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Vergleichs-Test: Pioneer DV-470 gegen Yamaha DVD-S550


Test: Carsten Rampacher, Karl-Heinz Pöppl, beide von AREADVD - update: 10. September 2004
Der Test fand in den HIFI-REGLER®-Test-Studios statt

Pioneer DV-470 gegen Yamaha DVD-S550 - die beiden DVD-Player im Vergleichs-Test:

Overview

Yamaha macht Jagd auf Pioneer: Nachdem der Yamaha DVD-S540 sich als eher ungeeignet erwies, um dem Establishment bedrohlich nahe zu rücken, schicken die japanischen DSP-Tüftler nun den Yamaha DVD-S550 ins Rennen, um dem ebenfalls noch recht frischen Pioneer DV-470 das Leben richtig schwer zu machen. Während der Yamaha DVD-S 550 allerdings ca. 180,00 EUR kostet, bescheidet sich Pioneer DV-470 mit ca. 150,00 EUR - gerade in diesen Regionen achten die Käufer stark aufs Geld. Schafft es der titanfarbene Yamaha DVD-S 550 trotzdem, dem Pioneer DV 470 ernsthaft Konkurrenz zu machen? Genau dies soll unser Vergleichs-Test überprüfen. 

Finish

Was die Verarbeitungsqualität anbetrifft,  sehen beide Geräte auf den ersten Blick recht überzeugend aus. Der Yamaha DVD-S 550 wirkt in seiner Schlichtheit richtig elegant, während der Pioneer DV 470 etwas hausbackener, aber immer noch gut aussehend daherkommt. Der Pioneer DV-470 passt optisch gut zu Pioneer AV-Receivern wie beispielsweise zum Pioneer VSX-D814. Auf den zweiten und dritten Blick offenbaren sich dann doch einige Unterschiede. 

Pioneer DV-470 gegen Yamaha DVD-S550 - die beiden DVD-Player im Vergleichs-Test:

Billig gemacht: Füße des Pioneer DV-470

Pioneer DV-470 gegen Yamaha DVD-S550 - die beiden DVD-Player im Vergleichs-Test:

Edel: Füße des Yamaha DVD-S550

So sind die billigen Standfüße des Pioneer DV470 nicht schön anzusehen, hier macht der Yamaha DVD-S 550 mit seinen vorn und hinten identischen, eleganten Füßen einen hochwertigeren Eindruck. Auch wenn es nur subjektiv ist: Durch die geringe Bautiefe des Pioneer DV-470 entstehe ebenfalls nicht der Eindruck wirklicher Hochwertigkeit, der tiefere Yamaha DVD-S 550 macht, obwohl noch flacher, hier die bessere Figur. Sehr gut ist bei den Kontrahenten die Geräterückseite verarbeitet. 

Pioneer DV-470 gegen Yamaha DVD-S550 - die beiden DVD-Player im Vergleichs-Test:

Nett anzusehen: Display des Pioneer DV 470

Pioneer DV-470 gegen Yamaha DVD-S550 - die beiden DVD-Player im Vergleichs-Test:

Auch schön: Das Yamaha-Display in augenfreundlichem Bernstein

Beide DVD-Spieler haben sich von billigsten Uhrenradio-Displays, früher in günstigen Preisklassen üblich, ein beträchtliches Stück entfernt. In beiden Fällen gibt es ein Semi-Punktmatrixdisplay, welches zwar keine echte DOT Matrix-Auflösung schafft, jedoch von der gebotenen Auflösung her absolut in Ordnung geht. Die Displayfarbe des Yamaha DVD-S 550 ist augenfreundlicher, die des Pioneer DV-470 dafür bei Tageslicht besser ablesbar. Nobel wirkt beim Yamaha DVD-S550 das Ein-Faden des Displays nach dem Aktivieren des DVD-Spielers. Unterstützt wird der gute Eindruck, den wir vom Yamaha DVD-S 550 haben, durch die leise herausfahrende Laufwerkslade, die des Pioneer DV470 macht durch surrende und leicht klappernde Arbeitsgeräusche mehr auf sich aufmerksam. Die Lagerung der Laden ist bei beiden Modellen von billiger Natur, die Preisklasse und der Spardruck zum Erreichen niedriger Kosten lassen grüßen. 

