwindigkeit ermöglichen, damit der Subwoofer auch kurze Impulsspitzen ohne Verzerrungen verkraftet. Die optimale Kombination aus beiden Kennwerten ist das Geheimnis eines jeden Chassis-Herstellers. Wenn der Hersteller bekannt für gute Car-HiFi-Subwoofer ist, dann kann man eigentlich davon ausgehen, dass er dieses Know-How auch erfolgreich auf Heimkino-Subwoofer übertragen kann. Beispiele: Magnat, JBL, Infinity.
  • Die Ausgangsleistung der eingebauten Endstufe sollte möglichst hoch sein. Achten Sie darauf, bei welcher Impedanz (Ω-Wert) die Leistung angegeben wird. 350 Watt an 4 Ω bedeutet z.B. 175 Watt an 8 Ohm. Mancher hat im Eifer des Gefechts diese leistungsdefinierende Zusatzangabe schon übersehen. Zur attzahl werden meist zwei Angaben gemacht, z.B. 170 / 340 Watt. Die niedrigere Angabe bezeichnet die Musikleistung (Normal-, RMS oder Sinus-Leistung), der höhere Wert ist die kurzfristige Maximalleistung, die bei Dynamikspitzen gefordert wird.
  • Der Einstellregler für Übergangsfrequenz sollte stufenlos sein und mit einem möglichst niedrigen Wert beginnen. Eine niedrige Übergangsfrequenz gibt Ihnen eine größere Flexiblität wenn Sie mit zwei Subwoofern arbeiten.
  • Pegelregler (Lautstärkeregler) und Phasenregler sollten ebenfalls stufenlos funktionieren.
  • Der angebene Frequenzbereich (Frequenzgang, Übertragungsbereich) sollte möglich tief reichen. Zwar sind Frequenzen unterhalb etwa 28 bis 30 Hz nicht mehr bewußt hörbar, d.h. sie sind subsonar. Sie können aber bei entsprechendem Schall- bzw. Luftdruck durchaus vom Zwerchfell wahrgenommen werden. Dies kann ein gewollter Effekt sein. Manche Subwoofer-Hersteller regeln den subsonaren Frequenzbereich ab (siehe Subsonic-Filter), um Verzerrungen und Dissonanzen zu vermeiden. Andere wollen auf die subsonaren Effekte nicht verzichten und leisten viel Entwicklungsarbeit, um die daraus resultierenden Störresonanzen anderweitig zu verhindern. Solche Subwoofer gehen bis 15 Hz hinunter. Die obere Grenze für den Übertragungsbereich liegt typischerweise bei 200 Hz.
  • Der maximale Schalldruck ( SPL, Sound Pressure Level), auch Wirkungsgrad oder Empfindlichkeit genannt, ist die Maßzahl für die akustische Leistung des Subwoofers. Der Schalldruck wird bei 1 Watt Eingangsleistung in 1 Meter Entfernung gemessen und in Dezibel (dB) angegeben. Der Wirkungsgrad wird in Prozent angegeben. Hier der Zusammenhang: Ein Subwoofer mit (theoretischen) 100% Wirkungsgrad erzeugt bei 1 Watt Eingangsleistung in einem Mess-Mikrophon-Abstand von 1 Meter rund 112 dB Schalldruck. Die Angaben in dB sind relative Angaben, daher bedeutet ein Unterschied von 3 dB (z.B. 93 dB statt 96 dB) in den Leistungsangaben, dass der leistungsschwächere Subwoofer etwa doppelt soviel Verstärkerleistung benötigt, um den Basspegel bzw. Bass-Schalldruck des stärkeren Subwoofers zu erzeugen. Diese Leistungsangaben sind also besonders kritisch zu beäugen. Allerdings machen viele Hersteller bei ihren technischen Angaben im Bereich Subwoofer keine Angaben zum Schalldruck.
  • Das Gehäuse sollte massiv und schwer gebaut sein. Da stehende Wellen auch im Gehäuseinneren Auftreten können, setzen manche Hersteller auf ein ssymmetrisches Gehäusedesign (typisches Beispiel: Magnat Omega 380). Erwarten Sie keine kleinen Gehäuse - je leistungsstärker ein Subwoofer ist, desto größer muss sein Gehäusevolumen sein. Spikes sollten höhenverstellbar sein und fest im Gehäuse verankert sein, um ihre Aufgabe, das Gehäuse akustisch vom Boden zu entkoppeln optimal erfüllen zu können.

