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XXL-TEST: AV-Receiver Denon AVR-4306 (1/3)

Test: Carsten Rampacher, AREADVD - update: 10.02.2006

Denon AVR4306  (AVR-4306) AV-Receiver von Denon im Test bei HIFI-REGLER

Einführung

Denon ist immer wieder für kräftige Innovationsschübe gut: So zum Beispiel im Jahr 2000 mit dem Denon AVC-A1SE, 2002 mit Upgrade versehen, der als erster AV-Verstärker überhaupt die damals neue Tonnorm DTS ES Discrete 6.1 beherrschte. Oder im vergangenen Jahre 2005, als der Denon AVC-A1XV mit revolutionärem Lautsprecher-Einmesssystem und frei konfigurierbaren 10 (!) Endstufen auf den Markt kam - immer sind Denon Modelle an vorderster Front zu finden, wenn es um den neuesten technischen Stand bei Surroundverstärkern und AV-Receivern geht. Dass Hochtechnologie nicht zwangsläufig mit einem extrem hohen Einstandspreis einher gehen muss, hat Denon bereits 2004 mit dem damals extrem hochwertig ausgestatteten Denon AVR-3805 bewiesen, und auch im Jahre 2006 gibt es wieder einen bezahlbaren Kandidaten im Denon-Portfolio, der keinen Vergleich zu scheuen braucht: Für etwa 2.000,00€ ist der Denon AVR4306 im Programm, ein Siebenkanal-AV-Receiver mit beispielhaft kompletter Ausstattung. Bereits die Aufzählung der wichtigsten Features des mit 7 x 170 Watt starken Endstufen ausstaffierten Modells verschlingt einiges an Platz. So verfügt der Denon AVR-4306 ebenso wie der Denon AVR-3806 über das Highend-Einmesssystem Audyssey Mult EQ XT mit maximal 6 verschiedenen Einmesspositionen. Das hat den Vorteil, dass der Spot, innerhalb dem ideale Hörbedingungen herrschen, deutlich vergrößert wird. Ebenfalls verdient die interne Videoabteilung des Denon AVR-4306 eine besondere Erwähnung, denn ähnlich wie beim Yamaha RX-V2600 findet sich nicht nur ein Videonormwandler, der z.B. FBAS- auf Komponentensignale wandelt, sondern gleich auch ein interner De-Interlacer (beim Denon AVR 4306 vom US-Spezialisten Faroudja) und ein interner Scaler. In Verbindung mit den drei HDMI-Eingängen und dem HDMI Monitor-Ausgang kann man den Denon hochflexibel als Videoschaltzentrale nutzen, zumal er auch ohne Probleme analoge in digitale Videosignale umwandelt. So ist es dann prinzipiell möglich, ein einkommendes FBAS Signal zu digitalisieren, zu de-interlacen und hochzuskalieren, anschließend verlässt das Signal über den HDMI-Ausgang den Denon AVR-4306. Auch fernab der HDMI-Platinen ist die Anschlusssektion des Denon AVR 4306 sehr innovativ bestückt.

Denon AVR4306  (AVR-4306) AV-Receiver von Denon im Test bei HIFI-REGLER

Auch seinen iPod kann der Anwender mit dem Denon AVR-4306 komplett steuern - und den Klang mittels PLIIx sogar über ein 7.1-Lautsprecher-Setup genießen

Denn es steht vorn und hinten ein Interface für Apples iPod bereit (allerdings ist immer nur ein Eingang, entweder an der Front- oder der Rückseite des Denon AVR 4306, aktiv), verbunden mit der Möglichkeit, die Kult-MP3-Jukebox über den Denon AVR-4306 zu steuern. Sogar an Details dachte man bei Denon, so kann man mittels OSD-Einstellung den Aufladevorgang des iPod-Akkus regeln und so ein Überladen vermeiden. Das vielfältige Terminal-Angebot wird komplettiert von einem USB-Interface, welches sich ebenso wie der vorderseitige iPod-Anschluss unter der Gerätefrontklappe befindet. Auch bringt der Denon AVR4306 einen Ethernet-Anschluss mit, der eine Steuerung aller Gerätefunktionen über den PC, das Hören aller auf dem PC gespeicherten Musikdateien und das Hören von Internet Radio ermöglicht. Doch nicht nur durch mehr Ausstattung, sondern auch durch eine höhere Audio-Baugruppenqualität soll sich der auf dem Denon AVR3806 basierende Denon AVR-4306 vom günstigeren "Bruder" abheben. Insgesamt ist der Denon AVR-4306 ca. 3 kg schwerer als der Denon AVR-3806, dies ist zum Teil auf die größere Dimensionierung des Trafos zurückzuführen. Der Denon AVR4306 verfügt ferner über insgesamt vier Trafos, zum Haupttrafo kommt noch der (verborgene) Standby-Trafo (den auch noch der Denon AVR 3806 hat), zusätzlich jedoch gibt es beim Denon AVR-4306 zwei kleinere Trafos, die unabhängig vom Haupttrafo die Versorgung der zahlreichen Zusatzfunktionen übernehmen. Denon gibt beim AVR-4306 also in allen Disziplinen Vollgas - reicht das für neue Bestnoten in der Liga bis 2.000,00€? Unser Test-Bericht klärt auf.

