Arcam Solo Neo bei AUDIO im Test

AUDIO

8/2010

Testauszug:

"...bleibt nur die Frage nach den klanglichen Talenten des Neo, will er doch als Alleinunterhalter seinen Stamm-Platz im Wohnzimmer beanspruchen. Nach dem Blick unter die Alu-Haube sollte eigentlich nichts schief gehen - das routinierte audiophile Auge erblickt erfreut einen gewaltigen Ringkerntrafo (dicker gewickelt und kraftvoller als beim Solo Music), eine separate Standby-Energiestation, feine D/A-Wandler von Wolfson und beeindruckend dicke Kühlrippen (die einen lärmenden Lüfter glücklicherweise überflüssig machen), an denen sich zwei IC-Endstufen festsaugen..."

"...mit Lautsprecherimpedanzen ab sechs Ohm oder höher geht alles gut, dann zeigt der Verstärker, zu welchen soliden Leistungen er fähig ist. Unter der sechs-Ohm-Grenze aber wird er anfälliger für Phasenschwankungen. Als perfekte Lautsprechepartnerin käme also eine hochohmige oder besonders wirkungsgradstarke Box in Frage. So passte beispielsweise die schicke Kompaktbox KEF XQ 20, ebenfalls Teil des GP Acoustics-Imperium, zwar optisch hervorragend, war aber für den Amp doch zu schwierig zu kontrollieren - Obertöne wirkten angestrengt kratzig. Dagegen spielte die vollmundige, in oberen Regionen erfrischend luftige Quadral Platinum M4 schön detailreich, dabei aber angenehm entspannt im Hochton mit dem Arcam auf. Half man dem Solo Neo zusätzlich mit der Klangkorrektur namens "Bass Correction" im Oberbass und Grundton etwas nach (nicht ganz aufdrehen, zwei Stufen reichen aus), wirkte die Musik sogar dynamischer. Zusammen mit der noch einen Tick größeren, noch genügsameren Quadral Platinum Ultra 9 gerieten die Räume größer und gestaffelter, die Mitten eine Spur akurater, der Bass zusätzlich straffer..."

Bewertung:

+ sehr gute Netzwerk-Funktionalität
+ klare Bedienung
+ harmonisches Design
- kann nicht mit jeder Box

Preis/Leistung: sehr gut