Arcam AVR850 bei Audiovision im Test: Referenz

Dieser Test bezieht sich auf folgende Produkte
Arcam AVR850

A/V-Receiver


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AUDIOVISION: Referenz

4/2016

In der Audiovision-Ausgabe 4/2016 auf den Seiten 46 bis 50 wurde der Arcam AVR850 getestet.

 

Testauszug:

"…bei der Leistungsmessung gab sich der AVR850 keine Blöße und protzte mit mindestens 100 Watt pro Kanal an allen Lasten sowie in allen Betriebsmodi - stolze 938 Watt waren es im 7-Kanal-Betrieb bei 4-0hm-Last. Mit rund 210 Watt durchschnittlichem Stromverbrauch im Betrieb gehört der Brite zudem zu den sparsameren Geräten seiner Zunft. Zur Klang-Beurteilung des high-endigen Briten griffen wir etwas tiefer in die Tonträger-Kiste und fischten Sara Ks tontechnisch herausragende SACD "Hell or High Water" heraus. Und schon mit den ersten Takten des 5.1-Mixes von "Fish Outta Water" war klar, wohin die Klangreise geht: Enorm plastisch, fantastisch durchhörbar und auch bei gehobenen Pegeln frei von Härten gab der Arcam den Ton an. Gesang - der nicht auf den Center-Kanal gemischt ist - stand bombenfest und geradezu greifbar zwischen den Frontboxen und schallte mit Schmelz und Körper so lebendig und glaubhaft in unseren Hörraum, wie das kaum ein AV-Receiver zu Gehör bringt. Nicht minder plastisch und mit authentischem Flair platzierte der AVR850 auch die spärliche Instrumentierung in unseren Hörraum - fantastisch! Bei Björks experimentellem A-cappella-Album "Medúlla" - gehört von der SACD im 5.1-Mix - sind dagegen ganz andere Qualitäten gefragt: Dynamik, Kontrolle, Schnelligkeit und Räumlichkeit. All dies leistete der Arcam mit Bravour und entlockte unseren Boxen die Vokal-Klänge mit fantastischer Größe und Präzision. Die nicht immer ganz einfache, aber im Ergebnis überzeugende "Dirac"-Einmessung sorgte für einen geschmeidigeren Klang mit mehr Volumen und verbesserter räumlicher Abbildung; die Werte für Pegel und Boxen-Distanzen wurden plausibel gesetzt. Danach machte Dolbys "Amaze"-Trailer noch mehr Spaß - luftig, weiträumig und realistisch füllten die Naturgeräusche den Hörraum; die Bass-Attacke brachte gar unsere Deckenverkleidung zum Vibrieren. Nicht minder bombastisch schallte die Entführungsszene (13:30) im Fantasy-Film "Pan". Der Atmos-Sound faszinierte mit enormer Größe und bester Durchzeichnung und ließ Jagdflieger wie deren Geschosse trotz dominant aufspielendem Orchester-Score klar heraushören. Alles hatte seinen fest zugewiesenen Platz, der Arcam machte Druck, verschliff keine Details und zauberte ein großes Lächeln auf unsere Gesichter…"

 

"…im Stereo-Hörtest wusste der Brite bei Christy Barons "She's not there" mit dynamischen und druckvollen Kontrabässen, körperhaften Mitten und geschmeidigen Höhen den Ohren zu schmeicheln. Auch Michael Jacksons "Who is it" schallte mit der nötigen Schnelligkeit, Impulsivität und Plastizität. Klangliche Unterschiede zwischen den analogen, optischen und HDMI-Eingängen fielen uns nicht auf, ebenso rauschte es beim Test mit einem -60dB-Signal an den Eingängen gleich gering. Die "Direct"-Funktion ist nur für analoge Stereo-Quellen nutzbar und schaltet eingehende Signale ohne Umwege von den analogen Eingängen zu den analogen Ausgängen der Hauptlautsprecher…"

 

Bewertung:

+ ausgezeichneter und räumlicher Klang

+ hohe Leistung in allen Betriebsmodi

+ 4K-Videoverarbeitung mit HDMI 2.0 und HDCP 2.2

+ Dolby Atmos und DTS:X an Bord, 11.2-Processing

- keine Wireless-Funktion ab Werk

- nur sieben Endstufen

 

Fazit:

Arcams Top-Receiver AVR850 begeistert mit hervorragendem Klang, einer ausgeklügelten Einmess-Automatik und satter Leistung, Die Ausstattung ist mit 4K-Kompatibilität und 3D-Sound auf dem Stand der AV-Technik, nur Wireless-Fans kommen hier nicht auf ihre Kosten.