Die Aufteilung des Test-Berichtes:

Verarbeitung:

Optisch wird dem Betrachter sofort klar, dass der Denon AVR-4306 eng mit dem Denon AVR-3806 verwandt ist. Die neuen Modelle folgen der vom Denon AVR-3805 begründeten, im Vergleich zu älteren Modellreihen behutsam, aber effektiv modifizierten Denon-Designlinie. Wie üblich bei Denon AV-Receivern, kann man auch beim Denon AVR-4306 guten Gewissens genau hinschauen: Die exzellente Passung der Aluminium-Gerätefront ist beispielhaft, nirgendwo tauchen zu große Spaltmaße oder Ungenauigkeiten in der Form auf, dass die Platte nicht exakt der Linie des Gehäuses folgt. Die Klappe auf der Gerätefront, hinter der sich weniger oft benötigte Bedienelemente befinden, ist beim Denon AVR-4306 massiv und solide ausgeführt. Dass man bei Denon Qualität fürs Geld einkauft, beweist auch der sehr hochwertige Lautstärke-Drehregler sowie das "Function"-Drehrad. Allerdings muss hinzugefügt werden, dass man bei diesen Bedienelementen keine weitere Qualitätssteigerung gegenüber dem AVR-3806 erwarten darf, was aber aufgrund des hohen Levels kaum ein ernsthaftes Problem darstellen dürfte. Lediglich, wer sich bislang ausschließlich mit hochwertigen, teuren Boliden beschäftigte, wird feststellen, dass die Führung der Drehregler bei sehr hochpreisigen Modellen nochmals exakter und haptisch hochwertiger ausfällt. Pluspunkt des Denon AVR4306 ist auch das zweizeilige Punktmatrixdisplay, welches ebenfalls erstmals im Denon AVR-3805 zum Einsatz kam und inzwischen zum Markenzeichen der teureren Denon AV-Receiver und der Top-AV-Verstärkerboliden des Hauses geworden ist.

Denon AVR4306  (AVR-4306) AV-Receiver von Denon im Test bei HIFI-REGLER

Ausgezeichnete Verarbeitung der Frontblende

Denon AVR4306  (AVR-4306) AV-Receiver von Denon im Test bei HIFI-REGLER

Auch am verarbeitungstechnisch kritischen, optisch schicken Knick in der Frontblende gibt es nichts zu bemängeln - vorbildlich

Denon AVR4306  (AVR-4306) AV-Receiver von Denon im Test bei HIFI-REGLER

Von sehr guter Qualität ist auch der optisch sowie haptisch überzeugende Lautstärke-Drehregler

Denon AVR4306  (AVR-4306) AV-Receiver von Denon im Test bei HIFI-REGLER

Auch von oben betrachtet überzeugt das Finish des Lautstärkedrehreglers praktisch restlos

Denon AVR4306  (AVR-4306) AV-Receiver von Denon im Test bei HIFI-REGLER

Die gleiche hervorragende Verarbeitung bringt auch das "Function"-Drehrad mit

Denon AVR4306  (AVR-4306) AV-Receiver von Denon im Test bei HIFI-REGLER

Die vollmassive Metallklappe beim Denon AVR 4306 besticht durch ihre ausgezeichnete Verarbeitung

Denon AVR4306  (AVR-4306) AV-Receiver von Denon im Test bei HIFI-REGLERAuch kleine Einzelheiten vermitteln beim Denon AVR 4306 Stimmigkeit. So sind die Gerätestandfüße standesgemäß hochwertig ausgeführt und überzeugen durch die solide Befestigung am Geräteboden. Die gesamte Geräteunterseite präsentiert sich beim Denon AVR 4306 in ausgezeichneter Form und weist keine störenden Verarbeitungstoleranzen auf - das ist keinesfalls eine Selbstverständlichkeit. Billige, schiefe Bleche mit harten Kanten sind oft selbst bei teuren Modellen Gang und Gäbe. Die sauber eingepassten Anschlüsse auf der Geräterückseite untermauern ebenfalls den hohen gebotenen Standard, die HDMI 1.1-Terminals gefallen auch durch korrekten Sitz. Gerade die filigranen HDMI-Interfaces (dies sehen Gegner von HDMI als großen Vorteil von DVI, hier ist der Stecker unanfälliger und solider) sind oft nicht eben Quell reiner Freude und werden nicht präzise eingepasst. Aus der Reihe tanzt nur der schräg und nicht absolut akkurat eingepasste Denon Link-Eingang (siehe Bild links). Die Lautsprecher-Schraubverschlüsse sind groß genug ausgeführt und leichtgängig, was das Einführen von Lautsprecherkabel oder Bananensteckern deutlich erleichtert. Leider ist nicht das komplette Arsenal an Cinchbuchsen auf der Rückseite des Denon AVR 4306 vergoldet. Dies wäre ein kleines, aber feines Unterscheidungsmerkmal zum Denon AVR-3806 gewesen. So bleibt es bei den vergoldeten Cinchbuchsen des AV-Fronteingangs - wie beim Denon AVR-3806.