Der Magnat Omega 530 - nach Herstellerangaben der "wahrscheinlich stärkste Subwoofer der Welt" - zeigt das derzeitige Maximum am deutschen Markt auf der nach oben offenen Subwoofer-Skala. Er erzeugt Bassgewitter ohne Rücksicht auf Verluste. Der Infinity Kappa Sub ist dagegen ein Beispiel für einen wohnraumgeeigneten, perfekt an die Raumakustik anpassbaren und dennoch leistungsstarken Subwoofer. Sehen Sie hier die beiden Extreme im Vergleich:

Magnat Omega 530 Subwoofer
 
Infinity Kappa Subwoofer
Der Magnat Omega 530 - nach Hersteller-angaben der "wahrscheinlich stärkste Subwoofer der Welt" - zeigt das derzeitige Maximum am deutschen Markt auf der nach oben offenen Subwoofer-Skala:
  • Prinzip: Aktiver Bassreflex Subwoofer, Front-fire
  • RMS/Maximale Ausgangsleistung in Watt: 500/1000 Watt
  • Frequenzbereich: 15-200 Hz
  • Übergangsfrequenz: 50-150 Hz
  • Breite x Höhe x Tiefe: 100 x 68 x 57 cm
  • Digitalverstärker mit Power- Tracking Netzteil
  • Hornreflexprinzip (Zwei seitliche Reflextunnel mit linearer Hornöffnung)
  • 21"-Basstreiber (53 cm Ø) mit ultrastabilem Aluminium-Druckgusskorb, professioneller Gewebesicke und hochbelastbarer 100 mm Schwingspule
  • Real-Time-Limiter (vermindert Verzerrungen bei hohen Pegeln und schützt vor thermischer Überlastung)
  • Aktive Frequenzgang-Entzerrung mit Linkwitz-Riley-Tiefpassfilter 3-ter Ordnung
  • Hochwertiges Echtholzfunier
  • Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers: 1.990,00 Euro
  Der Infinity Kappa Subwoofer fügt sich nicht nur klanglich sondern auch optisch sehr harmonisch in die Kappa-Lautsprecher-Serie von Infinity ein. Einmalig ist das mitgelieferte Raumakustik-Optimierungs-Set R.A.B.O.S.
  • Prinzip: Prinzip: Aktiver Bassreflex Subwoofer, Front-fire
  • RMS-Verstärkerleistung: 220 Watt
  • Frequenzbereich: 25 bis 150 Hz
  • Übergangsfrequenz regelbar in 5 Stufen von 50 bis 150 Hz
  • Chassis: Langhubiges 10"- (25 cm Ø) Tiefton-Chassis
  • Abmessungen: Breite X Höhe x Tiefe: 42,5 x 45 x 44,5 cm; Gewicht: 31,5 kg
  • Im Lieferumfang ist ein komplettes Klang-Optimierungs-Set mit dem ein am Subwoofer befindlicher parametrischer Equalizer eingestellt werden kann. Mittels Test-CD und speziellem Schalldruckmesser wird die Raumakustik ausgewertet und anschließend mit Messblättern abgeglichen. Auf Basis dieser Werte wird der Equalizier des Subwoofers kalibriert. So werden vor allenm stehende Wellen vermieden.
  • Unverbindliche Preisempfehlung es Herstellers: 1.199,00 Euro
Eine große Auswahl an Subwoofer-Modellen der wichtigsten Hersteller finden Sie unter Subwoofer im Shop ...