Pioneer DV-470 gegen Yamaha DVD-S550 - die beiden DVD-Player im Vergleichs-Test:

Nicht überzeugend: Fernbedienung des Yamaha DVD-S550

Pioneer DV-470 gegen Yamaha DVD-S550 - die beiden DVD-Player im Vergleichs-Test:

Kein Highlight, aber in Ordnung: IR-Controller des Pioneer DV-470

Dieser Preisdruck wird allerdings bei der unbefriedigenden Fernbedienung des Yamaha DVD-S 550 noch deutlicher. Der IR-Geber des Pioneer DV470 kommt zwar auch ohne jeden noblen Touch, wirkt aber auf jeden Fall preisklassengemäß - zu bedenken ist auch, dass der Pioneer DV-470 noch deutlich günstiger zu haben ist als der Yamaha DVDS550. Fazit: Das Hauptgerät des Yamaha wirkt hochwertiger, dafür floppt die Fernbedienung. Die wiederum ist beim Pioneer DV 470 besser. Insgesamt ein knapper Sieg für den Yamaha DVD-S550, der der sieggewohnten Pioneer-Armada im ersten Kapitel einen kleinen Schrecken einjagt. 

Bewertung Pioneer Pioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im TestPioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im TestPioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im TestPioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im TestPioneer PDP-505XDE - das sensationelle Plasma-Display im Test bei HIFI-REGLERPioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im Test
Bewertung Yamaha Pioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im TestPioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im TestPioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im TestPioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im TestPioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im TestPioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im Test

 

Ausstattung

Hier langen beide DVD-Spieler bei der Auswahl des Video-D/A-Konverters kräftig hin: Ein hochwertiges 108 MHz/12-Bit-Teil stellt detailtreue und scharfe Bilder in Aussicht. Auch sind beide Player PAL Progressive fähig und verfügen über 192 kHz/24-Bit Audio-D/A-Wandler. Der Yamaha DVD-S 550 bringt zusätzlich eine Upsamplingmöglichkeit für herkömmliche CD-Signale mit, hier kann wahlweise mit der doppelten (88,2 kHz) oder der vierfachen (176,4 kHz) Samplingrate gehört werden. Keine Maßnahme ohne Gegenwehr, der Pioneer DV 470 kontert mit einem integrierten Mini-DSP-Prozessor, der mit verschiedenen DSP-Programmen (Rock, Pop, Live, Dance, Techno, Classic, Soft) bestückt ist. In der "Off"-Stellung ist die DSP-Funktion deaktiviert. Neu im Pioneer-Ausstattungspaket ist ebenfalls ein "Advanced Disc Navigator", der als Vorschau bis zu 6 bewegte Vorschaubilder nacheinander für 2 Sekunden anspielt. Eine Zoom-Funktion bringen beide DVD-Player mit. Die zwei DVD-Player verfügen über einen kleinen Video-EQ, der des Pioneer DV-470 ist jedoch umfangreicher. Beim Yamaha DVD-S 550 gibt es weder Regler für die Gesamtbildschärfe, noch für Chromapegel oder Gammakorrektur.  Beim Pioneer DV-470 gibt es alles, also Gamma-, Chroma- und Schärferegler, die einstellbaren Stufen sind aber für eine akkurate Justage zu grob gerastert. Beide Systeme, das merkt man rasch, sind der Preisklasse gemäß lediglich keine Onboard-Lösungen und für höhere Ansprüche nicht zu gebrauchen - also eher Spielerei als wirklicher Nutzen. Fazit: Fürs Geld kann man bei beiden DVD-Playern nicht meckern, kleine Vorteile sehen wird beim Pioneer DV 470, der darum dieses Kapitel für sich entscheidet. 