Denon AVR4306  (AVR-4306) AV-Receiver von Denon im Test bei HIFI-REGLER

Die Gerätestandfüße entsprechen absolut dem Standard der Preisliga und sind solide befestigt

Denon AVR4306  (AVR-4306) AV-Receiver von Denon im Test bei HIFI-REGLER

Vorne hui, unten pfui? Nicht bei Denon. Hier befindet sich die Verarbeitung der Geräteunterseite auf dem identischen hohen Level

Denon AVR4306  (AVR-4306) AV-Receiver von Denon im Test bei HIFI-REGLER

Weiteres Qualitätsmerkmal beider AV-Receiver sind die leichtgängigen und stabilen Lautsprecherkabel-Anschlussterminals, die sich auch problemlos für Bananenstecker eignen

Wie sieht es mit der Qualität des mitgelieferten Zubehörs aus? Auch hier können wir gute Noten vergeben, denn im Gegensatz zum Denon AVR-3805 kann die Fernbedienungseinheit in Bezug auf ihr Finish überzeugen. Wer hier Vorteile des Denon AVR 4306 gegenüber dem Denon AVR3806 sieht, liegt allerdings falsch, denn dem teureren Modell Denon AVR 4306 liegt die identische IR-Kommandozentrale bei. Doch in Anbetracht der gut verarbeiteten, nobel erscheinenden Fernbedienung wird sich hier niemand ernsthaft beschweren können.

Denon AVR4306  (AVR-4306) AV-Receiver von Denon im Test bei HIFI-REGLER

Die Fernbedienung des Denon AVR 4306 ist mit der des Denon AVR-3806 identisch und präsentiert sich in verarbeitungstechnisch guter Form

Denon AVR3806-Test (AVR-3806) 7-Kanal-AV-Receiver von Denon im Test

Die Fernbedienung des Denon AVR-3805 wirkte billiger gemacht

Eher schon ein Grund, wehmütig zurückzuschauen, ist das Mikrophon zum Lautsprecher-Einmesssystem, welches zwar immer noch von den Spezialisten von Audio Technica geliefert wird, sich aber deutlich nüchterner und einfacher als das sehr edle Exemplar beim Denon AVR-3805 ausmacht.

Denon AVR3806-Test (AVR-3806) 7-Kanal-AV-Receiver von Denon im Test

Spitze: Mikrophon des Denon AVR-3805

Denon AVR4306  (AVR-4306) AV-Receiver von Denon im Test bei HIFI-REGLER

Standard: Mikrophon des Denon AVR 4306 und des Denon AVR-3806

Bewertung Denon AVR-1804 Test (AVR 1804) AV-Receiver von Denon im TestDenon AVR-1804 Test (AVR 1804) AV-Receiver von Denon im TestDenon AVR-1804 Test (AVR 1804) AV-Receiver von Denon im TestDenon AVR-1804 Test (AVR 1804) AV-Receiver von Denon im TestDenon AVR-1804 Test (AVR 1804) AV-Receiver von Denon im TestDenon AVR-1804 Test (AVR 1804) AV-Receiver von Denon im TestDenon AVR-1804 Test (AVR 1804) AV-Receiver von Denon im TestDenon AVR-1804 Test (AVR 1804) AV-Receiver von Denon im TestDenon AVR-1804 Test (AVR 1804) AV-Receiver von Denon im TestDenon AVR-1804 Test (AVR 1804) AV-Receiver von Denon im Test

Bemerkung: Wie üblich für einen Denon AV-Receiver eine sehr gute Bewertung in Bezug auf die Verarbeitungsqualität. Dass es nicht noch mehr Sterne geworden sind, liegt daran, dass der preiswertere Denon AVR-3806 nirgendwo schlechter abschneidet. Kleine, aber feine Differenzierungsmaßnahmen wie z.B. komplett vergoldete Cinchbuchsen auf der Rückseite oder ein tiefblaues anstatt dem üblich leicht türkisen DOT Matrixdisplay sowie eine nochmals leicht massivere Frontplatte könnten den Sonderstatus des Denon AVR 4306 nach außen deutlicher dokumentieren. Im Vergleich zu Konkurrenten steht der Denon AVR 4306 sehr gut dar: So wirkt der mit etwa 2..400,00€ teurere Harman Kardon AVR-7300 aufgrund seiner Plastikfront und dem einfachen Lautstärkedrehregler nicht so hochwertig wie der Denon AVR-4306. Und der inzwischen nicht mehr produzierte Onkyo TX-NR801 wirkt schlichter als der auch im Detail geschliffen auftretende Denon. Konkurrenz droht von Pioneer, der Pioneer VSX-AX5Ai-S wirkt bereits wie ein kleiner Bolide und optisch noch imposanter als der Denon AVR 4306 - das muss allerdings nicht als Nachteil des Denons aufgefasst werden, denn der zurückhaltend-elegante Auftritt des Denon AVR 4306 wird ihm bestimmt einen großen Liebhaberkreis bescheren.

