Boston M 350 bei STEREO im Test

STEREO

12/2012

"In der Stereo-Ausgabe 12/2012 auf den Seiten 26 bis 29 wurden zwei Paar Standlautsprecher im Vergleich getestet."

Testauszug:

"...der klangliche Fingerabdruck der M350 ist ausgesprochen neutral, im Hochtonbereich zwar nicht gedeckt, aber doch eher zurückhaltend. Die Bassgewalt merkt man ihr an, wenn sie auch nie unkontrolliert von der Kette gelassen wird. Der Mitteltonbereich, gewissermaßen das Spektrum, in dem die Musik spielt, ist von einer enormen Farbigkeit und Akkuratesse. Sowohl "Take Five" vom Dave Brubeck Quartet als auch Adeles "Lovesong" klingen am Cambridge-Player Azur 851C und Symphonie Lines RG 14 Edition glaubhaft, kernig, bruchlos, aber doch unspektakulär neutral. Das ist hier wohl keine Temperamentlosigkeit, denn dafür sind die Spannungsbögen zu groß, die Emotionalität zu ausgeprägt, die Klangfarben zu gesättigt - wir denken, es sind wieder einmal die fehlenden Verzerrungen, an die wir uns womöglich gewöhnt haben. So ist die Boston in diesem Duell der Amerikanerinnen eher die unauffällige Größe, die ihre Fans auflange Sicht und bei längerem Hinhören gewinnt und mit der Qualität der Elektronik immer mehr - auch überproportional - zulegt. Für diese Preisklasse ist sie ganz fraglos ein exzellenter, sehr universeller Lautsprecher..."

Fazit:

Die schlanke Boston klingt zunächst unauffällig, weil neutral und extrem verzerrungsarm. Doch schon bald merkt man, welche enormen Qualitäten dieser Schallwandler aufweist, der alle Facetten aus dem Effeff beherrscht und zudem in der Lage ist, Druck und damit mächtig Spaß zu machen.

Preis/Leistung: exzellent