AVM Evolution SD 5.2 bei AUDIO im Test: Empfehlung

Audio: Empfehlung (ab 01/10)

1/2015

In der Audio Ausgabe 1/2015 auf den Seiten 136 bis 140 wurde der AVM Evolution SD 5.2 getestet

Testauszug:

"... verglichen mit dem fast ebenso akribisch aufgebauten, aber ohne Röhre bestückten Evolution SD 3.2, der als Exklusiv-Testkandidat der aktuellen AUDIO-phile noch im Hörraum gastierte, zeigte sich der SD 5.2 an der Referenzendstufe A 3000 HV von T+A mindestens ebenso detailliert und spielfreudig-dynamisch, aber durchweg charmanter und besonders im Umgang mit Frauenstimmen tatsächlich natürlicher. Neben der konzentrierten, beinahe perfekten Auflösung, mit der er alle Elemente eines Stückes exakt in den Raum projizierte, überzeugte der 5.2 noch mit eben jenem Quentchen Authentizität, das vielen anderen hervorragenden Playern und DACs fehlt. Klavier und Streicher beim melancholischen Irish-Folk-Stück "The Girl Who Broke My Heart" von The Gloaming waren dynamisch plastisch und ausrucksstark, Stimme und Hamond-Orgel in Gemma Rays Sixties-Anleihe "Shake Baby Shake" exakt so lasziv-kratzig wie es sein sollte. Zumal der AVM nicht nur die einzelnen Detail-Moleküle offenbarte, sondern die kompletten Musik-Verbindung samt quicklebendigen Spielfluß und räumlicher Abbildung. Der Linn Akurate DSM, als exzellenter Netzwerk-Player samt Vorstufe der passende Kontrahent des SD 5.2, wurde extra nochmals für den finalen Vergleich herbei zitiert. Wo der Linn kultiviert und feindynamisch, mit einer genau definierten, leicht runden Bühne auftrat, zeigte sich der AVM präsent und spritzig, mit einer fast dreidimensional ausufernden Offenheit. Neutral und gnadenlos präzise gaben sich alle beide. Es gibt also noch eine Interpretation des SD-Akronyms beim Evolution 5.2. Nämlich ganz schlicht: Super Ding! ..."

Bewertung:

+ lebendiger, fein auflösender netzwerkfähiger Vorverstärker mit zartem Röhren-Timbre

- Fernbedienung kostet extra

Fazit:

Ist es wirklich so einfach? Schlicht ein paar Röhren an die Ausgangsstufe flanschen und schon schmelzen die Tester dahin? Keineswegs. Beim AVM wurde einfach sorgfältig und nach allen Regeln der Kunst gearbeitet - das hört man schon am "kleineren" SD 3.2 ohne Röhren. Die kleine Extra-Portion Schmelz tut gut, aber auch der Rest muss einfach stimmen für diesen verblüffend detailreich-authentischen Klang.

Preis/Leistung: sehr gut