Technik/Aufbau

Leider ist selbst bei teuren AV-Receivern längst nicht alles Gold, was glänzt. Selbst Kandidaten, die von außen als respektheischende "Boliden-Schwergewichtler" monumentale Qualität signalisieren, entpuppen sich beim Betrachten des Innenlebens nicht selten als zahnlose Papiertiger. Genau dies jedoch traf auf Modelle von Denon nie zu. Hier wurde selbst bei günstigen Modellen eine hocherfreuliche Qualität in Bezug auf das innere Layout geboten. So ist es zum Beispiel ein Kennzeichen aller Denon AV-Verstärker und AV-Receiver, dass man auf eine komplett passive Kühlung vertraut, was sich in der Praxis als nicht zu unterschätzender Vorteil zeigt. Denn während andere AV-Receiver, die zusätzlich zu den passiven Kühlelementen noch einen Ventilator einsetzen, für Unruhe beim Filmgenuss sorgen können (wenn z.B. nach einer Serie hochpegeliger Explosionen eine ruhige Szene einstellt, in der sich dann kurz der Ventilator zuschaltet, um den AV-Receiver wieder auf verträgliche Temperaturen herunterzukühlen), herrscht bei den Denon-Modellen stets absolute Ruhe. Die groß dimensionierten Alu-Profilkühlkörper sind so üppig ausgefallen, dass Denon-Test-Kandidaten trotz des fehlenden zusätzlichen Ventilators sich nie extrem erwärmen. Dies spricht für ein ausgeklügeltes Temperaturmanagement - und die Wichtigkeit eines solchen ist nicht zu unterschätzen. Aufgrund des analogen Arbeitsprinzips der Endstufen ist eine gewisse Erwärmung zwar vollkommen normal (weil sich ein beträchtlicher Teil der Energie in Form von Restwärme verflüchtigt), eine große Erhitzung jedoch kann fatale und für den Anwender teure Folgen haben: Die Kondensatoren können austrocknen, wenn es regelmäßig zu übermäßiger Hitzeentwicklung kommt. Und genau deshalb verdient das ausgezeichnete Temperaturmanagement, das auch Kennzeichen des Denon AVR 4306 ist, besondere Erwähnung.

Denon AVR4306  (AVR-4306) AV-Receiver von Denon im Test bei HIFI-REGLER

Als Kennzeichen der Denon AV-Receiver gilt die komplett passive Kühlung. Ein zusätzlicher Ventilator wird nicht eingebaut

Doch die Vorzüge des Denon AVR4306 erschöpfen sich nicht in der rein passiven Kühlung. Wie schon der Denon AVR-3806 verfügt auch der Denon AVR 4306über neue Transistoren in der Vorstufe. Diese sind nicht unerheblich am im Vergleich zu früheren Denon-Modellen veränderten Klangbild beteiligt. Der Sound wirkt offener, frischer und im Hochtonbereich brillanter. Als Kurzzeit-Leistungsspeicher bringt Denon auch beim 4306 hochwertige Elkos zum Einsatz, die bei kurzzeitig auftretenden Leistungsspitzen (z.B. urplötzlich fliegt mit Wucht ein Auto im Actionfilm in die Luft) genug Reserven haben, um mit einer spontanen Entladung diese Explosion meistern zu können.

Denon AVR3806-Test (AVR-3806) 7-Kanal-AV-Receiver von Denon im Test

Hochwertige Transistoren in der Vorstufe sollen für ein frisches, natürliches Klangbild sorgen

Denon AVR4306  (AVR-4306) AV-Receiver von Denon im Test bei HIFI-REGLER

Haupt-Elkos des Denon AVR 4306

Denon AVR4306  (AVR-4306) AV-Receiver von Denon im Test bei HIFI-REGLER

Gutes Endstufenlayout beim Denon AVR-3806. Als Transistoren kommen Bauteile mit interner Arbeitspunktstabilisierung zum Einsatz. Die eingebaute Temperaturkontrolle des Schaltkreises stabilisiert den Arbeitspunkt des Transistors, was sehr wichtig ist in Bezug auf eine verzerrungsfreie Wiedergabe, da ein Abdriften des Arbeitspunktes das Auftreten von Verzerrungen nach sich zieht

Eben bei der Bewertung der äußeren Verarbeitungsqualität haben wir mit der Lupe nach Differenzen zum Denon AVR-3806 gesucht und ein wenig Kritik geübt, dass sich praktisch nichts finden ließ. Nun aber zeigt der optisch bescheidene Denon AVR 4306 sein wahres Gesicht, denn er ist ca. 3 kg schwerer als der Denon AVR-3806, dies ist zum Teil auf die größere Dimensionierung des Trafos zurückzuführen. Dies lässt auf eine noch stabilere Stromversorgung der im Vergleich zum Denon AVR3806 pro Kanal um 10 Watt stärkeren Endstufen hoffen, so dass Dauer-Hochpegeleinsätze mit dem Denon AVR 4306 noch souveräner zu lösen sein dürften. Der Denon AVR 4306 verfügt ferner über insgesamt vier Trafos, zum Haupttrafo kommt noch der (verborgene) Standby-Trafo (den auch noch der Denon AVR3806 hat), zusätzlich jedoch gibt es beim Denon AVR4306 zwei kleinere Trafos, die unabhängig vom Haupttrafo die Versorgung der zahlreichen Zusatzfunktionen (Videoprocessing, Networking) übernehmen.

