Canton Chrono SLS 780 DC bei AUDIOVISION im Test

Dieser Test bezieht sich auf folgende Produkte
Canton SUB 600

Aktiver Subwoofer


Zum Produkt
AUDIOVISION (ab 3/07)
Canton Chrono SLS 780 DC

3/2013

"In der Audiovision-Ausgabe 3/2013 auf den Seiten 64 bis 65 wurde ein Surroundset bestehend aus 2 x Canton Chrono SLS780DC, 1 x Canton Chorno SLS755, 2 x Canton Chrono SLS 720 und 2 x Canton SUB600 getestet."

Testauszug:

"...der auf Achse gemessene Frequenzgang aller Boxen verläuft zwischen 200 und 10.000 Hertz fast linear, was neutralen Klang verspricht. Alle Boxen weisen eine sehr ähnliche Klangcharakteristik auf, was für die Raumabbildung immens wichtig ist. Nicht bestätigen konnten wir den angegebenen Übertragungsbereich der Frontboxen, der bis 23 Hertz hinabreichen soll; unser Testlabor kam bei der Messung vielmehr auf 43 Hertz bei einem Toleranzband von zehn Dezibel. Center und Rears erreichen eine untere Grenze von 50 und 40 Hertz, brauchen also nicht vom Bass befreit werden. Die geschlossenen Subwoofer fügen sich bei einer Trennfrequenz von 60 Hertz und in der Roorn-Compensation-Einstellung "Wide" optimal ein. Bei tieferen Trennfrequenzen verlieren sie an Maximalpegel, während bei höheren der Tiefgang wegen der verschobenen Übertragungscharakteristik nachlässt. Doch genug der Messtechnik, auf zum Hörtest, der die brillante Charakteristik des Sets offenbart. Gleich im Vorspann von "Der Herr der Ringe - Die Gefährten" bilden die Cantons die Surround-Atmo perfekt einhüllend ab. Die leicht bedeckt und brummig aufgenommene Stimme der Elbenherrscherin Galadriel gibt der Center trotz Bassgrollen glasklar wieder - allerdings nur, wenn man ihm direkt gegenüber sitzt. Aus seitlicher Position fehlen zunehmend die Mitten, die Dialogverständlichkeit verschlechtert sich. Überaus eindrucksvoll sind dann die Schlachtszenen: Das Set baut über den gesamten Frequenzbereich eine beträchtliche Dynamik auf, der Auftritt Saurons lässt die Zuhörer bei entsprechenden Pegeln erschauern. Einziger Wermutstropfen: Den vergleichsweise kleinen Bass-Würfeln gelingt keine so körperliche Wucht wie größeren Kollegen, die auch unter 30 Hertz noch Druck aufbauen. Grundsätzlich aber überzeugen die Bassisten, sie spielen zusammen je nach Einstellung mit 105 bis 109 Dezibel laut auf und fangen auch nahe dem Maximalpegel nicht an zu rappeln oder zu klirren. Bei komplexer, gut abgemischter Pop-Musik wie auf der Steely Dan-DVD "Two Against Nature" zeigt sich der feinsinnige Charakter des Sets. Die Cantons geben Hochtonimpulse genau wie den Kickbass unglaublich schnell, schlackenlos und strukturiert wieder. Tonal klingen sie gegenüber unserem Referenzset von B&W (CM9-Set) offener und spielen wegen des vergleichsweise hohen Wirkungsgrads auch lauter..."

"...bei einer Orgelaufnahme mit tiefen Flötenregistern lassen die Cantons den Korpus der großen, obertonarm klingenden Pfeifen kräftig und ohne Resonanzneigung erklingen. Auch die gute Tiefenstaffelung der Orgel-Teilwerke überzeugt. Die ganz großen Basspfeifen bauen ohne Subwoofer-Unterstützung allerdings etwas wenig Druck auf, da der Frequenzgang unter 60 Hertz markant abfällt. Die Subwoofer unterstützen hier wirkungsvoll, sie erweitern das Klangspektrum um eine weitere Oktave und sorgen so für eine realistischere Wiedergabe..."

Bewertung:

+ dynamischer, spielfreudiger Klang
+ tonal ausgewogen
+ hoher Wirkungsgrad
+ präziser, knackiger Bass
- Center mit kirtischem Abstrahlverhalten
- Standboxen könnten noch tiefer spielen

Fazit:

In bester Canton-Tradition musiziert das SLS-Set mit hoher tonaler Neutralität und fasziniert mit toller Dynamik, knackigem Bass und viel Spielfreude. Dank seines hohen Wirkungsgrads und der problemlosen Minimal-Impedanzen kommt das Set mit jeder Art von Verstärkern zurecht.