Dali Rubicon 6 / Rubicon 2 im Test bei Stereo

Dieser Test bezieht sich auf folgende Produkte
Dali Rubicon 2

Regallautsprecher


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Dali Rubicon 6

Standlautsprecher


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STEREO

8/2016

In der Stereo Ausgabe 8/2016 auf den Seiten 30 bis 33 wurden die Dali Rubicon 6  und Rubicon 2 getestet.

 

Testauszug:

"... mit Leichtigkeit federt sie durch die Partitur, die Puccini für "Turandot" zu Papier gebracht hatte, löste sich Stimmen deutlich vom Orchester und bestach die gesamte Wiedergabe durch Spielfreude und packendes Timing. Lyn Stanley, die neue Gralsheilige der weltweiten audiophilen Gemeinde, hat auf ihrem Album "Interludes" eine ziemlich verwegene Interpretation des Led-Zeppelin-Klassikers "Whole Lotta Love" zum besten gegeben - ganz sicher nicht jedermanns "cup of tea", aber klanglich herausragend aufgenommen, abgemischt und gemastert von Al Schmitt, Bernie Grundmann und Misses Stanley selbst.

Wer einmal hören möchte, was unter Tonbildung zu verstehen ist, erhält hier "Anhörungsunterricht". Beide DALIs machen einen mehr als guten Job, jedoch gelingt es der 6er, noch ein wenig müheloser die Details herauszuschälen und den Raum etwas größer darzustellen als der kleineren Schwester. Die punktete mit einer Ortungsschärfe, die ihre grobdynamischen Grenzen bei den meisten Musikstücken als vernachlässigbar erscheinen ließ. Eva Cassidys Version von "Ain't No sunshine" - nach langer Zeit mal wieder eingelegt - erklang wie im Schraubstock fixiert, im Vergleich zu wirklichen Spitzenboxen mangelt es hauptsächlich etwas in der Größenabbildung und der letzten Schwärze - Druck und Präzision - in den unteren Registern. Wichtig ist aber bei diesen wie anderen Boxen eine korrekte Aufstellung. Jede Zeit, die mit Hin- und Herrücken verbracht wird, bringt reichlich Rendite in Form von besserem Klang, natürlicheren Stimmen und Größenabbildung, sauberer Ortbarkeit, und einem Bass, der nicht alles andere übertüncht. Die DALIs haben das Zeug dazu, und man sollte dieses Potenzial nicht ungenutzt lassen oder aus Bequemlichkeit verschenken. ..."

"... sie mögen sich jetzt die Frage stellen ob es denn einen Favoriten bei den beiden gibt, den wir Ihnen ans Herz legen würden? Auch wenn es nicht unter allen Umständen so sein mag: In unserem Hörraum, der rund 20 Quadratmeter misst, haben wir die 6er doch noch etwas mehr ins Herz geschlossen als die 2er.

Beide Boxenpaare sind so gut, dass man hinter diese Qualität freiwillig nicht mehr zurückgehen mag, sie tragen ihren Namen "Rubicon" daher absolut zu Recht. Doch die 2er benötigt noch ein Paar ordentliche Ständer und hat auch einen hörbar höheren Liestungsbedarf, was ihren Preisvorteil zusammenschmelzen lässt. Hinzu kommt, dass sie naturgemäß bei Bass und Maximalpegel ins Hintertreffen gerät. Da sie auch noch einen Hauch weniger an Auflösung bietet, andererseits die 6er aber nicht weniger homogen spielt, halten wir die 6er für mehrheitsfähig und den Mehrpreis wert. Wenn Sie mit den geringen Abstrichen leben können oder der Etat einfach keine Verdopplung der Ausgaben zulässt, werden Sie aber mit der Rubicon 2 glückliche Stunden erleben. ..."

 

Fazit (Dali Rubicon 6):

Die Dänen haben es wieder geschafft, Hightech und exzellente Klangqualität zu einem mehr als attraktiven Preis anzubieten. Dass die Verarbeitung stimmt und die Wahl des pasenden Verstärkers leichtfällt, sind weiter Pluspunkte.

Preis/Leistung: exzellent

 

Fazit (Dali Rubicon 2):

Auch das kleinere Modell hat es in sich und dürfte viele Musikliebhaber wunschlos glücklich machen. Bis auf Stadionrock und Orgelgewitter sind die Rubicon 2 für fast jede Schandtat zu haben! Ein heißes Eisen im Bereich der hochklassigen Kompakten!

Preis/Leistung: überragend