Denon AVR4306 und Denon AVR3806-Preview (AVR-4306 / AVR-3806) AV-Receiver von Denon

Der Denon AVR-4306 kommt mit aufwändiger Stromversorgung mit insgesamt vier Trafos. Drei davon sind auf dem Bild zu sehen, der große Haupttrafo ist oben im Bild zu sehen, darunter sind zwei kleinere Trafos für die vielen Zusatzfunktionen des Denon AVR 4306. Nicht sichtbar ist der separate Standby-Trafo (Nummer 4).

Denon AVR4306  (AVR-4306) AV-Receiver von Denon im Test bei HIFI-REGLER

Hier nochmals die Zusatz-Trafos im Detail

Denon AVR4306  (AVR-4306) AV-Receiver von Denon im Test bei HIFI-REGLER

Der Hauptrafo ist mit soliden Kupferschrauben fest am Boden verankert

Denon AVR4306  (AVR-4306) AV-Receiver von Denon im Test bei HIFI-REGLER

Ordentliche Verkabelung im Geräteinneren

Der Denon AVR 4306 überzeugt auch durch die hochwertige Wandlerbestückung. 24-Bit/192 kHz BurrBrown D/A-Wandler (4 x PCM1791A) in Differentialanordnung für alle Kanäle und 24-Bit/192 kHz BurrBrown A/D-Wandler (PCM1804) stellen ein präzise Signalwandlungseinheit dar, ganz gleich, ob von der analogen in die digitale oder von der digitalen in die analoge Ebene gewandelt wird.
Der Denon AVR4306 besitzt daher die Möglichkeit zu einer vollständigen 192 kHz Signalverarbeitung und hat Denons AL24 Plus Processing für alle Kanäle mit an Bord. Denons AL24 Processing Plus ist eine weitere Evolutionsstufe von Denons AL24-Prozessor, der jetzt in der Lage ist, Digitalsignale mit einer Samplingrate von bis zu 192 kHz zu verarbeiten. Dies ist besonders bei hochauflösenden DVD-Audio-Aufnahmen von Vorteil. Der Alpha-Prozessor unterdrückt störende Quantisierungsverzerrungen und gibt feinste musikalische Nuancen, selbst in extrem leisen Musikpassagen, wieder. So lassen sich beispielsweise auch herkömmliche 16-Bit CDs in 24-Bit-Qualität genießen. In der Praxis ist diese Funktion gerade für audiophil veranlagte Hörer ein durchaus erwähnenswerter Vorteil. In diesem Zusammenhang von Interesse sein dürfte die Pure Audio Funktion, die der Denon AVR4306 ebenfalls mitbringt. Übrigens: Dolby PLIIx plus DTS kann bei diesem Denon ebenso wie beim Denon AVR-3806 problemlos angewählt werden. Dies hat den Vorteil, dass man anstatt einer 6.1 Wiedergabe (bei DTS das derzeitige Maximum) auch DTS-Quellen in echtem 7.1 genießen kann (PLIIx ist ein 7.1-System). Ein hochauflösender 32-Bit Fließkomma-DSP (ADSP-21366, 2 GFLOPS) ist auch Standard beim Denon AVR 4306.

Wie sieht es nun mit der Konkurrenz-Einordnung aus? Nun, zunächst muss man festhalten, dass der AVR-4306 auf dem 600 ? günstigeren Denon AVR-3806 basiert, und nach dessen preislicher Liga richtet sich auch die Konsequenz beim kompletten inneren Layout. Das heißt, hier ist eine deutliche Abweichung zum im Vergleich zum Denon AVR 4306 wesentlich teureren Denon AVC-A11XV sichtbar:

Denon AVR4306  (AVR-4306) AV-Receiver von Denon im Test bei HIFI-REGLER

Dass der Denon AVC-A11XV in Bezug auf das Innenleben der Bolidenliga angehört, verdeutlicht der vorbildliche innere Aufbau. Besonders die symmetrischen Endstufenblöcke links und rechts mit jeweils eigenem Kühlkörper, die großen Elkos und der überdimensionierte Ringkerntrafo deuten an, dass der Denon AVC-A11XV in einer anderen Liga spielt. Da kann mancher Konkurrent - als Beispiel sei der Marantz SR-9600 genannt - trotz gleichem Kaufpreis nicht mithalten

Denon AVR4306  (AVR-4306) AV-Receiver von Denon im Test bei HIFI-REGLER

Im direkten Vergleich merkt man, dass der Denon AVR 4306 (im Bild) auf dem Denon AVR-3806 (Bild unten) basiert und nicht auf einer Boliden-Plattform

Denon AVR4306  (AVR-4306) AV-Receiver von Denon im Test bei HIFI-REGLER

Kleinerer Trafo, keine Zusatztrafos für erweiterte Funktionen, aber sonst identischer Aufbau: Der Denon AVR-3806 von Innen

Denon AVR-2106 Test (AVR2106) AV-Receiver von Denon im Test

Vom Aufbau her ist beim für seine Preisklasse exzellent aufgebaute, aber mit gänzlich anderen Baugruppen versehene Denon AVR-2106 sogar eine Verwandtschaft zum Denon AVR4306 auszumachen. Natürlich - alles, was der Denon AVR 4306 an Bord hat, ist um ein vielfaches edler und teurer, hervorragende DSPs, hochpräzise D/A- und A/D-Wandler, Top-Videoelektronik - aber vom prinzipiellen Aufbau her finden sich Parallelen. Der Denon AVC-A11XV hingegen ist ganz anders und viel kompromissloser konzipiert, sozusagen aus dem Vollen gefräst.

