Audiolab M-DAC bei STEREO im Test

STEREO

9/2012

"In der Stereo-Ausgabe 09/2012 auf den Seiten 48 bis 49 wurde der Audiolab M-DAC getestet."

Testauszug:

"...für die Praxis wichtiger als die Auflistung der zweifellos hochwertigen Zutaten des Innenlebens und der technischen Kniffe sind im Alltag aber die sieben schaltbaren Digitalfilter. Uns gefielen die beiden Einstellungen "Optimal Transient" und "Minimum Phase" nach jeweils längerer Hördauer am besten. Womit wir dann bei den akustischen Eindrücken wären, deren Zusammenfassung aufgrund der Vielfalt an Möglichkeiten umfangreich ausfällt. Wir beschritten den Hörparcours zunächst mit der reinen Wandleroption, Datenlieferant waren Audionets Art G3 und Musical Fidelitys CD3. Die Daten wurden mittels Audioquest Digitalkabel angeliefert, die Lautstärke war fest eingestellt, und die Cinchausgänge lieferten die analogen Signale an die Vorverstärker/Endstufenkombination AMC 1030/2100, die wiederum die YG Karmel über Chord-Kabel ansteuerte. Die "Digital Data Decorrelation Engine", ein ausgeklügeltes Rechenprogramm zur Klangpolitur, blieb zunächst aus-, das "Optimal Transient"-Digitalfilter eingeschaltet. Die so dargebotenen feindynamischen Abstufungen nahmen uns sofort für den kleinen Audiolab ein. Subtil behandelte er feinste Klavieranschläge, beispielsweise bei Claudio Arraus Chopin-Interpretation, gab dem Instrument reichlich Körper, was derAufnahme hörbar gut tat. Kleine Jazzensembles brachte er stimmungsvoll 'rüber, das unverwüstliche Red Norvo Quartett profitierte von seiner Spielfreude ebenso wie Dave Brubecks "Take Five". Die Macht eines Chores, die Gewissheit, einer Vielzahl von Menschen und der von ihnen ausgehenden Energie beizuwohnen, wurde Gänsehaut erzeugend dargestellt. "A Day In The Life" von Jeff Beck packte ebenso wie "Back In Black" der australischen Haudegen von AC/DC. Ließen wir den AMC-Vorverstärker weg und nutzten den M-DAC zur Ansteuerung der Endstufe, geriet das Klangbild etwas enger, weniger konturenscharf und büßte gleichzeitig etwas von seinem Charme, seiner Mühelosigkeit ein. Johnny Cashs Version von "One" ließ etwas von jener Nachdrücklichkeit vermissen, die Cashs Interpretation deutlich vom U2-Original abhebt, was in erster Linie an einer etwas engeren Abbildung und einer dynamisch etwas begrenzten Darstellung lag. Berücksichtigt man, dass die Vorverstärkung nur eine "Nebenfunktion" des Audiolab ist, muss man diesem Auftritt dennoch Respekt zollen - wie dem Gesamtpaket aus gutem Klang und satter Ausstattung..."

Fazit:

Der Audiolab M-DAC ist eine sehr erfreuliche, universell ausgelegte Bereicherung des Angebots. In vielen Fällen ersetzt er sogar einen Vorverstärker, lässt sich mit klassischen Digitalquellen ebenso problemlos verbinden wie mit Computern und hat darüber hinaus eine exzellente deutschsprachige Anleitung. Mehr davon!

Preis/Leistung: überragend