Canton GLE 5.1-Set im Test bei Audiovision

Dieser Test bezieht sich auf folgende Produkte
Canton GLE 496

Standlautsprecher


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Canton GLE 426

Regallautsprecher


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Canton GLE 456 Center

Centerlautsprecher


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Canton Sub 12.2

Aktiver Subwoofer


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AUDIOVISION (ab 3/07)

10/2016

In der Audiovision Ausgabe 10/2016 auf den Seiten 60 und 61 wurde ein Canton GLE 5.1-Set getestet.


Testauszug:

„… der Subwoofer SUB 12.2 beherbergt nicht nur eine 30-Zentimeter-Membran, sondern gleich zwei. Die auf der Front weist einen Antrieb auf, die im Gehäuseboden integrierte nicht, soe arbeitet als Passivmembran. …“

„… mit seinen 200 Watt sorgt der integrierte Verstärker für einen Maximalpegel von satten 107 Dezibel. Zudem reicht der Sub mit seiner unteren Grenzfrequenz von 23,6 Hertz recht weit in den Basskeller.
Im wichtigen Mitteltonbereich weisen die Frequenzgänge nur wenig Unregelmäßigkeiten auf. Das Rundstrahlverhalten des Centers fällt wegen der unterschiedlichen Ansteuerung der Tieftöner hingegen nicht symmetrisch aus und sorgt für unterschiedlichen Klang links und rechts vom Platz auf der Lautsprecher-Achse. Die Impedanzen liegen allesamt in der Nähe von vier Ohm und entlocken so auch kleineren Mehrkanal-Receivern das Maximum an Leistung, ohne sie zu überfordern.
Keine Fragen über Foliengehäuse oder Technik-Details lassen die Cantons aufkommen, sobald sie ihre akustischen Fähigkeiten unter Beweise stellen können. Dreht Ratte Remy zu Beginn von „Ratatouille“ seinen Pilz über dem Kaminrauch, kommt der Blitzeinschlag mit Wucht und impulsiv. Selbst wenn man die Szene kennt, fährt man zusammen. Auch das Schrotflinten-Geballer der alten Dame bringen die Cantons glaubwürdig und die Decke kracht nachdrücklich herunter.
Mit Actiongetöse sind die Fähigkeiten des GLE-Sets aber bei Weitem nicht ausgeschöpft: Beispielsweise „Give it Up“ von George Benson und Al Jarreau beeindruckt mit hoher Detailgenauigkeit, bleibt aber angenehm locker und wird nie überpräsent, geschweige denn aggressiv. Faszinierend ist da die in Breiten- und Tiefenstaffelung weiträumige, aber trotzdem präzise räumliche Abbildung. Wie gelungen die Abstimmung der GLE-Boxen ist, zeigt sich insbesondere mit hochwertigen Live-Aufnahmen wie „They Can’t Take that Away from Me“ von der Blu-ray „Legends of Jazz“: Wunderschön natürlich stellt das Set die Stimme von Jane Monheit und die Gitarre von John Pizarelli vor die Zuhörer und lässt nichts von ihrer charakteristischen Färbung vermissen. Auch die Rhythmusgruppe aus Schlagzeug und Kontrabass bringt es mit Präzision und höchst einfühlsam.
Bei Stereo-Ton beeindrucken die Canton-Schallwandler mit den gleichen Qualitäten wie im Mehrkanal-Betrieb: Michael Ruffs „Speaking in Melodies“ tönte dynamisch und luftig, Bassschläge standen konturiert und kräftig im Raum. Dabei durfte der Subwoofer ruhig deaktiviert bleiben, die GLE 496 schieben schon allein ein ordentliches Pfund an Bassenergie in den Raum. Marc Cohens Stimme ertönte bei „Walking in Memphis“ mit glaubwürdiger Klangfarbe und steht fest umrissen zwischen den Boxen. …“


Bewertung:

+ entspanntes wie Temperamentvolles Klangbild

+ druckvolle und saubere Basswiedergabe

+ gut verarbeitet

- Rundstrahlverhalten des Centers nicht optimal


Fazit:

Tradition hat etwas für sich, vor allem, wenn sie so frisch daherkommt, wie beim GLE-Set von Canton – und für eine derart rundum gelungene Vorstellung im Test sorgt.


Testurteil: sehr gut


Getestet wurde ein 5.1-Set bestehend aus  2 x Canton GLE 496, 2 x Canton GLE 426, 1 x Canton GLE 456 und 1 x Canton Sub 12.2.