Denon AVR4306  (AVR-4306) AV-Receiver von Denon im Test bei HIFI-REGLER

Den mit Abstand besten Aufbau in der Liga zwischen 1.500,00 und 2.500,00€ bietet der Harman Kardon AVR-7300. Bereits für etwa 2.400,00€ gibt es hier mit Kühlkörpern links und rechts, extrem großem Ringkerntrafo /vorn halb verdeckt im Bild sowie überdimensionierten Kondensatoren pure Bolidentechnik. Wer also Upperclass-Flair zum fairen Tarif haben möchte, liegt hier richtig

Bewertung Denon AVR-1804 Test (AVR 1804) AV-Receiver von Denon im TestDenon AVR-1804 Test (AVR 1804) AV-Receiver von Denon im TestDenon AVR-1804 Test (AVR 1804) AV-Receiver von Denon im TestDenon AVR-1804 Test (AVR 1804) AV-Receiver von Denon im TestDenon AVR-1804 Test (AVR 1804) AV-Receiver von Denon im TestDenon AVR-1804 Test (AVR 1804) AV-Receiver von Denon im TestDenon AVR-1804 Test (AVR 1804) AV-Receiver von Denon im TestDenon AVR-1804 Test (AVR 1804) AV-Receiver von Denon im TestDenon AVR-1804 Test (AVR 1804) AV-Receiver von Denon im TestDenon AVR-1804 Test (AVR 1804) AV-Receiver von Denon im Test

Bemerkung: Erneut eine sehr erfreuliche Bewertung für den Denon AVR-4306. Er punktet mit durchweg hochwertigen Baugruppen und kann sich damit von preiswerteren, aber auch von manchen teureren Kontrahenten absetzen. Was man aber bei aller berechtigten Euphorie berücksichtigen muss: Der Denon AVR4306 basiert auf dem Denon AVR3806 und nicht auf einer Boliden-Konstruktion. Das ist für den Kaufpreis des Denon AVR 4306 auch alles andere als eine Schande - harte Konkurrenten wie der Harman Kardon AVR-7300 aber bieten für einen maßvollen Aufpreis (dieser kostet ca. 2.400,00€) einen extrem konsequenten Innenaufbau.

Ausstattung

Die Ausstattungswertung des AVR-4306 unterteilen wir in:

  1. Ausstattung Audio
  2. Ausstattung Video
  3. Weitere Ausstattungsmerkmale (z.B. Networking)

Ausstattung Audio

Kaum noch der Erwähnung Wert - ein AV-Receiver der 2.000,00€-Klasse wie der Denon AVR-4306 verfügt natürlich über alle gängigen Decoder. Dolby Digital EX, DTS-ES Discrete/Matrix 6.1, DTS 96/24, DTS Neo:6 (Cinema / Music) und Dolby Pro Logic IIx (Cinema, Music mit Einstelloptionen, Game) sind mit an Bord. Wie beim Harman Kardon AVR-7300 fehlt eine THX-Lizenz, wobei THX-Zertifizierungen bei diesen beiden Herstellern generell nicht hoch im Kurs stehen. Während bei Harman-Kardon nur der längst ausgelaufene HK AVR-8500 das inzwischen durch THX Ultra 2 ersetzte "alte" THX Ultra-Prädikat Decode mitbrachte, liefert Denon nur bei den Toplinern Denon AVC-A11XV und Denon AVC-A1XV eine THX-Lizenz, dann aber in der hochwertigen Ultra II-Form, mit. Die THX Select 2 Norm wird völlig ignoriert, während Firmen wie Onkyo, Pioneer und Kenwood diese in ihre Geräte, bereits in Preisklassen ab etwa 600,00€ (Kenwood KRF-X9090D) implementieren.

Doch der vielleicht kleine Nachteil des Nicht-Vorhandenseins eines THX-Prädikats wird deutlich aufgewogen durch die flexiblen Zuweisungsmöglichkeiten für die Surround Back-Endstufen:

  • Front Lautsprecherpaar B (z.B. separate Standboxen für Stereo)
  • Bi-Amping (jeweils zwei Endstufen mit getrennter Ansteuerung für Hochton-/Mittelton- sowie Tieftonbereich) für Front-LS (macht Sinn bei großvolumigen Front-Standlautsprechern)
  • Zweite Hörzone (Multiroom)

Die Zuweisung erfolgt komfortabel über OSD.

Da gerade das Thema Multiroom angesprochen wurde: Ein eigenes Volume Setup (Einschaltpegel, Gesamtlautstärke, Mutingpegel, Spitzenpegel) ist für jede Hörzone individuell festlegbar.

