Canton Reference 1K im Test bei Stereo

Dieser Test bezieht sich auf folgende Produkte
Canton Reference 1 K

3-Wege Bassreflexsystem High-End Standlautsprecher


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STEREO

10/2015

In der Stereo Ausgabe 10/2015 auf den Seiten 16 bis 21 wurde die Canton Reference 1 K getestet.

 

Testauszug:
"… ob Emerson, Lake and Palmer mit "September", die zarte Tori Amos oder die mächtigen Drums von AC/DCs "Highway To Hell" – die Canton zeigte keinerlei "Lastwechselreaktionen" sondern blieb feinfühlig und unbeeindruckt auf Kurs, exakt so, wie man es sich von einem Spitzenlautsprecher wünscht. Bei Tutti-Passagen in Dvoráks neunter Sinfonie oder Vivaldis "Vier Jahreszeiten" fragt man sich ob einer solchen Darbietung unwillkürlich, wie sprachlos wohl so ein Komponist vor einem derart opulenten, weiträumigen und farbenprächtigen Klangbild gesessen hätte.
Die Keramik tut der großen Canton gut, so viel steht fest. Sie klingt beseelter, entspannter, ja lässiger und swingt mehr als jede ihrer Vorgängerinnen, zumal die praktisch völlige Resonanz- und Verfärbungsfreiheit mit einer nochmals gesteigerten Klarheit im Duktus einhergeht. Diese Klarheit ist, so paradox das klingen mag, mit einer angenehmen Zurückhaltung verbunden. Offenbar sorgt das Material ausgleichend für eine weniger zwingende Vorstellung, macht den Lautsprecher noch weniger exzentrisch.
Die neue Canton spielt selbstverständlich. Tritt nie in den Vordergrund, sondern verschwindet als Box nahezu. Da über das neue Material hinaus nichts, aber auch gar nichts – von den Sicken über Treibergeometrie, Weichenbauteile und resultierende Abstrahlcharakteristika – dem Zufall überlassen, sondern mit Simulationen, Mustern sowie in langen Hörsitzungen akribisch perfektioniert wurde, ist die 1K praktisch völlig frei von Fehlern, was bedeutet, dass ein Flügel nicht nur nach Flügel klingt, sondern sogar problemlos ein Bechstein von einem Bösendorfer oder Steinway zu unterscheiden ist. Das ist nicht einmal in dieser hohen Klasse von Schallwandlern selbstverständlich. Dass der Flügel auch in seinen Proportionen superb abgebildet wird und selbst das Timing der Canton hervorragend ist - der Bass hinkt niemals hinterher -, sein ebenfalls erwähnt.
Womöglich das durchgängig für alle Frequenzbereiche verwendete keramische Material führt zudem zu einer bruchlos-selbstverständlichen Flüssig- und Schlüssigkeit des musikalischen Vortrags, dass man den erreichten Fortschritt bei diesem Lautsprecher erst daran bemerkt, wie ermüdungsfrei man ihm stundenlang – und lustvoll – gelauscht hat. Das war übrigens ein vorrangiges Ziel des Entwicklungsteams um Frank Göbl.
Mit ihrer enormen Pegelfestigkeit und ihrer wahnwitzigen Basspotenz zählt das neue Canton-Flaggschiff zudem zu der guten „Handvoll“ Wandler, die bislang im STEREO-Hörraum waren, die grobdynamisch buchstäblich alles in faszinierender Qualität UND zugleich völlig mühelos mindestens in Originallautstärke reproduzieren können.
Die "Materialkunde" hat sich gelohnt, führt zu gesteigerter Emotionalität, Souveränität und Feindynamik. Das hier ist zweifellos die beste Canton aller Zeiten und "High End pur". …"

 

Preis/Leistung: Exzellent