Bewertung Pioneer Pioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im TestPioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im TestPioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im TestPioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im TestPioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im TestPioneer PDP-505XDE - das sensationelle Plasma-Display im Test bei HIFI-REGLER
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Multimedia

Erfreulich ist, dass beide Geräte über ein leises und schnelles Laufwerk verfügen. Während des Spielbetriebs sind kaum Arbeitsgeräusche zu vernehmen, lediglich während des Einlesevorgangs sind die Geräusche gut zu hören. Je nach Medium ist mal das Laufwerk des Pioneer DV-470 und mal die Laufwerkseinheit im Yamaha DVD-S 550 schneller, hier herrscht bilanzierend Gleichstand. Dies kann man nicht von der Güte der Fehlerkorrektur behaupten, bei stark zerkratzten Medien agiert der Yamaha DVD-S550 souveräner und stellt noch aussetzerfrei dar, während die Fehlerkorrektur des Pioneer DV470 hier am Ende ihrer Möglichkeiten ist und alle paar Sekunden Aussetzer produziert. Bei normal "mitgenommenen" Discs leisten sich aber beide Geräte keine Fehler. Merkwürdig ist die Eigenart des Yamaha DVD-S 550, während der ersten ein bis zwei Sekunden nach dem Start einer DVD Bildaussetzer zu produzieren. Dies passiert nur nach dem Neustart, wenn z.B. im Film unterbrochen und dann fortgesetzt wird, gab es keine Probleme. Exzellent schlugen sich beide Modelle in Bezug auf den Layerwechsel: Zumindest bei unseren Test-Geräten war kein Layerbreak bei "Top Gun Code 2" Layerwechsel normalerweise deutlich sichtbar zwischen Kapitel 18. und 19. auszumachen. 

Pioneer DV-470 gegen Yamaha DVD-S550 - die beiden DVD-Player im Vergleichs-Test:

Übersichtliches Pioneer MP3-Menü - leider ohne ID3-Tag-Anzeige

Pioneer DV-470 gegen Yamaha DVD-S550 - die beiden DVD-Player im Vergleichs-Test:

Peppig und praktisch: Yamaha-Menü mit symbolisierten grafischen EQ und mit ID3-Tags

Was die MP3-Wiedergabe angeht, so verfügen beide Modelle über gute On Screen Menüs. Durch seine Anzeigemöglichkeit für ID3-Tags geht der Yamaha DVD-S 550 allerdings in Führung. Die Aufmachung des Menüs mit einem symbolisierten grafischen EQ ist peppig und gelungen. Aussetzer und digitale Störeffekte leisten sich weder der Yamaha DVD-S 550 noch Pioneer DV-470, die Tonqualität bei MP3-Stücken, die mit kräftigem Aufnahmepegel versehen sind, ist beim Pioneer DV 470 allerdings deutlich besser. Beim Yamaha DVD-S550 sind Kratzen und Verzerrungen herauszuhören, die Stimmen beginnen, zu zischen, die Stimm- und Instrumentalwiedergabe überlagert sich. Bei zurückhaltender gesoundeten MP3-Tracks agiert auch der Yamaha DVD-S 550 tadellos und bietet einen frischen Klang. Erfreulicherweise sind beide Geräte Multisession-fähig, die Einlesezeit ist trotz der sonst schnellen Laufwerke aber sehr lang, obwohl unsere Test-CD lediglich 3 Sessions enthielt. Positiv zu vermerken ist auch, dass sowohl Yamaha als auch Pioneer DVD-Rs mit MP3-Dateien abspielen können, die schnelle Einlesezeit der Single Session DVD-R überzeugte bei beiden Kandidaten. Nur der Pioneer DV-470 beherrscht Kombi-CDs, auf denen JPEG- und MP3-Dateien untergebracht sind. Zu der Slideshow ertönen dann die MP3-Lieder. Merkwürdig ist dies schon, denn der Yamaha DVD-S540 beherrschte als eines der ersten Geräte diese Kombi-Wiedergabe, laut -Angaben soll auch der Yamaha DVD-S 550 diese Kombinationswiedergabe beherrschen. 

Ansonsten gibt es immer noch Verbesserungsvorschläge das MP3-Handling betreffend. Beim Pioneer DV-470 wird nur bei Anwahl mit Navigationskreuz der aktuell laufende MP3-Titel farblich unterlegt. Bei Kapitelsprung an Gerät und Fernbedienung wird der zuletzt per Navigationskreuz angewählte Titel angezeigt. Verschiedene Vor- und Rückspulgeschwindigkeiten sind sehr löblich, leider informiert keine Anzeige über die angewählte Geschwindigkeit des Spulvorgangs. Beim "Abbremsen" aus hohen Vor- oder Rückspulgeschwindigkeiten braucht der Pioneer DV-470 Zeit, bis er wieder mit der normalen Wiedergabe beginnt. Beim Yamaha DVD-S550 stört die Tatsache massiv, dass auf der Fernbedienung die identische Taste für Titelsprung und für das Spulen innerhalb eines Titels zuständig ist. Doch es gibt beim Yamaha DVD-S550 auch viel Licht: Ein 4/8/16/32-faches Vor- und Rückspulen bei MP3-Tracks ist mit OSD-Anzeige der gewählten Spulgeschwindigkeit möglich. Beim "Abbremsen" aus hohen Spulgeschwindigkeiten ist der Yamaha DVD-S 550 sofort wieder zur Wiedergabe bereit - sehr gut. 