Denon AVR4306  (AVR-4306) AV-Receiver von Denon im Test bei HIFI-REGLER

Das Einmess-Mikrophon (hier im Bild die Unterseite) kann auf einem handelsüblichen Stativ montiert werden

Denon AVR4306  (AVR-4306) AV-Receiver von Denon im Test bei HIFI-REGLER

Zu Beginn des Auto Setups kann man mittels OSD die Surround Back Endstufen zuweisen

Denon AVR4306  (AVR-4306) AV-Receiver von Denon im Test bei HIFI-REGLER

Schnell und präzise ermittelt Audyssey, welche Lautsprecher angeschlossen sind

Denon AVR4306  (AVR-4306) AV-Receiver von Denon im Test bei HIFI-REGLER

Realistische Pegelwerte bei automatischer Ermittlung

Denon AVR4306  (AVR-4306) AV-Receiver von Denon im Test bei HIFI-REGLER

An bis zu 6 verschiedenen Hörpositionen kann eine Einmessung vorgenommen werden. Hier im Bild sind wir gerade bei Position 5 angelangt. Möchte man nicht mehr mehr Positionen einmessen, kann man sich bereits ab der 1. Position auch gleich das Ergebnis ("Calculate") berechnen lassen.

Denon AVR4306  (AVR-4306) AV-Receiver von Denon im Test bei HIFI-REGLER

Nachdem man 6 Hörpositionen eingemessen hat, dauert die Berechnung einige Minuten

Denon AVR4306  (AVR-4306) AV-Receiver von Denon im Test bei HIFI-REGLER

Alle automatisch ermittelten Parameter können vom Anwender überprüft werden

Der Denon AVR-4306 verfügt über Audyssey Mult EQ XT als automatisches Lautsprecher-Einmesssystem mit Equalizing-Funktion, im Vergleich zu Denon AVC-A11XV und AVC-A1XV ist Audyssey etwas abgespeckt worden. Anstatt maximal 8 sind nun maximal 6 unterschiedliche Hörpositionen möglich, was in den Preisgefilden, in denen sich der Denon AVR 4306 bewegt, aber immer noch einzigartig ist. Auch braucht der Denon AVR4306 (ebenso wie der Denon AVR-3806 mit identischem System) länger zur Datenerfassung als die großen Modelle, da ein geringerer Speicher vorhanden ist und zwischendurch bereits angefangen werden muss, die Datenmenge zu berechnen. Die großen Modelle hingegen nehmen erst alle Daten im größeren Speicher auf und berechnen alles erst zum Schluss. Insgesamt ist die Audyssey Prozedur bei den XV-Flaggschiffen und beim Denon AVR-4306 etwa gleich lang. Die Datenerfassung dauert länger bei kleineren Modellen, die Komplettberechnung zum Schluss dauert dafür bei den zwei Flaggschiffen länger.

In der Praxis hat Audyssey große Vorteile. Audyssey berücksichtigt nicht nur Frequenzgangkorrektur, sondern arbeitet auch im Zeitbereich. Daher erfolgt die Korrektur mehrerer Hörpositionen ohne unangenehme Nebeneffekte im Zeitbereich. Des weiteren arbeitet Audyssey bis 20 Hz und bietet damit auch bei tiefen Frequenzen eine wirksame Korrekturmöglichkeit. Und, nicht zu vergessen: Audyssey korrigiert auch Subwooferfrequenzen.

Auch verfügt das System über drei Referenzkurven: Audyssey/ermittelt von den Audyssey-"Chefs" Tomlinson Holman (war maßgeblich an der THX-Norm beteiligt) und von Chris Kyriakakis (beide "Co-Founders" sind Professoren) nach ihren großen empirischen Erfahrungen) sowie die Kurven "Flat" und "Front" (hier dienen die Frontlautsprecher als Referenz. Zusätzlich hat der Anwender die Möglichkeit, die Flat Kurve in den manuellen 9-Band EQ zu kopieren und den eigenen Wünschen entsprechend zu bearbeiten. Bei allen Optimierungskurven ist die Audyssey Mehrpunkt-Einmessung aktiv. Alle Kurven werden auf einmal während der Einmessung ermittelt.

Keine Vorteile ohne Nachteile: Audyssey erfordert eine extrem hohe DSP Rechenleistung, was dazu führt, dass nur entsprechend schnelle und entsprechend teure DSPs geeignet sind, diese Rechenprozesse umzusetzen. Denon hat es letztendlich geschafft, selbst im günstigeren Denon AVR-3806 einen solchen hochwertigen DSP an den Start zu bringen, und somit kann der teurere Denon AVR-4306 natürlich auch auf die geballte Rechenpower setzen.

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Drei speicherbare User Modi finden sich bei beiden Modellen

Sehr praktisch sind auch die drei User Mode-Speicherplätze. Hier lassen sich drei individuell konfigurierte Settings abspeichern und aufrufen.

Insgesamt ist die Audio-Ausstattung ansprechend, Pluspunkte bringen das aufwändige Einmesssystem, das keine Wünsche mehr offen lässt, und die konfigurierbaren Endstufen. Was wir vermissen, sind aufwändige DSP-Programme sowie zumindest ein THX Select II-Zertifikat. Zwar hat der Denon einige DSPs (Super Stadium, Rock Arena, Widescreen, Jazz Club und Classic Concert sowie Matrix, Video Game und Mono Movie) mit an Bord, doch fehlt hier die letzte Konsequenz bei Entwicklung und Integration. Dies belegen auch später die Klangtestreihen.

