Canton Chrono AS 525 SC bei HEIMKINO im Test

HEIMKINO
Canton Chrono AS 525 SC

9/2007

Testauszug:

"...die wunderschöne und breite Bühnenabbildung, die ich in der Stereowiedergabe des Eagles-Klassikers "Hotel California" über die beiden 509DC geboten bekomme, deutet an, welches Potenzial in diesen Standlautsprechern steckt. Angetan von der tollen Performance fordere ich das Duo nun mit der etwas ruhigeren, aber auch anspruchsvolleren Christy-Barons-Aufnahme "Aint No Sunshine". Trotz der dynamischen und voluminösen Darstellung des Basses, der hier als einziges Begleitinstrument dient, wird die zart hauchende Stimme der zierlichen Künstlerin nicht verdrängt, sondern bleibt klar im Vordergrund. Das rauchige Ambiente ist fast fühlbar und verleitet mich dazu, mir Zeit für weitere Titel der „I Thought About You" -CD zu nehmen. Übrigens: Um eine perfekte Bühnenabbildung zu erreichen empfiehlt es sich, die 509 ganz leicht auf den Hörer auszurichten..."

"...um das 509er-Duo heimkinotauglich zu machen, erweitere ich es um die Regallautsprecher 502, den Center 505 CM und gleich zwei Subwoofer namens AS 525 SC. Natürlich entspringt auch dieses Quartett der neuen Chrono-Serie und wurde nach den gleichen Vorgaben entwickelt wie die 509 DC. So sind alle Familienmitglieder mit identischen Chassis bestückt, die nur in der Größe kleinere Abweichungen hinnehmen mussten. So arbeitet der Center im Vergleich zum Haupt- und Effektlautsprecher lediglich mit 160 statt 180 Millimeter messenden Tief- und Mitteltonchassis. Nach einer dreitägigen Einspielzeit und einigen Versuchen in puncto Aufstellung kann es endlich losgehen. Gerade bei der Platzierung der beiden Bassmeister beweist sich hier wieder einmal, dass eine um wenige Zentimeter veränderte Positionierung das Klangbild extrem verbessern kann. Los geht es mit „Irgendwann in Mexico", wo mich zunächst die sehr gute Sprachverständlichkeit des Centers beeindruckt. Gerade in leisen Passagen weiß Cantons Septett zu glänzen. So wird die hallige Atmosphäre in der Kathedrale perfekt reproduziert, in der sich der Mariachi kurz vor dem großen Showdown mit seinem Auftraggeber unterhält. Die kurz darauf im Kampfgetümmel aufkommenden Explosionen, Schüsse und Faustschläge bleiben ebenfalls detailreich, wenn auch im Tiefbass leicht überbetont. Weiter geht es mit „Underworld". Besonders gespannt bin ich, wie die Hatz der Werwölfe auf die Vampire im Untergrund dargestellt wird, und werde gleich überrascht. Zwar klingen die Chronos hier nicht ganz so brillant wie die großen Geschwister aus der Karat-Serie, sind aber verdammt nahe dran. Die Furcht einflößenden Schreie werden akkurat reproduziert und gehen mir wahrlich durch Mark und Bein. In den folgenden Kampfszenen zeigt das System dann, was es in Sachen Detailabbildung zu leisten imstande ist. Hier fällt mir vor allem die extrem gute Abstimmung zwischen Mittel- und Hochtöner auf, die gerade im Grenzbereich von etwa drei Kilohertz für einen nahezu perfekten Übergang sorgt, ohne dass Klanginformationen verschluckt oder unnötig betont werden..."

Bewertung:

+ ansprechende Optik
+ glasklare Mitten- und Hochtonwiedergabe

Fazit:

Mit dem Schritt, die Lücke zwischen GLE- und Karat-Linie zu schließen, hat Canton eine sinnvolle Entscheidung getroffen. So haben die Hessen die Rosinen aus den beiden Serien gepickt und zur neuen Chrono-Linie vereint: Die optische Annäherung an die Karat sowie das sehr gute Preis-Leistungsverhältnis sind die ersten Argumente die dafür sprechen, sich dieses Set einmal ausführlich zu Gemüte zu führen. Wer sich dann noch die Zeit nimmt, die Chronos einmal im Stereo- wie Mehrkanaleinsatz zu hören, wird verwundert sein, wie nah sie an ihre großen Brüder herankommt.

Spitzenklasse: 1,2

Preis/Leistung: sehr gut

Getestet wurde ein Surroundset bestehend aus 2x Canton Chrono 509DC, 1 x Canton Chrono 505, 2 x Canton Chrono 502, 2 x Canton Chrono AS 525 SC.