Pioneer DV-470 gegen Yamaha DVD-S550 - die beiden DVD-Player im Vergleichs-Test:

Gut gelöst: Yamaha JPEG-Menü mit Anzeige der Auflösung und Vorschaubildern. Beides fehlt beim Pioneer DV470.

Probleme gibt es Yamaha DVD-S550 in Bezug auf die Wiedergabe von DVD-RWs im Video Recording Mode, kurz VR Mode. In diesem Format sind vielfältige Editiermöglichkeiten wie z.B. eine eigene Menüstruktur möglich. Der Yamaha DVD S550 erkennt eine VR Mode-DVD-RW als Daten-DVD und kann sie nicht abspielen. Im normalen Video Mode gab es bis auf einen kurzen Bildaussetzer gleich zu Beginn keine Probleme. Die DVD+R- und die DVD-R-Wiedergabe managte der Yamaha DVD-S550 ebenso fehlerlos wie die Darstellung von SVDCs. Mit schnellem Bildaufbau und sehr gutem Menü überzeugt der Yamaha DVD-S550 bei der Darstellung von JPEG-Bildern. Der Pioneer DV 470 nimmt - kein Wunder, schließlich ist Pioneer DVD-RW-Mitinitiator - auch im VR-Mode aufgenommene Discs entgegen. Keine Probleme gibt es bei DVD-Rs, DVD+Rs und bei DVD-RWs im Video Mode. Der Bildbetrachter des Pioneer DV470 baut ebenfalls schnell auf, zeigt aber im Gegensatz zum Yamaha DVDS550 nicht die Auflösung der Bilddatei an und verfügt über keine Vorschaubilder. Dafür entschädigt der Pioneer DV-470 mit einer etwas besseren Bildschärfe.

Fazit: Für den Yamaha DVD-S 550 spricht die bessere Fehlerkorrektur, für den Pioneer DV-470 die bessere Kompatibilität - wiederum Gleichstand. 

Anmerkung: Beide DVD-Player spielen auch DivX-Discs ab. Aufgrund der vielfältigen Erstellungsmöglichkeiten und der daraus resultierenden Abspielproblematik haben wir daher auf eine Bewertung verzichtet.

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Anschlüsse

Pioneer DV-470 gegen Yamaha DVD-S550 - die beiden DVD-Player im Vergleichs-Test:

Gut bestückt: Es fehlt an nichts auf den Rückseiten beider Kontrahenten. Der Pioneer DV-470 (oben) bringt gleich zwei Audio-Analog-2-Kanal-Ausgänge mit

Beide DVD-Player geizen nicht mit Anschlüssen, so sind ein optischer und ein koaxialer Digitalausgang sowie ein S-Video-Hosidenterminal neben den obligatorischen YUV- und Scartanschlüssen sowohl bei Yamaha als auch bei Pioneer Standard. Der Pioneer DV-470 leistet sich den Luxus eines doppelt vorhandenen Zweikanal Analog-Ausgangs, der Nutzen wird sich allerdings in der Praxis eher in Grenzen halten. Fazit: Für die günstigen Preise in beiden Fällen eine löbliche Auswahl. 

