Bose 3-2-1 GSX bei HEIMKINO im Test: Highlight

HEIMKINO: Highlight (bis 2/08)
Bose 3-2-1 GSX

01/2006

 


Test-Redakteurin Birgit Paff, eigentlich eher für nüchterne Testberichte bekannt, konnte bei der Bose 3-2-1 GSX ihre Begeisterung nur schwer verbergen. Wir zitieren hier auszugsweise aus ihrem Test:

Klangstarke Winzlinge: Gemstone Speaker

Das Mediacenter gibt die Audiosignale an das Acoustimass Bassmodul weiter. Dieses steuert wiederum die ultrakompakten Gemstone Speaker Arrays an. Gerade einmal 450 Gramm wiegt einer der beiden Frontlautsprecher. Im Inneren des nach vorne abgerundeten Gehäuses arbeiten je zwei nur 48 Millimeter durchmessende Mittelhochtöner und sorgen durch ihre spezielle Anordnung und Boses TrueSpace Digital Processing für die räumliche Abbildung und die im Heimkino so beliebten Surroundeffekte. Die Chassis sind mit Neodymium-Eisen-Boron-Magneten ausgestattet. Dieses selten verwendete Metall liefert die gut zehnfache Energie gewöhnlicher Magnete bei vergleichsweise kleinem Umfang. In der schmaleren Rückseite der Gemstones befinden sich zwei längliche Gehäuse-Ports.

Tonangeber: Acoustimass Bassmodul

Rein optisch liefern nur die kleinen Gemstone Speaker Arrays den vollen Rundumklang, denn das aktive Acoustimass Bassmodul des 3.2.1-Systems kann hinter einem Vorhang oder hinter Möbeln versteckt werden. Die patentierte Acoustimass-Technologie ermöglicht eine verzerrungsfreie, tiefe Basswiedergabe auch bei höheren Lautstärken. Der Aufbau des Subwoofers sorgt dafür, dass er als Tonquelle nicht lokalisiert werden kann, wodurch einmal mehr der Eindruck entsteht, dass die Gemstones die ganze Arbeit allein machen. Im Gehäuse des Moduls sind neben dem 20-Zentimeter-Basschassis ebenfalls alle Verstärker und Dekoder des gesamten Systems untergebracht. Eine ganze Reihe von hochtechnischen Finessen aus dem Hause Bose kommen hier zusätzlich zu Dolby Digital und dts zum Einsatz: "Digital 5.1 Decoding" optimiert den Sound von 5.1-kodierten DVDs und digitalen TV-Tonsignalen. "Videostaqe 5 Decoding" liefert fünf unabhängige Audiokanäle und wandelt sogar den Mono- oder Stereoton von TV-Sendungen oder VHS-Filmen in Surround-Sound um. TrueSpace Digital Processing" sorgt für den räumlichen Mehrkanalklang und klare Zuweisung von Dialogen und Geräuschen aus der Bildschirmmitte, obwohl kein Center-Lautsprecher vorhanden ist.

Raumklang mit zwei Lautsprechern

Wie ist es möglich, Raumklang mit nur zwei Satellitenlautsprechern zu erreichen? Dazu ist keine komplizierte Aufstellung der Gemstone Speaker Arrays nötig und man muss auch keine neuen Wände in den Wohnraum einziehen, um eine möglichst direkte Reflexion zu erreichen. Wichtig ist, dass die Speaker mindestens einen Meter voneinander entfernt positioniert sind und einen Abstand von einem Meter links und rechts des Fernsehers nicht überschreiten. Ideal ist es, wenn die Lautsprecher geradeaus in den Hörraum weisen. Den Rest erledigt das System selbst. Die Technik stützt sich dabei auf zwei entscheidende Faktoren in der Klangwahrnehmung. Dabei wird einerseits berücksichtigt, wie viel Zeit der Schall eines jeden Lautsprechers benötigt, um sowohl das rechte als auch das linke Ohr des Hörers zu erreichen, und andererseits, welche Lautstärke dazu nötig ist. Technologien, wie das Bose TrueSpace Surround Digital Processing, werden hier eingesetzt, um eine Vielzahl von Signalen an die Speaker zu senden. Dabei geht ein echtes Center-Signal aus beiden Lautsprechern gleichzeitig hervor und liefert exakte Soundinformationen für Dialoge oder Geräusche, die die Handlung in der Bildschirmmitte betreffen. Auf diese Weise entsteht ein unsichtbarer, aber für das menschliche Ohr akustisch wahrnehrnbarer Center. Um nun auch Surroundeffekte bis in den hinteren Hörraum zu simulieren, nutzt das System die Fähigkeit der Arrays, den Klang in viele Richtungen abzustrahlen, während integrierte Schaltkreise Lautstärke und Laufzeit des Schalls bis zum Ohr steuern. Es entstehen ganze Serien akustischer Hinweise, die es auch ohne direkte Wandreflexion ermöglichen, dass man den Ton tatsächlich aus dem gesamten Heimkinobereich und in 5.1-Simulation hört. Es kommt sogar vor, dass sich der Hörer zu einer optisch nicht vorhandenen Klangquelle umdreht.