Ausstattung Video

Zunächst einmal sind vier Merkmale, die der Denon AVR-4306 mitbringt, sehr lobens- und daher erwähnenswert:

  • Volldigitale Videokonvertierung, so z.B. von FBAS/S-Video auf Komponente inklusive Time Base Correction für Zeitlauffehler im Videosignal (TBC).
  • Ebenfalls kann der AVR-4306 videoseitig von der analogen auf die digitale Ebene wandeln, also z.B. von Komponente auf HDMI. Diese Funktion hat bereits der Denon AVR-3806, aber lange nicht jeder Konkurrent. So stellt zwar der Yamaha RX-V2600 dieses Merkmal zur Verfügung, ein Onkyo TX-SR803E jedoch nicht.
  • Audio Delay-Funktion für synchrones Eintreffen von Audio- und Videosignal, 0 bis 200 ms in 10er Schritten einstellbar
  • Videounterstützung für Hörzone 2 und 3, Hörzone 2 mit Video und S-Video

Darüber hinaus bringt der Denon AVR 4306 jedoch weitere, hochinteressante Merkmale mit, die bis vor kurzem noch mehr als doppelt so teuren Boliden vorbehalten waren, sich inzwischen, wie der Yamaha RX-V2600 zeigt, auch in deutlich humaneren Preisregionen etablieren: Einen hochwertigen internen De-Interlacer (Faroudja mit DCDi) und einen internen Scaler, der bis auf 720p/1.080i hochskalieren kann.

Beide Merkmale sorgen dafür, dass der Denon AVR-4306 als voll ausgestattete Videoschaltzentrale eingesetzt werden kann. Zusätzlich hat er, wie bereits beschrieben, noch einen HDMI 1.1-Eingang mehr als der Denon AVR-3806 (3/2) und auch als der Yamaha RX-V2600. Durch das hochwertige De-Interlacing kann man auch dann, wenn man z.B. einen älteren DVD-Player mit einem inzwischen veralteten De-Interlacer besitzt, ein hochwertiges Vollbild erzeugen, und dieses sogar (auch wenn der DVD-Player kein HDMI Interface hat) dieses über HDMI an das Bildwiedergabegerät schicken, welches über HDMI mit dem AVR-4306 verbunden ist. Dies wird möglich, indem der Denon AVR4306 das Videosignal digitalisiert und das De-Interlacing durchführt. Die De-Interlacing-Funktion ist auch deshalb sehr zu begrüßen, weil die in Flachbildschirmen eingebauten De-Interlacer oftmals höchstens ausreichend ihren Dienst verrichten. Auflösungsverluste, Bewegungsunschärfen, Pixelbildungen und Nachzieheffekte sind einige der Nebenwirkungen, die den Bildspaß schmälern. Nur wenige Top-Modelle wie der Toshiba 32WL58P (LCD-TV) oder der Pioneer PDP-436XDE (Plasma-TV) verfügen über leistungsfähige interne De-Interlacer und übrigend auch über sehr präzise arbeitende Scaler.

Doch das ist noch lange nicht die Regel, daher ist auch der Scaler des Denon AVR-4306 ein wichtiges Werkzeug, denn, wie wir immer wieder feststellen müssen, sind bei den Scalern so mancher Flachbildschirme keine qualitativen Höchstleistungen zu erwarten. Bildzittern, Rauschen und Unschärfeeffekte sind die sichtbaren Folgen.

Insgesamt verfügt der Denon AVR-4306-Besitzer durch die Kombination dieser drei Faktoren

  1. analog-auf HDMI-Wandlung
  2. Interner De-Interlacer
  3. Interner Scaler

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Natürlich bringt der Denon AVR-4306 drei Komponenteneingänge mit - und sogar zwei Komponentenausgänge, was eine Seltenheit darstellt

über umfangreiche Videonachbearbeitungsoptionen. Wie inzwischen selbst bei günstigeren Denon AV-Receivern üblich, ist natürlich auch der Denon AVR-4306 mit umschaltbaren 100 MHz tauglichen und somit uneingeschränkt HDTV-tauglichen Komponentenanschlüssen (jeweils drei Eingänge und ein Ausgang) ausstaffiert. Auch besteht beim AV-Receiver die Möglichkeit, eine Signalverarbeitung ohne Qualitätsverlust auch für 1.080p Signale zu ermöglichen.

Die Unterschiede zwischen beiden AV-Receivern verdeutlicht auch die Digitalplatine:

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Rechts das Digitalboard des Denon AVR4306 von oben. Gut zu erkennen sind die vier HDMI-Interfaces (drei Eingänge, ein Ausgang). Links ist das kleinere Digitalboard des Denon AVR-3806.

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Kennzeichen des Denon AVR 4306: Faroudja De-Interlacing-Chip (FLI2310)

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Die Rückseite der Digitalboards, links Denon AVR3806, rechts Denon AVR4306

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Hier die zweite Seite des Digitalboards vom AVR-4306 im Detail. Das rechte Teil ist die Audio DSP-Platine, die austauschbar ist

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Hier das Videoboard in eingebautem Zustand. Gut zu erkennen ist der FL2310-Chip, der hinter dem Tuner (rechtes Metallkästchen) hervorschaut

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