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Bedienung

Pioneer DV-470 gegen Yamaha DVD-S550 - die beiden DVD-Player im Vergleichs-Test:

Das geht deutlich besser: Wenig attraktives Menü ohne Navigationshilfen

Pioneer DV-470 gegen Yamaha DVD-S550 - die beiden DVD-Player im Vergleichs-Test:

Pioneer mit Vorbildcharakter: Klar aufgebautes, leicht durchschaubares Menü

In dieser Disziplin geht der Yamaha DVD-S550 leider unter - und dies hat viele Gründe. Dass sich auf der Gerätefront des Yamaha DVD-S 550 nur wenig Funktionselemente für die Basisfunktionen befinden, mag noch ein minimaler Mangel sein, richtig negativ ins Kontor schlägt das grafisch nicht überzeugende, billig wirkende Menü, das zudem nicht gut aufgebaut ist. So gibt es keine Navigationshilfe und keine Übersicht der zur Verfügung stehenden Tastenfunktionen via On Screen, die Texte sind zudem schlecht übersetzt. 

Pioneer DV-470 gegen Yamaha DVD-S550 - die beiden DVD-Player im Vergleichs-Test:

Dilettantisch: Übersetzungsfehler im Menü des Yamaha DV-S 550. Yamaha gelobt Besserung mit zukünftigen Firmwareupdates. Unser Gerät war noch ein Vorserienmodell, das auch noch beim Umschalten von PAL-TV auf Multinorm-TV einen Grünstich und eine Streckung der Menüanzeige produzierte

Auch nicht optimal: Das Graphical User Interface des Yamaha DVD-S550 wird bei Anwahl Option "Multinorm-TV" mit einem Grünstich versehen, dazu wird es optisch gestreckt. Auf das Bild im Filmbetrieb hat die Umstellung PAL auf Multinorm aber keinen Einfluss, die Proportionen stimmen nach wie vor, wie wir nach genauem Nachmessen feststellen konnten. Dass auf der Fernbedienungdie gleichen Tasten für Kapitelsprung und schnellen Vorlauf bzw. Rücklauf zuständig sind, bessert das ernüchternde Ergebnis ebenfalls nicht auf.  Besserung ist jedoch ins Sicht, einige Fehler dürften mit der neueren Firmwareversion für die Massenproduktion (unser Gerät war eines der ersten und stammte noch aus der Vorserie) nun beseitigt sein. Zum Aufrufen der Firmwareversion bei geöffneter Laufwerkslade "On Screen" auf der Fernbedienung drücken, dann erscheint die installierte Firmwareversion. Bei uns ist es V20, aktuell ist V32. Weitere Verbesserungen werden laut Yamaha in Zukunft folgen, wir bleiben am Ball.

Ganz anders der Pioneer DV470: Hier findet sich ein vollständiges Angebot (außer Navi-Einheit) an Funktionselementen auf Gerätefront. Das "Home Menu" genannte Graphical User Interface gefällt mit schöner grafischer Darstellung, ist einfach im Handling und leicht zu durchschauen - die Menüstruktur ist vorbildlich. Ein Menüpunkt im Video-Equalizer ist allerdings nicht optimal übersetzt: "Tönung" meint "Tint" (Rot-Grün-Balance bei NTSC-Quellmaterial). Ansonsten passt alles -  ausgezeichnet ist der schnelle Kapitelsprung, Titel und Kapitel werden zusätzlich onscreen angezeigt. Fazit: Bei Yamaha muss kräftig nachgebessert werden, während beim Pioneer DV-470 praktisch alles optimal gelöst ist.

Bewertung Pioneer Pioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im TestPioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im TestPioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im TestPioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im TestPioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im TestPioneer PDP-505XDE - das sensationelle Plasma-Display im Test bei HIFI-REGLER
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Bild Progressive