Was sind stehende Wellen und wie vermeide ich sie?

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Subwoofer FAQ ...

Stehende Wellen und BasslochBass-Frequenzen sind sehr langwellig. Abhängig von der Raumlänge und der Bassfrequenz kann es vorkommen, dass die vom Subwoofer ausgegebene Schallwelle etwa in Raummitte auf eine zuvor ausgebene Schallwelle trifft, die von der dem Subwoofer gegenüber liegenden Wand reflektiert wurde. So treffen an einem bestimmten Punkt im Raum zwei Wellenzüge mit nahezu gleicher Amplitude aufeinander. Die Folge ist physikalisch vorgegeben: Die Wellen löschen sich gegenseitig aus und es entsteht für die betreffenden Frequenzen ein schalltoter Bereich im Raum, ein sogenanntes Bassloch.

Der Autor konnte dieses Phänomen selbst auf einer Schulung bei THX Lucasfilm in San Rafael, Californien in einem Experiment erleben. Das Experiment wurde in einem etwa 7 Meter langen und etwa 4 Meter breiten Raum durchgeführt, der mit Teppichboden und normaler Möblierung ausgestattet war, das Nachhallverhalten lag durchaus wohnraumtypisch bei etwa 1/4 bis 1/2 Sekunde. Ein axial und symmetrisch in den Raum gerichteter Subwoofer wurde über einen Frequenzgenerator mit einem 60-Hz-Bassignal gespeist. Die Schulungsteilnehmer gingen nun langsam die Raumlänge ab und tatsächlich etwa in Raummitte gab es einen Bereich von etwa 60 bis 80 cm Länge in dem das ansonsten extrem laute Gewummere des Subwoofers langsam verstummte und schließlich totale Stille herrschte. Es ist wahrhaft fazinierend, dieses Phänomen hautnah zu erleben. Wenn man im Experiment die Bassfrequenz änderte bewirkte dies nur, dass das Bassloch ein einer anderen Stelle im Raum auftrat. Im ungünstigsten Fall befindet sich das Bassloch im Heimkino genau dort, wo sich der visuell ideale Hörplatz befindet. Hat man dann noch das Pech, dass viele Basseffekte genau in der Frequenz abgemischt werden, in der es an dieser Stelle zum Bassloch kommt, dann kann es buchstäblich passieren, dass man an seinem Gehör zweifelt, weil eine massive Explosion auf der Leinwand scheinbar geräuschlos abgeht.

Computergraphik Stehende Wellen Anfahrtsplan: So finden Sie schnell zu HIFI-REGLER<sup>&reg;</sup>
Dieses Ergebnis der Computerberechnungen von Floyd E. Toole von Harman Int. zeigt deutlich: Die Resonanzpunkte sind je nach Frequenz und Raumdimension höchst unterschiedlich im Raum verteilt.  

Nebenstehende Grafik ist der Arbeit "The Acoustical Design of Home Theaters" von Floyd E. Toole, Ph.D., Vice President Engineering, Harman International Industries, Inc. entnommen. Den gesamten Text (in englischer Sprache) können Sie sich als PDF-Dokument von der deutschen Wesite von Infinity downloaden. Die Grafik stellt das Ergebnis einer Computerberechnung dar und zeigt bei welchen Frequenzen an welchen Stellen im Raum Basslöcher durch stehende Wellen entstehen können. Die Kompexität dieser Berechnungen wird deutlich, wenn man bedenkt, dass die stehenden Wellen in allen drei Dimensionen des Raumes (Länge, Breit und Höhe) auftreten können und das bei unterschiedlichen Frequenzen. Es ist also durchaus möglich, dass an einer gegebenen Stelle im Raum eine Frequenz in der Raumlänge ausgelöscht wird, nicht jedoch in der Breite. Sie sehen daran, wie extrem schwierig es für den Laien ist, stehende Wellen auf Basis von Berechnungen zu bekämpfen. Man kann ein Computer-programm zwar als Hilfestellung - vor allem zu Verständnis der akustischen Wechselwirkungen heranziehen (Der Autor bietet das Programm, das nebenstehende Grafik erzeugt übrigens kostenlos an. Siehe Seite 4 des o.g. PDF-Dokuments) -, in der Praxis hat sich jedoch immer wieder gezeigt, dass der Königsweg im Ausprobieren liegt.

