Arcam AVR750 bei AUDIOVISION im Test: Highlight

AUDIOVISION: Highlight (ab 3/07)
Arcam AVR750

11/2013

"In der Audiovision-Ausgabe 11/2013 auf den Seiten 51 bis 53 wurde der Arcam AVR-750 getestet."

Testauszug:

"...der Verstärker hält, was Arcam im Datenblatt des AVR 750 verspricht, nämlich Power ohne Ende: Bei Auslastung aller sieben Endstufen werden gewaltige 870 Watt Gesamtleistung (an vier Ohm Last) entfesselt. Im Hörtest spielt der Arcam entsprechend auf: Egal ob man laut oder leise hört, der souveräne und zugleich feinsinnige Klangcharakter bleibt stets erhalten. Dynamikspitzen wie die brachialen Drums im Stück "The Panther" auf dem Blu-ray-Sampler "Legends of Jazz: Showcase" klingen druckvoll und leichtfüßig zugleich. Erschütternde Effekte wie die durchstartende Boeing 747 in "Casino Royale" setzt der Arcam ebenfalls perfekt in Szene. Im zweiten Hördurchgang kommt die Einmess-Automatik zum Zug, die in unserem Test für eine weitgehend korrekte Lautsprecher-Einstellung sorgte. Dank stimmiger Kanalpegel und exakt justierter Entfernungen baut sich eine präzise, einhüllende Räumlichkeit auf, wenn sich der Eisbrecher in der TV-Doku "Arktis Nordost" durch den Hörraum pflügt. Nur die Bassumleitung aller Boxen auf den Sub fand nicht unseren Beifall: Der Einmess-Computer wollte unseren zweifelsohne zu gutem Bass fähigen Standlautsprechern keine Frequenzanteile unter 80 Hertz zumuten. Der lediglich zu- oder abschaltbare Equalizer zeigt leider nicht, welche Änderungen er durchführt. Immerhin lässt er sich bequem mit einem Tastendruck an und abschalten. Per EQ geriet der Tiefbass etwas leiser, Center und Frontboxen wurden dafür besser aneinander angeglichen, wodurch Panorama-Effekte glaubwürdiger klangen und sich besser von den Boxen lösten. Der leicht betonte Präsenzbereich verlieh nuschelig aufgenommenen Stimmen eine bessere Verständlichkeit, bei hohen Lautstärken wirkte der Sound dafür etwas aufdringlicher. Wer schrill klingende Filme mit dem Arcam laut wiedergibt, vermisst möglicherweise ein Präsenzdämpfungsfilter, wie es bei den meisten anderen Receivern unter Bezeichnungen wie ReEQ, X-Curve oder CinemaEQ zu finden ist. Alternativ kann man den Klang mit dem Höhenregler entschärfen, der beim Arcam auch am Center-Kanal wirkt..."

"...im Stereo-Modus klingt der AVR 750, wie ein Stereo-Verstärker der High-End-Klasse klingen muss: Unangestrengt, sauber und mit präziser Tiefenstaffelung reproduziert er verschiedenste Musik-Genres, egal ob ohrenbetäubende Krawall-Stücke von Rammstein oder leise Passagen in Kammerkonzerten auf dem Programm stehen. Bei zweikanaliger Wiedergabe sollte man die Einmessung aber abschalten, da sich die Ortung schon bei leicht unterschiedlich justierten Distanzwerten für linken und rechten Kanal verschiebt. Die Auswirkungen des zuschaltbaren Upsampling-Filters waren hingegen kaum hörbar. Bei leiser Hintergrundbeschallung empfiehlt sich der Dolby Volume-Modus, der mit leichter Dynamikreduktion und sanfter Bassanhebung ein guter Ersatz für die fehlende Loudness-Funktion ist..."

Bewertung:

+ hervorragende Leistungsreserven
+ musikalischer, dynamischer und runder Sound
+ DAB+ Tuner
- eingeschränkte Multimedia-Funktionalität
- kein HDMI-Pass-Through

Fazit:

Arcams neues Receiver-Flaggschiff zeichnet sich durch bezaubernden Klang und fantastische Dynamikreserven aus. Trotz einiger Ausstattungslücken landet er mit 91 Punkten völlig zu Recht in unserer Referenzklasse.