Hier unsere Einzelbeobachtungen:
  • Die Mumie 2/Pioneer DV-470: Sehr ruhiges, scharfes Bild mit gutem Bildaufbau, die Räumlichkeit und die Bildtiefe stimmen, die Kriegerarmee und die zu erobernde Stadt im Hintergrund werden räumlich akkurat abgebildet.  Saubere Bewegungsdarstellung, keinerlei Pixelbildungen, Zeilenverschiebungen und Nachzieheffekte. Für die Preisklasse extrem gute Detaillierung (Armreif des Skorpionkönigs, antike Stadt, Oasensequenz mit den aus der Erde herausschießenden Pflanzen und Bäumen). Für die Preisklasse natürliche, neutrale und nicht verfälschende Farbwiedergabe. Sehr guter Kontrastumfang, keine Überstrahlungseffekte.
  • Die Mumie/Yamaha DVD-S550: Blaue "Universal"-Weltkugel zu Beginn weist Farbsäume am Farbübergang Blau/Schwarz auf, das Blau wirkt nicht ganz ausgewogen und erscheint so zu "comichaft" mit zu wenig Substanz. Zum Film selbst: Bildruhe geringer, Detaillierung weniger sorgfältig (Boden, Handgelenk mit Armreif vom Skorpionkönig wirkte bei Pioneer DV-470 plastischer, dreidimensionaler). Bewegungsdarstellung mit minimalen Nachzieheffekten. Gang durch die Wüste/Oasen-Sequenz: Leichte Doppelkonturen bei harten Kontrastübergängen Wüste/Himmel. Herausschießende Pflanzen sind nicht so feinfühlig dargestellt. Bild wirkt insgesamt flauer als beim knackigen Pioneer DV 470.
  • Training Day/Yamaha DVD-S550: Regentropfen auf dem Wagen von Alonso Harris sind gut, dargestellt, aber nicht überragend plastisch. Kontrast gut, aber nicht überdurchschnittlich. Detailtreue ordentlich, aber auch hier keine sensationellen Leistungen.
  • Training Day/Pioneer DV 470:  Höhere Bildschärfe, Regentropfen werden plastischer dargestellt, Kontrast ausgezeichnet (sichtbar an schwarzer Jacke von Harris und an Kleidung mit unterschiedlichen Brauntönen Jack Hoyt.  Farblich ausgewogener als der Yamaha DVD-S550.
  • Sequenz aus X2/DTS Demo DVD Nr.8/Yamaha DVD-S550: Kontrast voll befriedigend, aber nicht überdurchschnittlich, wiederum Eindruck eines etwas flauen Bildes, das nicht die optimale Ausdruckskraft besitzt. Bildschärfe gut, aber nicht überdurchschnittlich, bei dieser extrem guten Vorlage ist noch mehr drin. Die Gesichter der Akteure wirken nicht so natürlich wie beim Pioneer DV470, sondern wie mit einem leichten Unschärfeeffekt überzogen.
  • Sequenz aus X2/DTS Demo DVD Nr.8/Pioneer DV-470: Hier agiert der Pioneer DV 470 eine Klasse besser - die Farben sind realistischer, das Gesamtbild ist schärfer, aber vor allem der bessere Kontrast und die höhere Detailtreue sprechen für den Pioneer DV-470.  Ähnliche Farbnuancen werden mit besserer Differenzierung wiedergegeben. Die Gesichter der Protagonisten werden plastischer und facettenreicher wiedergegeben.
  • Medeski Martin und Wood "Uninvsible"/Heart, "Mona Lisa and Mad Hatters, DTS Demo DVD Nr. 8/Yamaha DVD-S550: Yamaha überzeugt bei "Uninvisible" mit fast fehlerlosem De-Interlacing, keine Treppenstufen an Objektkanten, tadellose Bildschärfe. Bei Mona Lisa and Mad Hatters leichter Zeilenversatz, minimal sichtbar bei Gesichtskonturen. Leichtes Flächenrauschen bei den blauen Vorhängen hinter der Bühne. Insgesamt ein sehr gutes Ergebnis.
  • De-Interlacing von Videomaterial: Medeski Martin und Wood "Uninvsible"/Heart, "Mona Lisa and Mad Hatters, DTS Demo DVD Nr. 8/Pioneer DV-470: Auch der Pioneer arbeitet hier tadellos, keine Pixelbildungen, kein Zeilenversatz - beachtlich. Die Farbwiedergabe gefällt erneut, der Kontrast ist wiederum besser als beim Yamaha DVD-S550. Auch ist das Bild durch den besseren Kontrast und die tiefere Schwarzwiedergabe plastischer. Bei "Mona Lisa and Mad Hatters" ist beim Pioneer DV-470 auch ein leichter Zeilenversatz im Bereich der Mundpartien der Sängerinnen zu beobachten, er fällt jedoch nochmals geringer aus als beim Yamaha DVD-S 550. Praktisch kein Flächenrauschen im Blau. Fazit: Überragend.
Generelles:
  • Gerade bei Details wie z.B. Nahaufnahmen von Gesichtern sieht man selbst beim für die Preisklasse sehr guten Pioneer DV-470 noch, dass teurere DVD-Player besser, d.h. exakter, plastischer und natürlicher, darstellen. Gut zu sehen bei "Training Day" und "X2".
  • Bei hervorragendem Quellmaterial erreichen teurere DVD-Player noch bessere Ergebnisse bei der Gesamtbildschärfe.
  • Bei sehr ähnlichen Farbschattierungen wird durch den nochmals merklich gesteigerten Kontrastumfang bei teureren Geräten ein differenziertes Bild möglich.
  • Bildruhe zwar beim Pioneer DV-470 sehr gut, teurere Offerten bieten jedoch nochmals mehr.
  • Faktoren wie Flächenrauschen, unsaubere Konturen und minimale Unschärfeeffekte  - sollten sie von der DVD herrühren - kann man mit hochwertigen Video-EQs besser bekämpfen.