Wer sich einen Infinity Subwoofer zugelegt hat, z.B. einen Kappa Subwoofer, der erhält im Lieferumfang ein komplettes Klang-Optimierungs-Set namens R.A.B.O.S. (Room Adaptive Bass Optimization System). Das Set umfasst folgende Komponenten: einen speziellen Schalldruckmesser, eine Test-CD, eine Anleitung, Messblätter, eine Bandbreitenschablone und einen Schlüssel zum Einstellen. Im Ergebnis kann man mit R.A.B.O.S. an einem in den Infinity Subwoofer integrierten Equalizer die Basswirkung exakt auf den individuellen Hörraum abstimmen und damit auch stehende Wellen weitmöglichst vermeiden. Die gesamte Abstimmarbeit dauert laut Infinity etwa 30 Minuten und kann dank perfekter Bedienungsanleitung auch von einem "akustischen Laien" erfolgreich durchgeführt werden. Wenn Sie mehr zu R.A.B.O.S. erfahren wollen, dann empfehlen wir Ihnen, einen Blick in die Bedienungsanleitung des Infinity Kappa Subwoofer zu werfen. Dort finden Sie auf den Seiten 12 bis 29 eine ausführliche Erklärung von R.A.B.O.S.

Doch auch Besitzer weniger ambitionierter Subwoofer können einiges tun, um das Phänomen Bassloch zu vermeiden. Wenn man den Subwoofer nicht axial und nicht symmetrisch im Raum positioniert, dann "flattern" die Basswellen im Raum. So gibt es zwar auch mehrere kleine "Auslöschungen", die Wahrscheinlichkeit eines wirklich störenden Basslochs ist jedoch deutlich reduziert. Will man auch die kleinen Auslöschungen vermeiden, so führt kein Weg an einem zweiten Subwoofer vorbei. Dieser sollte dann allerdings keinesfalls in der gleichen Achse wie der erste Subwoofer positioniert werden. Bei einem Subwoofer, der nach dem Downfire-Prinzip arbeitet ist das Problem stehender Wellen deutlich geringer, als bei einem Direktstrahler-Subwoofer.

Wo ist der ideale Aufstellort für einen Subwoofer im Raum?

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Subwoofer FAQ ...

Zunächst gilt es, mindestens etwa einen Meter Abstand vom Fernseher (gemeint sind Röhrenfernseher) und von PCs oder Festplatten-Sat-Receivern oder -DVD-Recordern zu wahren. Gute Subwoofer sind zwar magnetisch geschützt, doch sind die Magneten der großen Subwoofer-Chassis oft so stark, dass eine dafür ausgelegte Schirmung schlicht zu teuer wäre. Beim Fernseher können Sie Bildverzerrungen schnell erkennen und es bleibt kein dauerhafter Schaden. Doch bei Festplatten kann schlimmstenfalls die gesamte Initialisierung im Boot-Directory beschädigt oder gelöscht werden.

Der wichtigste Punkt ist, dass sich der Tiefbass harmonisch in das akustische Gesamtsystem einfügt und dabei weder ein aufdringlicher "Wummerbass" entsteht, noch die Basswirkung untergeht oder verpufft. Zweitwichtigster Punkt ist, Basslöcher durch "stehende Wellen" zu vermeiden. Siehe dazu das FAQ-Thema Stehende Wellen ...