Klang und Bild

Für den Bild- und Tontest schauen wir uns die Verfolgungsszene aus "Nur noch 60 Sekunden" an. Deutlich hören wir das Rotorgeräusch des Hubschraubers im Rundumklang, als der Autodieb Nicolas Cage alias Memphis im 67er-Shelby Mustang GT 500 durch den Abwasserkanal von Los Angeles hetzt. Der bullige Turbo von .Eleanor" dröhnt dabei raumfüllend durch den gesarnten Hörraum. Trotz der dynamisch bewegten Kameraführung überträgt der DVD-Player über YUV-Ausgang gestochen scharfe Bilder mit gutem Kontrast und Farbbalance auf das Display. Beim Musikcheck überlassen wir dem System selbst die Auswahl der Tracks. Wir geben das von uns angelegte Profil 7 mit den stimmungsreichen Balladen vor, und uMusic spielt das eingangs bereits erwähnte Vokal-Stück "Spiders Web" aus dem Katie Melua-Album "Piece By Piece". Als nächstes folgt mit "Ti Arnerö' des italienischen KlassikCrossover-Quartetts I1 Divo ein Track aus dern PopKlassik-Genre, gefolgt von .How Deep is the Ocean" der Jazz-Lady Diana Krall. Ins Genre RockPop wechselt uMusic mit den .Irue Colors" von Phil Collins und Robbie Williams' .Sornettunq Beautiful". Norah Jones bringt mit "I turned Your Picture to the Wall" erneut den Schwenk in die Vokalabteilung. Verblüffend - unterschiedliche Genres, verschiedene Instrumentenschwerpunkte und Tempi und doch passt alles harmonisch zusammen. Klanglich hören wir klare Höhen, präzise Mitten und dazu lebendige Tiefen, die auch extrem rockige Nummern oder höhere Lautstärken authentisch rüberbringen, ohne zu verzerren. Soloinstrumente rollen von links nach rechts über die illusionierten Surroundspeaker.

Fazit

Das Bose 3.2.1 GSX DVD Home Entertainment System ist wirklich die Komplettlösung. Ohne großen Installationsaufwand und mit Minimalequipment liefert dieses Konzept hochwertige Musikwiedergabe und feinste Kinoatmosphäre in Mehrkanalton aus nur zwei sehr kleinen sichtbaren Lautsprechern. Hier lässt sich Klangdynamik in optischer Perfektion ohne übergroße Tonmöbel in stattlicher Anzahl genießen Ebenso einfach wie die Inbetriebnahme ist die Bedienung des Systems. Mit dem intelligenten Musikspeicher uMusic - als besonderes Ausstattungsmerkmal - lässt sich die gesamte CD-Sammlung organisieren und die Lieblingssongs ganz neu erleben. Ein Knopfdruck genügt und das individuelle Wunschkonzert startet. Die Treffsicherheit, mit der das System den persönlichen Geschmack seines Hörers ermittelt, ist erstaunlich hoch. uMusic löst große Emotionen aus und lässt Musik in einer Million Farben erklingen - und das alles in einem mehr als fairen Preis-Leistungs-Verhältnis."


Bewertungen:

Gesamtwertung: "Referenzklasse"
Preis-/Leistung: "sehr gut"
Bedienbarkeit: "einfach"
Klang: "Raumklang mit nur zwei Lautsprechern"
Besonders gefallen: "YUV-Ausgang" und "Musikdatenbank uMusic"

Den kompletten Test schicken wir Ihnen auf Wunsch gerne per PDF oder als Kopie per Fax zu. Rufen sie uns an unter 01 80 - 5 25 25 70 * oder schicken Sie uns eine eMail ...