Fazit: Pioneer wird erneut seinem Ruf gerecht, überdurchschnittlich bildstarke DVD-Player zu bauen. Im direkten Vergleich lässt der Pioneer DV-470 dem Yamaha DVD-S550 folglich auch keine Chance und bietet von allem mehr: Mehr Gesamtbildschärfe, mehr Kontrast, mehr Detailtreue und eine natürlichere Farbwiedergabe. Zum Trost sei den Yamaha-Mannen aber gesagt, dass sie einen Riesensprung vom unerfreulichen Yamaha DVD-S540 zum insgesamt absolut preisklassengemäß agierenden Yamaha DVD-S 550 gemacht haben - schlecht ist Yamahas flacher DVD-Player keinesfalls, er dürfte sogar besser sein als viele andere direkte Konkurrenten. Sein Pech war es nur, dass er gleich auf den Pioneer DV-470 treffen musste, der - dies belegten unsere umfangreichen Vergleiche klar - ein für diese Preisklasse exzellentes Bild, was sich selbst bei deutlich teureren DVD- Playern gut machen würde, bereithält und außerdem günstiger in der Anschaffung ist - ein großes Lob. 

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Ton

Beide Offerten leisten sich in der Tonwertung keinen Durchhänger und überzeugen mit einem ordentliche, harmonischen Klangbild bei analogem Anschluss. Der Pioneer DV-470 klingt noch minimal spritziger, während der Yamaha DVD-S 550 noch ein wenig harmonischer ausgelegt ist. Der Digitalton ist ohne Fehl und Tadel, es wird mit der feinen, klaren Auflösung und dem homogenen Klangbild mehr geboten, als man eigentlich von so günstigen Geräten erwarten kann.

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Fazit

Es hat nicht gereicht - der Pioneer DV-470 wehrt den Angriff des Yamaha DVD-S550 insgesamt souverän ab. Die Bild- und die Bedienungswertung bringen den ausgewogenen Pioneer DV470 in Führung. Der Yamaha DVD-S 550 hat wahrlich kein schlechtes Bild, innerhalb der gesamten Preisklassen-Konkurrenz dürfte er sogar gut dastehen. Aber der Pioneer DV-470 erreicht eine Bildqualität, die sich noch bei deutlich teureren Offerten bestens machen würde und markiert somit das in dieser Klasse Mögliche. Was den Vorsprung in der Bedienungswertung angeht, muss hinzugefügt werden, dass der Yamaha DVD-S550 sich einen auch in seiner Preisliga unüblichen Flop leistet - die optisch unbefriedigenden, schlecht übersetzten Menüs für die Grundeinstellungen stehen allerdings in hartem Kontrast zu den gelungenen Menüs für MP3- und JPEG-Wiedergabe, was insgesamt dafür sorgt, dass das gesamte Bedienkonzept weder richtig stimmig noch schlüssig wirkt. Erstklassig schneidet der Yamaha DVD-S 550 hingegen bei der Bewertung der Fehlerkorrektur ab, hier schlägt er auch den guten, aber in dieser Disziplin nicht überdurchschnittlichen Pioneer DV-470. Die MP3-Funktionalität ist beim Yamaha DVD-S 550 ebenfalls besser. Der Pioneer DV470 revanchiert sich bei der Klangqualität im MP3-Betrieb, wo der Yamaha DVD-S 550 durch Kratz- und Verzerrungsgeräuschen bei mit höherem Pegel aufgenommenen Tracks schwächelt. Ebenfalls gibt der Pioneer DV 470 noch mehr Formate wieder (z.B. DVD-RW im VR Mode). Beide Geräte gefallen durch ihre überzeugende Betriebssicherheit, den bei unseren Test-Samples nicht sichtbaren Layerwechsel (hoffentlich ist das auch bei allen in der Praxis ausgelieferten Exemplaren so) und die schnellen sowie leisen Laufwerke. Der Pioneer DV-470 besticht durch das extrem schnelle Kapitel springen, dafür kommt beim Yamaha DVD-S550 die Laufwerkslade leiser heraus. Überhaupt wirkt der Yamaha DVD-S 550 im direkten Vergleich edler, dies gilt jedoch nur für das Hauptgerät und nicht für die billig und karg auftretende Fernbedienung, die eher zu einem 50,00 EUR-Player passen würde. In der Preisklasse, in der der Yamaha DVD-S550 zu Hause ist, hat eine solche Lösung hingegen nichts verloren. Dafür patzt der Pioneer DV 470 mit seinen eher peinlich als passend wirkenden Geräte-Standfüßen. Das mögen zwar Kleinigkeiten sein, aber auch solche Dinge beeinflussen beim Gerätekauf. Am meisten beeinflusst aber der Pioneer DV-470 die Kaufentscheidung, sein Bild ist einfach eine Klasse besser. Da er auch noch leichter zu handeln ist und, das darf man nicht vergessen, 30,00 EUR günstiger, gewinnt er das Kräftemessen verdient. Für Yamaha trotzdem kein Grund zur Trauer, denn im Vergleich zum eher unrühmlichen Vorgänger Yamaha DVD-S 540 hat man einen großen Schritt nach vorn gemacht und dürfte zukünftig ein deutlich gewichtigeres Wörtchen im DVD-Player Business in der Klasse bis 180,00 EUR mitreden.

