Advance Acoustic X-A160 bei AUDIO im Test: Empfehlung

Audio: Empfehlung (ab 01/10)

5/2014

"In der Audio-Ausgabe 5/2014 auf den Seiten 124 bis 132 wurden zwei Vor- und Endverstärker im Vergleich getestet."

Testauszug:

"...völlig flüssig, reibungslos, stets elegant. Trotzdem zierte sie sich - analog angebunden - mit dem Edel-CD-Player CD 5 xe von Ayre ohne wenn und aber zu verstehen. Hatten die Tester gerade noch ihre schöne Stimmenwiedergabe gelobt, legte sie - wenn die nun einsetzende glanzvolle Percussion auf der Platte sich ebenso freuen, strahlen und zingern wollte – eigenmächtig den Rückwärtsgang ein. Gut, manche mögen es wirklich nicht heiß, doch bei ihrer fast schon übertriebenen Vorsicht schränkte die Französin eben auch Luft und Raum etwas ein. Und weil sie schließlich im Bass dann und wann ebenfalls eigenmächtig agierte und beispielsweise die Slap-Bässe von Marcus Miller zu französisch-zart kultivierte, blieb ihr der analoge Aufstieg zum Bestenlisten-Olymp verwehrt. Schade, denn digital angesteuert legte die Advanced-Vorstufe auf jeden Fall mehr Tempo, mehr Drive, mehr Rhythmussicherheit vor. Eigenschaften, die sich beim Wechsel der CD auf Downloads - und abermals beim Übergang von normalen zu höheren Auflösungen mächtig steigerte. Bei den 2L-Aufnahmen der Nielsen-Suiten (24 Bit / 192 Kilohertz) mit den TrondheimSolistene schienen die Advanced Acoustic geradezu highendige Wallungen zu überkommen. Nun nahmen der Raum, die Geigen und die ganze Atmosphäre blitzblank saubere und stabile Formen an. Gut, prima, aber reden wir nicht drumrum. Nach kurzen, letztlich doch nicht so erfolgreichen Versuchen mit der Schwester wurde der vielversprechende 19-Kilo-Endverstärker von Advanced Acoustic lieber mit anderen Vorstufen betrieben - etwa mit Tom Colangelos so bejahrter wie famoser Cello Encore. Voila, nun brachte die High-Bias-Funktion schon einmal etwas mehr Substanz, mehr Plastizität. Mit prallen, sauber ausgeformten Bassmonumenten, mit schönen treibendem Fluß und mit tiefbunten, paradiesisch fruchtigen Mitten hörte der Advanced Obelix sodann gar nicht mehr auf, höher und höher zu streben. Allerdings im wahrsten Sinne des Wortes nicht bis ganz ganz nach oben. Denn um die allerfeinsten Klangfaserchen, -Tupfer und Splitterchern zu sortieren und gegebenenfalls mit Schärfen zu nerven, gibt es - so schien es der X-A 160 ganz offenbar zu bedeuten - ja Asterixe und Troubadixe genug. Weil dem außerordentlich gutmütigen Gallier außer dem Kleinkleingewerbe wirklich alles gelang, und weil er im Messlabor selbst die haarige Prüfung "Klirrverlaufs-Stabilität bei wechselnder Lastimpedanzer" prima bestand, bietet sich der X-A 160 zum ambitionierten Einsatz an. Wenn die Musik läuft, wiegen sich zu alledem die Nadeln der Leistungsinstrumente schön im Takt dazu..."

Bewertung:

+ großzügig aufgebauter, wuchtiger Endverstärker, der bei aller Dynamik zu vorsichtigen, sanften Höhen tendiert

Preis/Leistung: sehr gut

In der Audio-Ausgabe 5/2014 wurde der Advance Acoustic X-A160 und der Advance Acoustic X-Preamp als Kombination getestet.