Arcam AVR380 bei AUDIOVISION im Test

AUDIOVISION (ab 3/07)

9/2014

"In der Audiovision-Ausgabe 9/2014 auf den Seiten 64 bis 66 wurde der Arcam AVR380 getestet."

Testauszug:

"...selbst der kleinste Receiver von Arcam bringt genug Power mit, um leistungshungrige Standboxen adäquat versorgen zu können. Die Stereoleistung fällt mit maximal 146 Watt je Kanal im Vergleich zu anderen Receivern der Preisklasse zwar nicht überbordend hoch aus. Doch dafür bricht - typisch Arcam - die Power nur vergleichsweise wenig ein, wenn von allen sieben Endstufen Höchstleistungen abverlangt werden. Mit einer maximalen Gesamtleistung von 600 Watt fühlt sich der Arcam deshalb in unserem Hörraum wohl: Unbeschwert spielt er drauf los und lässt es bei Actionstreifen wie "Iron Man 3" fulminant krachen. Bei Musikpassagen bleibt der Vortrag stets dynamisch, musikalisch und stressarm, so dass wir bei Top-Aufnahmen wie dem Steely Dan Album "Two Against Nature" immer versucht waren, die Lautstärke noch einen Tick höher zu stellen. Das Bassmanagement funktioniert sauber, wodurch auch bei Boxenkonfigurationen ohne Subwoofer ein sauberer Bass entsteht, vorausgesetzt die DVD/Blu-ray ist korrekt gemastert. Leise hören kann man mit dem Arcam ebenfalls gut, so die Dolby-Volume-Schaltung die Klangbalance und Dynamik optimal an unterschiedliche Pegel anpasst. Lediglich mit Arcams Einmess-Automatik Room EQ waren wir nicht vollauf zufrieden: Zwar überzeugte uns das Equalizing, das dem Klang mehr Wärme und Transparenz verlieh, in den Klang der Frontboxen kaum eingriff und den Center gut auf das Timbre der Frontboxen abstimmte. Wie beim Test des AVR 450 wurden die Frontboxen jedoch mit unterschiedlichen Entfernungseinstellungen versehen, was zu einem leicht verschobenen Stereobild führte. Außerdem leitete die Automatik alle Bassanteile unter 80 Hertz dem Subwoofer zu, obwohl unsere Frontboxen schon eine Oktave tiefer druckvoll aufspielen..."

"...bei der Stereowiedergabe begeistert der AVR 380 durch seine nuancierte, ausgewogene Spielweise. Sowohl über HDMI wie den optischen Eingang erklingt die Popballade "Disguise" von Lene Marlin präsent und authentisch. Die Optik-Variante schien gegenüber HDMI dabei noch einen Tick runder zu klingen, wobei dieser minimale Unterschied bedingt durch die etwas langen Umschaltzeiten nur schwer wahrzunehmen war..."

Bewertung:

+ musikalischer, feinzeichnender Klang
+ ordentliche Leistungsreserven
+ erstklassige Verarbeitung
- kein Equalizer
- kein HDMI-Pass-Through

Fazit:

Arcams 1.900 Euro teurer Einstiegs-Receiver fasziniert mit schicker Optik, hochwertiger Verarbeitung und hervorragendem Klang bei Surround und Stereo. Eine vergleichsweise bescheidene Ausstattung kostet allerdings wertvolle Punkte.