Mit brillantem Bild und stimmigem Bedienkonzept weist der Pioneer DV-470 den Yamaha in die Schranken

HIFI-REGLER
Preis-/Leistungsverhältnis Pioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im TestPioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im TestPioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im TestPioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im TestPioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im TestPioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im Test
Vergleichstest 10. September

Der Yamaha DVD-S 550 gefällt mit edler Anmutung und tollen Zusatzfunktionen im MP3- und jpeg-Betrieb

Pioneer DBR-TF 100 (DBR-TF100) - der DVB-T-Receiver im Test
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Vergleichstest 10. September

 

Datenblatt Pioneer DV-470

  • DVD-Video-Player
  • Progressive Scan-Signalausgabe
  • Maße (B x H x T in mm): 420 x 55 x 243
  • Gewicht: 2,1 kg
  • Farben: silbern, schwarz
  • Medien: DVD Video, DVD-R, DVD-RW (Video und VR Mode), Audio-CD, CD-R, CD-RW
  • Formate: VCD, SVCD, MP3, WMA, jpeg, DivX
  • Anschlüsse: 1 x YUV, 1 x Scart, 1 x S-Video, 1 x FBAS, 1 x koaxialer/1 x optischer Digitalausgang, 2 x 2-Kanal-Analog-Audio
  • Ausstattung/Merkmale:192 kHz/24-Bit Audio D/A-Konverter, 108 MHz/12-Bit Video-D/A-
    Konverter, Dialog-Enhancer, Mini-DSP mit verschiedenen Klangfeldern, Onboard-Video-EQ

Datenblatt Yamaha DVD-S550

  • DVD-Video-Player
  • Progressive Scan-Signalausgabe
  • Maße (B x H x T in mm): 435 x 51 x 310
  • Gewicht: 2,6 kg
  • Farben: silbern, schwarz, titan
  • Medien: DVD Video, DVD-R, DVD-RW (Video und VR Mode), Audio-CD, CD-R, CD-RW 
  • Formate: VCD, SVCD, MP3, WMA, jpeg, DivX
  • Anschlüsse: 1 x YUV, 1 x Scart, 1 x S-Video, 1 x FBAS, 1 x koaxialer/1 x optischer Digitalausgang, 1 x 2-Kanal-Analog-Audio
  • Ausstattung/Merkmale:192 kHz/24-Bit Audio D/A-Konverter, 108 MHz/12-Bit Video-D/A-Konverter, CD-Upsampling-Funktion, Onboard-Video-EQ

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