Beyerdynamic T1 Gen 2 im Test bei Stereo

Dieser Test bezieht sich auf folgende Produkte
beyerdynamic T 1

Audiophiler Stereo Kopfhörer


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STEREO

2/2016

In der Stereo Ausgabe 2/2016 auf den Seiten 52 und 53 wurde der Beyerdynamic T1 Gen 2 Kopfhörer getestet.

Testauszug:
„… optisch solide und unspektakulär, vom erfolgreichen Vorgänger kaum zu unterscheiden, hat man die Abstimmung behutsam weiterentwickelt. Ziele waren ein verbessertes dynamisches Verhalten sowie eine Erweiterung des obersten und untersten Frequenzbereichs, ohne die Mitte dabei auszudünnen – mithin eine Gratwanderung, wollte man nicht in die Gefilde des bei Lautsprechern einst gefürchteten Taunus-Sounds abdriften, der durch überzogene Bässe und Höhen „glänzte“, wie es heute bei Teenagern so beliebten Modelle von Dr. Beats & Co. tun. Erreicht wurde dies durch resonanzdämpfende Maßnahmen der Membran und eine etwas geänderte Geometrie der Treiber.
Dass auch Freunde von zeitgenössischer, bassintensiver Musik ihre Freude am T1 haben, stellen die Ingenieure dennoch sicher. Der dank Tesla-Technologie geringe Leistungsbedarf des T1 stellt auch an eher schwachbrüstigen Kopfhörerbuchsen brauchbaren Schalldruck sicher und zaubert an einem Lehmannaudio Linear D oder gar am großen MalValve staubtrockene Bässe aus der Sandwichmembran, die auch den Mittenbereich extrem durchsichtig erklingen lässt. Dabei trägt sich der mehr als solide gebaute, halboffene Hörer auch bei längerem Einsatz äußerst angenehm, der gut gepolsterte Bügel macht die 440 Gramm nicht federleicht, aber gut tragbar, die ohrenumschließende Velours-Polster mit dem aus Matratzen bekannte „Memoryschaum“ tun ein Übriges. Etwas nervig fanden wir lediglich die Mikrofonempfindlichkeit des klanglich hochwertigen, austauschbaren Kabels von gut drei Metern Länge – da sollte Beyer grundsätzlich mal ran, denn auch der in der Stereo 12/15 getestete DT 1770 hatte hier seine einzige wirkliche Schwachstelle. Dieser 1770 diente denn auch während der umfangreichen Hörtests immer wieder als Vergleich. Es bedurfte schon einiger Zeit, bis sich der T1 bei ausgewählten Musikstücken oder – eine ausdrückliche Empfehlung – diversen Hörbüchern vom kleineren Bruder erfolgreich absetzen konnte. Das größte Kunststück gelang ihm dabei in den Höhen: Mehr Details zutage zu fördern und gleichzeitig milder, anmutiger zu klingen, wie es bei Patricia Barbers „Let It Rain“ gelang, ist schon großes Kino. Boshaftigkeiten wie „Live And Let Die“ im Big-Band-Gewand von Fabian Martone meisterte der T1 müheloser als der 1770 – wenn beim Kopfhörerverstärker nicht gespart wurde. An dieser Stelle sei wieder mal darauf hingewiesen, dass ein Kopfhörer in der T1-Liga einen adäquaten Spielpartner benötigt, sonst ist selbst der 1770 schon Perlen vor die rosa Haustiere gestreut.
Falls Sie auf der Suche nach „Spielereien“ wie Fernbedienungen oder Ähnlichem sind – vergessen Sie’s! Hier geht es um bestmöglichen Klang zu einem im Vergleich mehr als fairen Preis – trotz handselektierter Bauteile und eher kleiner Stückzahl. Dafür gibt’s mal ein Extra-Lob an dieser Stelle – wie überhaupt für den gelungenen Reifeprozess des gesamten Hörers. Er dürfte mit seinem unaufdringlich vorgetragenen Detailreichtum Liebhaber jedweder Musikrichtung erfreuen. …“

Fazit:
Eine Anschaffung fürs Leben. Klanglich wie von der Verarbeitung unspektakulär auf höchstem Niveau und dabei vergleichsweise preiswert. Ein hochwertiger Kopfhörerverstärker ist Pflicht!

Preis/Leistung: exzellent