Arcam AVR550 im Test bei Audiovision: Refernez

Dieser Test bezieht sich auf folgende Produkte
Arcam AVR550

A/V-Receiver


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AUDIOVISION: Referenz

7/2016

In der Audiovision Ausgabe 7/2016 auf den Seiten 20 bis 33 wurden drei AV-Receiver getestet.

 

Testauszug:

"... bei der Leistungsmessung bot der AVR550 mit 121 Watt (5-Kanal) und 96 (7-Kanal) an 6-Ohm-Lasten in etwa die Leistung des Vorgängers AVR450. Bei vier Ohm sind jedoch Einbußen zu verzeichnen, rund 70 Watt weniger im Stereo- und 30 Watt im 5-Kanalbetrieb. Dennoch reicht die Power selbst für richtig große Heimkinos locker aus. Mit 278 Watt liegt der durchschnittliche Stromverbrauch etwa 65 Watt höher las beim AVR850.

Im Sound-Check begeisterte der Arcam schon vor der Lautsprecher-Einmessung mit seinem fein aufgelösten, lebendigen und druckvollen Sound, wie der Bolide eindrucksvoll mit Steely Dans Mehrkanalmix von "Janie Runaway" bewies. Die Einmessung mit Dirac dauerte ca. 30 Minuten und stellte Werte für alle Lautsprecher plausibel ein. Manuelle Nachkorrekturen der Boxen-Pegel und -Distanzen sind bei aktiviertem Dirac übrigens nicht möglich, was unpraktisch ist - falls man zum Beispiel dem Woofer etwas mehr Druck verleihen möchte. Nach der Einmessung spielte der Arcam noch stimmiger, größer und tonal angenehmer in unserem Hörraum. So klangen die Naturgeräusche in Dolbys "Amaze"-Trailer realistischer, der Sound löste sich mühelos von den Boxen und schwebte luftig im großzügig dimensionierten Raum. Dabei kippte der Klang nie ins Stressige bzw. Spitze.

Im Stereo-Hörtest stellte der Arcam Norah Jones geschmeidige Stimme von der CD "Come away with me" wunderbar körperhaft und bombenfest zwischen unseren Boxen. Fantastisch auch, wie leichtfüßig der AVR550 den Bassläufen bei Christy Barons "Ain't no sunshine" grob- wie feindynamisch folgte. Richtig Pfeffer hatte zudem Michael Jachsons "Bad", das mit der nötigen Impulsivität, Schnelligkeit und Feinauflösung dem Hörer regelrecht entgegen sprang. Große Klasse! ..."

 

Bewertung:

+ Dolby Atmos und DTS:X samt 11.2-Processing

+ fein aufgelöster und räumlicher Klang

+ ausreichend Leistungsreserven

+ 4K-Videoverarbeitung mit HDMI 2.0a und HDCP 2.2

- keine Wireless-Funktion ab Werk

- nur sieben Endstufen

 

Fazit:

Wie sein großer Bruder fasziniert der Arcam AVR550 mit Top-Klang und einer professionellen Einmess-Automatik. Dank 4K-Kompatibilität und 3D-Sound ist der Brite auch zukunftssicher, bei der Wireless-Ausstattung herrscht allerdings noch Nachholbedarf.