Wir haben in der Bedienungsanleitung des Infinity Kappa Subwoofers einige Tipps gefunden, die u.E. so treffend sind, dass wir sie hier einfach wörtlich zitieren: "Nach wie vor behaupten die meisten Audio-Experten, dass sich tiefe Frequenzen unterhalb von 125 Hz wegen ihrer ungerichteten, kugelförmigen Ausbreitung nicht mehr orten ließen. Davon leiten sie ab, man könne Subwoofer beliebig im Raum aufstellen. Doch grau ist alle Theorie: Demnach stimmt es zwar, dass tiefe Frequenzen aufgrund ihrer im Verhältnis zum Ohrenabstand enormen Wellenlänge grundsätzlich nicht ortbar sind. Aber in der Praxis kommt es bei der Aufstellung eines Subwoofer-Systems in einem durchschnittlich großen Hörraum zu Reflexionen an den Begrenzungswänden und zu stehenden Wellen sowie Schallschluckeffekten, die sich sehr nachteilig auf die Wiedergabequalität tiefer Frequenzen auswirken können. Folglich ist es sehr wichtig, dass ein Subwoofer-System an der richtigen Stelle im Hörraum platziert wird. Deshalb empfehlen wir, erst die klanglich bestmögliche Aufstellung durch einiges Experimentieren herauszufinden, bevor Sie sich für den endgültigen Aufstellungsort entscheiden. Der Aufstellungsort des Subwoofers hängt nicht nur von den akustischen und klangbildenden Eigenschaften Ihres Hörraums ab, sondern auch davon, wieviel Basswiedergabe für Ihr Hörempfinden erforderlich ist. Außerdem kommt es noch darauf an, ob die Raumverhältnisse es zulassen, den Subwoofer neben einen der beiden Hauptlautsprecher zu platzieren. Stellen Sie bitte den Subwoofer so auf, dass die Bassreflex-Ausgleichsöffnung in den Hörraum hineinzeigt und kein Möbelstück oder anderes Objekt dazwischensteht. Experimentieren Sie ruhig ein bisschen herum,Idealer Platz für Subwoofer um die optimale Platzierung für Ihren Subwoofer zu ermitteln ..."

Weiter gibt die Kappa-Bedienungsanleitung mit zwei Tipps:
  1. Es lohnt sich, verschiedene Aufstellungsorte für den Subwoofer und Abstrahlwinkel für die Bassreflexöffnung auszuprobieren.
  2. Sollte die Basswiedergabe Sie nicht zufriedenstellen, rücken Sie den Subwoofer näher an eine Wand oder in eine Zimmerecke. Sollte der Klang dabei basslastig werden, sollten Sie die Bassreflex-Ausgleichsöffnung von der Wand wegdrehen.

Um den klanglich optimalen Platz für einen Subwoofer zu finden, sind etwas Zeit und Geduld erforderlich. Die Beurteilung der klanglichen Ausgewogenheit und Abstimmung sollten Sie stets von Ihrem üblichen Hörplatz aus vornehmen. Verwenden Sie hierzu möglichst verschiedene Musikstücke, bei denen Sie mit dem Originalklang der Instrumente gut vertraut sind. Ihre Hörversuche beginnen Sie am besten so, dass dabei der Subwoofer zunächst direkt hinter dem rechten Hauptlautsprecher (Main rechts) und mindestens 10 Zentimeter von der vorderen Zimmerwand entfernt steht (siehe Abbildung). Wir empfehlen diese Anfangsaufstellung deshalb, weil in einem Orchester die Bassinstrumente gewöhnlich rechts hinten spielen. Diese Subwooferaufstellung sorgt zudem bei der Wiedergabe von Filmen für eindrucksvolle Tiefbässe.

Verantwortlich i.S.d.P für den Inhalt: Detlev Schnick, © Copyright 2004 HIFI-REGLER

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