Creek Evolution 50A bei AUDIO im Test

Dieser Test bezieht sich auf folgende Produkte
AUDIO

4/2013

"In der Audio-Ausgabe 4/2013 auf den Seiten 136 bis 140 wurde der Creek Evolution 50A getestet."

Testauszug:

"...kein Wunder also, dass der neue Creek auch im Hörraum begeisterten Zuspruch bekam. Vor allem für die Kunst, etwa Klavierläufe nicht nur wie frisch poliert und blitzblank, sondern außerordentlich flink und behende darzustellen. Egal ob mit 12-saitiger-, Nylon- oder Elektrogitarre, die Kunst eines Virtuosen wie Dominic Miller stellte der 50A - bis hin zu zartesten Verästelungen und Korpus-Nachschwingungen - mit für die Preisklasse fantastischer Feinnervigkeit dar. Da musste selbst das bis dato strahlendste Glanzlicht dieser Verstärkerklasse passen. Creeks formidabler Evo 2 mochte sich drehen und wenden wie er wollte, an den noch agileren und detailversesseneren Newcomer kam er nicht ran. Allerdings auch deswegen, weil er die Töne nicht nur aus Jux und Dollerei "schwerer" sah, er fasste sie auch in ein ruhigeres Fluidum, versah sie mit mehr Nachdruck und mehr gewichtiger Fülle im Raum. Und so kamen bald auch Scheiben dran, bei denen die Jury eher den altvorderen Creek präferierte. So riss Angelique Kidjo bei "Voodoo Child" vom Album "Oremi" die Hörer über beide Verstärker gleichermaßen hin - beim 50 A besaß die Stimme mehr Atem, beim Evo 2 mehr Mumm. Als dann die Fußtrommel-Punches einschlugen und der fast subsonische Bass weit ausgreifend dahinwaberte, wich der neue Evo 50 A eher ängstlich zurück, während der Oldie immer noch größten Gefallen an diesem Treiben fand. Satter, kräftiger, gesetzter der Alte, frischer, flinker und glanzvoller der Neue: Mit seinem 50 A bietet Creek keinen in jeder Weise durchschlagenden Nachfolger an - wohl aber eine fast highendige Alternative..."

Bewertung:

+ für die Preisklasse hervorragende Agilität und Höhenauflösung
- relativ schlanker, zurückhaltender Bass

Fazit:

Es kam, wie's kommen musste. Creek hatte bei den preisgünstigen Vollverstärkern schon vor Jahr und Tag den Olymp erklommen. Und bot trotzdem von Version zu Version Verbesserungen. Weil sich Wunder nicht unendlich wiederholen lassen, markiert der neue 50 A keinen wirklichen Schritt nach vorn. Oder? Sobald der passende CD-Player erscheint, darf der 50 A ein zweites Mal auftreten - die Kombi-Konstellation könnte die Sache in neuem Licht erscheinen lassen.

Preis/Leistung: sehr gut